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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hohlkehle Lötspitze SMD


Autor: Pskyoman (Gast)
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Hi Leute,


ich hab mich heut ma ein bischen auf Youtube umgeschaut und dieses Video 
gefunden: http://youtube.com/watch?v=4V7tBPsECjc&feature=related. Dort 
wird mit einer Hohlkehlen Lötspitze fast alle SMD Bauteile gelötet. Hat 
jemand Erfahrungen damit und könnt ihr mir sagen, ob das wirklich so 
einfach ist oder ob da irgendein rick dahinter steckt?



MfG,
Psykoman

Autor: smd-löter (Gast)
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Naja, es gehört schon etwas Erfahrung dazu. Ich löte mit einer normalen 
Hohlkehle (832 hd) auch smd. Man kriegt es aber auch mit 
Standard-Lötspizten (die mit einem breitem Maul) gut hin, sofern man 
flüssiges Kolophonium verwendet und schnell verarbeitet. Ohne 
aufgepinseltes Kolophonium krieg ich das aber, egal mit welcher 
Lötspitze, nicht hin. Keine Chance!

Ich glaub' der hatte aber auch was zum Absaugen drin, kann das sein? 
Denn das ging wirklich ausserordentlich schnell. Ansonsten funktioniert 
das aber tatsächlich so wie dargestellt.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Ich frage mich warum der keine Lötbrücken baut? Liegt das an der 
Hohlkehlspitze? Habe das gleiche mal mit einer normalen "dicken" Spitze 
versucht:
Eine große Brücke über alle Pins gezogen und anschließend per 
Entlötpumpe abgesogen. Sah auch gut aus!

Autor: derWarze (Gast)
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Arbeite auch oft mit der Hohlkehle. Gerade bei Vielbeinern geht es bei 
einiger Übung wunderbar, auch bei kleinen Pinabständen.
Wichtig ist die Vorbehandlung der Lötstellen mit Löttinktur öder im 
Spiritus gelöstem Kolophonium. Pads und Pins ordentlich bestreichen, 
aber auch nicht zuviel klecksen. Das Zinn wird dann gut in die Lötstelle 
gesogen und die Oberflächenspannung verhindet Brücken. Mit Lötstoppmaske 
klappt das perfekt, aber auch ohne geht es wenn man den Bogen raus hat. 
Für kleine Unfälle hilft Entlötlitze.
Der Vorteil der Hohlkehle ist das man nicht immer wieder Lötzinn 
zuführen muss und eine Pinreihe 'in einem Rutsch' löten kann.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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derWarze wrote:
> Der Vorteil der Hohlkehle ist das man nicht immer wieder Lötzinn
> zuführen muss und eine Pinreihe 'in einem Rutsch' löten kann.

Und das soll die 20€ Mehrkosten für eine solche Spitze rechtfertigen? :O

Autor: Peter -NL (Gast)
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John Gammell benutzt gar keine Hohlkehlspitze (Miniwave), sondern eine 
"hoof tip".

Youtube-Video "Professional SMT Soldering - surface mount fine pitch I.C."

Autor: Thilo M. (Gast)
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Der Trick ist, vertikal nach unten zu Löten. Durch die Bewegung nach 
unten bei gleichzeitigem Zuführen von Lot entsteht ein Lötzinnfluss nach 
unten, dieser 'saugt' das überschüssige Zinn vom Bauteil weg.
Die Lötspitze muss natürlich diesen Vorgang begünstigen.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Simon K. wrote:
> Und das soll die 20€ Mehrkosten für eine solche Spitze rechtfertigen? :O

Wenn 20 € ein Bruchteil deines Stundenlohns sind ganz sicher.

Autor: derWarze (Gast)
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20€ Mehrkosten? Wo kaufst Du Lötspitzen?
Meine für den Weller LC hat noch nicht mal 10€ gekostet und die für Ersa 
Microtool gerad mal 22€ was etwas über 10€ im Vergleich zur Normalspitze 
ist (wobei wir die gleich zur I-Con Station im Set mitbestellt hatten da 
war die nochmal etwas billiger).
Und, Geld für gutes, zweckmässiges Werkzeug ist nie rausgeschmissen!

Autor: Pskyoman (Gast)
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Was versteht ihr unter Löttinktur (ganz normales Flussmittel) und ist in 
euren Auegn die Anschaffung so einer Hohlkehlenspitze für das Löten von 
SMD Bauteilen nützlich?


MfG,
Psykoman

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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derWarze wrote:
> 20€ Mehrkosten? Wo kaufst Du Lötspitzen?
> Meine für den Weller LC hat noch nicht mal 10€ gekostet und die für Ersa
> Microtool gerad mal 22€ was etwas über 10€ im Vergleich zur Normalspitze
> ist (wobei wir die gleich zur I-Con Station im Set mitbestellt hatten da
> war die nochmal etwas billiger).
> Und, Geld für gutes, zweckmässiges Werkzeug ist nie rausgeschmissen!

Die Ersa 832HD Spitze (Hohlkehl) kostet um die 20€.. Und eine normale 
Bleistiftspitze um die 2€

Autor: Bensch (Gast)
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Microwave-Spitzen eignen sich sehr gut vor allem für Fine-Pitch. Durch 
das Zinndepot lassen sich ganze Reihen in einem Rutsch löten, meist ohne 
jede Brücke.
Voraussetzung- wie immer beim Löten- ist ein geeignetes Flussmittel. Am 
einfachsten ist ein Gel in der Spritze, das quer auf die Pads 
aufgetragen wird. Dann wird das Bauteil aufgesetzt, das im Gel etwas 
haftet.
Öffnen von Brücken: etwas Gel und dann mit der leeren Spitze vom Bauteil 
wegziehen, ohne Entlötlitze oder ähnlichen Mist.

Autor: derWarze (Gast)
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> und eine normale Bleistiftspitze um die 2€

Entschuldige, aber Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
für 2€ bekommst Du kaum eine Ersa Spitze (ERSA-832UD 6.40€ wenn man als 
Geweblicher kauft, Privat wirds teurer) wenn doch ist es Ramsch.

Wie schon gesagt mit einer Hohlkehle ist das Löten von Vielpinnern 
Sekundensache das lohnt schnell. So eine Spitze hält Jahre wenn man sie 
ordentlich behandelt.
Wenn die Lötstation ein paar Hunderter kostet spar ich doch nicht an der 
Lötspitze, man kann sich auch zu Tode knausern.

Autor: S. Pfiffig (pfiffikus)
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Welche Hohlkehlspitze und welchen Lötkolben nutzt ihr denn für SMD? Und 
wo kauft ihr die?

Autor: Bernd_Stein (Gast)
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S. Pfiffig schrieb:
> Welche Hohlkehlspitze und welchen Lötkolben nutzt ihr denn für SMD? Und
> wo kauft ihr die?

Hier gibt es so etwas. Habe ich aber nicht ausprobiert.

Bernd_Stein

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