Datum: 08.06.2008 20:04
Hallo zusammen, Ich möchte als nächstes Bastelprojekt eine "schwebende Kugel" bauen. Im Anhang habe ich das Prizip abgebildet. Eine Kugel wird von einem Elektromagneten angezogen Kugel zu hoch --> wenig Schatten auf Solarzelle --> Weniger Strom durch Elektromagnet --> Kugel sinkt tiefer. Kugel zu tief -->viel Schatten auf Solarzelle --> Mehr Strom durch Elektromagnet --> Kugel steigt. Das Ganze pendelt sich dann auf einer bestimmten Höhe ein und die Kugel schwebt. Die µC-Technik und die Treibertechnik sind kein Problem. Die Teile habe ich alle da. Meine Frage ist nun welchen Elektromagneten nehmen? Der Magnet müsste so gebaut sein, dass seine magn. Feldlinien möglichst weit in den Raum hineinreichen (Es bringt nichts, wenn die Magnetkraft nahe am Magneten sehr stark ist, dafür aber sehr schnell abfällt wenn man sich entfernt.) -Selberbauen? Wenn ja welchen Eisenkern/ Form haltet ihr für die richtige Wahl? Grüße geo
Datum: 08.06.2008 20:10
mal abgesehen von deinen Fragen, die ich dir leider auch nicht beantworten kann, mal noch ne bemerkung zur Solarzelle: Diese "Messung" dürfte nur eine schlechte Genauigkeit bringen... besser ists wohl mit 3 Fotodioden o.Ä. Christian
Datum: 08.06.2008 20:11
>Es bringt nichts, wenn die Magnetkraft nahe am Magneten sehr stark ist, >dafür
aber sehr schnell abfällt wenn man sich entfernt.
Hmm, du willst tatsächlich die Naturgesetze überwinden ?
Datum: 08.06.2008 20:14
Es kommt nicht auf Genauigkeit an, sondern auf Kontinuität. Eine Photodiode hat viel weniger Fläche und reagiert zu aprupt. Die Funktion der Solarzellenspannung in Abhängigkeit von der Kugelposition kann ich ja vermessen. Die Idee mit der Solarzelle hatte schon ein ehem. Regelungstechnikprof (oder einer seiner Studenten ich weiß nicht mehr). Der Anblick der schwebenden Kugel hat mich so fasziniert, dass ich nun selber so etwas bauen will. @ Ja mann - klar das ganze geht quadratisch. Aber es kommt eben noch auf den Feldlinienverlauf an ;) Das das Magnetfeld immer schnell absinkt ist mir auch klar ;))
Datum: 08.06.2008 20:17
Duch die geometrische Ausgestaltung der Polschuhe hat man in der Tat einigen Spielraum, Ein Tonkopf eines Bandlaufgeraetes hat das Feld auf ein paar um konzentriert. Also...
Datum: 08.06.2008 20:32
>Die µC-Technik und die Treibertechnik sind kein Problem.
Sowas geht mitm Fotowiderstand und einem (Darlington)Transistor.
Das stand schom im "ElJaBu 88".
Habs mal eingescannt. (schon wieder 20Jahre her)
Zeitgemäß wäre natürlich die Umsetzung eines PID-Reglers im µC ;-))
Viel Erfolg
Axelr.
Datum: 08.06.2008 20:47
@Axel Diese Schaltung habe ich seinerzeit für einen "Zauberer" gebaut. Der Effekt hat die Leute schwer beeindruckt. MfG Paul
Datum: 08.06.2008 20:53
Ja, das geht erstaunlich einfach z.B. auch mit einem Opamp als Regler und einem Fototransistor, das haben wir vor 20 Jahren in der Ausbildung gebaut. Recht schön sind damit auch leere Spraydosen aus Blech geschwebt, die konnte man in Drehung versetzen und die haben sich dann ziemlich lange gedreht... Heutzutage kann man die Regelung natürlich auch mit einem uC machen.
