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Forum: Mikrocontroller und Elektronik µC <--> Handy Interface (Spannungsteiler?)

Autor: Neuling (Gast)
Datum: 13.07.2008 12:56
Dateianhang: handy_uC.JPG (292,5 KB, 143 Downloads)
preview image for handy_uC.JPG

Hi Leute,

ich möchte gerne mit einem µC ein Handy mittels AT Befehlen steuern.
Das Problem ist, dass der µC mit 5V versorgt wird und daher auch die
Pegel 5V TTL sind. Das Handy besitzt Pegel zwischen 0....2,7V  3V 
3,3V (Im Internet hab ich mehrere verschiedene Angaben gefunden).
Ich möchte gerne ohne große Anpassungen das Handy mehr oder weniger
direkt über einen Spannungsteiler an den µC anschließen.
Dazu hab ich eine kleine Skizze angefertigt - ich hoffe ihr könnt die
mal kurz anschauen und mir mitteilen ob das passen kann.
Was mich noch ein bisschen beunruhigt sind die Pegel die der µC liefert.
Im Datenblatt hab ich folgende Werte gefunden:

Output low voltage, ports 1, 2, 3, 4   = 0,45V
Output high voltage, ports 1, 2, 3, 4, except P1.6/SCL, P1.7/SDA =2,4V

Auf der Seite www.nobbi.com steht bezüglich den Pegeln folgendes:
"Um auch den Worst-Case-Fall sauber abzudecken, solle der LOW-Pegel auf
den Logikleitungen nicht über 200mV liegen, HIGH sollte besser als 2V
sein."

Der High Pegel würde ja größer als 2V sein, aber der Low Pegel dürfte
mit 0,45V Probleme machen...
Kann man da etwas machen?


Danke!

Grüße
Neuling
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 13.07.2008 13:26

ja das mit den spannungsteiler funktioniert schon, nur verzieht es dir
bei hohen datenraten die flanken, wenn du deinen spannungsteiler zu
hochohmig machst. bei zu niederohmigen widerständen gegen masse forderst
du den ausgang deines atmels.
klar kanns klappen, aber fail-safe sind da pegelwandler:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Standardba...

grüße, holli
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 13.07.2008 14:11

Hi holli,

ich glaube ich werde wie du es vorgeschlagen hast auf Nummer sicher
gehen und einen Pegelwandler (74HC4050) einsetzen.
So wie ich das Datenblatt von dem IC verstanden habe, garantiert mir der
dann auch einen "schönen" Low Pegel (<200mV) den das Handy braucht.
Klingt also ausgezeichnet.

Danke!

Grüße
Neuling
Autor: Elbegucker (Gast)
Datum: 13.07.2008 18:35

Hi
Du wirst doch höchstwahrscheinlich ein Handy-Datenkabel verwenden oder
nicht?

Falls du ein USB-Datenkabel verwendest, könntest du einen FTDI (USB to
RS232) nutzen. Der würde dann die vom Datenkabel (bzw. dessen Bauteil)
gelieferten Signale wieder in die für die Usart-Schnittstelle benötigten
Signale umwandeln. Allerdings gibts FTDI nur als SMD.

Falls du ein Datenkabel mit SUB-D nutzt, so wird in diesem ein MAX232
sein.
In der Regel soll/wird das Datenkabel mit dem PC verbunden. Die serielle
Schnittstelle des PC arbeitet allerdings mit +-12V. Der Max232 wandelt
die vom µC gelieferten Signale in die benötigten +-12V um.
Wenn du solch ein Kabel nutzt brauchst du einen weiteren MAX232, um die
+-12V wieder auf 5V 0V zurückzuwandeln.

Falls du das "nackte" Datenkabel (ohne Platine) nutzen möchtest,
könntest du einen Max 3232 nehmen (3 to 5V).


