Datum: 19.07.2008 00:04
Hallo, ich arbeite seit rund einem Jahr in einer Firma in Velbert bei Wuppertal als CAD Designer, habe davor nach zwei Jahren meinen alten Job gekündigt also schon den zweiten Job nach dem Studium. Als Studi war das Leben noch locker, die Leute waren ok. Was ich hier im Job erlebe scheint mir ein Mikrokosmos zu sein der nach anderen Gesetzen funktioniert als die Welt drumherum. Fast die Hälfte der Kollegen hat meiner Ansicht nach eine Macke oder ist verhaltensgestört. Wir arbeiten in solchen Cublicles in einem Grossraumbüro, eine moderne Art der Käfighaltung im Halbdunkel. Teppiche und Wände schlucken jedes Geräusch. Da sind einmal die Softwerker, was die rauchen bevor sie zur Arbeit gehen weiss ich nicht. Manche rasten schon aus, wenn einem ein Bleistift aus der Hand fällt, fühlen sich durch Licht gestört. Bei zwei weiteren zittern die Hände wie bei Drogensüchtigen, die keinen Stoff kriegen, der eine zwinkert ständig mit den Augen. Und dann gibt es noch eine Sorte, die "Platzhirsche", die Leistungsträger der Abteilung. Sie wissen alles, denken schneller als jeder andere, sind bei jedem Meeting im Mittelpunkt. Aber wehe einer wagt es an deren Podest zu kratzen. Der letzte Neue, der einiges auf dem Kasten hatte wurde schikaniert weil er es wagte deren Ergebnisse in Frage zu stellen und dabei oft recht behielt. Irgendwann war er weg von einem Tag auf den anderen. Drüber geredet werden durfte nicht aber jeder dachte sich seinen Teil, dass da einer nachgeholfen hat. War ein prima Kerl, schade um ihn, er hätte etwas mehr Leben in den Laden gebracht. Gelacht wird kaum, meist wird nur genickt, es wird überhaupt wenig geredet und ständig wird man an irgendwelche "Vorschriften" erinnert die es im Betrieb gibt. Darauf passen einige Kollegen besonders auf und erinnern ständig andere Miarbeiter an die "heiligen Vorschriften". Ich darf nicht privat surfen, nicht privat telefonieren, mein Schreibtisch muss immer aufgeräumt sein - nennt sich Clean Desk Management - alles Papier muss in den Shredder rein, wir dürfen keinerlei Geräte wie MP3 Player mit in den Betrieb nehmen wegen der Sicherheitsbestimmungen, keine Fotohandys, dürfen keine Schlüsselbänder tragen da sich damit ja jemand erdrosseln könnte..... eigentlich dürfen wir gar nichts ausser arbeiten. Das Rauchen wurde erst neulich ganz verboten, der Raucherraum geschlossen. Wer rauchen will muss das Betriebsgelände verlassen und wird von allen Büros aus und Kameras der Torwache gesehen, fast wie Spiessrutenlaufen. Und jeder Winkel der Firma ist mit Kameras bestückt, schlimmer als in London. Lacht man mal über etwas kommen sofort die strafenden Blicke "Sei endlich ruhig, Du siehst doch dass ich arbeite!" Kumpels unter den Kollegen habe ich keine, ich rede auch mit Kollegen niemals über private Dinge weil ich niemandem traue, der ganze Betrieb kommt mir vor wie ein Überwachungs-Camp und das scheint auch so gewollt zu sein, dass jeder das Gefühl hat ständig beobachtet zu werden. Ich habe es einmal einem Kollegen durchblicken lassen, dass ich diese ganzen Vorschriften zum Kotzen finde, am nächsten Tag wurde ich gleich zum Chef zitiert ob ich ein Problem hätte und wurde zu meiner Einstellung zum Betrieb gefragt. Ich stellte den Kollegen damals zur Rede und wurde nur kühl abgefertigt mit der Bemerkung "Pass Dich hier an oder such Dir einen anderen Job!" Was ich nicht verstehe ich, wie sich Menschen in solch einem Klima wohlfühlen können? Ich bin jedesmal froh, wenn ich aus dem Werkstor raus bin. Mein Entschluss steht fest, ich werde dort kündigen bevor ich genauso behämmert werde. Aber wohin? Wie weiss man dass nicht andere Firmen auch so sind? In den kleinen Klischen spielt der Chef den Gott, oftmals nach Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen Konzern. Hat da jemand Tipps wie man das vorher rauskriegt?
Datum: 19.07.2008 00:37
> Was ich nicht verstehe ich, wie sich Menschen in solch einem Klima > wohlfühlen können? Geld?
Datum: 19.07.2008 01:34
Ja, Geld hätte ich jetzt auch getippt. Ich gebe Dir in einigen Punkten Recht: Das sieht wirklich elend aus, aber warum haben die dich eingestellt? Hast du Dich im Bewerbungsgespräch falsch gegeben? Das ist oft der Grund, warum man falsch einsortiert wurde. Solche negativen Stimmungen kenne ich auch, ist miest folge schlechter Führung und Neid unter den Kollegen. Da gibt es kein Teamgefühl auf der emotionalen Ebene. In anderen Punkten bist du es , der nachdenken muss: >ständig wird man an irgendwelche "Vorschriften" erinnert Die müssen schon sein, scheint ja ein Sicherheitsbereich zu sein. >Ich darf nicht privat surfen Wozu? Du wirst fürs Arbeiten bezahlt. Ausserdem schleppen viele über das Surfen Viren und Trojaner ein. 1h am Tag surfen daheim sollte reichen fürs banking oder Resiebuchung, oder ? Was musst Du da in der Firma noch surfen ??? >nicht privat telefonieren Wozu auch? Du sollst arbeiten und nicht privat telefonieren. Das wird in keiner Firma gerne gesehen, weil jeder weis, wie viel da verquatscht wird. >mein Schreibtisch muss immer aufgeräumt sein - >nennt sich Clean Desk Management - alles Papier muss in den Shredder Nennt sich Sicherheitssystem. Haben wir auch und praktiziere ich auch daheim im Büro. Alles Disks und USB Stickes sind gesichert, falls mal einer einbricht. >wir dürfen keinerlei Geräte wie MP3 Player mit in den Betrieb nehmen Ach sowas! Ich bin froh darum, daß meine Kollegen mir nicht die Ohren mit Dudelplayern vollplärren. >keine Fotohandys, Vollkommen normal >eigentlich dürfen wir gar nichts ausser arbeiten. Du hst hier echt eine falsche einstellung! Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht erlaubt. Höchstens private Telefonate beim angerufen werden. >Das Rauchen wurde erst neulich ganz verboten, >der Raucherraum geschlossen. Das ist rabiat, ok, aber wenn die es so machen musst Du dich fragen, was Du willst! Rauchen kannst Du daheim. Ich würde gerne auch neben der Arbeit Fernsehen schauen, wie ich es daheim mache, wenn ich im Büro bin und Grafiken oder Symbole anlege. Geht aber in der Firma nicht. Da gilt der kleinste gemeinsame Nenner! Such dir leiber bald was anderes. Raucherraum und Telefon sollte sich machen lassen. Die anderen Forderungen kannst Du auf die Freiziet schiehen.