Datum: 08.06.2008 20:56
Klasse :))) Wie habt ihr denn den Elektromagneten realisiert? Grüße
Datum: 08.06.2008 21:41
Wir haben sowas auch mal in der Schule gebaut. Der Magnet bestand aus einem ungebauten Trafo (El-Kern auseinandergenommen und nur noch die E's eingesetzt) Also Wegmesser diente ein Phototransistor, welcher im Brennpunkt einer Linse war. Dahinter war ein diskret aufgebauter PID-Regler und eine stromgeregelte Endstufe mit 2x 2N3055 Die Schaltung hatten wir damals übrigens aus einer Elektor. Gruß Roland
Datum: 08.06.2008 21:55
>>Hmm, du willst tatsächlich die Naturgesetze überwinden ?
Nö, tut er ja nicht.
Er setzt einer Kraft eine andere entgegen und versucht beide in der
Waage zu halten. Alles im Rahmen der Naturgesetze...
Jochen Müller
Datum: 08.06.2008 23:00
Bei der Sache mit den Naturgesetzen ging es um diese Aussage: >Es bringt nichts, wenn die Magnetkraft > nahe am Magneten sehr stark ist, dafür aber sehr schnell abfällt wenn > man sich entfernt.)
Datum: 09.06.2008 07:38
Schau mal im INET nach aktiven Magnetlagern. In den Papers/Diss. gibt's in den Einführungsteilen genau diesen Klassiker. Prinzipiell gilt: Fmag ~ i^2 / sL^2 mit i = Strom durch Magnet und sL den magn. Luftspalt (in der Regel identisch mit dem mechanischen). Olaf
Datum: 09.06.2008 13:02
@Roland, Das mit dem Trafo hört sich interessant an. Weißt du noch die Stromaufnahme von dem Teil? Welche Kräfte hat das Ding denn entwickelt? Strombedarf ist bei mir nicht so kritisch. Es dürfen durchaus 5-10 A oder so sein (Ich will ja durchaus dicke Gegenstände schweben lassen). Ich nutze PWM (mit BUZ11), da ist das Problem mit der Verlustleistung nicht so kritisch. @ope, habe mal danach gesucht und einige interessante Dinge entdeckt. Die aktiven Lager sind nur meistens Rund ausgelegt um Achsen oder so verschleißfrei zu lagern. Ich bräuchte ja nur einen einfachen Elektromagneten der alles anzieht was sich darunter befindet. Prinzipiell kann ich natürlich einfach einen Eisenblock mit Draht umwickeln. Ist es hier besser einen einfachen Block oder einen hufeisenförmigen Stab zu umwickeln? Ich überlege nur grade wegen dem Feldlinienverlauf… Ich denke ich werde mich mal auf dem Schrottplatz ein bischen umsehen. Ev. finde ich ja einen alten Trafo den ich umbauen kann. @Marius, Auch nicht schlecht. Wenn man das Magnetfeld noch als Wechselfeld auslegt, kann man per Induktion im Gegenstand einen Strom erzeugen, der dann eine LED oder so betreibt. Grüße geo
Datum: 09.06.2008 17:34
Die schwebende Kugel ist ein gerngewähltes Thema für Studien- und Diplomarbeiten. Im Anhang aus meinem bunten Sammelsurium folgende Diplomarbeit.
Datum: 09.06.2008 19:35
Also das Teil lief mit 24V und die Stromaufnahme lag im Bereich von schätzungsweise 3-5 A Erreichte Abstände <= 5cm bei einer leeren Coladose z.B.
Datum: 10.06.2008 00:32
Jonny Obivan: Wenn du dir die Seite nochmal genauer anschaust wirst du sehen, dass in der Glühbirne eine LED steckt welche die Birne zum leuchten bringt (wohl nicht ganz so stark wie original, aber immerhin ;)).
Datum: 10.06.2008 01:29
Habe mal angefangen das Eisenteil von einem dicken Hammer mit Draht zu umwickeln. Sicher eine etwas "rustikale Methode", aber der einfachste Weg zu einem Elektromagneten zu kommen.