Ich selbst habe gerade auch ein Handy mit nem µC verbunden.
Was hast du denn damit vor?
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 13.07.2008 19:13

Hi Elbegucker,

ich hab mir 2 Schaltungen gebaut bzw möchte mir 2 Schaltungen aufbauen:
Einmal eine Schaltung mit dem ich über den PC AT-Befehle an das Handy
schicken kann und eine zweite Schaltung mit der es möglich ist AT
Befehle vom µC(ist ein 8051 Derivat) an das Handy zu schicken.
Die erste Schaltung hab ich mir mit einem MAX232 aufgebaut, das hat auch
funktioniert. Aber jetzt funktioniert das komischerweise nicht mehr. Ich
nehme an der Fehler ist, dass der MAX232 die Pegelanpassung auf 5V
vornimmt aber das Handy nur 3V Pegel verträgt. Jetzt möchte ich den
MAX232 durch einen MAX3232 ersetzen.
Die zweite Schaltung soll dann ein µC <-> Handy Interface werden.
Ich hab nur ein "nacktes" Kabel.
Ich hab mir dazu ein Programm geschrieben das mir einen PDU String
erzeugt den ich dann an das Handy schicken kann. Im Prinzip möchte ich
dann mit Hilfe einer SMS Messwerte übertragen. Ich würd ja gerne eine
andere Art der Datenübertragung wählen, aber SMS scheint das praktischte
und günstigste zu sein. Oder hast du eine andere Idee?

Grüße
Neuling
Autor: Elbegucker (Gast)
Datum: 13.07.2008 20:53

Hi

Die erste Schaltung hab ich mir mit einem MAX232 aufgebaut, das hat auch
funktioniert.

Es hat also die Verbindung zum PC geklappt.

Aber jetzt funktioniert das komischerweise nicht mehr. Ich
nehme an der Fehler ist, dass der MAX232 die Pegelanpassung auf 5V
vornimmt aber das Handy nur 3V Pegel verträgt.

Vielleicht nochmal zur Funktionsweise des MAX232:
Dein Handy arbeitet wahrscheinlich mit 0V-3V (frühere haben auch mal mit
5V gearbeitet), die serielle Schnittstelle des PC aber mit +-12V. Der
MAX232 wandelt die für den PC benötigte Spannung von 3V auf -12V und von
0V auf +12V, sodass der PC mit den Signal des Handy etwas anfangen kann.

Eine Verbindung des Handys mit MAX232 an µC wird nicht funktionieren, da
der Mikrocontroller ja nur mit 0V-5V arbeitet. Also wenn würde es nur
ohne MAX232 gehen. Allerdings liefert dein Handy nur bis zu 3V, das ist
dem µC aber zu wenig. (Habe selbst auch versucht das Handy direkt mit
dem µC zu verbinden, hat nicht geklappt. Gekreuzte Adern habe ich nicht
vergessen: Handy RX mit µC TX, etc.) Du müsstest also eine Pegelwandlung
von 3V auf 5V vornehmen. Das könntest du dann mit dem MAX3232.

Was du auch könntest:
Nimm zwei MAX232.
Der eine wandelt dann die 3V auf -12V und der andere wandelt das ganze
wieder zurück von -12V auf +5V. Das funktioniert. Hatte diesen Aufbau
auch zeitweise.


Wohin möchtest du denn deine Messwerte übertragen?
Mir ist noch nicht ganz klar wie/was du machen willst.
Ich weiß nicht, ob es dir hilft. Aber Bluethooth unterstütz auch
AT-Befehle. Habe darin aber keine Erfahrungen.
Nur mal am Rande was für ein Handy nutzt du denn?
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 13.07.2008 21:24

Hallo,

Also das mit dem MAX232 wusste ich nicht, ich dachte immer das der
Pegelwandler 5V <-> 12V wandelt...
Ich hab mich bei meiner Schaltung größtenteils an die Schaltung von
Nobbi gehalten. http://nobbi.com/phones.htm
Der verwendet da einmal den MAX232 für 5V Geräte und dann den MAX3232
für 3V Geräte.

>(Habe selbst auch versucht das Handy direkt mit
>dem µC zu verbinden, hat nicht geklappt. Gekreuzte Adern habe ich nicht
>vergessen: Handy RX mit µC TX, etc.)

