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Forum: Offtopic Bananenrepublik Deutschland


Autor: boink (Gast)
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Schaut euch mal die Bilderserie zum G8 Gipfel an:
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Heiligend...

Es ist unglaublich weshalb da Leuten der Prozess gemacht wurde. Wegen 
einer Regenhose im Rucksack! Ich fühle mich wieder in die DDR 
zurückversetzt wo auch missliebige Demonstranten einfach wegen 
fadenscheiniger Sachen verhaftet wurden. Das macht keinen Unterschied 
mehr! Hallo? Wo sind wir denn hingekommen? Ich kann den Anti-G8 Quark 
nicht nachvollziehen und finde das eher albern bzw. ein selbstgefälliges 
Happening, aber trotzdem darf es so weit nicht gehen!

Autor: Ollerfahrer (Gast)
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Den Begriff "Schutzbewaffnung" finde ich noch am Besten :-)

Ich bin dafür, alle Roller- und Motorradfahrer, die bei einer Bank 
vorbeifahren, zu verhaften ;-)

Autor: Albert (Gast)
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Sich aufregen? Nein.

Nach de Maistre hat jedes Volk die Regierung (hier: Exekutive) verdient, 
die es hat!

Einfach in Zukunft SPD, CDU, FDP, GRÜNE etc.  pp. wählen - und es wird 
sich nichts ändern. In einer Demokratie - westlicher Prägung - kann man 
nur Leute wählen, die andere bereits ausgesucht haben. Entweder wir 
mischen uns aktiv in die Politik ein - oder es bleibt wie es ist.

Albert

Autor: Online-Durchsuchter (Gast)
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Staubmaske als "Schutzbewaffnung" ?

dann empfehle ich demnächst Staubmasken im Baumarkt nur noch mit 
Loyalitätserlärung der Regierung gegenüber abzugeben und die 
Käuferadressen 10 Jahre zu speichern.

Dem Vorposter muss ich übrigens widersprechen. Den repressiven 
Polizeistaat verdanken wir in erster Linie der sog. 
konservativen-rechten der Unionspolitiker wie Schäuble, der gerade das 
neue BKA-Gesetz durchgeboxt hat. Die Grünen haben dagegen votiert und 
darüber derbe Gefechte im Bundestag mit der CDu ausgetragen. Die SPD 
steht wie immer trottelig daneben und will die Koa nicht gefährden. Die 
Linke ist sowieso völlig gegen den Überwachungswahn der Koalitionäre und 
die FDP hat hier zumindest auch noch eher erträgliche Vorstellungen. Die 
Vorratsdatenspeicherung zeigt erste Opfer, wie man im Telekom-Skandal 
sieht. Da wird zwar argumentiert, dem sei nicht so, weil es sich hier um 
(Achtung! Festhalten und nicht vom Stuhl kippen!) frische Daten 
handelt - den Befriff muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - 
frische Daten, gröl :)! Das zeigt aber nur, dass es noch schlimmer 
kommen wird, wenn schon mit sog. "frischen Daten" Schindluder getrieben 
wird, was wird dann erst mit massenhaft archivierten Daten möglich sein. 
Darum fordern sogar Teile der SPD inzwischen die Vorratsdatenspeicherung 
wieder rückgängig zu machen. Aber die Sozies sind ein Haufen von 
Schlafmützen und uneinig über ihre Linie, nur die Christdemokraten 
wissen genau was sie wollen, den präventiven Sicherheitsstaat, der seine 
Bürger einschüchtern kann.

Autor: Albert (Gast)
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>> ... Unionspolitiker wie Schäuble ...

Die Aussage ist nicht zu halten. Gesetze werden vom Parlament (mehrere 
Lesungen) beschlossen. Die Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten 
wird also von vielen Parlamentariern getragen.

>> ... Grünen haben dagegen votiert ...

Sind doch nicht an der Regierung beteiligt. Jetzt können Sie natürlich 
Politik für die Galerie machen. Die Frage ist, wie haben die Grünen sich 
während ihrer Regierungszeit verhalten. Dort wurde der Weg in Richtung 
Überwachungsstaat gepflastert.

