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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik MSP430 programmieren/debuggen unter Linux


Autor: odic (Gast)
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Hallo zusammen,

mein Ziel ist es, mit dem MSP430 unter Linux zu arbeiten. Bezüglich 
Compiler und Linker bzw. postwork bin ich mit mspgcc, binutils und 
srecord bestens versorgt (Auch wenn es geraume Zeit gebraucht hat das 
Ganze ans Laufen zu bringen.) Als IDE bzw. Debugger sind eclipse bzw. 
gdb geplant.

Jetzt fehlt mir allerdings noch ein Emulator. Das orginal FET von TI 
kommt aufgrund des Preises nicht in Frage, Spy-Bi-Wire haben die 
Derivate nicht und ein reiner Bootloader genügt nicht. Die Verbindung 
sollte wenn möglich über USB laufen. Beim Stöbern im Netz bin ich auf 
die folgenden Alternativen gestoßen:

* usbprog
  http://shop.embedded-projects.net/product_info.php...
  (32 Euro zzgl. Versand)
  Finde ich persönlich ein sehr reizvolles Projekt!!

* Olimex MSP430-JTAG-Tiny
  http://www.olimex.com/dev/msp-jtag-tiny.html
  http://shop.embedded-projects.net/product_info.php...
  (65 Euro zzgl. Versand)


Fragen:

1.) Soweit ich es verstanden habe unterstützt usbprog derzeit den MSP430 
leider noch nicht, oder?
2.) Hat jemand von euch eines der Produkte unter Linux erfolgreich im 
Einsatz bzw. kann mir seine Erfahrungen mitteilen?
3.) Gibt es eine weitere Alternative, die ich übersehen habe? (In einem 
'vernünftigen' Preissegment.)


Besten Dank für eure Hilfe,

odic

Autor: Christian R. (supachris)
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zu 1. Wird es auch in Zukunft sicherlich nicht, da das Protokoll 
Closed-Source ist und wohl von TI nicht freigegeben wird.

Unter Linux wir einzig das ez430 (kann ja nur SBW) und der original 
USB-FET unterstützt. Kein Olimex.

Ansonsten Parallel-Port, aber das ist ja schnarchlahm.

Autor: odic (Gast)
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Danke für die Infos, auch wenn' schlechte sind. Das orginal FET ist mir 
zum Basteln einfach zu teuer.

zu usbprog:
Vielleicht sollte man die Hoffnung nicht zu früh aufgeben, immerhin hat 
es Olimex ja auch hinbekommen. (Ohne jetzt spekulieren zu wollen auf 
welchem Wege.)

zu SBW:
Ich besitze zwar einen eZ430, aber leider aus dem eZ430-RF2500, und der 
wird zumindest derzeit noch nicht unterstützt. Zwar genügt der F2274 als 
größter MSP430 mit SBW meinen Anforderungen völlig, aber leider sind die 
kleineren Derivate mit SBW nur schlecht zu bekommen. Ich dachte 
ursprünglich alles < F2274 hätte SBW, aber das war wohl ein Trugschluß. 
Wenn ich richtig informiert bin haben den nur 20x1, 20x2, 20x3, 21x2, 
22x2 und 22x4, beim 2131 beispielsweise hatte ich Pech.
Eine Lösung wäre evtl. noch die Entwicklung mit SBW auf dem F2274 zu 
betreiben, und dann "blind" zu portieren und mit BSL zu flashen. Wobei 
das sicherlich keinen Spaß macht.

Es gibt einfach immer noch Punkte wo man mit Linux an die Grenzen stößt. 
Obwohl sich seit mehreren Jahren kein Windows besitzt und (zugegeben 
teilweise mit einem gewissen Mehraufwand) letztendlich noch fast alles 
gelößt bekommen habe.