Datum: 19.07.2008 01:46
Hallo. Erstmal keine Angst du bist nicht alleine. Es geht vielen so. Ich muss nur lachen... ich erlebe gerade aehnliches... nicht so extrem, aber speziell einiges kommt mir bekannt vor. Es gibt wirklich kein Mittel um soetwas zu verhindern. Vieleicht sollte man bevor man anfaengt sich seine Kollegen / Arbeitsplazt zeigen lassen. Buero: Wir haben zum Beispiel keine Heizung und sie steht immer auf 17 Grad. Ich lebe zwar in Melbourne aber hier wird es im Winter auch verflixt kalt. Kollegen: Einige meiner Kollegen kann man nicht in die Augen schauen... die schauen dann auf den Boden oder einfach weg. Eine Kollegin hat Hello Kitty Pueppchen auf ihrem Schreibtisch... Chef: Mein Chef ist juenger (fuer mich kein Problem) als ich und kann sich kaum 30 Sekunden mit mir unterhalten. Noch schlimmer er faellt in seiner Meinung immer sehr schnell um... Ok das kriegt man immer nur spaeter raus. Und all das obwohl ich aus Deutschland komme... Jedesmal wenn ich andere Leute kennenlerne... Eh wie ist es in Europa? Warum bis du in AUS? Wie ist das mit der Familie usw. usw... Nun erwarte ich nicht gerade von Softwerkern Hardwerkern besondere sozialle kommunikative Faehigkeiten aber lustigerweise die richtig guten die ich kennengelernt habe waren auch in diesem Bereich nicht gerade schwach oder wenigstens Persoenlichkeiten mit Rueckrad... Schau dir die Webseite an... Der groesse Idiot von allen ist einer der Gerneral Manager... In seinem Profil (About us...) steht drin ... er ist so toll, hat viel Erfahrung in allem, kann alles usw usw... Soviel Eingenlob das es schon stinkt... Fuer das naechste mal solltest du versuchen dir einen Rundum Eindruck von der Firma zu verschaffen... Oft sind es wirklich solche Kleinigkeiten wie eine Webpage, der Zustand der Raeumlichkeiten usw. Auch das Vorstellungsgespraech gibt Aufschluesse. Sind das (Vorgesetzter und Personalabteilung) wirklich Kollegen bzw hat man den Eindruck das diese zusammen arbeiten? Stell kritische Fragen. Neue Position, gibt es einen Vorgaenger, was ist mit ihm passiert... Natuerlich ist das nicht immer eine Garantie. Bei mir haben sie auf solche Fragen schlichtweg gelogen... mein Vorgaenger hat frustriet das Handtuch geschmissen... Viel Glueck...
Datum: 19.07.2008 02:01
> Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht > erlaubt. Fraglich, wie 'schlimm' Privataktivitäten wirklich sind. Natürlich kosten sie zwischen 10 Minuten und einer Stunde Arbeitszeit pro Tag, andererseits steigt ja bekanntlich die Produktivität ebenfalls recht stark. Und der Arbeitgeber sollte nicht vergessen, dass er mit dem Verbot privater Aktivitäten seine Leute automatisch in den 'Untergrund' treibt - man muss dann eben alles verdeckt machen. Nicht gerade aufbauend für das Vertrauensverhältnis...
Datum: 19.07.2008 02:52
> Fast die Hälfte der Kollegen hat meiner Ansicht nach eine Macke oder ist > verhaltensgestört. Keine Angst, in fünf Jahren sagen das die Kids auch über dich.
Datum: 19.07.2008 08:52
Entweder du gehst rechtzeitig oder du wirst wie "sie"! Geh zur Not zu nem Dienstleister, dort kannst du verschiedene Firmen oder zumindest Abteilungen kennenlernen. Das Gehalt sollte beim Berufseinstieg nicht das Hauptkriterium sein. Ich vermute das in deiner Firma es eh nicht weit her ist mit der Bezahlung. Meist kommen nähmlich alle schlechte Faktoren zusammen. Mach dir klar was dich wirklich in der Firma hält. Wenn es nicht mehr als die persönliche Trägheit ist, zieh die Notbremse!
