Eclipse und MSPGCC

Ackermann Andreas (ackermann.andreas<at>bluewin.ch), 1.3.2006
Diese Anleitung mit allen Komponenten steht unter der unter der Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5) und darf unter Nennung des Autors und Beibehaltung der Lizenz auch in veränderter Form weitergegeben werden. Die Softwarekompnenten im Ordner .\Programme\ stehen alle unter der GPL.

Inhaltsverzeichnis

  1. Installation der Komponenten
  2. Arbeiten mit Eclipse
    1. Konfiguration
    2. Erstellen des Programmcodes
    3. Konfiguration des Debuggers
    4. Start des msp430-gdbproxy
    5. Debuggen

Installation der Komponenten

Als erstes muss das Installationsskript und die Hilfsprogramme in einen Ordner freier Wahl entpackt werden. Folgende Dateistruktur sollte sich ergeben:

.\Downloade und Installiere MSPGCC und Eclipse.bat
.\Eclipse und MSPGCC.html
.\gdbtarget.ini
.\projekt.c
.\Programme\chose.exe
.\Programme\unzip.exe
.\Programme\wget.exe
.\screenshots\**.jpg

Das Installationsskript lädt die benötigten Dateien automatisch mithilfe von wget aus dem Internet in das Verzeichnis Downloads.

Nachdem der Download abgeschlossen ist, wird das MSPGCC-Setup gestartet.

Nach dem Klick auf Next muss die Lizenz (GPL) akzeptiert werden.

Die Auswahl der optionalen Komponenten belassen wir in der Standardeinstellung auf Full und klicken auf Weiter.

Der Installationspfad kann frei gewählt werden. Er sollte gemerkt werden, da er später nochmals eingegeben werden muss.

Die Programmgruppe im Startmenü kann nach belieben verändert werden.

Die Installation läuft durch.

Das Installationsprogramm installiert einen Treiber für den Zugriff auf die parallele Schnittstelle.

Die Dateitypen können nach belieben verknüpft werden.

Die Installation ist abgeschlossen.

Nachdem das MSPGCC-Setup abgeschlossen ist, fährt das Installationsskript mit den Entpacken von Eclipse und den Plugins fort. Am Ende wird gefragt, ob man Eclipse starten möchte.

Eclipse startet.

Arbeiten mit Eclipse

Konfiguration

Ein Klick auf den Workbenchknopf schliesst die Willkommensseite.

Als erstes muss ein neues Projekt erstellt werden.

Damit Eclipse die Aufgabe Makefiles zu erstellen übernimmt, muss ein Managed Make C Project gewählt werden.

Das Projekt solle einen Namen bekommen.

Wichtig: Im Feld Project Type muss mspgcc ELF (Gnu) ausgewählt werden.

Mit Finish wird das neue Projekt erstellt.

Das Projekt muss nun konfiguriert werden.

Eclipse muss der Pfad der Include-Dateinen bekannt gegeben werden.


Der Typ des Mikrocontrollers muss im Feld MSP430 MCU type eingetragen werden. Eine komplette Liste der möglichen Parameter kann im MSPGCC-Manual im Kapitel 4 unter Compiler options eingesehen werden.

Auch dem Linker muss der Mikrocontrollertyp bekannt gegeben werden.

Erstellen des Programmcodes

Eine Quelltextdatei muss erstellt werden.


Der Code kann im Editor eingegeben werden. Beim Speichern wird das Dokument automatisch kompiliert und gegebenenfalls gelinkt. Das Binary wird unter dem gleichen Namen wie das Projekt im Ordner Debug gespeichert.

Konfiguration des Debuggers

Damit der Debugger weiss, welches Programm er in den Mikrocontroller laden soll muss eine Konfigurationsdatei erstellt werden.




Der Inhalt der Datei beschreibt wo der Debugger den Mikrocontroller findet. In unserem Fall greift der Debugger über eine TCP/IP Verbindung auf den localhost auf Port 2000 zu. Wird msp430-gdbproxy aus dem Startmenü gestartet wird automatisch der Parameter -port=3333 angehängt. Der Port lautet somit 3333. In der letzten Zeile steht welches Programm geladen und debuggt wird.

Nun muss noch in Eclipse der Debugger konfiguriert werden.

Dazu wird eine neue Konfiguration erstellt.

Im Register Main muss das zu debuggende Projekt und Programm angegeben werden.

Im Register Debugger fällt die Wahl auf den installierten msp430-gdb mit der erstellten Konfigurationsdatei gdbtarget.ini. Vor dem Klick auf Debug muss zuerst der msp430-gdbproxy gestartet werden. Daher noch nicht klicken.

Start des msp430-gdbproxy

Der msp430-gdbproxy schafft die Schnittstelle zwischen dem Mikrocontroller und der TCP/IP Verbindung. Sofern der Mikrocontroller korrekt über das FET angeschlossen ist, erkennt der Proxy den Typ und öffnet ein Serversocket auf Port 2000.

Nach dem Klick auf Debug im Eclipsefenster erscheint die Meldung, das eine Verbindung aufgebaut wurde.

Debuggen

Eclipse fragt, ob es in die Debugperspektive wechseln soll.

In der Debugperspektive kann oben links auf das Programm und danach auf den Fortführenknopf geklickt werden um das Programm zu starten.

Das Programm läuft.

Um den Debugvorgang zu beenden klickt man auf den Terminateknopf.

Die Perspektive kann im Menü Window gewechselt werden.

Soll das Programm erneut debuggt werden kann auf die schon vorhandene Konfiguration zurückgegriffen werden.

Mit dem Singlestepknopf wird eine Schritt für Schritt Ausführung aktiviert.

Selbst die einzelnen Instruktionen können einzeln ausgeführt werden. Dazu muss ein weiteres Fenster geöffnet werden.

Der Instruction Stepping Mode muss noch aktiviert werden.

Danach kann wieder Schritt für Schritt ausgeführt werden.