Datum: 10.06.2008 08:28
Hallo Ich habe vor sehr langer zeit einen starken Dauermagneten mit einer Spule versehen, um eine starkes Grundmagnnetfeld zu erhalten. Würde mich interessieren ob dies besser ist. Als Magnet auch trafo mit M-I Kern. Sek.spule Nutzen. Tischtennisball als Ballon gestaltet. MfG
Datum: 10.06.2008 12:46
Die Idee mit dem Dauermagneten ist gar nicht so schlecht :)) Mir ist noch die Idee gekommen eine Hantel mit Kupferdraht zu bewickeln (siehe Bild im Anhang). Frage an die Elektromagnetenkenner: Würde das Sinn machen? Grüße geo
Datum: 10.06.2008 16:27
Hantel?? Quatsch (Ihr kommt auf Ideen ;-)) Du brauchst mehrere Dünne, voneinander isolierte Bleche. wie beim Trafo eben. Ist wohl auch eher kein ganz normales Eisen. Gruß Axelr.
Datum: 10.06.2008 19:39
@Axel Rühl (axelr) Nicht immer Quatsch! Warum brauchst du voneinander isolierte Bleche wie beim Netztrafo?????? erläutere es Jonny Obivan (-geo-) MfG
Datum: 10.06.2008 19:49
Die Bleche beim Trafo sind nicht voneinander Isoliert. Meistens an der Seite zusammengeschweißt oder sowas.
Datum: 10.06.2008 20:00
Die Bleche im Trafo sind klatgewalzte weissbleche. Diese leiten die Feldlinien in ihrer Walzrichtung besonders gut. Darum sind sie auch viel besser geeignet als irgendein Eisenstück. @ Jonny: Ist denn die hantel überhaupt aus Eisen?
Datum: 10.06.2008 20:54
@Robin Tönniges (rotoe) @mäxchen (Gast) Wenn ihr sicher seit. (Wirkungsgrad,Verlustleistung) Würde aber nochmals nachdenken. MfG
Datum: 10.06.2008 21:33
Na ganz so giftig sollte es ja nicht rüberkommen... Bei reinem Gleichstrom ist ein voller Eisenkörper sicher ok. Du hast aber ein Wechselanteil in deinem Gleichstrom. Den brauchst Du ja zum regeln. Und dann entstehen Wirbelstromverluste im Eisen. Diese Wirbelstromverluste lassen sich erheblich reduzieren, wenn man mehrere, von einander isolierte Bleche verwendet. Deine reingesteckte Energie soll ja über den Luftspalt in dein Objekt übertragen werden und nicht im Eisen bleiben. Wirbelstromverluste wirst Du zwar immer haben, aber man sollte schon sehen, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Du kannst ja mal nach "eddycurrent" googlen. Von den Ummagnetisierungsverlusten lass ich jetzt mal ab. Nur soviel: Man verwendet weichmagnetische Materialien. So, nun aber viel Spaß beim wickeln! Gruß Axelr.
Datum: 10.06.2008 21:35
Hallo zusammen, Der Metallkern von Trafos ist aus separierten Blechen zusammengesetzt, um die Wirbelstromverluste gering zu halten. Ich nutze aber den Eisenkern nicht zum Transformieren ;)). Im Metallkern werden daher kaum Ströme induziert (Nur wenn eine Regelabweichung vorliegt und sich das Magnetfeld geringfügig ändert). Es ist daher relativ egal ob ich nun ein normales Stück Eisen nehme oder nicht. Das bischen Verlustleistung ist nicht so wichtig. Die Hantel ist aus Eisen. Ich habe die Idee aber wieder verworfen, da ich die Hantel 1.) Zum Trainieren brauche und 2.) nun mein Hammer schon bewickelt und an einer Haltevorrichtung befestigt ist. :)) Was die Sensoren betriff: Ich nehme nun einen Laser. Das Gerüst liegt im Keller und der Leim härtet aus. Wenn das Grobe soweit fertig ist stelle ich mal ein Bild ein. :)) Grüße geo
Datum: 10.06.2008 23:12
Die Idee finde ich gut, nur würde mir eine andere art der Erfassung der Kugelposition besser gefallen, mit licht ist zwar nicht schlecht, aber irgendwie unsichtbarer wär noch schicker ;) Muss ich mal n bisschen drüber grübeln wie man die Kugelposition sonst noch messen kann.