Datum: 19.07.2008 09:37
Er hat ja scheinbar schon innerlich gekündigt! Wenn du dich über neue Firmen informieren möchtest empfehle ich http://www.kununu.com/ Dort sind Arbeitgeber anony bewertet, leider ist das ganze noch recht neu. Über google habe ich auch noch http://www.firmenbewertungen.de/ gefunden, kenne ich aber nicht weiter liebe Grüße
Datum: 19.07.2008 09:52
Ach du meine Güte, das sind ja wirklich grauenhafte Zustände. Da fragt man sich, ob man wirklich zu Ende studieren sollte, wenn man nach dem Studium in solch einer Anstalt landet. Ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht und ein paar Jahre gearbeitet. Dabei war ich in zwei verschiedenen Firmen. Einem kleinen 3 Mann Betrieb und einem größeren Betrieb in einer Abteilung mit 7 Leuten. Im ersten kleinen Betrieb war das Arbeitsklima echt spitze. Jeder hatte so seine Aufgabenbereiche, aber dennoch war man ein Team und hat sich ständig geholfen. Bei 3 Mann sitzt halt jeder mit dem Chef zusammen in einem Boot und jeder ist daran interessiert, dass es der Firma gut geht. Im Sommer haben wir dann öfter nach der Arbeit noch mit dem Chef zusammen in seinem Garten gegrillt. War schon schön die Zeit... leider war die Bezahlung nicht so dolle. Wenn ich heute in meine alte Heimat zurückkomme, guck ich auch noch öfter da vorbei und dann wird Abends wieder gegrillt :) In dem größeren Betrieb herrschte halt eine stärkere Anonymität. Man hat zwar so seine 2 bis 3 Kollegen mit denen man sich sehr gut verstand, aber es war halt nicht mehr dieses "in einem Boot" Gefühl wie vorher. Zudem wurde von der Chefetage aus ständig Druck ausgeübt, von wegen Arbeitsplatzstreichungen etc. Dann sind zwei Kollegen in Rente gegangen und nur ein Neuer ist nachgekommen. Naja da musste halt die Arbeit, die der eine gemacht hat auf alle Schultern abgelegt werden. Es hat mir auch da Spaß gemacht zu arbeiten, ich würde wohl jederzeit dort weiterarbeiten (schon wegen den paar Kollegen mit denen ich mich gut verstand) aber es war halt nicht so schön wie im Betrieb davor. (Dafür gab es mehr Geld) Tja, aber in einem Gefängnis will wohl keiner gerne Arbeiten, da kann ich dich schon gut verstehen. Solche Kommentare sind ja schon mal sehr komisch: >Du hst hier echt eine falsche einstellung! >Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht >erlaubt. Höchstens private Telefonate beim angerufen werden. Das ist der größte Quatsch, den ich je gehört habe. Denn immerhin verbringt man wohl den größten Teil seiner Zeit auf Arbeit. Da muss man sich einfach wohl fühlen oder es sein lassen. Das geht nicht anders. Darüber hinaus sollte es sich inzwischen auch bis in die letzte Ecke der Walachei rumgesprochen haben, dass ein konzentriertes Durcharbeiten von 8 Stunden einfach nicht möglich ist! Alle 1 bis 1,5 Stunden braucht ein Mensch (gerade wenn er fast ausschließlich nur Kopfarbeit leistet) eine kleine Pause von 5 bis 10 Minuten. Einfach mal abschalten, mal an was anderes Denken. Das kann man gut machen, indem man eine Zigarette rauchen geht (auch wenn ich selbst kein Raucher bin, ist das wohl ein wirklich positiver Teil der Sucht) oder man schaut mal beim Kaffeeautomaten vorbei. Vielleicht trifft man dort auch einen Kollegen und man erzählt sich einen Witz oder so. Alternativ kann man ja auch mal aufs Klo gehen, Hauptsache man steht von seinem Arbeitsplatz auf, läuft etwas herum und denkt an was anderes als die Arbeit. Nach 5 bis 10 Minuten kehrt man wieder an den Platz zurück und kann dann mit voller Kraft weiter arbeiten. Klar so etwas gelingt nicht immer, aber wenn es gar nicht gelingt ist es schlecht. Bei einer körperlich anstrengenden Arbeit merkt man es ja, wenn man erschöpft ist, leider merkt man es bei einer geistig anstrengenden Arbeit nicht so schnell. Das bisschen Müdigkeit, der kleine Schwindel oder was auch immer, unterdrückt man leicht. Darunter leidet aber die langfristige Leistungsfähigkeit und vor allem die Gesundheit (was man vielleicht in deiner Firma anhand einiger langjähriger Mitarbeiter schon recht gut erkennen kann oder? :D ) Ein Arbeitgeber der so etwas nicht versteht... naja, da frag ich mich schon ob man da heutzutage noch arbeiten muss. Immerhin sollte man es heute nicht allzu schwer haben woanders einen neuen Job zu finden. Dann fährt man eben ne halbe Stunde länger zur Arbeit oder verdient etwas weniger. Hauptsache man fühlt sich dort wohl und hat seinen Spaß bei der Arbeit. Denn darum geht es ja: Man will ja nicht nur die nächsten 2 Jahre dort arbeiten, sondern vielleicht die nächsten 20 und dann sollte da schon etwas Spaß dabei sein. Dann sind auch mal Überstunden kein Thema mehr, denn man arbeitet ja gerne dort und wenn halt mal ein wichtiges Projekt ansteht, ja klar warum nicht. Hauptsache man bekommt an anderer Stelle wieder einen Ausgleich. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einem neuen Job, aber wirklich: So etwas muss sich kein Mensch antun :)
Datum: 19.07.2008 10:18
>Mein Entschluss steht fest, ich werde dort kündigen bevor ich genauso >behämmert werde. Da kann ich nur sagen: Wenn es keinen Spaß macht und unerträglich MUSS man kündigen, sonst wird man eben behämmert. Die meisten sind so, weil Sie keine Initiative haben ihre Lebens-Situation selber in die Hand zu nehmen. Man hat den Job und sonst interessiert nur Premiere und Flaschenbier... >Aber wohin? Wie weiss man dass nicht andere Firmen auch >so sind? Wie wäre es einfach ein paar Tage "probearbeiten" zu vereinbaren? Geht bei vielen Firmen unbezahlt immer. Ist für Dich aber nur eine kleine Investition und Du weist wie der Hase läuft... >In den kleinen Klischen spielt der Chef den Gott, oftmals nach >Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen >Konzern. Gerde die Konzerne sind nach meiner Erfahrung die "totregulierten" Organisationen. Ich kenne da einige "Große" im Laufe meines Berufslebens - alles ziemlich übel für Leute mit eigenen Ideen. Mit einer mittelgroßen Firma wirst Du sicher glücklicher als im Konzern. z.B. Ing-Büro mit 10-20 Leuten. Die kleinen 3 Mann Buden können auch interessant sein, sind meist aber nicht "wetterfest"
Datum: 19.07.2008 13:46
>Das Gehalt sollte beim Berufseinstieg nicht das Hauptkriterium sein Das sehe ich komplett anders! Die Firmen, die gut bezahlen, haben in der Regel auch die guten Jobs, die Spass machen. Wenn der Job Spass macht konzentrieren sich die Leute auf die Arbeit und den Erfolg und sie beschäftigen sich nicht mit den Marotten der Kollegen, deren Erziehung oder dem Konkurrenzdruck. Das schafft bessere Stimmung. Ist meine Erfahrung! >Er hat ja scheinbar schon innerlich gekündigt! Ja, hat er! Alos Umschalten auf Passivität, Lernen, Lernen, Erfahrunggewinnen und dann abhauen. >Wenn du dich über neue Firmen informieren möchtest empfehle ich >Dort sind Arbeitgeber anony bewertet, leider ist das ganze noch recht Nutzlos! Dort stellen nur die Enttäuschten ihre Bewertungen ein und die Guten fehlen. Positive Bewertungen kommen fast immer von der Personal- und Managementabteilungen der Firmen. Ist dasselbe wie mit dem Wiki! Ich habe schon ganze Blöcke an Texten wie sich sich wörtlich in den Broschüren der Unternehmenskommunikation finden, dort und auch bei www.Kelzen.de wwiedergefunden. >Ach du meine Güte, das sind ja wirklich grauenhafte Zustände. Da fragt >man sich, ob man wirklich zu Ende studieren sollte, wenn man nach dem >Studium in solch einer Anstalt landet. Als Anfänger muss man nehmen, was man kriegt. Die meisten Stellen für Anfänger sind eben die, wo einer weggeangen ist und / oder wo wenig bezahlt wird / oder das Klima schlecht ist. So sieht es leider aus! Da müsst ihr durch, um es später einfach zu haben.