Albert

Autor: Online-Durchsuchter (Gast)
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> Die Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten
> wird also von vielen Parlamentariern getragen.

aber von welchen, das ist doch die Frage.

"SPD lehnt sich gegen Schäubles BKA-Gesetz auf"
http://www.welt.de/welt_print/article2063954/SPD_l...

"Wolfgang Schäuble wehrt Kritik am BKA-Gesetz ab"
http://www.welt.de/politik/article2065649/Wolfgang...

"Die Opposition allerdings sieht das anders. Und auch die SPD will 
Änderungen an dem Gesetz – doch für Schäuble sind das nur 
Einzelmeinungen."

ist doch ziemlich eindeutig wer den Sicherheitsstaat möchte

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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In Friseursalons für Kinder werden öfters so kleine Spielzeugautos 
aufgestellt mit vielen Knöpfen auf die man drücken kann. So sind sie 
abgelenkt während sie geschoren werden. Die Knöpfe sind ja nicht 
angeschlossen. Im Großen ist das ähnlich.
"Die Linke" ist genau so eines von den Scheinknöpfen wie die anderen 
Parteien auch. Ist es nicht komisch das man wählen kann was man will - 
es kommt immer doch das gleiche raus? Ist auch nicht verwunderlich, der 
Wahl-O-Mat ist ja auch nicht angeschlossen.....
Warum "Die Linke" auch dazu gehört? Eben weil sie nicht das Grundübel 
angehen will. Und das Grundübel ist die "Globalisierung", d.h. die 
Schaffung der "Einen Welt" nach angelsächsischem purem Wirtschaftsideal.
Das die Linke nicht der Gegenpol zu dieser Bewegung ist dämmert einem 
wenn man erkennt das Trotzki und Lenin von den größten Kapitalisten 
aller Zeit gesponsert worden sind. Ohne Warburgs 2 Millionen 
Startkapital wäre Trotzky nicht weit gekommen. Warum das so ist? Eben 
weil kein Unterschied zwischen Monopolkapitalismus und Kommunismus 
besteht. Nur das bei ersterem die Besitzverhältnisse offen 
bekanntgegeben werden.

Nun zur SPD - bei den Bilderbergern sind Schily und Schäuble Stammgäste.
Man kann es ihnen nicht verdenken - wer aus der Rolle fällt wie Barschel 
oder Möllemann...

Deutsche Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz 2007:
Josef Joffe, Publisher-Editor, Die Zeit (Germany),
Matthias Nass, Deputy Editor, Die Zeit (Germany),
Otto Schily, Former Minister of Interior Affairs; Member of Parliament; 
Member of the Committee on Foreign Affairs (Germany);
Jürgen E. Schrempp, Former Chairman of the Board of Management, 
DaimlerChrysler AG (Germany);

Quelle: http://infokrieg.tv/bilderberg_07.html

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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PS: Schily ist Mitglied des CFR? Interessant....

Autor: Online-Durchsuchter (Gast)
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> Ist es nicht komisch das man wählen kann was man will -
> es kommt immer doch das gleiche raus?

In Hessen hat gerade die Linke die erforderliche Stimmenmehrheit 
erbracht, um zusammen mit der SPD und den Grünen die Studiengebühren 
abzuschaffen, gegen die Stimmen der (noch) CDU Landesregierung von 
Roland Koch.

Soviel zu deiner These.

Autor: Staplerfahrer Klaus (Gast)
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@Online-Durchsuchter:

Wer hier für den Überwachungs-Staat ist, sieht man ja hier ganz 
deutlich:

http://www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/...

Alle die damals mit "Ja" gestimmt haben, können sich meiner
Meinung nach jetzt nicht mehr herausreden und die SPD hat
damals ziemlich geschlossen mit "Ja" gestimmt. Da kann die
SPD in der Presse noch so theatralisch Bedenken äußern...so
etwas ist in meinen Augen reines Theater.

Was die im Stern dargestellte Polizeiwillkür angeht, haben die
beteiligten Beamten und Richter meine abgrundtiefe Verachtung!