Grüße,
odic


PS: Bin weiterhin für jeden guten Tips offen.... ;-)

Autor: Christian R. (supachris)
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odic wrote:
> Danke für die Infos, auch wenn' schlechte sind. Das orginal FET ist mir
> zum Basteln einfach zu teuer.
>
> zu usbprog:
> Vielleicht sollte man die Hoffnung nicht zu früh aufgeben, immerhin hat
> es Olimex ja auch hinbekommen. (Ohne jetzt spekulieren zu wollen auf
> welchem Wege.)

Gegen NDA bekommt man die Spec als 3rd Party Hersteller ja.

Viel Erfolg bei der Suche nach Lösungen. Vielleicht gibts ja auch bei 
Ebay mal ein original FET. Ansonsten halt LPT.

Autor: odic (Gast)
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So, melde mich mal wieder zurück. Olimex Parallelport-Debugger ist 
gekauft und in Betrieb genommen. Funktioniert einwandfrei... auch wenn 
ich schonmal schneller gearbeitet habe. ;-)

Eins ist mir allerdings noch nicht ganz klar. Soweit ich es verstehe 
kann ich das Target über den Parallelport mit versorgen (Pin 2).

- Weiß jemand zufällig wie stark ich den belasten darf?

Andererseits kann ich auch - vorausgesetzt ich interpretiere den 
Schaltplan richtig - die Ausgangsspannung des FET an VCC des Target 
angleichen (Pin 4).

- Ist das eine Schutzmaßnahme oder verstehe ich hier was komplett 
falsch?
- Sollte ich den Pin verwenden oder ist das bei einer Versorgung des 
Target mit ca. 3V nicht notwendig?


Besten Dank für eure Antworten,

odic

Autor: Christian R. (supachris)
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Normalerweise kannst du aus dem Par-Port keine Schaltung versorgen. Der 
MSP430 ohne Peripherie und mit niedrigen Takt geht aber. Allerdings 
kommen da nicht mehr als 2...3 mA raus, je nach Mainboard. Ist ja an den 
Datenleitungen angeschlossen, über diese Dioden.
Über Pin 4 kannst du die VCC des Targets verwenden, um die 
Ausgangsspannung des JTAG-Interfaces an die Spannung des Targets 
anzugleichen. Wenn du den MSP z.B. mit 1,8V laufen hast oder sowas. Im 
Normalfall wird er mit 3,0V betrieben, genauso wie die HC244 Buffer auf 
dem Programmer.

Autor: odic (Gast)
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Dann sollte VCC des MSP aber schon halbwegs stabil sein bzw. sich im 
Bereich um die 3V bewegen, sonst sind VCC + 0,3V schnell erreicht. Und 
das ist immerhin Maximum.... zumindest in der Theorie. Vielleicht sollte 
ich doch auf Nummer sicher gehen und den Pin immer anschließen, damit 
komm ich immer noch mit einem 8poligen Stecker aus.

Apropos Stecker... gibt es eine Standardbelegung für eine 8polige 
JTAG-Verbindung?

Autor: Christian R. (supachris)
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Eben drum sollst du ja die VCC des MSP an den Debugger führen. Der 
Spannunsgolger-OPV dort drauf liefert dann für den HC244 die Spannung, 
die der MSP auch hat, somit wird der innerhalb VCC +0,3V betrieben. Wenn 
du den Pin weglässt, liefert der 3,0V, die über den hochohmigen 
Widerstand hinter dem Spannungswandler kommen.
Standard-Belegung gibts nicht, nur für den 14poligen TI-Stecker.

Autor: odic (Gast)
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Entschuldige, ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Daß ich den 
Pin sinnvollerweise immer verwenden sollte war eine Feststellung, keine 
Frage.

Hintergrund meiner Überlegungen ist der, daß ich für künftige Targets 
gerne mit einem 8poligen Stecker auskommen würde, da ich den 14poligen 
einfach zu klobig finde. Dieser Stecker sollte aber in verschiedenen 
Anwendungen immer gleich sein. Und ich kann im Moment noch nicht 
absehen, welche Versorgungsspannungen künftig zum Einsatz kommen. Aber 
da es inkl. Vcc genau 8 Signale sind, paßt das ja wunderbar.

