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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kolofonium verflüssigen


Autor: Daniel Reinke (sliderbor)
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Hallo Leute,

ich habe heute mein bestelltes Kolofonium bekommen und festgestellt, 
dass es steinhart ist (habe mich vorher nicht richtig informiert). Dann 
habe ich gelesen, dass es erst mit z.B. Isopropanol flüssig gemacht 
werden muss.

Ich also schnell in die Apotheke und Isopropanol gekauft.
Eben habe ich festgestellt, dass es 70%iges Isopropanol ist. Reichen 70% 
oder muss das rein sein? In welchem Verhältnis muss ich so grob mischen?

Habe schon ein paar kleine Brocken in ein Fläschen getan und ca. 3 
Pipetten voll Isopropanl dazu getan (vielleicht so 4-5 mal so viel wie 
Kolofonium). Nach fast 1h sind die Brocken noch nicht aufgelöst, die 
Flüssigkeit aber auch noch wie Wasser.

Mache ich was falsch oder dauert das immer eine Weile?

Autor: Rudolph R. (rudolph)
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Was willst Du überhaupt mit Baumharz? Zurück in die 50'er?

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=D25;G...

Autor: Marvin M. (Gast)
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Ich kratze mir mit einem Schraubenzieher das Kolophonium heraus und sehe 
zu, dass es möglichst pulverisiert ist. Aufgelöst wirds in stinknormalem 
Haushalts-Spiritus.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Was willst du denn damit machen?
Um immer mal kurz den Lötkolben einzutunken ist es hart schon am besten, 
es schmilzt ja recht flott.
Um Entlötlitze zu "tunen" reicht auch schmelzen.
Um es großflächig auf ne Platine aufzupinseln, in Alkohol auflösen, ich 
nehm immer stinknormalen Spiritus...

Autor: Matt (Gast)
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Die lange Zeit ist (zumindest bei ordinärem Spiritus als Lösungsmittel) 
normal, warte noch einen Tag und sieh dann weiter.

Wenn man nach dem Ätzen der Einfachheit halber die ganze Platine 
großzügig mit Flussmitel flutet (was nach dem Löten entfernt wird), hat 
Kolophonium gewisse Vorteile ggü. 10g für EUR 11.95.

Grüße

Autor: 3357 (Gast)
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FluxGel aus der 30ml Spritze ist im wesentlichen Kolophonium.

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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In manchen EDEKA-Märkten gibts noch "Brühpech", das ist fein vermahlenes 
Kolophonium, 500g für <5€...
Ist zwar eigentlich für die Hausschlachtung, aber hey, sollte auch für 
Platinen gehen.

Autor: Frank L. (hermastersvoice)
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Son Blödsinn, wer schlachtet schon Häuser?

duckundwech

Autor: juppi (Gast)
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@Rudolph R. (rudolph)
Datum: 10.06.2008 19:07

>Was willst Du überhaupt mit Baumharz? Zurück in die 50'er?

das schlimme ist ,manche glauben einem "Fachmann"

die Anderen haben alles gesagt!


MfG

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wieso überhaupt Baumharz???
Ist schließlich auch Geigenharz, hilft sofort, wenn man mal wieder eine 
Platine vergeigt hat...

PS: gelöst habe ich auch in üblichem Spiritus, dann mit Pinsel auf die 
Leiterplatte. Klebt zwar ewig, lötet aber gut.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: juppi (Gast)
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na na


Geigenharz-Kolofonium

MfG

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Also... das Zeug is gut als Flussmittel wenn es auch sehr klebt. Loes es 
am Besten in 2-Propanol auf, Ethanol tut auch. Generell kann ich aber 
auch uneingeschraenkt den SK10 von Kontakt empfehlen zum Loeten.

Greets,
Michael

Autor: Daniel Reinke (sliderbor)
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Danke für eure Antworten! Eigentlich wollte ich das Kolofonium zum 
SMD-Löten nutzen, ist es dafür geeignet? Also ich will ein TQFP Bauteil 
verlöten, indem ich das Zeug aufstreiche und mit Lötzinn am Lötkolben 
drüber fahre. Geht das damit?
Ich dachte, dass es eine günstige Alternative wäre. Mit welchem Mittel 
würde das sonst noch gehen?