Man kann mit erschreckender Regelmäßigkeit feststellen, dass
die in sensiblen Bereichen tätigen "Mitarbeiter" ihre Macht
in jedem Fall mißbrauchen werden, sofern es auch nur Ansatzweise
ein geeignetes Motiv gibt (z.B. Telekom-Bespitzelung). Wer
heutzutage dann noch Gesetze beschließen möchte, die vorsehen,
dass die Überwacher sich quasi selber überwachen, den sollte man
wirklich mal zur Überprüfung der geistigen Gesundheit zum
"Spezialisten" schicken.

Ich frage mich ernsthaft, ob wir in unserem Land jemals auf
demokratischem Wege die so hart erkämpften Menschenrechte
wieder zurückbekommen werden.

Autor: Online-Durchsuchter (Gast)
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> Alle die damals mit "Ja" gestimmt haben, können sich meiner
> Meinung nach jetzt nicht mehr herausreden und die SPD hat
> damals ziemlich geschlossen mit "Ja" gestimmt.

Damals war EINE Entscheidung, heute sind ANDERE Entscheidungen. Mir ist 
jeder der zur Einsicht gekommen ist lieber, als 10 Selbstgerechte. 
Genausogut kannst du der SPD die damalige Nachrüstung per 
Nato-Doppelbeschluss heute noch vorhalten, aber damit gewinnst du keinen 
Blumentopf mehr, das interessiert kein Schwein mehr heutzutage. Mich 
interessiert nicht was die CDU zu Zeiten von Alfred Dregger entschieden 
hat, mich interessiert WOHIN ES MORGEN gehen soll. Dregger ist tot, FJS 
auch. Heute beschäftigen wir uns mit Beckstein und Huber und nicht mehr 
mit FJS.

Autor: Staplerfahrer Klaus (Gast)
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>Damals war EINE Entscheidung, heute sind ANDERE Entscheidungen.

Es sind stets irgendwelche Entscheidungen zu treffen. Meiner Meinung
nach war diese Entscheidung jedoch die wichtigste Entscheidung in
Bezug auf den Datenschutz der Bundesrepublik Deutschland, die ich in
meinem gesamten Leben je mitbekommen habe.

>Mich interessiert nicht was die CDU zu Zeiten von Alfred Dregger
>entschieden hat, mich interessiert WOHIN ES MORGEN gehen soll.

Merkel, Schäuble, Eichel, Riester und Schily sind noch nicht im
Ruhestand... :) Es ist absolut sinnvoll, bei Prognosen über
zukünftiges Handeln das Verhalten aus der Vergangenheit zu
bewerten. Und so lange die entsprechenden Protagonisten noch
nicht von der politischen Bühne verschwunden sind, werden sie 
selbstverständlich aufgrund ihrer vergangenen Entscheidungen
beurteilt. Interressant übrigens, dass Sebastian Edathy, der
laut dem von Dir verlinkten Artikel in der "Welt" im Morgenmagazin
behauptete, keinen Schnüffelstaat zu wollen und angeblich lieber
punktgenau mit der Pinzette arbeitet, laut der Liste seinerzeit
für die Vorratsdatenspeicherung gestimmt hat. So etwas wirkt
auf mich nicht "einsichtig", sondern widersprüchlich oder sogar
unglaubwürdig und lässt mich stark daran zweifeln, dass unsere
demokratische Reise morgen oder übermorgen in eine vernünftige
Richtung geht.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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boink wrote:
> Ich fühle mich wieder in die DDR
> zurückversetzt wo auch missliebige Demonstranten einfach wegen
> fadenscheiniger Sachen verhaftet wurden.

Es wurde eben besonders Gutes von der DDR übernommen:

   - der grüne Pfeil
   - die Stasimethoden

Autor: Online-Durchsuchter (Gast)
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> Es sind stets irgendwelche Entscheidungen zu treffen.

Eben! Deswegen macht es keinen Sinn sich mit der verschütteten Milch von 
gestern zu befassen. Wichtig ist wohin der Weg heute geht.