Jedenfalls vielen Dank für die ausführlichen Antworten bzw. die 
Bestätigung meiner Interpretation.

Grüße,
odic

Autor: Christian R. (supachris)
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Wir nehmen für unsere Projekte einen 10-poligen mit Rastermaß 1,27mm von 
Samtec. Reset wird nicht benötigt, also nur 4 JTAG plus VCC und auf der 
anderen Seite alles Masse. Somit ist jede 2. Leitung im Flachbandkabel 
Masse und die Kommunikation klappt zuverlässig.

Autor: odic (Gast)
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Warum ist Reset nicht notwendig?

Test bleibt doch auch noch, damit wären es ohne Reset immer noch 5 + VCC 
+ GND, oder?

Haben die Erfahrungen bei euch gezeigt, daß die Art der Abschirmung 
notwendig ist, oder ist das eine reine Vorsichtsmaßname?

Autor: Christian R. (supachris)
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Reset ist bei 4-Wire JTAG nicht nötig. Spy-bi-Wire, wo das Test nötig 
wäre haben wir bisher noch nicht eingesetzt. Wäre dann wahrscheinlich 
ein anderer Adapter nötig. Und ja, wir hatten manchmal Probleme mit 
fliegenden Leitungen.

Autor: odic (Gast)
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Irgendwie kann ich gerade nicht ganz folgen. Setzt ihr nur Derivate ein, 
bei denen die JTAG Pins keine weitere Funktion haben, oder steuert ihr 
Test manuell??

Bleibt die Frage, wofür der Reset am FET vorhanden ist...

Ich denke, zumindest bei dem Parallelport-FET muß ich mir über 
Abschirmung keine Gedanken machen. Bei der Geschwindigkeit kann ich die 
Elektronen zur Not immer noch selbst von einem Kabelende zum anderen 
tragen... ;-)
Und fliegende Leitungen wird es auch nicht geben. Immerhin soll der 
Stecker so klein als möglich sein.

Autor: Christian R. (supachris)
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Wir haben bisher nur die größeren MSP430 mit extra JTAG pins eingesetzt, 
ja. Dieses gesharte konnte uns nie überzeugen. Dann lieber eine Nummer 
größer, und die JTAG Pins nur für JTAG.

Autor: odic (Gast)
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Ok, das erklärt's natürlich. Nun, ich komm bislang noch mit den deutlich 
kleineren Derivaten aus.

Danke für die Infos.

Grüße,
odic

Autor: Christian R. (supachris)
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Naja, da muss man immer sehr aufpassen, was man an die JTAG-Pins klemmt, 
und dann sind auch nicht alle Debug-Möglichkeiten machbar. Spy-Bi-Wire 
hatte ich mal an einem F2274 probiert, aber ging irgendwie überhaupt 
nicht. Bloß das geht ja mit deinem par-Port-Adapter eh nicht.

Autor: Stefan (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Falls jemand noch immer versucht, den Olimex MSP430-JTAG-ISO unter Linux 
zu betreiben, dann siehe angehängte Datei. Die Kommunikation ist ein 
ganzes Stück langsamer als unter Windoof, aber erträglich. Getestet ist 
das Ganze unter Ubuntu 9.04.
Ob der -TINY auch geht weiss ich nicht, da nicht verfügbar.

Autor: Tino (Gast)
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Einfach genial! Ich kann die Funktion des Olimex MSP430-JTAG-ISO unter 
Ubuntu 9.04 bestätigen, bisher musste ich immer einen Windows PC haben, 
um den msp430-gdbproxy mit dem Olimex USB Debugger zu betreiben; damit 
ging es auch, aber die Lösung von Stefan ist eleganter.

Und was die Geschwindigkeit angeht: ich sehe keine Unterschiede zu 
meiner vorigen Lösung (Windows 2000 VMWare-Player, Linux 9.04-Host, 
msp430gdbproxy über virtuelle vmnet-Schnittstelle freigegeben und 
Zugriff mit msp430-gdb in Eclipse)

Vielen Dank!