Datum: 19.07.2008 13:57
Der Genervte wrote:
> Ich darf nicht privat surfen, nicht privat telefonieren
Es ist in D bislang schwierig bis schier unmöglich, die Mitarbeiter am
Arbeitsplatz legal privat surfen, mailen oder telefonieren zu lassen,
sobald irgendeine Form der Protokollierung oder aussortierende Filterung
(z.B. auf Spam) stattfindet.
So müssen beispielsweise Firmen, die legal private Telefonie zulassen,
entweder komplett auf Protokollierung verzichten, oder eine
Umgehungslösung für private Telefonie einrichten.
Dass dies in der Praxis nicht immer so krass gehandhabt wird, steht auf
einem anderen Blatt.
Datum: 19.07.2008 14:14
>Denn immerhin verbringt man wohl den größten Teil seiner Zeit auf Arbeit. Du arbeitest 24/2 = 12 Stunden am Tag? >Da muss man sich einfach wohl fühlen oder es sein lassen. Diese Haltung haben ja viele. Arbeit ist anstrengend und deshalb bleiben wir lieber im Bett und kassieren Hartz4! >Das geht nicht anders. Ach was. Ich stelle mir gerade den Industriearbeiter im 19. Jhdt vor, der 16 Stunden arbeiten musste, um ein paar Kröten zu haben fürs Essen seiner 6 Kinder. >Darüber hinaus sollte es sich inzwischen auch bis in die letzte Ecke der >Walachei rumgesprochen haben, dass ein konzentriertes Durcharbeiten von >8 Stunden einfach nicht möglich ist! In der Tat ist das dort (in der Walachei) bekannt. Ganz konkret ist es in den Städten Giurgiu und Bukarest bekannt, daß sich die Deutschen, speziell die von AHDS geplagten jungen Deutschen, nicht mehr 8 Stunden konzentrieren können. Die Folge ist, daß sich dort junge Rumänen, die studiert haben, 10 Stunden am Tag für 800,- Netto im Monat konzentrieren, um in kleinen Elektronikzulieferern Schaltungen und Layouts zu machen, stt sich wie ihre Väter 16 Stunden auzf dem Feld zu plagen und Kartoffelkäfer zu klaubem. Mal sehen, wie das weiter geht in unserer Freizeitgesellschaft.
Datum: 19.07.2008 14:20
A. N. wrote: > Darüber hinaus sollte es sich inzwischen auch bis in die letzte Ecke der > Walachei rumgesprochen haben, dass ein konzentriertes Durcharbeiten von > 8 Stunden einfach nicht möglich ist! Es hat sich sogar bis ins deutsche Arbeitsrecht herumgesprochen: http://www.bundesrecht.juris.de/arbzg/__4.html
Datum: 19.07.2008 14:30
Naja, die Leute haben ja doch ihre Pausen mit Frühstück und Mittag. Das sind ja schon 45min bei meistens 35h-Wochen. Zudem kommen die ganzen versteckten Pausen hinzu. Das ist dem Grund nach ja auch nicht zu kritisieren, nur der OP will die Zeit nicht pausieren, sondern Telefonieren, Surfen und MP3-Playen. Das mag im Werkbereich sinnvoll sein, wo einer den gazen Tag nur manuell arbeitet, aber ine einem Entwicklungsbereich mit Hirntätigkeit lädt man sich den Kopf mit Unsinnsinformation zu. Dort wäre es sinnvoller, Dinge ohne Input zu tätigen, also Yoga, Ausruhen, lockere GEspräche beim Essen oder Joggen, eben nichts, was Informationsaufnahme und Konzentration erfordert. Wer in der Mittagspause isst und quatscht, der entspannt sich ja auch. Aber schnell mittendrin die Bankgeschäfte online machen, Mails beantworten oder Reisen im Inter buchen oder bei EBAY schnell was steigern, das zieht Konzentration weg.