> So etwas wirkt
> auf mich nicht "einsichtig", sondern widersprüchlich oder sogar
> unglaubwürdig

Warum? Erstens weißt du nicht unter welchen speziellen Umständen solche 
Entscheidungen fallen. Dazu muss man erstmal die Stellungnahme des 
Betroffenen hören und zweitens habe ich in der gesamten Welt noch 
niemals eine "Wunschpolitiker-Backmaschine" erblickt. Jeder der 
beteiligten Politiker steht für eine ganze Reihe von Entscheidungen - 
nicht jede davon ist schlecht oder verwerflich (auch auf den politischen 
Gegner bezogen). Mir ist einer der seine Haltung in meine Richtung 
verändert hat immer noch lieber, als jemand der sich in ein Thema 
verrannt hat wie Schäuble. Jeder Arbeitnehmer kennt das Problem der 
Loyalität gegenüber seiner Firma oder seinem Chef. Wer das völlig 
missachtet, falls ihm mal eine Entscheidung nicht gefällt, der sitzt 
schnell vor der Tür und hat gar nichts erreicht. Wer in einer Fraktion 
mit dem Kopf durch die Wand möchte, weil ihm die Richtung einmal nicht 
gefällt, dem wird es auch nicht anders ergehen. Als Schröder die 
unleidigen Hartz-Beschlüsse gefällt hat, haben die Sozialpolitiker der 
SPD nur sehr zögerlich und mit Argwohn zugestimmt. Das kann man ihnen 
vorwerfen, aber die Alternative wäre gewesen, vorzeitiges Ende der 
damaligen Rot-Grünen Regierung und aller Wahrscheinlichkeit nach eine 
noch weit reichendere Hartz-Gesetzgebung einer damals auf der 
neoliberalen Welle der Leipziger Parteitagsbeschlüsse schwimmenden CDU. 
Nehm mal den "Fall Pauli". Die Politik beschließt Mukrs, aber sie kann 
diesen Murks auch wieder aufheben oder zumindest abschwächen. Hessen 
zeigt wie es gehen kann (auch wenn wie heute zu erfahren war dort 
handwerklich geschlampt wurde).

Autor: Spötter (Gast)
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Uhu Uhuhu schrieb:

"Es wurde eben besonders Gutes von der DDR übernommen:

   - der grüne Pfeil
   - die Stasimethoden"

War leider nicht von mir ... / Hast Du da Copyright drauf ? ...

( Trifft das eigentlich auch für "Systematische Volksverblödung" zu ? )

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Wie auch andere schon angemerkt haben ist das Beispiel der 
Studiengebühren damit hinfällig das bei den wirklich wichtigen 
Entscheidungen der Wahl-o-Mat zur Spielkonsole wird. Und da machen auch 
die Linken trotz ihrer Showeinlagen keinen Unterschied.
Hätten wir ernsthaft eine Vetomöglichkeit zur Euro-Einführung gehabt? 
Laut demokratischen Grundprinzip hätten wir es haben müssen.
Unser bekanntester Verfassungsrechtler, Prof. Dr. Schachtschneider sieht 
als absolut nüchterner Mensch momentan nicht nur einen permanenten 
Verfassungsbruch sondern den Grundgesetz-Artikel 20, Absatz 4 erfüllt: " 
Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle 
Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich 
ist".
Was meint er? Genau das was auch Roman Herzog letztendlich Sorgenfalten 
bereitete: das laut "Eigenreklame" des Bundestags 80% der in den letzten 
Jahren gültig gewordenen Gesetze aus Brüssel stammten. Mehr noch: die 
vom französischen demokratischen Souverän abgelehnte EU-Verfassung (der 
"deutsche demokratische" "Souverän" wurde erst gar nicht gefragt) wird 
uns jetzt als "Vertrag von Lissabon" wieder aufgetischt. Nur mit dem 
Unterschied das jetzt überhaupt kein Volk mehr befragt werden soll.
Damit hat das Grundgesetz noch ebensoviel Gültigkeit wie die Todesstrafe 
in Hessen. Es ist durch ein darübergeschobenes Gesetzwerk außer Kraft 
gesetzt.
Was bedeutet das konkret für jeden einzelnen von uns? Nun, zuerst einmal 
genehmigt sich die EU das Recht, Steuern zu erheben. Das dieses Recht 
wohl nicht nur theoretisch bleiben wird sollte klar sein.
Weiterhin wird man sich vom Grundgedanken des bisher genossenen 
Rechtsschutzes verabschieden müssen. Schon jetzt kann man über den 
europäischen Auslieferungsvertrag einfach von der spanischen Polizei 
verhaftet werden wenn man hier in Deutschland ein spanisches Gesetz 
bricht. In der Praxis ist es damit mit der Rechtssicherheit vorbei.
Die Einspruchsmöglichkeit des Souveräns über Wahlen? Kaum gegeben. Die 
meisten Entscheidungen trifft der Europarat und das Parlament wird über 
mehrere Stufen gewählt - bis dahin ist der Wählerwillen rausgewaschen.