Autor: Odic (Gast)
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Also den MSP430-JTAG-TINY bekomme ich damit nicht ans Laufen... wobei 
ich natürlich nicht ausschließen kann, dass es an mir liegt. ;-)

Beste Grüße,
Odic

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Man kann übrigens auch unter Linux ein virtuelles XP im VMware-Server 
laufen lassen und darin die MSP-Entwicklungssoftware laufen lassen.

ISPs, die über USB angeschlossen werden sind vom virtuellen XP 
ansprechbar.

Autor: Stefan (Gast)
Datum:

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Odic: Hast Du den Treiber laden können, d.h. bekommst Du ein 
/dev/ttyUSB0 (oder ähnlich) dazu?

Der MSP430-JTAG-TINY hat mit Sicherheit eine andere Product-ID. Damit 
muss zumindest der Parameter bei modprobe anders sein. Wenn der -TINY 
dann auch noch eine andere Baudrate verwendet, musst Du die rausbekommen 
und in der Funktion FTD2XX_FT_W32_CreateFile den Teiler anpassen - oder 
FTD2XX_FT_SetDivisor implementieren. Letztere ist noch nicht 
implementiert, da ich nur den Anspruch "Funktion" und nicht 
"Vollständigkeit" hatte. Bei Bedarf helfe ich natürlich bei der 
Fehlersuche...


Uhu: Klar funktioniert das mit Virtualisierung. Aber ich benutze doch 
kein Linux um darauf ein Windows zu emulieren. Von Details wie 
Speicher-, Rechenleistung- und damit auch Akkulaufzeitverlust mal ganz 
abgesehen :-)

Autor: Christian R. (supachris)
Datum:

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Stefan schrieb:

> Der MSP430-JTAG-TINY hat mit Sicherheit eine andere Product-ID. Damit
> muss zumindest der Parameter bei modprobe anders sein. Wenn der -TINY
> dann auch noch eine andere Baudrate verwendet, musst Du die rausbekommen
> und in der Funktion FTD2XX_FT_W32_CreateFile den Teiler anpassen - oder
> FTD2XX_FT_SetDivisor implementieren.

Der JTAG-TINY benutzt den Silabs CP2102. Wahrscheinlich müsste man über 
den Treiber gehen. Aber es das klappt, bezweifle ich, denn unter Windows 
wird auch kein virtueller COM-Port erstellt. Die Kommunikation läuft 
offenbar direkt über die SiUSBXp.dll

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Stefan schrieb:
> Uhu: Klar funktioniert das mit Virtualisierung. Aber ich benutze doch
> kein Linux um darauf ein Windows zu emulieren. Von Details wie
> Speicher-, Rechenleistung- und damit auch Akkulaufzeitverlust mal ganz
> abgesehen :-)

Na ja, emuliert wird da garnix, das läuft in einer virtuellen Maschine 
und die Performance ist auf aktuellen Prozessoren nicht schlecht, aber 
für diese Notebook-Krücken ist das natürlich nichts, da hast du schon 
recht.

Autor: Stefan (Gast)
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Christian:
Das mit dem SiLabs wusste ich leider nicht. Wenn ich allerdings das 
Datenblatt überfliege, dann fallen mir gar keine Alternativen Modis als 
UART auf. Damit wird der Lösungsansatz wohl ebenso funktionieren. Nur 
das man eben einen Wrapper für die SiLabs .dll schreiben muss.

(Den -ISO sieht man im Windows ja ebenfalls nicht als COM-Port. Obiges 
Paket stellt auch nur die dll für den FDTD bereit.)