Mittlerweile sind die Brocken aufgelöst, aber

1. ist die Mischung jetzt trüb geworden (normal?)
2. ist es immer noch sehr dünn, habe noch mehr Kolofonium rein getan


MfG

Daniel

Autor: crazy horse (Gast)
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tu erst mal so viel rein, bis sich nichts mehr löst. Das ist dann eine 
ziemlich dicke Pampe, dauert auch Wochen :-)
Und von der Pampe nimmst du ab und zu was ab, verdünnst es auf angenehme 
Art und Weise (gelb/brauner Ton der verdünnten Lösung reicht schon).
Mehr lötet nicht besser, bringt aber massig Rückstände auf die Platine. 
Und wenn man des Löens nicht mächtig ist, durchaus kleine schwarze 
Vulkane auf der Platine:-)
So habe ich es zumindest früher immer gemacht. Jetzt benutze ich beim 
normalen Löten gar kein extra Flussmittel, fürs SMD-Löten habe ich ein 
Fläschchen von Isel, muss direkt mal nachschauen, was da drin ist.

Autor: Ralf (Gast)
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Hallo Daniel,

wie schon geschrieben, nimm normalen Brennspiritus.
Isopropanol 70 Prozent ist meiner Meinung nach nicht geeignet, die trübe 
Färbung kommt sicher daher, daß das Kolophonium durch den Wassergehalt 
des Lösungsmittels teilweise emulgiert.
Das Auflösen dauert übrigens nicht wochenlang. Etwas zerkleinern, hin 
und wieder mal duchschütteln, dann hast du nach einem Tag schon was 
Brauchbares.
Keine trübe Brühe :-)

Gruß Ralf

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Brennspiritus ist Ethanol. Ethanol hinterlässt unter Umständen weiße 
Ränder auf der Platine. Daher wird nun mal IPA empfohlen. Bei den 
Kleinstmengen die man braucht spielt der Preisunterschied von 
Brennspiritus zu IPA keine Rolle.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Brennspiritus ist Methanol.
Zum QFP-Loeten nimmst besser obiges "no clean"-Flux. Aber ich wuerd's 
trotzdem sauber machen danach ;)

Autor: Albrecht H. (alieninside)
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Hannes Jaeger wrote:
> Brennspiritus ist Ethanol. Ethanol hinterlässt unter Umständen weiße
> Ränder auf der Platine. Daher wird nun mal IPA empfohlen. Bei den
> Kleinstmengen die man braucht spielt der Preisunterschied von
> Brennspiritus zu IPA keine Rolle.

Daran, dass es Ethanol ist dürfte es wohl kaum liegen, eher daran, dass 
es "Brenn"-Spiritus" und nicht "Trink"-Spiritus ist , Brennspiritus 
enthält Vergällungsmittel, (früher war das mal Pikrinsäure), die 
Rückstände hinterlassen können.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Michael G. wrote:
> Brennspiritus ist Methanol.

Vor die Wahl gestellt dir oder meinem alten Chemiebuch zu glauben, 
glaube ich dem Chemiebuch. Brennspiritus ist Ethanol. C2H5OH.

Autor: Daniel Reinke (sliderbor)
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Na ja, ich habe jetzt mal versucht mit dem Gemisch mein TQFP80 Bauteil 
zu löten. Das Lötzinn hat sich leider nicht wie gewünscht verhalten, 
sondern alle Pins miteinander verbunden. Mit anschließendem Bearbeiten 
mit Entlötlitze sind aber alle Pins sauber verbunden und keine 
(erkennbaren) Brücken vorhanden. Der Controller arbeitet und lässt sich 
programmieren, also war es wohl doch erfolgreich.

Muss vielleicht nochmal am Mischverhältnis arbeiten oder eben in Zukunft 
was anderes nutzen...

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Brennspiritus ist Methanol.

Nein, das ist definitiv falsch.

Autor: I_ H. (i_h)
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Richtig dicke Brühe lötet sich recht schwer, weil man die Teile einfach 
nicht auf Temperatur bekommt. Erstmal muss das ganze Ethanol verdampfen, 
und das dauert. An den Stellen wo es verdampft, geht die Temp. nicht 
nennenswert über 70°C hinaus.

Und auch mit Flussmittel musst du aufpassen, nicht zuviel Zinn zu 
nehmen.

Autor: Mike (Gast)
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Mit Spiritus wäre ich vorsichtig. Ich hatte schon mal Kolophonium das 
nach dem Löten noch leitfähig war...

Autor: I_ H. (i_h)
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Dann hast du was falsch gemacht ;)... war zwischem dem Kolophonium vll 
noch Zinn?

Autor: Karl (Gast)
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Ich verwende Kolophonium und Propanol vom Apothekenbringdienst für 
zusammen 4,50 Euros in dünnflüssiger Lösung. Taugt für TQFP mit 0,5 mm 
pitch und reicht ein Leben lang (500 g). Wenn man damit die Platine 
einpinselt und gut (!) trocknet, klebt auch nichts mehr und es lässt 
sich einwandfrei löten.

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