Autor: Spötter (Gast)
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@Rüdiger Knörig:

Leider wahr !

Autor: Nixwisser (Gast)
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>Hätten wir ernsthaft eine Vetomöglichkeit zur Euro-Einführung gehabt?
>Laut demokratischen Grundprinzip hätten wir es haben müssen.

Sicher wäre mehr direkte Demokratie wünschenswert. Politiker fühlen sich 
in erster Linie ihren Parteien und Fraktionen verpflichtet, um nicht von 
der Bühne zu verschwinden, und nicht dem Wählerwillen.

Andererseits muss man annehmen dass das Volk einfach zu blöd ist für so 
manche Entscheidung. Alles was von der EU kommt wird doch grundsätzlich 
abgelehnt, ohne dass ich dei Mehrheit damit befasst. Und es ist sicher 
nicht alles Humbug was die EU beschließt. Aber an jedem Stammtisch wird 
die EU per se als schlecht abgeurteilt. Wahrscheinlich würde sich sogar 
eine Mehrheit für den EU-Austritt finden. Was das für außenpolitische 
Folgen hat, kann man sich ja vorstellen.

Da sich so wenige Leute Gedanken machen ("Stimmvieh") würde Politik viel 
mehr von den Medien gemacht als zur Zeit. Die Bild würde mit einem 
Horrorbericht über Kinderschänder oder ähnliches dafür sorgen, dass die 
Todesstrafe wieder eingeführt wird.

So manche negative Entscheidung bezüglich Ausländern wäre sicher auch 
drin.

Wenn ich mich in Deutschland so umschaue, misstraue ich einfach dem 
"Volk". Es lässt sich zu einfach vor irgendwelche Karren spannen. So 
hätten wir wahrscheinlich noch mehr Probleme als mit den Politikern 
heutzutage.

Autor: Zardoz (Gast)
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> Andererseits muss man annehmen dass das Volk einfach zu blöd ist
> für so manche Entscheidung. Wenn ich mich in Deutschland so umschaue,
> misstraue ich einfach dem "Volk".

Guten Tag Herr Honnecker.

Nice weekend,
Zardoz

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Damit wiederlegst Du den Grundgedanken der Demokratie. Dieser ist 
nämlich gerade das der Demos, das Volk der Souverän ist. Ohne wenn und 
aber. Und nach Rosseau gilt das der Vertreter zu schweigen hat wenn der 
Vertretene selbst zu sprechen wünscht.

Ergo: wenn Deine Ausführungen richtig sein sollten bzw. angewendet 
werden haben wir keine Demokratie mehr, höchstens eine "Deutsche 
Demokratische Republik".

Wer etwas hinter die Sachen steigt lernt recht schnell das die EU auch 
nur ein Baustein für die geplante Weltregierung sein soll.
Man sollte sich vorher überlegen ob man wirklich in einer uniformen, 
grauen Welt leben will wo der Markt das letzte Wort hat.
Die Völker können wählen ob sie gerne in individuellen 
Einfamilienhäusern leben wollen oder als "Humankapital" in eine 
Einheitskaserne interniert werden wollen.

Autor: Zardoz (Gast)
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> Man sollte sich vorher überlegen ob man wirklich in einer uniformen,
> grauen Welt leben will wo der Markt das letzte Wort hat.

Wo der Markt das letzte Wort hat ist es doch eher individuell und bunt.

> Die Völker können wählen ob sie gerne in individuellen
> Einfamilienhäusern leben wollen oder als "Humankapital"
> in eine Einheitskaserne interniert werden wollen.

