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Forum: HF, Funk und Felder Mehr als vier Funksender für Garagentoröffner ?


Autor: soundso (Gast)
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Hallo liebe Mikrocontroller Gemeinde.

Ich habe keine Ahnung wo mein Beitrag hingehört, deshalb hab ich ihn 
einfach hier geposted.

Mein Problem ist folgendes: Ich habe eine Parkplatzabsperrung mit einen 
Garagentoröffner gebaut der vier Funksender akzeptiert. Jedesmal wenn 
ich einen neuen Sender dazu codieren möchte schmeißt er den ersten raus 
und behält die letzten vier im Memory. Auf dem Bord befindet sich ein 
AT24c02 von Atmel, der meiner Meinung nach für die Frequenzspeicherung 
der Funkmodule verantwortlich ist.
Gibt es eurer Meinung nach eine Möglichkeit das sich der Empfänger mehr 
als nur die letzten vier Frequenzen behält?

Gruß,
soundso

Autor: tex (Gast)
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ja, indem man gleichcodierte Sender verwendet

Autor: soundso (Gast)
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Ich habe bereits 10 Sender sehr preiswert ersteigert und die haben alle 
eine andere Frequenz.
Kann man denn nicht den AT auslesen und modifizieren?
Sorry für die dummen Fragen aber ich bin totaler Laie auf diesem Gebiet.

Gruß,
soundso

Autor: Christian R. (supachris)
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Der Flash-Speicher macht nur das, was der Microcontroller ihm sagt. Wenn 
der beim 5. Sender sagt, lösche den 1. und schreibe den neuen rein, 
kannst du am Flash soviel programmieren wie du willst, die Konstante 4 
Sender ist nicht dort, sondern im Microcontroller-Programm abgelegt.

Autor: soundso (Gast)
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OK danke das ist logisch.
Ich gehe mal davon aus, dass man das Programm des Microcontrollers nicht 
so einfach auslesen und verändern kann.
Wie sieht es mit dem ändern der Sendefrequenz in den Handsendern aus. 
Kann man die irgendwie ändern?

Autor: Stefan (Gast)
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>Wie sieht es mit dem ändern der Sendefrequenz in den Handsendern aus.
>Kann man die irgendwie ändern?
Ich glaube nicht, dass die Unterscheidung in der Frequenz liegt, denn 
der Empfänger hat normalerweise nur eine Empfangsfrequenz.
Allerdings kann man die Codierung des Senders ändern. Dazu gibt es 
meistens DIP-Schalter im Sender -> alle gleich einstellen...

Autor: soundso (Gast)
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Danke, das bringt mich wieder ein Stück näher.

Leider haben die Handsender keine DIP Schalter.
Es sitzt nur ein 12C508A von Motorola drauf.
Auf der Rückseite der Platinen sind Aufkleber:

Bei Handsender 1:
08-11T
080201-A
663624

Bei Handender 2:
08-11T
080201-A
663742


Hier ein paar Angaben des 12C508A:

8-Pin, 8-Bit CMOS Microcontroller

High-Performance RISC CPU:
• Only 33 single word instructions to learn
• All instructions are single cycle (1 ms) except for
program branches which are two-cycle
• Operating speed: DC - 4 MHz clock input
DC - 1 ms instruction cycle


Kann man einen dieser Microcontroller einfach auslesen und
auf andere aufspielen?

Gruß,
soundso

Autor: Stefan (Gast)
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Also wenn der Hersteller von diesen Sendern nicht ganz doof war, dann 
hat er den µC mit 'nem Ausleseschutz versehen, also beim Programmieren 
irgendein Bit gesetzt, eine Fuse gebrannt, oder was auch immer.
Ich sehe da keine realistische Chance, Deine 10 Sender gleichzeitig ans 
Laufen zu kriegen

Autor: oszi40 (Gast)
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Hallöchen Soundso

1.Was wäre wenn nun alle Deinen Garagencode kennen würden? Schlecht!

2.Eine Variante für weitere Geräte gäbe es noch:
Nimm 2 Garagentoröffnerempfänger und entwickle eine Logik dazu, daß sie 
sich nicht ins Gehege kommen. Denn im Endeffekt wird ja nur der Tormotor 
auf oder zu gesteuert.

Autor: Gerhard. (Gast)
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Hier mein Senf dazu: -)

Ich glaube nicht dass die Frequenz der Sender unterschiedlich ist. Da 
ist warscheinlich nur die Kennung bei jeden Sender anders.

Wenn Du Zugang zu einen DSO hast, sehe Dir mal das digitale 
Steuerungsignal zum TX an. Sollte der 12C509 nur immer das gleiche 
Codeword erzeugen (also nicht chiffriert), dann koennte man bestimmt den 
PIC ausbauen und mit einen selber programmierten PIC ersetzen. Es gibt 
von Microchip viele Pin-gleiche Typen (12F683) die FLASHspeicher 
aufweisen und ISP. Mit MPLAB/MPASM von Microchip kannst Du dann Dein 
eigenes Program entwickeln. In C sollte es auch moeglich sein.

Noetigenfalls koennte man auch den Empfaenger Controller mit einer 
Eigenentwicklung ersetzen. Seh Dir mal den Artikel (Wireless Monitoring 
System) von Alberto Ricc-Bitti in Circuit Cellar an. Alberto hat mit dem 
Motorola MC68908 ein tolles System entwickelt welches im Prinzip fuer 
Deine Anwendung direkt verwendbar ist..

