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Forum: Analogelektronik und Schaltungstechnik Spannungsgesteuerte Stromquelle - Problem

Autor: Peter (Gast)
Datum: 04.07.2008 14:35
Dateianhang: circuit.JPG (9,7 KB, 183 Downloads)
preview image for circuit.JPG

Hallo,

ich habe ein Problem. Vielleicht kennst jemand den Grund bzw. die
Lösung.

Im Anhang befindet sich die Schaltung eines I-V Converters, der bei mir
in der Messschaltung Verwendung findet.

Das C1 zwischen out und in- ist aus Stabilitätsgründen notwendig.
V5 liefert das Zeitsignal (Sinus mit leichtem DS Offset (~7mV))

Im nächsten Post findet Ihr den Verlauf der Spannung an Uin- bei der
Beschaltung, wie im Bild dieses Posts.

Woher kommt denn diese AM (Amplitudenmodulation) ?
Sie ist unabhängig von der Größe des C2 und der Frequenz (5Hz-10kHz
probiert) von V5.

In der Simulation funktioniert alles super, obwohl diese ja wie immer
mit Vorsicht zu genießen sind. Ich kann mir das eben nicht erklären.

Vielleicht weiß ein erfahrener Schaltungstechniker mehr.


Danke !

MfG
Peter
Autor: Peter (Gast)
Datum: 04.07.2008 14:36
Dateianhang: TEK0011.JPG (21,2 KB, 90 Downloads)
preview image for TEK0011.JPG

Spannungsverlauf an In-.
Autor: oszi40 (Gast)
Datum: 04.07.2008 15:00

Verstärker schwingen, aber Oszillatoren oft nicht.  :-)

Ohne näher geprüft zu haben:
-Oft liegt es am Aufbau, der eine unerwünschte Rückkopplung erzeugt.
-Eingangsanschluss wirkt als Antenne? Hilft C gegen Masse ?
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum: 04.07.2008 15:17

Abblockung der Betriebsspanung nicht in Ordnung. Kapazitive Last zu
gross ?

Gruss Helmi
Autor: yalu (Gast)
Datum: 04.07.2008 15:28

Welche der beiden Frequenzen, die man im Oszibild sieht, ist denn die
gewünschte? Die niedrige (ca. 5Hz) oder die hohe?

Wie groß sind R2, Rref, C1 und C2? Warum überhaupt zwei Kondensatoren,
die liegen doch parallel?

Dein OPA ist ein ziemlich schneller, genauso schnell gerät da auch
etwas ins Schwingen.
Autor: Peter (Gast)
Datum: 04.07.2008 17:16

Hallo,

ich "muss" diesen OPV nehmen, da er ca. 1A Ausgangstrom liefern kann.
Dazu hat er einen ziemlich hohen Output Swing im Vergleich zu anderen
High Current OPVs. Dazu ist die Betriebsspannung noch im grünen Bereich.
Es gibt auch 8A OPVs mit maximal 5V Single Supply !
Ich brauche aber eben +-7 V.

C1 beträgt 220pF.

Rref ist variabel, R2||1/(jwC2) ist die zu vermessende Impedanz, also
das DUT.

Ich speise über Rref einen Strom ein, der durch das DUT fließen soll.
Über Strom- Spannungsmessung kann ich die DUT-Impedanz bestimmen.

Im Bild ist nur eine Frequenz zu sehen (5Hz). Alle anderen Frequenzen
(bis 10kHz) liefern ähnliche Bilder.

Es ist natürlich keine AM, aber trotzdem passt da was nicht.

C2 liegt im einstelligen nF-Bereich. Für Kapazitäten im pF Bereich ist
das Ergebnis genauso.

Im Datenblatt steht nichts darüber drin, bis zu welcher kapazitiven Last
der OPV stabil arbeitet, nur dass er große reaktive Lasten treiben kann.

Wie gesagt R2||1/(jwC2) kann durch L,C,R-Kombinationen ersetzt werden.

Nur das C macht eben diese Probleme.

Ich habe zwar in der folgenden Signalverarbeitung Filter, die das alles
wieder mitteln und glätten, aber der Verlauf ist für mich nicht zu
erklären...