Und wo leben sie in "individuellen Einfamilienhäusern" und wo werden sie 
in "Einheitskasernen interniert"?

Das nennt man dann wohl Realitätsverweigerung ...

Nice weekend,
Zardoz

Autor: der Vernünftige (Gast)
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Oh man! Der eine ist marktgläubig bis zum umfallen (zardoz) und der 
andere (Knörig) sieht schon wieder eine Weltverschwörung.

Ihr seid beide auf dem Holzweg!

Autor: Jörg S. (Gast)
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>Damit wiederlegst Du den Grundgedanken der Demokratie. Dieser ist
>nämlich gerade das der Demos, das Volk der Souverän ist. Ohne wenn und
>aber.
Der Grundgedanke der Demokratie ist es aber auch das Politiker vom Volk 
gewählt werden um für sie zu entscheiden.

Autor: der Vernünftige (Gast)
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Die Jammerei über die Euro Einführung hilft Niemandem mehr heutzutage 
auch nur ein bisschen. Das ist Verschwendung geistiger Ressourcen oder 
einfach Drang nach Rechthaberei.

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Nicht bei diesen Vorstellungen von Markt. Da geht es um Kapitalismus, 
nicht um Marktwirtschaft. Das ist ein großes Unterschied. "Kapital" ist 
laut Definition "gewinnbringendes", also "zinsbringendes" Vermögen.
Eine solche Zinswirtschaft konvergiert aber unweigerlich zu solchen 
finanziellen Singularitäten wie wir sie mit den großen Finanzmächten 
dramatisch beobachten können. Sie verdonnert die Staaten auch zum 
Wachstum da nur ein Wachstum zumindest mit der Zinsrate es dem Staat 
überhaupt theoretisch ermöglichen würde seine Schulden zurückzuzahlen.
Der Entzustand dieser Entwicklung ist gemäß dem Rockefellerschen Motto 
"Wettbewerb ist Sünde" der Monopolkapitalismus (auch etwas verschleiert 
"Kommunismus" genannt). Alles gehört dann Wenigen. Die lästige 
Konkurrenz aus dem Mittelstand ist dann beseitigt, es gibt nur noch 
Arbeitsdrohnen und die Oligarchen. Man wird dann feststellen das "sich 
die Sklaverei noch bedeutend steigern läßt wenn man ihr den Anschein der 
Freiheit gibt" (E. Jünger) bzw. das die Verarmung der Massen die 
effektivste Art der Knechtschaft ist. Wer rund um die Uhr ums Überleben 
kämpft hat gar nicht die Zeit aufzumucken.
Schon jetzt sind die hochgelobten demokratischen Werte aufgrund der 
Alltagslast für die meisten Bürger praktisch unerreichbar.
Dir gefallen die etablierten Parteien oder die Presse nicht? Dann gründe 
doch mal eben nach Feierabend eine Alternative!

Was den Einheitsbrei angeht da ist man doch schon mächtig vorangekommen. 
Statt dem "genius loci" nunmehr nur "locations" wo sich der Jetset 
herabläßt um in der ewig gleichen Ansammlung von McDonalds und C&A 
"shoppen" zu gehen. Lokale Spezialitäten vielleicht als Folkloreabend im 
Hotel.