Datum: 10.06.2008 23:28
erinnert mich auch an meine arbeiten .... vor 50 jahren Bleibe dabei ich möchte noch das Fertiggerät sehen. MfG
Datum: 10.06.2008 23:43
@Hauke, per Infrarot ginge auch - muss mal in der Grabbelkiste gucken ich glaube ich habe noch irgendwo sowas...
Datum: 11.06.2008 10:38
Stimmt, infrarot LEDs hab ich noch hier, nur wie stark reagieren Solarzellen noch auf Infrarot (nahes IR, ich glaube meine DIoden liegen bei ~800-900nm)
Datum: 11.06.2008 11:25
hallo, Ich nehme nun doch keine Solarzelle. Habe einen IR Sender und Empfänger gefunden. Werde es mal damit probieren...
Datum: 11.06.2008 14:31
@Jonny Obivan wrote:
> Hier mal der fertige Elektromagnet.
Hast Du den mal an ein Netzteil drangehängt und die Reichweite getestet
?
Ob der Hammer ein geeigneter Kern ist, wage ich zu bezweifeln. Stahl ist
nicht gerade Weicheisen und ein Stabmagnet konzentriert seine
Feldenergie nicht gerade auf eines der beiden Enden. Ein offener E-Kern
scheint da wesentlich besser zu funktionieren.
@all
Hat eigentlich schonmal jemand diese ganz einfache Schaltung (weiter
oben) vernünftig zum Laufen gebracht ? Bei mir hat es immer nur mit
einem PID-Regler nach viel Einstellarbeit stabil funktioniert.
Jörg
Datum: 11.06.2008 14:37
@ Jörg Den Hammermagnet habe ich schon mal an Strom angeschlossen. Er zieht ca. 3A. Die Reichweite ist nicht so optimal (bei 2cm hebt der Gegenstand ab), müsste aber ausreichen (Zur Not erhöhe ich den Strom einfach und lasse das Ding nicht so lange laufen). Mit leichten Gegenständen aus Blech ist die Reichweite am Besten. Ich werde das Gerüst an dem der Magnet befestigt wird so auslegen, dass auch problemlos ein Austausch des Magneten erfolgen kann. Wenn die Reglung einmal klappt und alles soweit funktioniert, kann der Magnet dann einfach abmontiert werden und durch einen stärkeren ersetzt werden. Die Sensoren montiere ich an einer verschiebbaren Halterung, so dass ich an stärkere Magneten anpassen kann. Der BUZ11 kann ja viel mehr Strom schalten. Ich denke bei einem guten Elektromagneten mit 10A Stromaufnahme müsste auch ein wirklich "frei anmutendes" Schweben möglich sein. Sieht ja doch was besser aus, wenn der Abstand zum Magneten größer ist. Mal eine Frage am Rande: Warum eigentlich PID Regler? Einen I Anteil brauche ich doch gar nicht. Genaugenommen müsste es doch ein PD-Regler sein (Wobei ein P Regler auch schon funktionieren müsste). Gruß jonny
Datum: 11.06.2008 23:13
Hauke Radtki wrote: > Die Idee finde ich gut, nur würde mir eine andere art der Erfassung der > Kugelposition besser gefallen, mit licht ist zwar nicht schlecht, aber > irgendwie unsichtbarer wär noch schicker ;) Wie wär's mit dem Magnet als Sensor? Je nachdem, wie nah das Objekt ist, hat der E-Magnet ne andere Induktivität. Das wird zB genutzt, um schwanzlose -- äh bürstenlose DC-Motoren sensorlos anzusteuern. Wird der Magnet über PWM angesteuert, geben die Anstiegszeiten der Flanken Auskunft über die Induktivität.