Uhu: Ja, ich bin bei meiner Wortwahl manchmal etwas nachlässig :-)

Autor: Odic (Gast)
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Hallo Stefan,

die andere device-id war klar.
Meine Vorgehensweise:

modprobe ftdi_sio vendor=0x15ba product=0x0002
Olimex JTAG-TINY einstecken

dmesg:
ftdi_sio: v1.4.3:USB FTDI Serial Converters Driver
usb 1-2.4: new full speed USB device using ehci_hcd and address 42
usb 1-2.4: configuration #1 chosen from 1 choice
ftdi_sio 1-2.4:1.0: FTDI USB Serial Device converter detected
ftdi_sio: Detected SIO
usb 1-2.4: FTDI USB Serial Device converter now attached to ttyUSB0
ftdi_sio: ftdi_set_termios FAILED to set databits/stopbits/parity
ftdi_sio: ftdi_set_termios urb failed to set baudrate
ftdi_sio: urb failed to clear flow control
ftdi_sio: update_mctrl Error from MODEM_CTRL urb: DTR HIGH, RTS HIGH
hub 1-2:1.0: port 4 disabled by hub (EMI?), re-enabling...
usb 1-2.4: USB disconnect, address 42
ftdi_sio ttyUSB0: FTDI USB Serial Device converter now disconnected from 
ttyUSB0
ftdi_sio 1-2.4:1.0: device disconnected
hub 1-2:1.0: Cannot enable port 4.  Maybe the USB cable is bad?
hub 1-2:1.0: Cannot enable port 4.  Maybe the USB cable is bad?
hub 1-2:1.0: Cannot enable port 4.  Maybe the USB cable is bad?
hub 1-2:1.0: Cannot enable port 4.  Maybe the USB cable is bad?
hub 1-2:1.0: unable to enumerate USB device on port 4


Weiter habe ich mich aus Zeitmangel bislang nicht damit beschäftigt...

Beste Grüße,
odic

Autor: Stefan (Gast)
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Hi Odic, Christian sagte, dass im -TINY ein SiLabs steckt. Im -ISO ist 
es ein FTDI. D.h. der Wrapper funktioniert nicht so einfach. Im 
schlimmsten Fall müsste man also die entsprechende SiLabs dll nachbauen.

Aber mal angenommen das Protokoll ist das gleiche wie beim -ISO, dann 
kann man den SiLabs Treiber laden "modprobe cp210x product=0x0002 
vendor=0x15ba" (siehe http://www.etheus.net/CP210x_Linux_Driver). In 
FTD2XX_FT_W32_CreateFile muss man dann sicher die Baudrate anpassen. Wer 
will mit Oszi nachmessen?

Autor: Odic X. (odic)
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Hallo Stefan,

das Kernelmodul gibt's bei mir nicht, da habe ich beim backen wohl was 
vergessen. Sobald ich Zeit habe, werde ich das nachholen...

Bezgl. Baudrate:
Zwar nicht schön, müsste aber eigenlich klappen - einfach mal 
Standard-Baudraten durchprobieren, bis es funktioniert.


Beste Grüße,
Odic

Autor: Helmut (Gast)
Datum:

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Hallo,

hat vielleicht schon jemand den msp430 JTAG-TINY unter Ubuntu zum 
"Sprechen" bekommen? Ich hab dieses Teil und auch den JTAG über die 
Parallele Schnittstelle - beide wollen zur Zeit nicht laufen. Wäre für 
jegliche Hilfe sehr dankbar.

Helmut

Autor: Raphael Reu (raphael)
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Hallo an alle,

Es steckt eindeutig ein SiLabs darin.
Ich poste euch meine Ausgabe von lsusb:
---------------------------------------
Bus 003 Device 004: ID 15ba:0002 Olimex Ltd.
Device Descriptor:
  bLength                18
  bDescriptorType         1
  bcdUSB               1.10
  bDeviceClass            0 (Defined at Interface level)
  bDeviceSubClass         0
  bDeviceProtocol         0
  bMaxPacketSize0        64
  idVendor           0x15ba Olimex Ltd.
  idProduct          0x0002
  bcdDevice            1.00
  iManufacturer           1 Silicon Labs
  iProduct                2 OLIMEX MSP430 JTAG TINY
  iSerial                 3 030006B4
  bNumConfigurations      1

Auch ich versuche derzeit den MSP430-JTAG-TINY unter Ubuntu zu 
betreiben.
Ich hoffe wir können die Vendor Specific Class zum laufen bringen.
Den ganzen Output von lsusb findet ihr im Anhang.