"So will ich ihnen vom Verächtlichsten sprechen:
Das aber ist der "letzte Mensch".
Und also sprach Zarathustra zum Volke:
Es ist an der Zeit, daß der Mensch sich sein Ziel stecke !
Es ist an der Zeit, daß der Mensch den Keim seiner höchsten Hoffnung 
pflanze.
Noch ist sein Boden dazu reich genug. Aber dieser Boden wird einst
arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.
Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch nicht mehr den Pfeil
seiner Sehnsucht über den Menschen hinaus wirft,
und die Sehne seines Bogens verlernt hat, zu schwirren !
Ich sage euch: man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden 
Stern gebären zu können.
Ich sage euch:
ihr habt noch Chaos in euch !.
Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird.
Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber 
nicht mehr verachten kann.
Seht! Ich zeige euch den letzten Menschen.
"Was ist Liebe? Was ist Schöpfung' Was ist Sehnsucht ?"
"Was ist Stern ?" - so fragt der letzte Mensch und blinzelt.
Die Erde ist dann klein geworden,
und auf ihr hüpft der letzte
Mensch, der alles klein macht.
Sein Geschlecht ist unaustilgbar wie der Erdfloh;
der letzte Mensch lebt am längsten.
"Wir haben das Glück erfunden" - sagen die letzten Menschen
und blinzeln.
Sie haben die Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben:
denn man braucht Wärme.
Man liebt noch den Nachbarn und reibt sich an
ihm: denn man braucht Wärme.
Krankwerden und Mißtrauenhaben gilt ihnen sündhaft:
man geht achtsam einher.
Ein Tor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!
Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume.
Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.
Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man
sorgt, daß die Unterhaltung nicht angreife.
Man wird nicht mehr arm und reich:
beides ist zu beschwerlich.
Wer will noch regieren ?
Wer noch gehorchen ?
Beides ist zu beschwerlich.
Kein Hirt und eine Herde! Jeder will das Gleiche, jeder ist gleich:
wer anders fühlt,
geht freiwillig ins Irrenhaus.
"Ehemals war alle Welt irre" - sagen die Feinsten und blinzeln.
Man ist klug und weiß alles, was geschehn ist: so hat man kein
Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald -
sonst verdirbt es den Magen.
Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die
Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.
"Wir haben das Glück erfunden" - sagen die letzten Menschen
... und blinzeln. "

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Der Grundgedanke der Demokratie geht aus dem Wort selbst hervor: der 
Demos, das Volk, ist der Souverän. Politiker können nur seine Vertreter 
sein und haben wie gesagt zu schweigen wenn die Vertretenen selbst zu 
sprechen wünschen.

Was die Euro-Einführung angeht: es ist Menschenwerk und Menschenwerk ist 
von Menschen änderbar. Es ist ein Lügengebilde das man uns glauben 
machen will das das Wirken der Globalisierer gottgegeben und damit zu 
akzeptieren sei. Wir müssen gar nichts akzeptieren.

Was die "Verschwörungstheorien" angeht: ich hatte das große Vergnügen 
mit Leuten wie Scholl-Latour, Egon Bahr oder dem ehemaligen 
Sicherheitsberater von Gorbatschov zu reden. Letzterer war persönlich 
zugegegen als Rockefeller sein berühmtes 80/20-Zitat machte. Diese Leute 
sehen das mit der "Verschwörung" etwas anders. Sie wissen aus ihrer 
Arbeit um die Ernsthaftigkeit.

Wir haben nur ein Problem, welches ich mit einer kurzen Anekdote aus dem 
alten Rom erklären will:
Im römischen Senat wurde der Vorschlag beraten ob man Sklaven nicht 
durch eine weiße Binde als solche kenntlich machen sollte. Ein weiser 
Senator opponierte dagegen: "Dann sehen sie wie viele sie sind und wie 
wenig wir sind."
Die heutige Oligarchie wird auf einige hundert Personen geschätzt....

Autor: na sowas (Gast)
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klingt irgendwie alles nach Theo

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Wer ist Theo? Der Waigel?

Autor: juppi (Gast)
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hallo

Ich glaube hier haben die beautragten Meinungsforscher viel zu tun.

Es wir doch nicht so kommen das die "Obersten" sich ein neues Volk 
wählen.

MfG

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Wahrscheinlich würde sich sogar
>eine Mehrheit für den EU-Austritt finden. Was das für außenpolitische
>Folgen hat, kann man sich ja vorstellen.

Und sehen, wie schlecht es der Schweiz ergeht...

EU-Austritt? JA!

Autor: der Vernünftige (Gast)
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> EU-Austritt? JA!

aber sonst geht's noch?

ich kenne eigentlich nur eine Partei die sowas fordert und die heißt 
nicht Linkspartei

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>ich kenne eigentlich nur eine Partei die sowas fordert und die heißt
>nicht Linkspartei

Ich fühle mich weder zu der, noch zu der auf der anderen Seite 
hingezogen!

Aber diese "Regierung" in Brüssel wird nicht gebraucht...

