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Forum: Offtopic Französische Erfahrungen mit der Einheitsschule


Autor: Rüdiger Knörig (sleipnir)
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Autor: ... (Gast)
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Selbst wenn eine Einheitsschule den Durchschnitt hebt, dann empfinde ich 
das nicht als Vorteil. Die schlechten Schüler profitieren von den 
besseren, die besseren profitieren aber nicht. Diese Gleichmacherei ist 
nach meiner Meinung kontraproduktiv.

Autor: Sitzenbleiber im 3-gliedrigen Schulsystem (Gast)
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>  ...Seit 1975 werden alle Kinder neun Jahre lang gemeinsam unterrichtet, > nach 
einem landesweit gleichen Lehrplan für landesweit gleiche...


Soviel Sozialismus erklärt doch alles.

Autor: xxx (Gast)
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1975 war Frankreich konservativ regiert (Giscard d'Estaing). Von wegen 
Sozialismus..

Autor: Eman (Gast)
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Wenn sich die Gleichheit am Besten orientiert, sehe ich das nur als 
Vorteil!
Frag mal bundeslandüberspringende Schüler, wie die sich fühlen, wenn sie 
ständig "das hatten wir bei uns nicht" oder "das wurde bei uns ganz 
anders gelehrt" sagen müssen.

Sowieso und allgemein finde ich diesen Drang/Zwang zum 
bloßnichtirgendwasgleichmachen total blöd. Genauso wie es blöd ist, 
blind alles gleich machen zu wollen, ist es umgekehrt blöd, es um Gottes 
Willen bloß nie zu machen, es droht ja immer gleich DDR.

Autor: mr.chip (Gast)
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> Sowieso und allgemein finde ich diesen Drang/Zwang zum
> bloßnichtirgendwasgleichmachen total blöd.

Nun ist es aber mal so, dass es einen himmmelweiten Unterschied in der 
schulischen Leistung und Motivation gibt. Man kann schlicht und einfach 
nicht die schwächsten 25 Prozent mit den besten 25 Prozent gemeinsam 
unterrichten. Diese Gleichmacherei bremst die guten Leute aus und 
verschwendet ihre Zeit. Der einzige Vorteil ist wohl, dass eine Klasse 
nicht nur aus schlechten und unmotivierten Schülern besteht und so die 
an Hauptschulen beobachtbare Schule-ist-eh-Scheisse-Haltung nicht 
überhand nehmen kann.

Autor: Axel (Gast)
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"Man kann schlicht und einfach nicht die schwächsten 25 Prozent mit den 
besten 25 Prozent gemeinsam unterrichten. Diese Gleichmacherei bremst 
die guten Leute aus und verschwendet ihre Zeit."

Das ist ziemlicher Quatsch. Das hängt nur davon ab, wie es realisiert 
wird. Amerikanische Eliteunis sind ja durchaus bekannt, die Leute da 
drin sind alle durch die Einheitsschule gegangen. Offensichtlich sind 
die nicht gebremst worden.

Ich habe übrigends am meisten gelernt, als ich anderen Nachhilfe gegeben 
habe. Das hat mir übrigends auch in späteren Jahren sehr geholfen, weil 
diese Dinge wirklich gesessen haben.

Gruss
Axel

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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... wrote:
> Selbst wenn eine Einheitsschule den Durchschnitt hebt, dann empfinde ich
> das nicht als Vorteil. Die schlechten Schüler profitieren von den
> besseren, die besseren profitieren aber nicht.

Das ist das Schicksal der Besseren - aber so lange das ihnen nicht 
schadet, macht das nichts, denn sie sind es ja gewöhnt...

> Diese Gleichmacherei ist nach meiner Meinung kontraproduktiv.

Das ist Unsinn; von Gleichmacherei kann nicht die Rede sein.


Das ist aber keine Argumentation dafür, das Niveau der Schule nach den 
Schlußlichtern einzustellen!

Autor: Zardoz (Gast)
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> Das ist das Schicksal der Besseren - aber so lange das ihnen nicht
> schadet, macht das nichts, denn sie sind es ja gewöhnt...

Meist schreiben so etwas diejenigen, die sich eher als mittelmässig 
einschätzen. Denn sie haben ja damit nicht direkt zu tun ...

Nice week,
Zardoz

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Zardzoz,

"Denn sie haben ja damit nicht direkt zu tun ..."

Dein Leben als Sozialhilfe beziehendes Genie muß ja wirklich hart 
gewesen sein.

Und dann noch die Sozialisten!

Mein Mitleid hast Du!!

Autor: mr.chip (Gast)
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> Amerikanische Eliteunis sind ja durchaus bekannt, die Leute da
> drin sind alle durch die Einheitsschule gegangen. Offensichtlich sind
> die nicht gebremst worden.

