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Forum: Analogelektronik und Schaltungstechnik Biasstromkompensation bei Integrierer

Autor: jo (Gast)
Datum: 01.07.2008 13:17

Hallo,

es geht um den Integrierer für eine Kippstufe und die auftretenden
Fehler, also Offsetspannung und Biasstrom.
Mir ist leider nicht ganz verständlich, wie die beiden sich
unterscheiden; beide tragen doch zur Ladung / Entladung der Kapazität
bei?

Um den Fehler klein zu halten ist demnach ein möglichst großer
Kondensator bei kleinem Widerstand sinnvoll?

Wann ist eine Kompensation möglich/erforderlich?
Autor: Hannes Jochriem (joggl) Benutzerseite
Datum: 01.07.2008 14:11

Offsetspannung ist die differenzspannung die durch unsymmetrie der
Bauteile entsteht. Die meisten OPVs haben zwei Anschlüsse für ein Poti
wo man die Offsetspannung wegkompensieren muss.
Der Biasstrom ist ein wenig unangehmer. Es ist der Strom, der in die
Eingänge des OPV's fließen (normalerweise geht man bei der Berechnung
davon aus, dass kein Strom in den OPV fließt). Dieser ist jedoch sehr
klein und kann mit einer entsprechenden Vorschaltung wegkompensiert
werden (Spannungsteiler über zwei Dioden um das Potential der Eingänge
geringfügig zu ändern)
Autor: Fred (Gast)
Datum: 01.07.2008 16:26

> Der Biasstrom ist ein wenig unangehmer. Es ist der Strom, der in die
> Eingänge des OPV's fließen

oder raus je nach Typ

ist häßlich bei sehr hochomigen Schaltungen!
also schaun in welcher Richtung die Ströme am wenigsten stören
und denach den OPV wählen!

Gruß Fred
Autor: Dieter Stotz (bulova)
Datum: 01.07.2008 16:53

Hallo,

meist ist es die Offsetspannung, die da wirkt. Denn selbst bei OPs mit
Eingangsströmen = Null läuft die Ausgangsspannung beim Integrierer weg
-- nur allein zufolge Offsetspannung. Da hilft nur Auswahl eines
geeigneten OP bzw. Selektion. Zweite Maßnahme wäre dann noch
Offsetkompensation. Wie stabil das Ganze bzgl. Temperatur wird, hängt
dann noch von der Offsetspg.-Drift ab.

Dieter
Autor: Fred (Gast)
Datum: 01.07.2008 17:10

ja ja Integrierer und Offset mit OPV

gemeine Fangfrage selbst schon vor 20 Jahren!

wenn ich damals schneller geschalten hätte
hätte ich geantwortet:

gib mir einen idealen OPV (Offset = 0; Biasstrom = 0),
gib mir einen idealen Kondensator (Ri = oo),
gib mir einen idealen Widerstand  (Li = 0),
verhalte Dich ganz still,
hohle keine Luft mehr!!

dann habe ich am Ausgang Totenstille.


Gruß Fred
Autor: 3362 (Gast)
Datum: 01.07.2008 21:03

>Denn selbst bei OPs mit Eingangsströmen = Null läuft die Ausgangsspannung beim
Integrierer weg -- nur allein zufolge Offsetspannung.

Nicht trotz, sondern wegen. Denn OpAmps mit Fet ahben preaktisch keinen
Biasstorm, dafer eine hohe Offsetspanning. Demgegenueber haben
BipoalrOpAmps  viel mehr Bias strom, dafuer viel kleinere
Offsetspannungen. Das ist eine erste Entscheidung, was man denn will.
Man kann tatsaechlich beides zusammen haben, keinen Offset, keinen
strom, das nennt sich dann Zerodrift OpAmp, dafuer ist deren Bandbreite
klein.

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