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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LCD Backlight Ansteuerung


Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Hallo,

irgendwie schau ich es gerade nicht und warscheinlich hab ich mir meinen 
µC schon zerschossen...

Ich habe mit angehängter Schaltung versucht die Hintergrundbeleuchtung 
eines LCD zu schalten. Die HGB benötigt 5,7V bei 30mA. Da ich nur noch 
einen Pin an meinem Pfostenstecker frei hatte wollte ich die positive 
Spannung (16V=) über  einen pnp-Transistor schalten. GND liegt ist am 
LCD mit LCD- verbunden.

Nun lässt sich die HGB nicht über den µC schalten und ich kann mich 
dunkel entsinnen, dass die 16V über die Basis am µC anliegen könnten. 
Ist dem so?

Nun habe ich hier im Forum folgenden Schaltungsvorschlag gefunden:

Schalten gegen +12V

 +12V o--------------+----------------------+
                     |                      |
                     |   __              |< T2, PNP
                     +--|____|----+--------|  BC557
                        R1,4K7    |        |\
                                |/T1,NPN    |
         Vcc/+5V o--------------| BC547     |
                                |>          |
                        _       |        .-.
          uC PIN o-----|___|------+       ( X )
                       R2,4K7              '-'
                                            |
  GND o----------o--------------------------+

Schnell nachgebaut, geht aber auch nicht. Ich habe nun an allen ICs eine 
Versorgungsspannung von 6,6V anliegen :-( Ist diese Schaltung wirklich 
richtig? Ich hätte ja den µC über den 4k7 an die Basis des NPN 
angeschlossen und den Emitter des NPN auf GND gelegt. Warum macht man 
das hier so? Ist meine Schaltung noch zu retten oder muss ich jetzt alle 
ICs austauschen?

Sven

Autor: Andreas K. (a-k)
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Sven Stefan wrote:

> Ist dem so?

Dem ist so. Und dabei sind nun bis zu ca. 2mA in den µC reingeflossen. 
Wenn die nicht permanent im µC selbst oder an anderen Kunden von Vcc 
einen Abnehmer gefunden haben, dann können der µC, das Display und was 
sonst noch die 5V kriegte aufgrund erheblicher Überspannung durchaus im 
Orkus sein.

Wenn du Glück hast, dann hängt irgendwas an Vcc das garantiert immer 
einige mA frisst. Dann ist nichts passiert.

> Nun habe ich hier im Forum folgenden Schaltungsvorschlag gefunden:

Diese Schaltung kannst du ausprobieren, indem du den µC weglässt und den 
Anschluss testhalber an GND und an Vcc legst.

> Schnell nachgebaut, geht aber auch nicht. Ich habe nun an allen ICs eine
> Versorgungsspannung von 6,6V anliegen :-(

Bischen schwer rumzuraten wenn man den Rest der Schaltung nicht kennt.

Was passiert mit Vcc, wenn du R2 mal weglässt? Wenn dann auch 6,6V, dann 
sieht es bös aus.

Wird irgendwas warm? Passt der Stromverbrauch?

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Also mit der Schaltung kann ich dienen. Werd dann morgen mal dien LCD 
HGB Teil auslöten und schauen ob der Rest der Schaltung soweit noch 
funktioniert. Zumindest wird derzeit das LCD noch initialisiert. Der µC 
läuft also noch. Ich hätte halt erst mal gerne wieder normale Spannungen 
an den ICs.

Wenn euch noch was einfällt wie man die +16V Volt schalten kann, dann 
immer her mit den Infos.

Gruß
Sven

Autor: Ralf (Gast)
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Er wäre besser gewesen mit einem NPN-Transistor die LED-
zu schalten.
Mit deiner Schaltung muss der µC dem Basisstrom über dem Port aufnehmen,
dann kann dieser dicke Backen bekommen.

Autor: Andreas K. (a-k)
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So blöd schaut diese 2-Transistor-Schaltung eigentlich nicht aus. 
Vorausgesetzt man verwechselt nicht irgendwelche Pins.