Datum: 19.07.2008 15:35
Hallo ! Velbert? CAD? Cubicles ????????????? Dann arbeitest Du entweder bei HUF, Burg oder Witte, alles Hersteller von Schliessanlagen. Es gibt auch noch Brose und Kiekert in der Nähe, alles die gleiche Sparte. Brose soll ähnlich authoritär sein, dort war ich zum Gespräch 2003 eingeladen worden. Ich war vor 4 Jahren bei einem der drei und kann es exakt so beschreiben, das war damals schon nicht anders. (Rauchen durften wir aber noch und das lasse ich mir auch nicht verbieten und wenn ich es mir vom Arzt bescheinigen lasse, dass ich sonst nicht arbeiten kann.) Mich veranlasste es nach einem halben Jahr zu gehen bzw. wollten die mich auch nicht länger haben, ich passte nicht ins Team. Da ich aber genau weiss was ich will verfiel ich nicht in den Fehler die Schuld bei mir zu suchen nur weil die anderen mehr waren - manche Dinge passen nicht zusammen, das gilt für Firmen wie auch für Frauen, die alle "Ex-" als Vorsilbe haben :-) Ich bin dann zum TÜV Rheinland gegangen und habe mich zum IEC61508 Sachverständigen ausbilden lassen. Da darf ich surfen, telefonieren, mich ablenken, quasseln wenn mir danach ist. Auch zu Hause arbeiten. Alles kein Thema solange die Zahlen stimmen und dazu ein gutes Betriebsklima dazu, rechnet man ein paar Sonderlinge ab die es überall gibt. Man muss ja nicht mit jedem auf "Du" können, es reicht wenn man seine kleine Mannschaft hat. der Mensch muss sich wohlfühlen bei kreativen Arbeiten, nur die Workaholics ziehen nonstop von morgens bis abends durch. Und wenn man nur 3 Mal im Jahr ans Kündigen denkt ist das ok, das gibt es überall mal. Auch Tage die man nur absitzt und nichts los ist. Mein Rat: Sofort anderswo bewerben aber nimm nicht Automobilfirmen, wenn Du empfindlich aufs Betriebsklima reagierst. Bei den meisten ist enormer druck dahinter und darum werden sie so. Als ich Brose und Kiekert war fiel mir der förmliche Umgang der Leute miteinander auf obwohl sie alle in der gleichen Abteilung waren. Und solange Du nichts anderes hast lernst Du "professionell" zu wirken, d.h. Du passt Dich dem an, spielst deren Spiel mit. Das wird von Dir später auch erwartet werden, das muss man drauf haben und verinnerlichen. Gehst Du dann raus ziehste Dir wieder die Converse an, reisst den Schlips runter und drehst im Auto die Metal-Mucke auf. Das hilft bei mir sehr gut! Und lass Dir die Büros zeigen, sprich mit einigen Mitarbeitern, nimm das Klima innerlich auf und schaue in die Gesichter. Bestehe auch darauf und lass Dich nicht abwimmeln! Wenn die Dich wollen werden die das machen. Stehen die Leute auch mal beisammen oder sitzen sie alle nur hinter den Computern? Unterschätze nicht die Macht der Gewohnheit, nach einer Weile wirst Du sonst genauso. Viel Glück Leidensgenosse! Ich habe seinerzeit die Reissleine gezogen. Gruss, Christian
Datum: 19.07.2008 15:52
>Ich bin dann zum TÜV Rheinland gegangen >Da darf ich surfen, telefonieren, mich ablenken, quasseln So schön kann die Welt sein. Da wundert es mich nicht, wenn in vielen Konzernetagen immer mehr der Begriff Minderleister kursiert. .................................................................... Eine klitzekleine Frage an alle: Wie war denn das Arbeien in Entwicklungsabteilungen Hardware und software in der Zeit vor der Einführung des Internet und der Mobiltelefone? Musst man da auch ständig erreichbar sein und surfen ?
Datum: 19.07.2008 18:16
Ich kenne noch die Zeit vor dem Internet, als man noch nicht surfen konnte. Erreichbarkeit gabs aber schon, das Telefon (Festnetz) war schon erfunden und meine Frau im Umgang mit dem Tastentelefon geübt, so dass sie mich anrufen konnte. Damals wie heute gilt: Wenns läuft, dann ist allerhand erlaubt. Erst wenn es klemmt und der nicht mehr so gute Umsatz stresst, wird gesucht und oft GLAUBT der Chef, es läge an den Privattelefonaten, den Surfgewohnheiten, dem kleinen Plausch vor der Kaffeemaschine, dem nicht immer aufgeräumten Schreibtisch, ... Wenns Dir nicht gefälllt, dann wirst Du wohl gehen müssen. Die Kollegen sind in der Überzahl, da kannst Du nichts machen. Jeder vergreift sich mal in der Firma
Datum: 19.07.2008 20:21
>eigentlich dürfen wir gar nichts ausser arbeiten.
Du hst hier echt eine falsche einstellung!
Wie kann man nur dermassen idiotisch drauf sein. Da bleibt einem die
Spucke weg. Die richtige Einstellung hat man wohl wenn man 12 Stunden
pro Tag superkonzentriert sich abschuftet damit die Firma nen besseren
Aktienkurs kriegt. "Wirtschaft" sollte für den Menschen da sein und
nicht anders rum. Ja, das ist nicht so im Hier und Jetzt. Aber nur
Idioten wie du halten es dann auch noch für gut und richtig.
Datum: 19.07.2008 20:32
Liest sich sehr gruselig. Ich wuerde (ziemlich schnell) kuendigen und mir was neues suchen.
Datum: 19.07.2008 21:30
>Du hst hier echt eine falsche einstellung! Das wollte ich unbedingt verhindern und bin in eine 3-Mannfirma eingetreten.Nach 5 Jahren Wechsel. Das hat gepasst. >wenn es klemmt und der nicht mehr so gute Umsatz stresst, wird gesucht Bei Nokia Siemens Networks haben sie abgebaut und nach Gründen gesucht, Leute ohne Abfindung rauskegeln zu können. Laut Betriebsrat hat es Versuche gegeben, privates Surfen dazu heranzuziehen.
Datum: 20.07.2008 02:37
bla wrote: > Du hst hier echt eine falsche einstellung! > > Wie kann man nur dermassen idiotisch drauf sein. Da bleibt einem die > Spucke weg. Die richtige Einstellung hat man wohl wenn man 12 Stunden > pro Tag superkonzentriert sich abschuftet damit die Firma nen besseren > Aktienkurs kriegt. "Wirtschaft" sollte für den Menschen da sein und > nicht anders rum. Ja, das ist nicht so im Hier und Jetzt. Aber nur > Idioten wie du halten es dann auch noch für gut und richtig. Das du lieber bla(Gast) in keiner fürhrenden Position sein kannst ist wohl kein Geheimnis. Ein sehr wichtiger Aspekt, dass eine Firma läuft sind zwischenmenschliche Beziehungen, da gehören auch mal 10min Kaffeetratsch dazu. Mit privaten telefonieren meint er sicher auch nicht Stunden! 12 Stunden superkonzentriert?? Liefer einen Mensch der 8 Stunden am Tag EFFEKTIV konzentriert sein kann und produktiv ist, ich kenne keinen (nicht vorm PC) Klar ist eine gesunde Arbeitseinstellung wichtig, man sollte aber realistisch bleiben. MFG
Datum: 20.07.2008 08:28
Hallo Zur Arbeit geht man, wie der Name schon sagt, um zu arbeiten. Meiner Meinung nach ist ein gesundes Mittelmass an "Disziplin" und "Nachlässigkeit" genau richtig. Es gibt verschiedene Typen von Mitarbeitern. Der eine arbeitet ohne Pausen und ohne Schwätzchen am Kaffeeautomaten und der andere Surft den halben Tag privat, telefoniert mehr mit Kumpels als mit Kunden und macht mehr private Dinge als seine Arbeit zu erledigen. Ich würde als Chef das private Surfen auch nicht dulden. Vielleicht mal in der Pause oder sehr vereinzelt während der Arbeitszeit. Zu viel darf es aber nicht werden. Ich kenne auch Firmen, in denen man für private Telefongespräche eine besondere Vorwahl wählen muss. Die Gebühren werden dann mit dem Lohn abgerechnet und gleichzeitig hat man ein Mass für den Anteil privater Telefonate. Es wurde schon gesagt, die Arbeit ist ein Teil des Lebens. Zum Leben gehören auch Kontakte zu Mitmenschen. Diese Kontakte muss man pflegen, auch zu Kollegen. Gegen einen kurzen Schwatz auf dem Gang wird wohl kein Chef etwas haben. Ein Chef hat mal beobachtet, wie ein Kollege jeden Morgen über eine halbe Stunde durch die Firma gegangen ist und Kollegen begrüsst hat. Das kann es wohl auch nicht sein. Da werden die Chefs sauer und verbieten das. Fragt mal die "Alten" wie es früher in der Firma war und wie es sich entwickelt hat. Ich habe auch schon Kollegen erlebt, die sollten konzentriert programmieren und haben dabei Musik gehört (leise mit Kopfhörer). Warum nicht? Wenn man dadurch seine Arbeit besser erledigen kann. Aber den ganzen Tag Luftgitarre spielen ist dann auch zuviel des Guten.