Die Betriebsspannungen sind mit 47µF||100nF entkoppelt.
Ein C gegen Masse habe ich noch nicht probiert.

Woher kommt sowas ?
Autor: Gerd B. (Firma siliCAT.de) (silicat) Benutzerseite
Datum: 04.07.2008 18:34

Hat dein DUT einen kapazitiven Anteil ?

Diese Schaltung wird dann schwingen, wenn RRef einen zu großen
kapazitiven Anteil bekommt.

Du müsstest auch in der Simulation ein Schwingen sehen, wenn Du parallel
zu RRef ein Kondensator anschliesst.
Und vielleicht mit einem Rechteck oder ähnlichen Signal anregst, anstatt
einem idealen Sinus.

Gruss, siliCAT
Autor: Peter (Gast)
Datum: 04.07.2008 21:16

Hallo,

Rref hat keinen beabsichtigten kapazitiven Anteil.
Natürlich existieren parasitäten Kapazitäten, die nicht ganz klein sind,
da die Fläche (In-) ziemlich groß ist.

Danke für eure Beiträge.
Autor: Gerd B. (Firma siliCAT.de) (silicat) Benutzerseite
Datum: 05.07.2008 08:17
Dateianhang: Bild1.jpg (10 KB, 58 Downloads)
preview image for Bild1.jpg

Hallo Peter,

Du bekommst die Schaltung stabil, wenn Du dafür sorgst, dass am
negativen Eingang keine Kapazität nach Masse liegt. Nur in der
Rückkopplung.

Dazu müsstest Du den zusätzlichen Widerstand R3 einfügen. Zb 10kOhm -
und C1 würde ich mal mit 100nF wählen.

Ist es möglich, dass die Frequenz der störenden Schwingung viel höher
ist, und man an deinem Oszi-Screenshot nur die Aliasing-Effekte sieht?
Verkürze mal die Zeitauflösung.

Gruss, siliCAT
Autor: Peter (Gast)
Datum: 05.07.2008 11:10
Dateianhang: circuit.jpg (26,3 KB, 50 Downloads)
preview image for circuit.jpg

Hallo Gerd,

ich kann das nicht 1:1 übernehmen, da er einzustellende Strom nicht mehr
nur durch Rref bestimmt wird, sondern auch von R3.

Ich habe mal in Anahng eine etwas modifizierte Schaltung angehqangen.

Damit wird R3 mit einem OPV überbrückt. Er sollte so nicht mehr den
Strom beeinflussen.

Und 100nF zurStabilisierung ? Ist das nicht ein wenig viel ?

Denkst du, dass das die angehängte Schaltung auch funktionieren könnte ?

Danke.

MfG
Peter
Autor: Gerd B. (Firma siliCAT.de) (silicat) Benutzerseite
Datum: 05.07.2008 14:35

Hallo Peter.

> da der einzustellende Strom nicht mehr nur durch Rref bestimmt wird, sondern
auch von R3.
R3 hat keine Auswirkung auf den einzustellenden Strom. Den wegen dem
hochohmigen Eingangswiderstand des negativen OPV Eingangs fliesst durch
R3 kein Strom. R3 hat lediglich Auswirkungen auf die Stabilität und den
Frequenzgang, nicht jedoch auf den Gleichstrom, bzw die Frequenzanteile
um 10Hz.

Ich glaube bei Deiner Schaltung wird R3 praktisch überbrückt.

Gruß, siliCAT aka gerd
Autor: Peter (Gast)
Datum: 05.07.2008 15:11

Hallo,

du hast recht Peter.

Danke.
Autor: Peter (Gast)
Datum: 07.07.2008 19:02

Hallo,

nochmal vielen Dank an dich Gerd.
Der Widerstand (R3) hat das Schwingen beseitigt !

MfG
Peter
Autor: lkmiller (Gast)
Datum: 07.07.2008 19:30

>Der Widerstand (R3) hat das Schwingen beseitigt !
Aber auf jeden Fall mal die Sprungantwort (Sollwertwechsel und
Lastwechsel) ansehen und überprüfen, ob die Werte noch akzeptabel sind.
10kOhm und 100nF ergeben eine Zeitkonstante von immerhin 1ms.

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