Datum: 12.06.2008 00:03
Hmm ich denke bei so nem starkn magnet und so ner kleinen kugel sollte die änderung leider relativ gering ausfallen :/ aber vielleicht lässts sich messen wär n versuch wert.
Datum: 12.06.2008 00:26
Hallo zusammen, Der Hardwareteil ist nun relativ weit komplettiert. Schweben tut nur noch nichts, weil die Software fehlt. Die Sensoren funktionieren einigermaßen. Der AD Wandler erzeugt einen Wert von 520 wenn kein Hinderniss vorhanden ist und 1020 wenn der Strahl komplett unterbrochen wird. Ich habe zum Testen eine serielle Verbindung zum PC hergestellt. Blöderweise stören Lampen relativ stark. (Wenn eine Lampe in der Nähe an ist, zappelt der Wandlerwert). Ich denke ich werde hier noch ein bischen optimieren müssen. Auch die Ausrichtung und Höhe müsste man noch richtig einstellen. Ich habe nun eine Funktion zum Erzeugen der PWM und eine zum Auslesen des AD-Wandlers. Der Elektromagnet lässt sich in der Stärke einstellen. Was nun fehlt ist eine Routine die das Regeln erzeugt. Ich bin mir momentan noch unschlüssig wie das am Besten zu realisieren ist. Sie müsste so beschaffen sein, dass Schwingungen unterdrückt werden. Das ist denke ich das Hauptproblem. Der Gegenstand soll ja nicht hoch und runterhüpfen und sich aufschaukeln. Ich werde mir die nächsten Tage mal Gedanken dazu machen... Grüße jonny
Datum: 12.06.2008 08:44
RESPEKT!!! (wirklich kaum zu glauben ;-)) ) gruß Axelr.
Datum: 12.06.2008 09:28
Hallo
Habe gerade eine Idee (war eine witzige Antwort eines Schreibers im
Anderen Zusammenhang) für Dich, wenn dieses Projekt fertig ist.
>>>Objekt über ein Magnetfeld schweben.
Mal was Anderes!
P.S.
wer hat dies schon versucht??
MfG
Datum: 12.06.2008 09:33
Das geht mit ein paar Tricks: Das Hauptproblem dabei ist, dass das Magnetfeld meist kugelförmig (auf jedenfall in der Mitte stärker als am Rand) ist. Von daher fällt natürlich das schwebende Objekt nach außen runter, es gleitet quasi auf dem Magnetfeld ab. Man muss nun irgendwie das Magnetfeld außen stärker machen als innen. Die geht durch entsprechend geformte Spulen, oder über andere (aufwendige) Konstruktionen. Hier ist das meiner Meinung nach ganz nett gelöst: http://de.youtube.com/watch?v=glCNP6qH_Dc
Datum: 12.06.2008 09:48
Könnte man das ganze mit einem Dauermagneten koppeln? Quasi als Gleichanteil der anziehenden Kraft. Der E-Magnet muss dann "nur" die Regelleistung übertragen. Warum soll dein Regler keinen I-Anteil haben? Ideale PD-Regler gibt es meines Wissens nach auch nicht. Ohne I-Anteil bleibt immer eine Regelabweichung.