Das beruhigt mich, denn ich hätte ebenfalls versucht das Handy
ausgekreuzt mit dem µC zu verbinden - hat aber auch nicht geklappt.
Ich hab einen Fehler bei meinem Programm vermutet, aber wenns bei dir
auch nicht funktioniert hat, dann lebt ja die Chance :)

>Du müsstest also eine Pegelwandlung
>von 3V auf 5V vornehmen. Das könntest du dann mit dem MAX3232.

Hab mir jetzt sowohl den MAX3232 als auch den 74HCT4050 bestellt.
Irgendwie wirds sicherlich klappen.

>Wohin möchtest du denn deine Messwerte übertragen?
>Mir ist noch nicht ganz klar wie/was du machen willst.

Also ich hab einen µC, der über einen Sensor Messwerte sammelt. Diese
Messwerte möchte ich gerne an eine Datenverarbeitungsstation senden.
Die Messwerterfassung steht dabei einige Kilometer weit entfernt, daher
fallen die üblichen Verdächtigen(Kabel,Bluetooth,Infrarot...etc) weg.
Eigentlich wollte ich das in einem anderen Thread besprechen, aber das
passt hier so gut rein: Ich hab mir dann eine kleine Liste mit Vorteilen
und Nachteilen für die mir bekannten Datenübertragungsarten angelegt.

-) GPRS:

+ geringe Kosten,byteweise Verrechnung
- TCP/IP Stack notwenig --> schwer zu realisieren(außer man hat einen
AVR und greift auf was fertiges zurück)

-) SMS zur Datenübertragung

+ relativ einfach
- eventuell teuer --> richtiger Tarif
- Handy auf Gegenseite zum Empfang der Daten notwendig
- max 160Zeichen/SMS

-) CSD

- teuer
- max 9,6kb/s
+ Implementierung relativ einfach
- Handy auf Gegenseite notwendig

-) HSCSD

+ schneller als CSD
- teuer
- kaum verfügbar bei Provider(alle haben GPRS)

-) SMS zur Datenübertragung (+ SMS to Email Gateway)

+ nur 1 Handy nötig
- weniger als 160 Zeichen/SMS
+ gleiche Kosten wie normale SMS
- Provider muss diesen Dienst bereitstellen




Für mich klingt im Moment das letztere am besten.

>Aber Bluethooth unterstütz auch
>AT-Befehle. Habe darin aber keine Erfahrungen.

Bluetooth hab ich mir auch angesehen, doch da gibts Probleme mit meinem
Bluetooth Modul am µC, da sich sowohl das Bluetooth Modul am µC als auch
das Handy wie Slaves verhalten - keiner will Master spielen.

>Nur mal am Rande was für ein Handy nutzt du denn?

Im Moment probier ichs mit dem Siemens S55.

Übrigens, danke für deine Hilfestellung!

Grüße
Neuling
Autor: Elbegucker (Gast)
Datum: 13.07.2008 22:26

Denke auch, dass die Möglichkeiten nicht sehr groß sind.
Es sei denn du speicherst die Messdaten auf einem EEPROM und möchtest
dann jede Woche oder so von deiner Messwerterfassung zur
Datenverarbeitungsstation laufen, um dann die Daten zu übertragen ;-)

Was es allerdings noch gibt:
Du kannst dein Handy auf verschiedene Modi umstellen
1.) voice call
2.) data call
3.) fax
per AT-Befehl. Vielleicht ist das was für dich.

Die Schaltungen bei Nobbi werden wohl stimmen, wenn deine Kommunikation
zum PC klappt. Die verwendeten Kondensatoren für den MAX232 und 3232
hängen vom genauen TYP ab. Da musst du ist Datenblatt schauen. Die Werte
können unterschiedlich große sein z.B. 1u oder 4,7u je nach Typ.
Hauptsache ist nur, dass die Kondensatoren groß genug sind. Sie werden
zum Aufladen für die +-12V benötigt.

Wofür du den 74HCT4050 nutzt weiß ich nicht.
Der im Schaltplan verwendete 78(L)05 dient nur zur Spannungsregelung.
An den Eingang wird eine Spannung über 6/7V angelegt (bis zu 35V oder so
möglich) und am Ausgang kommen 5V raus. Damit wird der MAX betrieben.
Du kannst auch deine 5V vom Controller nehmen.