Auf amerikanischen Eliteunis sind wohl eher wenig Leute aus staatlichen 
Schulen. Und die wenigen Leute, die es ohne Geld an ne Elite-Uni 
schaffen, sind sicherlich genügend intelligent, auch einige verlorene 
Jahre aufzuarbeiten.


> Ich habe übrigends am meisten gelernt, als ich anderen Nachhilfe gegeben
> habe.

Aber kaum in Deutsch? :-)

Autor: .... (Gast)
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> Das ist ziemlicher Quatsch. Das hängt nur davon ab, wie es realisiert
> wird. Amerikanische Eliteunis sind ja durchaus bekannt, die Leute da
> drin sind alle durch die Einheitsschule gegangen. Offensichtlich sind
> die nicht gebremst worden.

Mit der US-Einheitsschule kommen nur die Kinder auf Spitzen-Unis(MIT, 
Bosten etc) die neben der staaatlichen Schule, eine private Nachhilfe in 
Anspruch nehmen.
Insofern ist das US-Schulsystem zumindest 2-gliedrig. Desweiteren ist 
die faktische Verpflichtung für eine private Nachhilfe, eine Ohrfeige 
für das eingliedrige Schulsystem.

Autor: Eman (Gast)
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Ich meinte das mit gleichmachen eher regional als leistungsmäßig.
Da wiederum bin ich schon für getrennte Behandlung, es ist doch wohl 
sinnlos, wenn die halbe Klasse mit y=x² noch nichts anfangen kann und 
die andere Hälfte schon Differentialgleichungen löst.
Da finde ich unser dreigeteiltes System schon nicht schlecht.
Ein gutes funktionieren dessen setzt natürlich auch eine gute "Auslese" 
voraus, die nicht daraus besteht, dass ehrgeizige Eltern ihre Kinder auf 
Biegen und Brechen ins Gymnasium stecken wollen. Es gibt halt doch eine 
Menge Kinder, die können einfach nicht, und viele, die wollen nicht.
Und, unser Land sähe auch ziemlich alt aus, würden alle Kinder aufs 
Gymnasium gehen und dann vielleicht noch studieren.
Ein Hoch auf die sogenannte "Unterschicht" oder, wie man es auch sagen 
kann, auf das Fundament unserer (eigentlich jeder) Gesellschaft. :)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Eman wrote:

> Da wiederum bin ich schon für getrennte Behandlung, es ist doch wohl
> sinnlos, wenn die halbe Klasse mit y=x² noch nichts anfangen kann und
> die andere Hälfte schon Differentialgleichungen löst.

Warum?  Das wird nur mit Frontalunterricht nicht funktionieren.  Dass
dieser nicht der Stein der Weisen ist, sollte sich mittlerweile
rumgesprochen haben.  (Davon abgesehen, dass die realen Unterschiede
kaum derart groß sind.  Es wird eher um quadratische Gleichungen
einerseits und die Anfänge der Infinitesimalrechnung andererseits
gehen.)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich sollte übrigens ergänzen, dass es mir als Absolvent einer
DDR-Einheitsschule trotz Frontalunterrichtes nie ein wirkliches
Problem war, meinen eigenen Fähigkeiten entsprechend trotzdem den
nötigen Bildungsfortschritt zu erreichen.  Die Abtrennung der
Schüler für die EOS (Gymnasialstufe) nach der 8. Klasse wurde
seinerzeit (auch nach den späteren Experimenten mit einer
verzögerten Teilung erst nach der 10. Klasse) allgemein als
optimal empfunden.  Dabei erfolgte die Lehre an der EOS in der
9. und 10. Klasse nach wie vor nach gleichen Lehrplänen wie an
den normalen Schulen, aber das insgesamt höhere Leistungsniveau
erlaubte dort wohl den Lehrern ein flüssigeres Vorgehen und den
Einbau von mehr ,,Extrawürsten''.

Aus heutiger Sicht empfinde ich aber Individualunterricht dennoch
als besser geeignet gegenüber dem Frontalunterricht.

Die Beststudentenförderung an den DDR-Unis halte ich für nach wie
vor deutlich besser wirksam als die Möglichkeiten, die heutige
Studenten besitzen: man hatte recht frühzeitig einen betreuenden
Hochschullehrer, zu dem man einen guten Kontakt hatte, und konnte
sich mit seinem Einverständnis den Studienplan individuell gestalten.
Damit konnte man auch (nach dem Grundstudium natürlich) Teile des
normalen Lehrveranstaltungspensums durch andere Dinge ersetzen, die
den eigenen Neigungen besser entsprachen.

Autor: .... (Gast)
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> Aus heutiger Sicht empfinde ich aber Individualunterricht dennoch
> als besser geeignet gegenüber dem Frontalunterricht.