(http://www.circuitcellar.com/library/print/0604/Ri...)

Ich habe seinen Code als Startpunkt angenommen und fuer eine 
Telemetrieanwendung auf PIC Mikrocontroller (16F684(TX) / 16F877A(RX) 
LINX TXM-433-LR )umgeschrieben und es funktioniert super. Urspruenglich 
experimentierte ich fuer meine Anwendung mit dem 12F683 welcher 
pinkompatibel mit dem 12C509 ist. Der 12F683 oder F684 ist nur etwas 
"C-freundlicher".

Im Anhang ist ein Beispiel fuer den TX und RX.

Mein TX misst Temperatur und zwei externe Spannungen. Sowie sind einige 
digitale Eingaenge verfuegbar. Das ganze wird als 8-Byte Packet mit 
Checksumme kodiert. Jeder TX hat eine eigene Addresse die im EEPROM 
Speicher festgehalten ist und mit einen Schalter geaendert werden kann.

Das RX Anzeige/Testprogramm zerlegt das Packet und zeigt alle Bitgruppen 
richtig an. Der PIC dekodiert das RX Packet mittels eines 10KHZ 
Interrupt und state machine.

Bei mir ist der TX ist ein LINX TXM-433-LR und der RX ist ein 
RXM-433-LR.

Vielleicht hilft das in irgendeiner Weise weiter. Viel Erfolg mit 
eigenen Entwicklungen.

Gerhard

Autor: soundso (Gast)
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Deine Sicherheitsbedenken sind ja generell OK, aber
der Garagentormotor spannt ja nur ein 20m langes Seil
vor dem Parkplatz, das sich durch Knopfdruck des Handsenders der 
Berechtigten
auf den Boden legt und sich dann per Knopfdruck auch wieder spannt.

Die Beschreibung des Garagentoröffners war etwas irreführend. Es hieß 
da,
dass sich beliebige Handsender, die mitbestellt werden können,
anschließen lassen. Leider steht beliebig für "mit beliebiger Codierung" 
und
nicht für "beliebig viele".

Was bedeutet eigentlich die folgende Aussage:

"Bisher wird der Mikrocontroller-Programmspeicher durch Aktivierung 
eines Controller-Registers („Security-Bit") gegen Auslesen geschützt, 
wobei dieser Schutz durch den Mikrocontroller-Hersteller bereitgestellt 
wird. Dieser Schutz verhindert jedoch nur, dass der Programmspeicher 
über frei erhältliche Tools, z.B. Debugger ausgelesen werden kann. 
Wendet man jedoch chemische und/oder physikalische Prozesse auf den 
Mikrocontroller an, kann man trotz aktiviertem Security-Bit den 
logischen Zustand der Speicherzellen auslesen, bei einem Flash- Speicher 
beispielsweise über die Bestimmung der Ladungsmenge einer 
Speicherzelle."

Autor: tex (Gast)
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> sehr preiswert ersteigert
Tättest Du Sie sehr preiswert gekauft, würde Dir der Hersteller sicher 
eine Gleichcodierung anbieten. Bei den neuen von Eldat kannst Du es auch 
selber machen ...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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soundso wrote:

> Was bedeutet eigentlich die folgende Aussage:

Dass man das Teil zwar gegen einfache Versuche vor dem Auslesen
schützen kann, dass es aber eher ungeeignet ist, vielleicht die
PIN deines 10-Millionen-Euro-Bankkontos gegen Missbrauch zu
schützen.  Die Sicherheitswirkung bezieht sich nur auf den
bestimmungsgemäßen Gebrauch über die normalen Pins, nicht aber
auf Radikalmethoden, die man mit hinreichend Geld und/oder
krimineller Energie aufwänden würde.  Dem Vernehmen nach kannst
du dir bsp. bei irgendwelchen chinesischen Firmen derartige
Dienstleistungen für vierstellige Summen erkaufen.

Autor: soundso (Gast)
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Danke Gerhard,
aber was du beschreibst übersteigt meinen Horizont da ich mich vorher 
nie mit Mikrocontrollern und programmieren auseinandergesetzt habe.

Hallo tex,
die Handsender haben nur 6,50 Euro das Stück bei Ebay gekostet, deshalb 
glaube ich nicht das der Verkäufer sie mir selektieren kann.

@ oszi40
Eine zweite Empfangsplatine kostet 55 Euro plus Versandt, damit hätten 
dann
acht Leute per Fernbedienung Zugang. Wieso denkst du das sich die beiden 
Empfangseinheiten ins Gehege kommen können, sie reagieren doch gar nicht 
auf die Sender der jeweils anderen Sender?


Wegen der geringen Investition ist es nicht ganz so tragisch wenn die 
restlichen Leute den Tormotor mit einem Schlüsselschalter betätigen 
müssen. Überhaupt hat das ganze System nur knapp
300 Euro gekostet was billiger war als manuell umlegbare Pfosten.
Es war halt nett wieder mal was praktisches selbst zu bauen, anstatt nur 
mit Theorie umzugehen.

Danke an alle die versucht haben mir zu helfen.

Gruß,
soundso

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