Hier gibt es AT-Instruction Sets für (Sony Ericsson)
http://developer.sonyericsson.com/getDocument.do?docId=65059

Ich habe auch noch eins fürs Siemens S25. Ich kann es noch uploaden,
wenn du willst.
Die unterstützten Befehle kannst du auch mit AT* abrufen.

Sonst kann ich noch http://pinouts.ru/ (auf englisch nicht russisch)
empfehlen.

See you
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 15.07.2008 19:48

Hmm, das ist echt komisch.
Vor einigen Tagen konnte ich mit meiner Schaltung noch eine
Kommunikation Handy <--> PC herstellen, doch mittlerweile klappt es
nicht mehr(habs schon mit 2 verschiedenen Siemens Handys versucht),
obwohl ich eigentlich nichts geändert habe.
Jedes Mal wenn ich das Handy mit meiner Schaltung verbinde und versuche
etwas zu senden, dann dreht sich das Handy ab(Akku voll). Liegt da ein
Kurzschluss vor?
Kann die Kommunikation dadurch nicht zustande kommen, dass ich statt
einem MAX3232 einen MAX232 einsetze der größere Pegel erzeugt?

verzweifelter
Neuling
Autor: Elbegucker (Gast)
Datum: 18.07.2008 01:06

Hi

>Kann die Kommunikation dadurch nicht zustande kommen, dass ich statt
>einem MAX3232 einen MAX232 einsetze der größere Pegel erzeugt?

Also nochmal:
Der MAX3232 wird zur Verbindung zwischen Handy und Mikrocontroller
genutzt. Sollst du dein Handy über einen MAX3232 an den PC verbunden
haben, wird das nicht funktionieren. Der MAX 3232 erzeugt keine +-12V
für den PC.

Wenn du dein Handy mit dem PC verbinden willst, muß du den anderen
Baustein also den MAX232 nutzen.

Kurzfassung: MAX3232 Handy - Mikrocontroller
             MAX232  Handy - PC   oder auch Mikrocontroller - PC

Was deine Verbindungen angeht, kann ich da nur mutmaßen. Wenn bei zwei
Handys das selbe passiert wird es wohl an deiner Verkabelung liegen.
Ich würde einfach die Verbindungen, welche Uart und MAX betreffen
rausrupfen und dann dies nochmal von vorne verkabeln.
Wo du die TXD und RXD Pins am Handy findest kannst du unter
www.pinouts.ru nachschauen. Wie du dein Handy RXD und TXD kannst du ja
unter www.nobbi.com oder auch hier
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial:_UART nachschauen

>Jedes Mal wenn ich das Handy mit meiner Schaltung verbinde und versuche
>etwas zu senden, dann dreht sich das Handy ab(Akku voll). Liegt da ein
>Kurzschluss vor?

Achso jetzt versteh ich, was du mit Handy abdrehen meist: Es schaltet
sich aus.
Ja das mit dem Kurzschluß kann sein. Ich hatte sowas bei meinem
fliegenden Aufbau auch. Nun weiss ich nur nicht mehr genau woran es lag,
da ich nicht nur die TXD und RXD Leitung verwendet habe. Aber schau mal
nach, ob sich die RXD und TXD Leitung berühren.


Des weiteren: Als Terminalprogramm empfehle ich dir HTERM anstatt
Hyperterminal. Dort musst du nur deine Baudrate angeben und noch bei
send on enter: CR-LF einstellen. Man kann dann sehr schön sehen, was
vom Handy zurückgeschickt wird. Vor allem was \n oder \r angeht.
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 18.07.2008 10:09

hi, vielleicht kannst du uns noch sagen, was für ein handy das ist?
Handy mit PC verbinden macht man üblicherweise mit einem Datenkabel der
einen max232 enthält, vorausgesetzt serielle verbindung. Wenn das ein
handy mit USB ist, dann siehts wieder ganz anders aus, aber ist in
deinem falle ja wohl nicht. Warum das jetzt nicht mehr funktioniert,
kann an den uart einstellungen liegen oder wenn du zwischendurch mal
dran gebastelt hast und du findest den fehler nicht, neuaufbauen...