Datum: 20.07.2008 09:59
>Aber den ganzen Tag Luftgitarre spielen ist dann auch zuviel des Guten.
....da geht aber wenigstens keine Zeit für's Stimmen drauf. :-))
MfG Paul
Datum: 20.07.2008 10:26
typische amerikanische machart eventuell noch mit scientology gewürzt.
Datum: 20.07.2008 10:52
Es scheint eine typische deutsche Mentalität zu sein, dass Arbeit bitter schmecken muss, damit sie effektiv ist. Es scheint auch ein Markenzeichen von Ingenieuren zu sein, dass sie mit verbissener Miene durch die Gegend laufen und ihren Frust abends im Alkohol ertränken oder nur noch mit Pillen durch den Tag kommen. Ich kann die Leute sehr gut verstehen, die sich solchem Sklaventreibertum entziehen wollen, weil es widernatürlich ist. Wir leben nicht mehr im Zeitalter der Steinenklopfer wo einer mit der Peitsche daneben stand. Und wer seine Arbeitnehmern wie Unmündige behandelt muss sich nicht wundern, wenn sie sich wie Kinder benehmen. Aber es scheint noch nicht in alle Firmen durchgedrungen zu sein, dass die Mitarbeiter umso besser "funktionieren" je wohler sie sich fühlen und die auch Freiheiten haben solange die nicht exzessiv ausgenutzt werden. Stattdessen stülpt man ihnen ein System über, ders jede Individualität erstickt und packt sie wie Hühner in Käfige (Cubicles), der Mensch gewöhnt sich ja an alles. Mir tun solche Leute leid und ich bin froh noch in einem menschlichen System arbeiten zu dürfen, wo ich selbst bestimmen kann wie ich meine Arbeit oraganisiere und ich morgens mit einem fröhlichen Gesicht in die Firma komme, ohne Stechuhr, ohne ständig jemandem im Nacken sitzen zu haben der mich überwacht. Solange es läuft und die Zahlen stimmen darf man Mensch sein und ist nicht nur ein Rädchen in einem perfiden Leistungssystem. Lieber gesundes Mittelmass als mit 50 der ersten herzinfarkt zu haben. Nur meine Meinung. Christian
Datum: 20.07.2008 12:30
Ich telefoniere auf Arbeit auch mal privat, wenn es sein muss. Meist nur 2-3 Mal am Tag. So ist es wenn man zwei kleine Kinder zuhause hat. Privat surfen tue ich auch, um mich einfach mal für 5 Minuten abzulenken. Rauchen gehe ich 4-7 Mal am Tag, dafür arbeite ich nicht nur 8h sondern 8,5. Wenn mich jemand deshalb dumm anmachen sollte, gehe ich gerne, da ich ein Gegner der Robotisierung bin. Vor einem Jahr hatte ich noch Kollegen, mit denen man reden konnte. Jetzt habe ich nur noch Halbleichen, die einem beim Reden nicht in die Augen schauen können. Vieles läuft hinterfotzig ab, jeder gibt dem anderen die Schuld für irgendwelche Unstimmigkeiten beim Projekt. Und wollen für nichts die Verantwortung übernehmen. Mich würde es auch nicht wundern, dass ein paar Leute hinter dem Rücken reden (Den Verdacht habe ich schon seit Monaten). Möchte jetzt nicht beleidigend erscheinen, meist sind es Kollegen die in Ostdeutschland aufgewachsen sind, die sich nicht kollektiv sondern hinterfotzig verhalten. Projektplanung ist bei uns auch ein Fremdwort. Man gibt sich die Mühe, hinterlegt schriftlich Verbesserungsvorschläge. Diese werden aber regelrecht ignoriert. Dann aber im Meeting nach dem die neue Hardware da ist, über die bestehenden Probleme geredet, obwohl die noch vor der aktuellen Version/Revision bekannt waren. Die Hardwareentwickler kommunizieren nicht mit den Software-Leuten, so dass man nachhinein unnötige Arbeit beim Programmieren hat. Früher habe ich mich noch sehr engagiert, arbeitete motiviert, machte Vorschläge und hoffte auf ein besseres "Leben" in der Firma. Mittlerweile habe ich innerlich gekündigt, und arbeite nur noch aus "Mitleid" zur Firma und weil mein Gehalt stimmt. Vieles ist bei uns kaum dokumentiert, weil beim Projektmanagement dafür keine Zeit eingeteilt wird oder sofort eine neue "wichtige" Aufgabe kommt. Die Firma treibt sich somit selbst in die Ruinen. "Made in Germany" ist bei uns ein Fremdwort. Ich gebe der Firma noch 2-3 Jahre bis zur Insolvenz. Mobbing ist an der Tagesordnung. Ein paar cholerische Herren meckern andere wegen Nichtigkeiten an und üben gerne ihre Macht aus. Ich habe noch Einer in der Hose mich zu wehren. Andere Ings. versinken in der Selbstmitleid und lassen ihren Frust wahrscheinlich privat raus, wenn man mitbekommt, wie manch einer mit seiner Frau am Telefon redet. Außer mir wird kaum einer von Freunden/Kumpels angerufen. Ich habe drei sehr gute Freunde und einige Kumpels die sich mit mir für Freitag oder das Wochenende verabreden wollen und mich in der Woche schon am Handy "nerven". Andere Ings. telefonieren nur mit ihren Frauen um anzusagen, dass die länger auf Arbeit bleiben müssen. In 2-3 Jahren werde ich wieder nach USA gehen. Dort habe ich andere Erfahrungen gemacht. Es war dort zwar nicht leicht nach Deutschland so einen kurzen Jahresurlaub zu genießen, aber alles andere war viel angenehmer. Kommt natürlich auf die Firma an. In der, wo ich schon gearbeitet habe, bin ich herzlich willkommen. Geht meine Firma pleite, bin ich spätestens in 3 Monaten wieder drüben.