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Hm, ich versteh si ja (glaub ich) auch. Allerdings funktionierte sie im 
ersten Anlauf nicht. Hab eigentlich mehrmals überprüft, ob alles richtig 
angeschlossen ist. Es geht aber an der Stelle auch etwas eng auf der 
Platine zu.

@Ralf> Ich hätte ja auch NPN genommen. Allerdings hätte ich dann zwei 
Leitungen auf meinem Pfostenstecker benötigt (einmal 16V hin und einmal 
zurück zum Transistor). Ich hab aber nur noch einen Pin frei auf dem 
Stecker. Deshalb hatte ich gedacht, das geschaltete Signal über die 
Buchse zum LCD zu schalten und das LCD- mit GND auf dem Display zu 
verbinden.

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Hier mal noch die komplette Schaltung.

Autor: SoLaLa (Gast)
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@Ralf
das ist Blösinn, man kann mit nem NPN keine 16V schalten, wenn man an 
der Basis maximal 5V (also µC Vcc) zur Verfügung hat.
Die zweite Schaltung, die Sven Stefan da oben gezeichnet hat ist genau 
richtig. Der µC muß NICHT den LEDstrom aufnehmen sondern nur den 
BASISstrom von T2 und den Strom durch die 4k7. Da die Basis von T1 auf 
Vcc liegt ist mit µC High alles stromlos und mit µC Low wird der T2 
durchgesteuert und macht Licht :-)

Autor: SoLaLa (Gast)
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andere Möglichkeit nach Schaltung.GIF:

WENN LED+ und LED- galvanisch getrennt vom Rest des LCDs sind, dann 
kannst LED+ an die 16Volt direkt anklemmen und zwischen LED- und GND den 
(NPN-) Transistor legen (arbeitet dann wie OpenCollectorTreiber). Den 
kannst dann wieder mit nem einzelnen Portpin ganz leicht über nen 
Vorwiderstand an der Basis steuern. Dabei gilt dann wieder µC high Licht 
is an und µC low Licht is aus.

Autor: stepp64 (Gast)
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Das ist sicher richtig, allerdings reichen dann die Pins auf meinem 
Wannenstecker nicht. Ich habe die gesamte Elektronik auf der 
Hauptplatine. Nur Display und Tastatur ist in den Deckel eingebaut und 
über einen 14-poligen Wannenstecker verbunden. Diesen Stecker benutze 
ich auch gleichzeitig als Programmierschnittstelle. Nun habe ich nur 
noch einen Pin frei über den ich die Hintergrundbeleuchtung schalten 
kann. Ich kann also nicht LED+ fest auf 16V legen und LED- schalten, da 
der Transistor auf der Hauptplatine sitzt. Ich müsste erst die 16V über 
einen Pin zum LCD bringen und dann LED- wieder zurück auf die Platine. 
Macht zwei Leitungen. Ich brauche eine Lösung, mit der ich LED+ über 
eine Leitung schalten kann. LED- ist am Display mit GND verbunden, so 
dass ich bei dieser Variante mit einer Leitung auskomme.

Sven

Autor: SoLaLa (Gast)
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aso,
ja dann nimmst halt die Variante mit den 2 Transistoren oben, das 
funktioniert so. Der Kllektor von T2 kommt dann an Deinen freien pin und 
von da halt zum LCD.
Brauchst aber eben 2 Transistoren, einen zum Schalten (T2) und einen zum 
Anpassen der Spannungen von 5V auf 16V (T1)

Autor: stepp64 (Gast)
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Ich hab hier im Forum noch diese Schaltung gefunden.