Ansonsten kann ich dir aus erfahrung sagen, dass es mit der oben
angegebenen schaltung bei einer seriellen verbindung zwischen controller
und handy (Handyseitig 3.3V und controllerseitig 5V) funktioniert. Ich
hatte allerdings probleme mit hyperterminal. Handy mit datenkabel und
at-befehle klappt bei hyperterminal, aber das handy mit dem controller,
da wollte hyperterminal mich einfach nicht mitlauschen lassen, was mit
dem Hterm allerdings gut klappt.
bei den zdioden kannste ein wenig probieren, nimm so 2.7V-3.3V. Extout
sind 5V. Die Widerstände musst du halt noch sinnvoll für deine
gegebenheiten dimensionieren und die verbindung steht dann...
kannst uns ja auf dem laufenden halten....

MFG Elektrolyt
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 18.07.2008 12:06
Dateianhang: avr-handy.JPG (47,8 KB, 29 Downloads)
preview image for avr-handy.JPG

die schaltung...
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 18.07.2008 12:08

wobei du die D2 und R2 auch weglassen kannst und eventuell von der basis
von T1 noch ein R gegen masse...

mfg Elko
Autor: Bastler (Gast)
Datum: 18.07.2008 12:24

Ich habe da eine Frage.

Läuft der uC denn nicht auch mit 3,3V?
Wenn nicht, gibt es sicher einen Low-Voltage Typ des Prozessors den du
verwendest.
Denn so erspart man sich die Pegelwandler und kann den uC direkt
anhängen.
(Ich hänge in solchen Fällen noch einen 10 Ohm Widerstand zur
Strombegrenzung in Serie und dass war's.)
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 18.07.2008 14:31

Erstmal danke für die zahlreichen Antworten.

Bevor ich mich weiter auf die Ansteuerung mit dem Mikrocontroller
konzentriere möchte ich zuerst die Kommunikation mit dem PC - Handy
wiederherstellen.
Was ich immer noch nicht kapiere(vielleicht bin ich wirklich zu blöd)
ist der MAX232 und dessen Funktionsweise in meiner Schaltung (Handy
<-->PC).
Ich habe diese Schaltung aufgebaut: http://nobbi.com/images/splan_5v.png
Ich war bis jetzt immer der Meinung, dass der MAX232 ein Pegelwandler
ist der die +-12V von der RS232 auf TTL kompatible (0-5V) Pegel bringt.
Dies würde sich auch mit meiner Spannungsmessunge decken, die ich
zwischen GND und RxD des Handys vorgenommen hab --> 4,6V.
Doch laut diverser Informationen dürfen die Pegel beim Handy nur
zwischen 0...3,3V liegen. Und ich habe die Befürchtung, dass ich durch
den Einsatz des MAX232 und des zu großen Spannungspegels etwas am Handy
zerstöre.

Ich weiß nicht ob ich falsch denke oder einfach zu dumm bin, aber für
mich macht der MAX232 (im Moment) keinen Sinn. Ich hoffe mir kann jemand
helfen


ps: Ich besitze das Siemens S55

Grüße
Neuling
Autor: Elbegucker (Gast)
Datum: 18.07.2008 15:22

Hi

>Dies würde sich auch mit meiner Spannungsmessunge decken, die ich
>zwischen GND und RxD des Handys vorgenommen hab --> 4,6V.
>Doch laut diverser Informationen dürfen die Pegel beim Handy nur
>zwischen 0...3,3V liegen. Und ich habe die Befürchtung, dass ich durch
>den Einsatz des MAX232 und des zu großen Spannungspegels etwas am Handy
>zerstöre.

Okay das mit den 3V war vielleicht nicht ganz korrekt.
Neuere Handys (soweit sie nicht schon usb besitzen) arbeiten mit
3V-Pegel, also CMOS Technologie. Ältere (dazu gehört dann auch dein
Handy) haben noch mit TTL-Logik (5V) gearbeitet.
CMOS und TTL haben unterschiedliche High / Low Pegel, sodass man die
unterschiedlichen Bausteine nicht einfach so verbinden kann.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/dig/0205171.htm

Die von dir gemessene Spannung wird korrekt sein. Ich war voher davon
ausgegangen, dass dein Handy mit CMOS arbeitet, daher die 3V.
Eine Befürchtung, dass du  etwas zerstört hast musst du glaube ich nicht
haben. Den MAX232 wirst du aber trotzdem brauchen.