Datum: 20.07.2008 16:47
>Es scheint auch ein Markenzeichen von Ingenieuren zu sein, dass sie > mit verbissener Miene durch die Gegend laufen und ihren Frust > abends im Alkohol ertränken oder nur noch mit Pillen durch den Tag > kommen. Ich frage mich techt, wo ihr arbeitet. Ist ja fucrhtbar.
Datum: 20.07.2008 18:39
ich mich auch. Hätte einer etwas gegen die ent-anonymisierung der Firmen?
Datum: 20.07.2008 22:34
>>Hätte einer etwas gegen die ent-anonymisierung der Firmen? Ich weiss genau von welcher Firma oben die Rede ist, ich war selbst dort, empfand es aber nicht als so schlimm wie geschildert sondern eher wie: Nett mal dabei gewesen zu sein aber ein halbes Jahr reichte auch. Wer aber grad von der Uni kommt, für den muss es ein Hammer sein, später gewöhnt man sich an einiges und lernt diplomatisch damit umzugehen. Aber jede Namensnennung hier hätte unweigerlich Abmahnungen und Klagen wegen Rufschädigung zur Folge, wenn nicht alles, was geschrieben steht exakt bewiesen werden kann. Ich wundere mich auch warum da die Dienstleisternamen immer noch stehen, das kann bös ins Auge für den Betreiber des Forums gehen, denn er ist zu 100% juristisch für alles verantwortlich was hier geschrieben steht. Ich hätte mindestens 10 Mods hier, von denen ständig einer online ist. Die "innere Künddigung" ist leider ein umfassendes Problem, die machen nur noch das Mindestmass um durchzukommen ohne anzuecken. Da hilft nur diese Mitarbeiter wieder neu zu motivieren aber wer lobt heute schon noch?... http://www.heise.de/newsticker/Urteil-bestaetigt-u... http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/online/praxis/... http://www.e-recht24.de/news/haftunginhalte/295.html http://www.foren-und-recht.de/urteile/Landgericht-...
Datum: 20.07.2008 22:50
>Aber jede Namensnennung hier hätte unweigerlich Abmahnungen und Klagen >wegen Rufschädigung zur Folge Die Dienstleister (welche meinst du eigentlich, ich finde oben nichts) ruinieren sich ihren Ruf schon selber, keine Sorge. Aber man kann ja die guten loben. Nehmen wir z.B. irgendeinen, sagen wir Ferchau: Wenn ich zu denen auch nur irgendetwas Positives sagen könnte, würde ich das hier doch jetzt sofort tun, oder? Stattdessen schreibe ich nichts! Zu Axeneon sage ich auch nichts. Oder vielleicht nur soviel, daß der Vermittler sehr gut reden konnte. Zu Power-IT-people: Haben teilweise gute Leute. Teilweise. Zu Topjects schreibe ich jetzt mal was: Die gehen einigermassen - seriöser und kompetenter Vermittler sowie saubere und problemlose Abrechnung. Die entsandten Leute waren ihr Geld wert. Auch zu Brunel schreibe ich nichts! Zu den Leuten, die sie schicken am Besten auch nichts. CS2-Informatik : Nette Vermittlerinnen, leider kein IT-Profi im Gepäck der uns hätte helfen können. "Intelligentes Ingenieurmanagement" NBG: Interessantes Geschäftsmodell. Axis Engineering : Schöne Eingangsdhalle, schöne Vermittlerinnen Access Köln : Sind in einer schönen Stadt angesiedelt, verfügen auch über Vermittlerinnen
Datum: 20.07.2008 23:09
@Arbeiter Arbeitest Du südlich von Berlin?
Datum: 20.07.2008 23:14
Zu denen sage ich auch nicht, hatte mich bei der Jobsuche damals eingelassen mit: Yacht, Brunel, Personal Total, Industrie Hansa, OnMotive, Ferchau, Delphi. Yacht hatte auch so Top-Models bei den Gesprächen, zwar keine Ahnung von technik aber schön anzuschauen. Leider überschwemmen die die Jobbörsen bis an die Decke mit Luftjobs hinter denen nichts steckt. Die Gespräche laufen immer gleich ab, bei Ferchau war nach nur 20 Minuten raus, da wurde nur schnell ein Blatt ausgefüllt und "sie hören von uns" gesagt. Nie wieder von gehört. Kann aber nicht schaden in so vielen Datenbanken wie möglich zu stehen, wenn man auf Jobsuche ist. Andere meldeten sich nach zwei jahren noch telefonisch. Die beste Absage die ich hatte kam genau 1,5 jahre nach meiner Bewerbung. Unten stand noch der Footer im Briefbogen: absage_standard.doc drin. Musste ich mir einrahmen und konnte mir eine Mail an die wegen der "schnellen Bearbeitung" nicht verkneifen :-)
Datum: 20.07.2008 23:22
>Musste ich mir einrahmen und konnte mir eine Mail an die nicht verkneifen >:-)
Gab es darauf eine Reaktion?