Ja sicher, der Idealzustand wäre erreicht, wenn jeder Schüler einen 
Lehrer hätte. Da dies aber finanziell nicht machbar ist, bin ich für ein 
mehrgliedriges System mit max. 20 Schülern pro Klasse. Für die Schüler 
wäre es gut und für für die Lehrer mindestens ebenso gut.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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.... wrote:
>> Aus heutiger Sicht empfinde ich aber Individualunterricht dennoch
>> als besser geeignet gegenüber dem Frontalunterricht.

> Ja sicher, der Idealzustand wäre erreicht, wenn jeder Schüler einen
> Lehrer hätte.

Das meine ich nicht mit Individualunterricht, und das ist auch nicht
nötig.  Es hat ja keinen Sinn, wenn der Lehrer dann die ganze Zeit
Däumchen dreht, weil er nur einen Schüler hat.

Autor: mr.chip (Gast)
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> Ja sicher, der Idealzustand wäre erreicht, wenn jeder Schüler einen
> Lehrer hätte.

In gewisser Weise, ja. Wenn man sich die Leistungs- und 
Interesseunterschiede gerade in Naturwissenschaften nur schon innerhalb 
einer Gymnasialklasse ansieht, dann bräuchte es wirklich mehrere Lehrer.

Aber eine andere Idee könnte genauso Abhilfe schaffen: Selbständiges 
Arbeiten! Leider wird bis zum Abitur praktisch der ganze Stoff mit 
Frontalunterricht oder anderweitig sehr eng geführtem Unterricht 
durchgepaukt. Gerade für gute und motivierte Schüler wäre es aber oft 
besser, ein Lehrmittel zum Selbststudium zur Verfügung zu haben, so dass 
man sich den Stoff eigentlich selbst beibringen kann, gecoacht und bei 
Problemen unterstützt vom Lehrer.

Autor: Zu alt (Gast)
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@Zardoz

> Das ist das Schicksal der Besseren - aber so lange das ihnen nicht
> schadet, macht das nichts, denn sie sind es ja gewöhnt...

>>Meist schreiben so etwas diejenigen, die sich eher als mittelmässig
>>einschätzen. Denn sie haben ja damit nicht direkt zu tun ...

>>Nice week,
>>Zardoz

Nein, denn das sind Erfahrungswerte!
Das System was zurzeit aktuell ist spiegelt sich in der Pisa Studie der 
Jugendlichen NullBock haben Gesellschaft wieder. Eine Klasse mit 30 
Schülern die alle kein Bock haben werden sich eben nicht durch Lehrer 
die sowiso nur blöd sind motivieren lassen.

Neid und Ergeiz werden uns treiben. (Was der hat will ich auch - 
Respektive Was der kann kann ich schon lange).
Jeder Verkäufer kennt die Tricks um das Menschliche Ego zu streicheln 
und aus zu nutzen.

Jetzt ist der Horizont allerdings bei einigen "sehr sehr viel" höher als 
bei anderen und hier muss selektiert werden um diesen Menschen die 
Möglichkeit geben zu können sich zu entfallten.

Um das System zu ändern müssten aber die Politiker "nen Ars.." in der 
Hose haben. Auf Grund Ihrer Machtversessenheit und Abhängigkeiten 
(Wähler Industrie) werden Sie auch in 100 Jahren nur drüber reden und 
nichts tun.

Das beste Alter die Spreu zu trennen war zu meiner Zeit mit 13 Jahren 
heute ist die Pubertät aber schon mit 12 in vollem Gange (und ich meine 
nicht die sexuelle Pubertät).

Und was soll der Quatsch mit Sozialismus oder DDR? Ist euer Horizont 
dermassen niedrig das immer wieder zu den alten Klischees gegriffen 
werden muss?

Wer ist unter euch der beide Bildungssysteme von Anfang bis Ende 
durchlaufen hat? Mit Sicherheit keiner? Also kann keiner von euch in der 
Lage sein zu behaupten dies wäre falsch aber dieses nicht.

Schöne Woche

Nachdenker

Autor: .... (Gast)
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> Und was soll der Quatsch mit Sozialismus oder DDR? Ist euer Horizont
> dermassen niedrig das immer wieder zu den alten Klischees gegriffen
> werden muss?

Das ist nicht "unser" Horizont, sonder der, unserer Politiker.
Im übrigen ist es eine sozialistische Spielart, wenn das Schulsystem nur 
nivellierte Leistungen hervorbringt.


> Wer ist unter euch der beide Bildungssysteme von Anfang bis Ende
> durchlaufen hat? Mit Sicherheit keiner? Also kann keiner von euch in der
> Lage sein zu behaupten dies wäre falsch aber dieses nicht.

Das ist eine unsinnige Behauptung.

"Man muss nicht in der Pfanne liegen, um festzustellen wann das 
Schnitzel gar ist"(Zitat von M.R.R.)

Vordenken ist besser Nachdenken.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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.... wrote:

> Im übrigen ist es eine sozialistische Spielart, wenn das Schulsystem nur
> nivellierte Leistungen hervorbringt.

So?  Du warst da und hast es erlebt?

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