Ich habe mal eben nachgeschaut wie du das Handy über Max232 an PC
verbindest.

MAX232:
Pin7: PC_RX
Pin8: PC_TX
Pin9: Handy_RX     (Pin 4 beim Handy)
Pin10: Handy_TX    (Pin 3 beim Handy)

Da dein Handy nun mit TTL Logik arbeitet, bin ich mir ziemlich sicher,
dass du dein Handy ohne Baustein (MAX3232) mit dem Mikrocontroller
verbinden kannst.
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 18.07.2008 17:29

Hi,

ich glaub ich habe den Fehler gefunden - eine Leitung war
kurzgeschlossen.
Somit funktioniert die Verbindung mit dem PC wieder so eingermaßen.
Danke!

Doch leider steht mir jetzt das nächste Problem(mal abgesehen von den
Pegeln) ins Haus und zwar wie ich das mache mit dem Uart.
Der µC hat nur einen Uart, über den er auch programmiert wird. Den
Mikrocontroller kann ich nicht tauschen, es sei denn ich finde etwas
pinkompatibles(halte ich für ausgeschlossen). Jetzt bleibt die Frage wie
ich das realisieren soll, ich hab hier verschiedene Ansätze gefunden:

-) Rx,Tx multiplexen
-) Uart Baustein
-) Software Uart

Der Grund warum ich gerne 2 Uarts hätte:

Rein theoretisch könnte ich ja auch nur mit einer Uart Schnittstelle
auskommen indem ich zuerst den µC mit dem PC programmiere und dann das
Handy anschließe und mit einem Taster den PDU String sende. Nur sehe ich
dann nirgends ob der String tatsächlich angekommen ist bzw was das Handy
zurückgeschrieben hat.
Ich hoffe ihr versteht.

Ist hier jemand schon mal auf so ein Problem gestoßen und hat eine
einfache Lösung gefunden?

Gruß
Neuling
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 18.07.2008 17:29

@Bastler: Der µC hat eine Betriebsspannung von 5V.
Autor: Elbegucker (Gast)
Datum: 18.07.2008 17:59

Hi
kann dir nur so viel sagen:
Wenn du in C programmierst wirst du bestimmt etwas zum Thema
Software-Uart finden. Ich selbst programmiere den µC über ISP und habe
somit die UArt Schnittstelle frei. Man kann den Controller aber auch
über andere Schnittstellen wie JTAG programmieren.
Desweiteren gibt es µC mit mehreren uart-schnittstellen (z.B. ATMega)
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 18.07.2008 18:29

Eine Möglichkeit die mir noch eingefallen ist, wäre ein RS232 Sniffer
der mir die Daten auffängt.
Puuh,soviele Möglichkeiten...

µC mit mehreren Uarts kommen leider nicht in Frage,da die alle nicht
pinkompatibel zum 8051 sind.
Autor: Neuling (Gast)
Datum: 19.07.2008 17:30

Habs jetzt hinbekommen - ich kann mit dem µC eine SMS verschicken :)

Die Lösung ist die, die Elbegucker vorgeschlagen hat:

GND(µC) ---- GND(Handy)
Tx(µC) ------ Rx(Handy)
Rx(µC) ------ Tx(Handy)

Habs ohne Pegelwandler oder Spannungsteiler angeschlossen und es
funktioniert.
Ich werde das die nächsten Tage noch ausführlicher testen wie stabil das
ist, scheint aber zu klappen!

Danke an alle!

Gruß
Neuling
Autor: Elektrolyt (Gast)
Datum: 20.07.2008 22:38

top, hast du vielleich lust deine SMS-Routine hier zu uppen? wenn du den
myarv-usb-programmer besitzt, kannst du die verbindung mit nur einer
uart am pc mitverfolgen...
gruß Elko

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