Beste Grüße
Raphael

Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

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odic schrieb:
> Danke für die Infos, auch wenn' schlechte sind. Das orginal FET ist mir
> zum Basteln einfach zu teuer.

ébay #270422621040 ?

fchk

Autor: Raphael Reu (raphael)
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Ich kann bestätigen, dass der MSP430-JTAG-TINY von Olimex unter Ubuntu 
NICHT lauffähig ist. Das Problem ist, dass das /dev/ttyUSB0 nicht 
eingebunden wurde. VendorID und ProductID werden korrekt angezeigt. 
Treiber für USB<->RS232 Wandler für cp2102 existieren auch seit Kernel > 
2.6.20. Zwingt man nun das System per /etc/moduls-Eintrag:
usbserial vendor=0x15ba product=0x0002
den usbserial Treiber zu verwenden so wird das Device beim Anstecken an 
USB erkannt und in /dev/ttyUSB0 eingebunden.
Eine Verbindung per msp430-gdbproxy lässt sich jedoch trotzdem nicht 
aufbauen.

msp430-gdbproxy msp430 /dev/ttyUSB0

Fehlermeldung:
debug: MSP430_Initialize()
error:     msp430: Could not initialize device interface (1)

Also rate ich entweder zum MSP430-JTAG-ISO von Olimex oder zum original 
MSP-FET430UIF von Texas Instruments.

Viel Erfolg
Raphael

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Hat das schonmal jemand aus einem virtuellen XP unter Ubuntu 
ausprobiert?

Autor: Stefan (Gast)
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Uhu: Ja - zumindest mit Win2k (siehe oben, Beitrag von Tino)

Raphael: Wenn Du schon die serielle aktiviert hast, könntest Du ja mal 
mein oberes Paket für den -ISO probieren. Möglicherweise reicht es, 
einfach nur die Baudrate anzupassen. Im schlimmsten Fall muss man eben 
für die SiUSBXp.dll auch noch einen Wrapper schreiben... Da ich keinen 
-TINY zur Verfügung habe, kann ich da leider nicht so recht 
weiterhelfen.

Autor: Raphael Reu (raphael)
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Hallo Stefan,

leider habe auch ich den Olimex-MSP430-JTAG-TINY nicht mehr zum Testen 
zur Verfügung.
Leider scheint es so, als würde der Erfolg hierbei noch eine Weile auf 
sich warten lassen.

schönen Sonntag wünscht Euch
Raphael

Autor: Stefan (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

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Hallo,

also das Protokoll bei -TINY und -ISO ist offenbar das gleiche: Ich habe 
mal einen Wrapper für die SiUSBXp.dll geschrieben und die Baudrate an 
meinen -ISO angepasst. Funktioniert soweit...

Im angehängten Paket habe ich das mal zusammengepackt und die Baudrate 
auf den -TINY umgestellt. Probieren kann ich es ja leider nicht, aber 
vielleicht gehts ja auf Anhieb...

Falls man den Treiber zum cp210x anders laden muss als in der README 
beschrieben, dann bitte auch eine kurze Rückmeldung geben.

Stefan

Autor: Stefan (Gast)
Datum:

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Achso, folgendes habe ich noch vergessen: Laut Raphael meldet sich der 
-TINY mit "OLIMEX MSP430 JTAG TINY" bei lsusb. Ich muss dem gdbproxy 
aber "MSP430 JTAG Tiny " zurückgeben, damit es weitergeht. (Man beachte 
Gross/Kleinschreibung bei Tiny und das Leerzeichen am Ende.) Vielleicht 
kann jemand diesen Widerspruch aufklären.