Datum: 12.06.2008 11:06
hallo http://www2.bezreg-duesseldorf.nrw.de/schule/physi... das zur Frage Eisenkern... MfG
Datum: 13.06.2008 12:45
Hallo zusammen, Ich fang nun an die Regelfunktion zu programmieren (bzw. mir Gedanken zu machen wie:)) ) Mein Ansatz ist Folgender: Nach dem Resetten des µC wird erstmal der AD-Wert bei offener Schranke und bei geschlossener Schranke ermittelt. Ich habe dann zwei Werte. Der minimale Wert ist dann gegeben wenn die Schranke offen ist (Gegenstand weit weg) und der maximale Wert wenn die Schranke komplett geschlossen ist (Gegenstand nahe beim Magneten). Ich nenne die beiden Werte mal Wmin und Wmax. Irgendwo in der Mitte dieser Werte (die der Position des Gegenstandes entsprechen) wird dann geregelt damit der Gegenstand schwebt. Ich brauche einen P- Anteil und einen D- Anteil. Der D-Anteil ist unbedingt nötig, um Schwingungen zu unterdrücken (Der Gegenstand schaukelt sich sonst auf). Das PWM Signal hat eine Auflösung von 10Bit. Der maximale PWM Wert ist also 1023 (volle Leistung des Magneten). Der AD-Wandler hat ebenfalls eine Auflösung von 10Bit. Wenn ich nur einen P-Regler implementiere sieht die Funktion meines Erachtens so aus: PWMSignal = 1023 - [ (Wist - Wmin) * 1023/(Wmax-Wmin) ] Ich brauche aber zusätzlich noch einen D-Anteil. Ich muss also Wist einmal ableiten (dWist/dt) mit irgendeinem Faktor versehen und diesen Wert zum Proportionalwert hinzuaddieren. PWMSignal = 1023 - [ (Wist - Wmin) * 1023/(Wmax-Wmin) + (dWist/dt)*Faktor] Wenn das soweit Sinn macht müsste man nun überlegen wie die Differentiation von Statten geht. Im Prinzip brauche ich ja nur zwei Wandlerwerte W1 und W2 zu zwei Zeitpunkten t1 und t2 bestimmen und dann (W2-W1)/(t2-t1) bilden. Für t2 und t1 reicht ja ein qualitativer Wert (ich muss denke ich nicht bestimmen wie lange eine AD-Wandlung genau benötigt). Es reicht daher vermutlich einfach die Differenz von zwei Werten zu bilden und die Anzahl der Wandlerwerte zwischen diesen Werten zu variieren (ich denke hier muss man ausprobieren). So weit mal die ersten Gedanken dazu. So langsam lerne ich den Kondensator in einem neuen Licht zu sehen (schließlich ist der ein wahrer Rechenmeister wenns ums Differenzieren geht). Vermutlich wäre ein analoger Rechner mit OPs einfacher gewesen :)). Aber ich denke es ist auch mal witzig das digital zu machen. Ihr könnt ja mal über meine Gedankengänge drübergucken (ev. habe ich auf die Schnelle noch Fehler eingebaut, oder es gibt Hinweise zum Bessermachen). Grüße Jonny
Datum: 13.06.2008 13:07
Der Vorteil an der Digitalen lösung ist: du kannst über den Sollwert einen Sinuskurve legen und das teil absichtlich langsam auf und abschwingen lassen, das wäre cool ;)
Datum: 13.06.2008 13:13
Hey - das ist ja ne geniale Idee. Man könnte auch ein Mikrofon anschließen und das Auf und Ab per Musik regeln. Wäre sicher lustig. Aber zunächst muss das Ding mal schweben. ;)) Grüße jonny
Datum: 13.06.2008 13:14
Um das Problem mit dem Umgebungslicht zu umgehen oder zumindest abzumildern kannst du einfach die LED pulsen (z.B. 1 kHz) und den Helligkeitsunterschied zwischen an und aus als Messwert zum Regeln nehmen. Das Umgebungslicht verändert beide Helligkeitswerte und dürfte nicht mehr ganz so viel Einfluss haben. Schöne Grüße Kai
Datum: 13.06.2008 13:19
>Hey - das ist ja ne geniale Idee. Man könnte auch ein Mikrofon >anschließen und das Auf und Ab per Musik regeln. Wäre sicher lustig. War der erste sinnvolle Anwendungsfall, der mir beim Lesen des Threads eingefallen ist ;) . Ich denke aber das wird zu träge, da es das Objekt nur mit der Erdbeschleunigung nach unten zieht. Wenn der Magnet noch nachhilft (was wahrscheinlich nicht ganz so trivial ist), sollte das mit leichten Objekten gehen.
