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Forum: PC Hard- und Software virtuelle Maschinen, ohne Betriebssystem


Autor: Christian (Gast)
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Hallo,

allgemein bekannt sind ja Programme für Linux und Windows, die einen 
virtuellen Computer vorspiegeln, auf dem man dann wiederum ein System 
installieren kann.
Nachteil ist, dass das virtuelle System nur ein Bruchteil der Leistung 
des echten Computeres hat.

Meine Frage: Muss es nicht theoretisch möglich sein eine Art 
Mini-Betriebssystem (das nur sehr wenig Prozessor-Leistung benötigt) zu 
entwickeln, dass nach dem Start sofort ein anderes System, z.B. Windows 
startet?

Christian

Autor: Spess53 (Gast)
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Hi

Nennt sich BIOS.

MfG Spess

Autor: Ekschperde (Gast)
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Gibts ja, nennt sich Vmware ESX.

Autor: ... (Gast)
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klingt nach nem Bootloader

Autor: Alan (Gast)
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Nen Windows XP läuft in VMWare einigermaßen flüssig.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Christian wrote:

> Nachteil ist, dass das virtuelle System nur ein Bruchteil der Leistung
> des echten Computeres hat.

Wenn du 80-90% als Bruchteil ansiehst...

> Meine Frage: Muss es nicht theoretisch möglich sein eine Art
> Mini-Betriebssystem (das nur sehr wenig Prozessor-Leistung benötigt) zu
> entwickeln, dass nach dem Start sofort ein anderes System, z.B. Windows
> startet?

Ja, beispielsweise VMware ESXi (das kleine "i" ist kein Schreibfehler). 
Der Trend geht m.E. ohnehin in diese Richtung. Ich nehme an, dass in 
einigen Jahren viele PC-Server routinemässig Virtualisierung als 
Grundbestandteil enthalten, d.h. den Hypervisor davon. Das Geld wird 
dann vorrangig mit der Verwaltung der Hosts und VMs gemacht.

Autor: Dr.Seltsam (Gast)
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Für meine Begriffe beschreibt deine Idee ziemlich genau das, was das 
L4-Projekt realisiert: Ein hocheffizienter Mikrokernel mit minimalstem 
Funktionsumfang (Tasks, Threads, IPC, Speicher- und Hardwareverwaltung), 
auf dem mehrere unterschiedliche Betriebssysteme mit unterschiedlichen 
Eigenschaften parallel laufen.

mehr dazu hier: http://os.inf.tu-dresden.de/L4/


Gruß
Dr.Seltsam

Autor: tom (Gast)
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Es gibt einen Ansatz für VMware (kommerziell), dass man eine virtuelle 
Maschine erstellt, die direkt Java-Programmcode ausführen kann, ohne 
dass man ein Betriebssytem in die virtuelle Maschine installieren muss.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Was ist denn aus dem Ansatz Paravirtualisierung geworden, damals hieß 
das Projekt XEN, wenn ich mich net irre. Effizienter wirds wohl nicht 
gehen, allerdings muss das Original-OS modifiziert werden.

Autor: Saladin (Gast)
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OS muss nicht modifiziert werden, wenn Intel VT oder AMD Pazifika zum 
Einsatz kommt. Die Virtualisierung wird hierbei von der CPU (genauer die 
CPU Ringe) übernohmen und es ist keine Modifikation des Orginal OS 
Notwendig.
XEN ist meines erachtens momentan die beste Möglichkeit Systeme zu 
Virtualisieren.

Autor: PS (Gast)
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Eine weitere Lösung für Linux ist KVM (Kernel Virtual Machine).
Benötigt wird dazu ein Prozessor mit Intel VT oder AMD Pazifika.
Die Funktionalität von KVM steckt in einem Kernel-Modul.
Im User-Space läuft ein modifiziertes QEMU, welches für die
Emulation der Peripherie zuständig ist.

Ich verwende KVM auf einem 64-bit-Linux (Debian Etch) zur
Ausführung von Windwos 2000 und Windows XP 64-bit als auch
verschiedener Linux-Distributionen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sven Pauli wrote:
> Was ist denn aus dem Ansatz Paravirtualisierung geworden, damals hieß
> das Projekt XEN, wenn ich mich net irre. Effizienter wirds wohl nicht
> gehen, allerdings muss das Original-OS modifiziert werden.

Xen kann beides: Echte und Paravirtualisierung.

Paravirtualisierung benutzt man, wenn der Prozessor keine 
Virtualisierungs- unterstützung hat. Die Schnittstellen dafür müssen vom 
Hostsystem bereitgestellt werden. Wenn die nicht vorhanden sind, dann 
müssen sie entweder nachgerüstet werden - bei Linux & C. ist das kein 
Problem -, oder eingepatcht werden. Letzteres macht VMWare teilweise, um 
die Effizienz zu verbessern; zusätzlich muß mindestens ein Treiber im 
Hostsystem laufen.

Bei echter Virtualisierung - nur möglich, wenn vom Prozessor unterstützt 
- läuft auf der Hardware nur ein Hypervisor, der die Peripherie 
synchronisiert und virtuelle Maschinen verwaltet, in denen die 
Gastsysteme laufen. Eine VM ist den übrigen gegenüber privilegiert und 
muß immer laufen. Das OS in dieser VM ist für das Filesystem u.ä. 
verantwortlich.

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