Datum: 20.07.2008 23:30
Natürlich nicht, wenn man so eine Mail so formuliert: "Ich bedanke mich herzlich für die Absage bzgl. meiner Bewerbung und für die schnelle Bearbeitungszeit von nunmehr 1,5 Jahren nach Eingang. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich kein Interesse mehr an einer Mitarbeit in Ihrem Unternehmen habe. Bitte vergessen Sie nicht meine schriftlichen Bewerbungsunterlagen zurück zu senden, ich fand sie leider in der E-Mail nicht vor." (Anm.: Die Absage kam als Word Dokument in einer E-Mail) Man erlebt schon so einiges, wenn man sich in die Wildbahn begibt :-) Edit: Ich glaube dass die schlimmsten Enttäuschungen die sind, wenn man fest mit einer Zusage rechnete oder dies schon beim Gespräch gesagt bekam. Einmal hatte ich das, lief alles super, passte völlig, sollte nur noch eine Mail schreiben dass ich den Job will und wartete dann 4 Wochen auf Post, die Firma hätte ich mit dem Rad erreichen können..... die Post kam schliesslich mit einer Ablehnung. Das trifft dann recht hart.
Datum: 21.07.2008 08:19
>Die Gespräche laufen immer gleich ab, bei >Ferchau war nach nur 20 Minuten raus, da wurde nur schnell ein Blatt >ausgefüllt und "sie hören von uns" gesagt. Da habe ich auch ähnliche Erfahrung gemacht. >@Arbeiter >Arbeitest Du südlich von Berlin? Östlich von Braunschweig.
Datum: 21.07.2008 11:36
Kann jemand etwas zur encad Ingenieurgesellschaft mbH vermelden?
Datum: 21.07.2008 20:22
Den ganzen "Ingenieursgesellschaften" geht es bald noch ganz gewaltig an den Kragen! Da die Zahl der Malocher, die bereits sind, für lau bei denen zu arbeiten, immer kleiner wird, ist bals Essig mit der Absahne!
Datum: 21.07.2008 22:13
Habt doch nicht so nen Schiß! Wenn es für den Andreas als Forenbetreiber kritisch wäre, dass hier bestimmte Firmennamen auftauchen, hätte er sicher schon lange reagieren müssen... Ich fände es durchaus interessant zu wissen, welche Firma die obige ist. Wenn man das mitteilt, hat man doch wenigstens nicht ganz umsonst dort gearbeitet und kann gelich noch ein paar potentielle Bewerber warnen! Ich würd das mal nicht gleich Rufschädigung nennen, sondern freie Meinungsäusserung mit angewandter civil courage.
Datum: 21.07.2008 22:38
Der Experte wrote: > Den ganzen "Ingenieursgesellschaften" geht es bald noch ganz gewaltig an > den Kragen! Da die Zahl der Malocher, die bereits sind, für lau bei > denen zu arbeiten, immer kleiner wird, ist bals Essig mit der Absahne! Wenn mann dann anderseits wieder sieht mit welcher Selbstverstaendlichkeit sich manche Leute bei solchen Firmen "bewerben" kommen da allerdings zweifel. In Australien scheint sowas sogar die absolute Regel zu sein, dass die Firmen ihre Stellen nicht selber ausschreiben. Naja so verkommt D halt auch immer mehr nach internationalem Vorbild.
Datum: 21.07.2008 23:09
Australien hat demgenäß auch eine absolut chaotische Jobkultur. Nur Großfirmen, die ihre Niederlassungen dort haben, können noch mit guten Positionen aufwarten. Diese besetzen sie aber dann mit ihren eigenen Leuten aus dem Ausland, weil die Australier es nicht gewöhnt sind, strategisch zu denken (nicht in eigenen und nicht in fremden Angelegenheiten) während um gekehrt die australischen Firmen ihre Niederlassungen in D sehr wohl mit Deutschen besetzen.
Datum: 22.07.2008 00:47
Nochmal kurz zu den öffentlichen Kritiken an den Dienstleistern. Viele, wie ich selber auch, haben ihre ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Wenn man diese "Firmen" hier nun namentlich veröffentlicht, bringe ich also den Forenbetreiber in rechtliche Nöte. Ist das wirklich so? Er kann doch gar nicht meine subjektive Erfahrung nachvollziehen bzw. überprüfen, selbst wenn er es wollte. Die öffentlichen Feedbacks sind doch wichtig für alle, die mit dem Gedanken spielen, solche Beschäftigungsverhältnisse einzugehen. Ist also von Rechts wegen die freie Meinungsäußerung im Netz schon längst gestorben? Das wäre ja beschämend für unser Land, auf das gestern halböffentlich Rekruten vereidigt wurden.
Datum: 22.07.2008 12:39
ausserdem müssten dann ja die ganzen Bewertungsportale (kunu- dingens und so) für Firmen schon längst in Grund und Boden abgemahnt worden sein... Solange es sachlich bleibt also kein Problem.
Datum: 22.07.2008 13:39
>Leider überschwemmen die die Jobbörsen bis an die Decke mit >Luftjobs hinter denen nichts steckt. Die Erfahrung habe ich leider auch schon gemacht.
Datum: 29.08.2008 00:17
Hallo "Der Experte (Gast)", Woher hast du denn das Wissen das Australische Firmen / Australier nicht strategisch denken? Wuerde mich wirklich sehr interessieren da ich in Melbourne lebe. Wir sind seit zwei Jahren hier und grundsaetzlich muss ich dir Recht geben... :) Trotzdem woher hast du das Wissen? Interessant. PS: In der Firma in der ich arbeite ist alles was ueber eine Woche Planung hinausgeht einfach nicht vorhanden...
Datum: 29.08.2008 02:00
Alles Erfahrungen. Ich kenne genug Australier, um das Einschätzen zu können. Die Australier sind tendenziell eher ein amüsantes Feiervölkchen, so wie die Italiener und Türken.
Datum: 30.08.2008 23:24
Hallo Der Experte, No worries... Hast du schon mal in Australien gelebt? Ich meine man lernt ja nicht irgendwo einfach ein paar Aussies kennen? Keine Panik, will hier keine Debatte Pro/Contra Australien starten... Dafuer bin ich einfach zu wenig Australienfan... Habe sogar eher Heimweh und bin mehr oder weniger wegen (dem Rest) der Familie hier... Einfach Neugier meinerseits um eventuell einfach die Arbeitswelt hier in DU ein wenig besser zu verstehen... Zur Zeit raufe ich mir arbeitstechnisch einfach nur die Haare... So viel leere Versprechungen, so viel Politik und Vetternwirtschaft, einfach irre. Und wie du schon gesagt hast... keine Planung bzw. wird diese im 15 Minuten Takt umgeschmissen... Schoene Gruesse aus Melbourne
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