Datum: 13.06.2008 14:32
sodele, habe nun mal einen Test mit reinem P-Regler gemacht. Wie erwartet fängt der Gegenstand an zu schwingen (erst hat man den Eindruck den Gegenstand an einem unsichtbaren Haken aufzuhängen und kaum lässt man los fängt er an zu vibrieren und zappelt schließlich so stark das er runterfällt.). Ich werde nun mal versuchen den differenziellen Anteil reinzubekommen (man ist das spannend :)) )
Datum: 13.06.2008 15:08
schlimm wäre es ,wenn es gleich klappt. Dann könnte es zufall gewesen sein. mal sehen wie es weitergeht. MfG
Datum: 13.06.2008 19:09
wo bleibt das Video !!! Muss ich sehen - Tolle Sache Gruß Strabe
Datum: 13.06.2008 19:13
Okay - ich nehms mal auf und lads auf Youtube hoch :))
Datum: 13.06.2008 19:20
Super, bin gespannt! Hmm... wenn man das echt in einer Woche hinkriegt wär das mal was Nettes für zwischendurch :)
Datum: 13.06.2008 21:30
Nicht schlecht ! Wiviel Strom zieht das ganze denn so in etwa ?
Datum: 13.06.2008 21:37
Insgesamt ca. 3A. Der Magnet wird jedoch ziemlich warm nach einiger Zeit. Ich vermute mal das hier die Wirbelströme dann doch zu Buche schlagen(oder die Wärme wird einfach nicht ausreichend abgeführt) . Bis der Hammerklotz dann wieder abgekühlt ist, vergeht locker ne Stunde ^^. Das Einstellen des richtigen D-Wertes war etwas mühsam. Ich habe erstmal 2 Stunden damit verbracht am Code zu werkeln. Letztlich ist der Code aber ziemlich einfach. Es waren nur die Faktoren die erstmal stimmen mussten. Klappt aber dennoch überraschend gut. Ich war ziemlich verblüfft als das Ding plötzlich schwebte, weil ich schon gar nicht mehr drann geglaubt hatte. Jetzt wo es funktioniert hätte ich schon mal Lust ein größeres Exemplar zu basteln wo auch der Abstand zum Magneten größer ist. Grüße Jonny
Datum: 13.06.2008 21:39
Wärst du so nett den Code zu veröffentlichen? Dann muss ich das Rad nicht neu erfinden ;)
Datum: 13.06.2008 21:46
Sehr schön! Hier eine recht gute Arbeit: www.positron.ch/peter/diplomarbeit/
Datum: 13.06.2008 21:54
Hallo - Habe mal die C-Datei in den Anhang gepackt. Muss vermutlich je nach Sensor und Gegebenheit modifiziert werden. Auch die Ausrichtung der Sensoren war eine ziemliche Frikelei. Ein bischen Geduld braucht man also schon. Ah ich seh grade: Ein Kommentar ist nicht so ganz richtig. Ich wähle nicht die interne Referenzspannung sonder die externe.
Datum: 13.06.2008 22:06
Das heißt, die Spule müsste man für Dauerbetrieb also noch optimieren ? Hat jemand eine Idee, was man da verbessern könnte ? Ein E-Kern bringt sicher eine Verbesserung, aber bei dem laufen die Feldlinien relativ dicht am Kern entlang, ist ein stabförmiger Kern wie hier auf große Entfernung vielleicht sogar besser ? Was sagen die Magnetfeldexperten dazu ?
Datum: 13.06.2008 22:23
Siehe Diplomarbeit weiter oben. Dickes Ding! Leider wird nicht drauf eingegangen, ob sie es geschafft haben, die Kugel drehen zu lassen.
Datum: 13.06.2008 22:30
@Benedikt, Ich denke die lässt sich noch optimieren. Das Teil ist auch ziemlich schwer (dafür das die Reichweite nur ca. 2cm ist). Vermutlich ist es besser ei