------| +12V
                     |     |
                    .-.    |
                    | |    |
                  1K| |    |
                    '-'    |
                     |   |<
                     o---|   BDxxx
                     |   |\
                    .-.    |
                    | |
                 1K | |
                    '-'    |
                     |   ,---.
                     |   | X |
             4K7   |/    '---'
       PIN -|___|--| BCnpn |
                   |>      |
                     |     |
                     |     |
                    GND   GND

Ich glaub die ist mir sympatischer. Warum kann ich nicht sagen. Ich 
versteh aber auch nicht, warum man bei der anderen Schaltung die Basis 
auf 5V legt und den Emitter schaltet. Ich werde es heute Abend wohl mal 
mit dieser hier probieren.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

den oberen 1k kannst Du normalerweise weglassen, der Reststrom eines 
Si-Transistors ist klein genug, um den pnp nicht aufzusteuern, wenn der 
npn gesperrt ist. Den unteren 1k kannst Du bei Deinen angegeben 30mA 
Laststrom auf 4,7k...10k vergrößern, spart Strom.

Ich mache sowas immer mit dieser Schaltung und hatte noch nie Probleme 
damit.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas K. (a-k)
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stepp64 wrote:

> versteh aber auch nicht, warum man bei der anderen Schaltung die Basis
> auf 5V legt und den Emitter schaltet.

Ist die am wenigsten verbreitete der 3 Transistor-Grundschaltungen, die 
Basisschaltung. Vorteil ist die wesentlich höhere Geschwindigkeit im 
Vergleich zur gesättigten Emitterschaltung in der anderen Version. Ist 
hier unwichtig, spielt aber beispielsweise bei einem Pegelwandler für 
ISP eine entscheidende Rolle.

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Ich habe nun diese Schaltung probiert:

     +16V     -------|-----|
                     |     |
                    .-.    |
                    | |    |
                 4K7| |    |
                    '-'    |
                     |   |<
                     o---|   BC328
                     |   |\
                    .-.    |
                    | |    |
                4K7 | |    |
                    '-'    |
                     |   ,---. LCD+
                     |   | X |
             4K7   |/    '---' LCD-
       PIN -|___|--| BC338 |
                   |>      |
                     |     |
                     |     |
                    GND   GND

Doch leider leuchtet das LCD immer, egal ob ich den Eingang (PIN) mit 
+5V oder mit GND verbinde. Es leuchtet auch wenn der Eingang offen ist. 
Auch ohne den oberen 4k7 leuchtet das Display. Der 328 scheint also 
immer zu leiten. Hat noch einer eine Idee? Ich weis langsam nicht mehr 
weiter...

Sven

Autor: SoLaLa (Gast)
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>Auch ohne den oberen 4k7 leuchtet das Display.

das ist nicht verwunderlich... aber wenn Du den mittleren 4k7 entfernst, 
dann muß die Beleuchtung aus sein, wenn sie dennoch leuchtet, dann ist 
der 328 put oder falsch angeschlossen (es gibt da einige Philipstypen 
die ein anderes pinout haben)

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Na das kann ja wohl nicht wahr sein. Jetzt habe ich mal die BC328 auf 
meinem sprut Brenner8 verglichen wie die eingebaut sind. Und bei denen 
sind doch tatsächlich Emitter und Kollektor vertauscht. Laut Datenblatt 
von Reichelt ist die Belegung so (Drausfsicht):

 C B E
 -----
 \___/

Im Brenner sind sie aber so eingebaut: E B C   Und der geht ja!

Ich hab mich natürlich ans Datenblatt gehalten und wahrscheinlich immer 
falsch eingelötet. Muss ich doch gleich noch mal probieren.

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Es lag tatsächlich an den vertauschten Pins (Emitter - Kollektor). Auch 
die 338 sind verkehrt herum eingelötet gewesen. Die Datenblätter bei 
Reichelt sind also definitiv falsch, zumindest stimmen sie nicht mit den 
versendeten Transistoren überein. Schöner Mist. Und dafür hab ich hier 
nun stundenlang rumprobiert.

@SoLaLa> Danke für den Tipp. Da wäre ich sicherlich nicht drauf 
gekommen...

Autor: SoLaLa (Gast)
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büddeschön... bin ich selber bei so manchem Philips Fernseher auch schon 
drauf reingefallen :-(

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Mal ne dumme Frage: Warum eigentlich diese Schaltung. Ein npn-Transistor 
hätte doch gereicht. Oder?

MfG Spess

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Lies dir den ganzen Thread durch. Ich habs schon drei mal erklärt...

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