Autor: Raphael Reu (raphael)
Datum:

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@Stefan
Ach so schade! Hätte ich gerne getestet -> Leider hab ich keinen TINY 
mehr hier.

Vielleicht in den nächsten Monaten wieder. Bis dahin hoffe ich, dass 
einige andere Tester kommen.
Danke für den Wrapper Stefan!

liebe Grüße
Raphael

Autor: Eduard Steinberg (rfk)
Datum:

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Leider waren alle meine Versuche mit dem Olimex MSP-JTAG-TINY unter 
Linux erfolglos. Das CP210x Kernelmodul (aus Kernel 2.6.37.2) ist 
geladen und erkennt den Adapter:
usb 1-3.4: new full speed USB device using ehci_hcd and address 18
USB Serial support registered for cp210x
cp210x 1-3.4:1.0: cp210x converter detected
usb 1-3.4: reset full speed USB device using ehci_hcd and address 18
usb 1-3.4: cp210x converter now attached to ttyUSB0
usbcore: registered new interface driver cp210x
cp210x: v0.09:Silicon Labs CP210x RS232 serial adaptor driver

Ergebnis mit WINE:
$ wine msp430-gdbproxy.exe msp430 TIUSB

Remote proxy for GDB, v0.7.1, Copyright (C) 1999 Quality Quorum Inc.
MSP430 adaption Copyright (C) 2002 Chris Liechti and Steve Underwood

GDBproxy comes with ABSOLUTELY NO WARRANTY; for details
use `--warranty' option. This is Open Source software. You are
welcome to redistribute it under certain conditions. Use the
'--copying' option for details.

debug: MSP430_Initialize()
error:     msp430: Could not initialize device interface (1)

Ergebnis nativ:
$ msp430-gdbproxy msp430 /dev/ttyUSB0

Remote proxy for GDB, v0.7.1, Copyright (C) 1999 Quality Quorum Inc.
MSP430 adaption Copyright (C) 2002 Chris Liechti and Steve Underwood

GDBproxy comes with ABSOLUTELY NO WARRANTY; for details
use `--warranty' option. This is Open Source software. You are
welcome to redistribute it under certain conditions. Use the
'--copying' option for details.

debug: MSP430_Initialize()
error:     msp430: Could not communicate with FET (35)

Gibt's noch weitere Vorschläge? Danke.

Autor: monnemer (Gast)
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Eduard Steinberg schrieb:

> error:     msp430: Could not communicate with FET (35)[/code]

> Gibt's noch weitere Vorschläge? Danke.

Darfst du auf ttyUSB0 zugreifen, als user?
ls -l /dev/ttyUSB0  ggf. ändern, chmod o+rw /dev/ttyUSB0
oder Gruppenzugehörigkeit ansehen, wäre der erste Gedanke.

Autor: Eduard Steinberg (rfk)
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Ein Rechteproblem kann ich definitiv ausschließen!

Autor: Christian R. (supachris)
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Das wird weder per Wine noch nativ mit dem msp430-gdbproxy klappen. Du 
brauchst unter Linux den mspdebug http://mspdebug.sourceforge.net/ für 
den JTAG TINY.

Autor: Max (Gast)
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Tipp am Rande: Ich hab das Launchpad (<5€) erfolgreich an meinem 
(K)Ubuntu System im Einsatz (gibt im I-Net Erklärungen wie man den 
msp-gdb da ranklotzt....). Das ttyUSB Problem hab ich (vlt. etwas 
radikal) damit umgangen, dass ich das terminal-proggi als root 
laufenlass und die Adresse manuel eintrag...

Autor: Eduard Steinberg (rfk)
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Christian R. schrieb:
> Das wird weder per Wine noch nativ mit dem msp430-gdbproxy klappen. Du
> brauchst unter Linux den mspdebug http://mspdebug.sourceforge.net/ für
> den JTAG TINY.

Perfekt. Damit funktioniert es einwandfrei. Danke!

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