Autor: der Vernünftige (Gast)
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> Aber diese "Regierung" in Brüssel wird nicht gebraucht...

zurück zur Kleinstaaterei? zurück zu den Zollgrenzen? gerade Schweizer 
jammern hier im Forum immer über die hohen Preise, die Reichelt ihnen 
beim Versand beschert

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>zurück zur Kleinstaaterei? zurück zu den Zollgrenzen? gerade Schweizer
>jammern hier im Forum immer über die hohen Preise, die Reichelt ihnen
>beim Versand beschert

Solange das die einzigen Probleme sind...

Autor: der Vernünftige (Gast)
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> Solange das die einzigen Probleme sind...

dann sag mal der Wirtschaft, dass sie sich dann wieder auf den 
gehinderten Warenaustausch einstellen darf, denn der ungehinderte 
Warenaustausch wäre dann ja passé

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>ann sag mal der Wirtschaft, dass sie sich dann wieder auf den
>gehinderten Warenaustausch einstellen darf, denn der ungehinderte
>Warenaustausch wäre dann ja passé

Als ob das jetzt alles schön und gut ist.

Autor: der Vernünftige (Gast)
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scheint eine zunehmende Krankheit unserer Zeit zu sein, nur noch in 
Schwarz-Weiss Kategorien zu denken

entweder EU oder gleich ganz abschaffen

den Euro auch wieder gleich ganz abschaffen und die DM wieder her

entweder eine CDU geführte Regierung oder der Untergang weil Links 
mitregiert

entweder den K(r)ampf gegen den Terror an der Seite von George W. Bush 
mit all seinen Folgen oder der Sieg des Terrors über die Welt

entweder den neoliberalen Doktrien folgen oder alle verarmen und 
verelenden

wenn der Mimdestlohn kommt werden Millionen Jobs den Bach runter gehen

wenn den Wohlhabenden mehr Lasten zugemutet werden hauen die alle ab aus 
Deutschland

die Politiker stecken alle unter einer Decke, es gibt keine Unterschiede 
mehr

usw usw usw

einfach nur krank diese Denke

Autor: der Vernünftige (Gast)
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> Als ob das jetzt alles schön und gut ist.

es ist weder alles "schön und gut", noch wird alles "schön und gut" 
werden, wenn D-Land der EU den Rücken kehrt

Autor: Zardoz (Gast)
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> es ist weder alles "schön und gut", noch wird alles "schön und gut"
> werden, wenn D-Land der EU den Rücken kehrt

Also weder schwarz noch weiß sondern grau in grau?

Nice weekend,
Zardoz

Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Die Welt ist - im Gegensatz zu Fundamentalisten wie Bush bis Mao - nicht 
schwarz-weiß sondern in Farbtönen gemalt.
Und was die EU angeht - brauchen wir wirklich das 
Monopolkapitalistenparadis EUdSSR um mit den technischen Möglichkeiten 
des 21. Jahrhunderts bequem reisen zu können? Braucht es diesen 
gigantischen bürokratischen und vor allem mafiösen Wasserkopf um 
vernünftige Absprachen mit seinen Nachbarn zu treffen? Eine 
Währungsunion, die von einer führenden französischen Zeitung mit "das 
ist Versailles ohne Krieg" begrüßt worden ist fällt für mich in eine 
andere Kategorie. Aber das war ja bei der Montanunion ("Kontrolle über 
die deutsche Montanindustrie") auch nicht anders. Auch zu DM-Zeiten 
konnten wir gute Handelsabkommen mit unseren Nachbarn abschließen und 
behielten trotzdem unsere Souveränität. Jedenfalls brauchten wir nicht 
bei einer "gefühlten" Inflation zu erfrieren.
Und vor allem: braucht es die Abschaffung mühsam errungener 
demokratischer Grundprinzipien wie der Volkssouveränität zugunsten eines 
Fürstenklüngels um Prinz Phillip ("Bilderberger")? Metternich ist 
jedenfalls jetzt schon wieder dabei - Schnüffelstaat und 
Gesinnungsdiktatur wie anno dazumals.
Nein, diese EU ist nicht das "Europa der Vaterländer" was uns einst 
versprochen wurde - es ist das metternische Paradis der Oligarchie.

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