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Forum: GCC Suche gute Lektüre zu Assembler

Autor: Mark (Gast)
Datum: 04.07.2008 12:22

Hallo

Ich will in das Thema Assembler einsteigen mit Schwerpunkt/Richtung
Microcontrollerprogrammierung.

Ich suche daher ein gutes Buch über Assembler.
Das Buch sollte möglichst umfassend und mit Beispielen sein. Es sollte
auch als Nachschlagewerk noch verwendbar sein. Darf auch gerne auf
Englisch sein.

Ich suche nichts für den schnellen Erfolg alá "Assambler in 16 Tagen..."
oder Bücher die einem sofort fertigen Code hinknallen, hauptsache man
hat gleich seine ersten Programme (die man nicht versteht) am Laufen...

Vielen Dank schonmal!
Autor: Meister Eder (edson)
Datum: 04.07.2008 12:36

Hallo,

da solltest du zuerst überlegen, welchen Mikrocontroller bzw. welche
Architektur du benutzen möchtest. Assembler ist eine Systemeigene
Sprache, dh. jede Controllerfamilie hat eigene Mnemoniken und Syntax.

Auf jeden Fall unterscheiden sich Assemblersprachen verschiedener
Systeme derart, dass es kein allgemeines Buch zu diesem Thema geben
kann.

Gruss,
Edson
Autor: Michael U. (amiga)
Datum: 04.07.2008 14:55

Hallo,

nimm eine überschaubare Familie, deren Fallstricke sich in Grenzen
halten.
Ich würde z.B. die 8Bit-AVR-Reihe durchaus empfehlen.
Vorteile aus meiner Sicht: linearer Adressraum, kein Bankswitching.
Ports sind PushPull-Ausgänge oder eben Eingänge.
Die internen Komponenten sind überschaubar abgegrenzt.

Meine Meinung zu Assembler auf µC o.ä.: ich habe mit 6800 angefangen,
habe 6510/6502 und Z80 programmiert und bin jetzt beim AVR gelandet.
Alles nur Hobby, manchmal auch beruflich genutzte Einzelstücke.

Assembler heißt für mich, daß man die konkrete Hardware kennen muß, also
wissen muß, was eine CPU tatsächlich macht, was Peripherie wie Timer,
IO, ADC usw. machen. Egal, ob es einzelne Bausteine sind oder eben im
Chip gleich mit drin.

Wenn man das halbwegs auf die Reihe bekommt, ist auch ein Umstieg nicht
so schlimm. Das Problem ist ja weniger, die Mnemotik und Syntax zu
lernen, da mault ein guter Assembler schon genug.
Problem sit, zu verstehen, was die CPU und die Peripheriekomponenten
können, damit man nach den richtigen Befehlen sucht.
Dazu muß man eben erstmal wissen, welche Befehle ein µC überhaupt können
muß und das sond eigentlich sehr wenige.
Etwas Arithmetik (Subtraktion, Addition jeweils mit und ohne Übertrag),
wenige logische Verknüpfungen (AND, OR, EOR, NOT), Speicherzugriffe
(Laden und Speichern in meist mehreren Arten der Adressierung), bedingte
und unbedingte Sprungbefehle.

Damit bekommt man prinzipiell schon fast jede Aufgabe gelöst.

Das Prinzip "Interrupt" ist dann das nächste wichtige Kapitel.

Unterprogramme, Stackbenutzung, Multiplikationsbefehle usw. usw. sind
dann nur die Sahnehäubchen, damit man obiges auch praktisch hinbekommt
und es in den verfügbaren Speicher paßt. :)

Gruß aus Berlin
Michael
Autor: Mark (Gast)
Datum: 04.07.2008 17:15

Achso ist das, danke schonmal so weit!

Leider kann ich die Prozessorfamilie nicht frei Laune auswählen.
Ich studiere an einer BA und wir haben bald das Thema
Assemblerprogrammierung mit Freescale-Prozessoren.
Um mich etwas zu entlasten wollte ich mir jetzt schon über den Sommer
ein gutes Buch zulegen.

Ich habe jetzt auch mal nach Büchern zu Freescale-Prozessoren geschaut
aber da finde ich absolut nichts. Ist die Freescale-Architektur
vielleicht identisch mit einer anderen und läuft damit unter deren
Namen? Ich kenne mich da leider (noch nicht) aus.
Autor: Meister Eder (edson)
Datum: 04.07.2008 17:50

http://wapedia.mobi/en/Freescale_68HC08

Mehr habe ich dazu auf die Schnelle auch nicht gefunden.

@amiga

Du hast vollkommen Recht. Für einen echten Einstieg ist es aber schon
von Vorteil, sich mit Syntax und Mnemonik eines Assemblers bzw.
Controllers eingehend zu befassen.

Gruss,
Edson

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