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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Dual High-Voltage Schottky Rectifiers 10A


Autor: Sebastian B. (lufti)
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Hallo Leute,

vor ein paar Tagen ist mein TFT-Monitor gestorben. Die Internetrecherche 
ergab, dass diese Produktreihe (VX9xx von ViewSonic) dies öfters hat. In 
einem Forum hatte einer das Problem gefunden: 2 Kondensatoren, die zu 
dich an einem Hitzeblech angebracht waren, sind gestorben. Über die 
Jahre und andauernde Hitze im Gerät einfach überbelastet.

Daraufhin habe ich meinen Monitor ebenfalls aufgeschraubt und einen halb 
geplatzten Kondensator gefunden. Das war einer der zwei, die im Forum 
erwähnt wurden. Bestellt, ausgetauscht und keine Besserung.

Nun steht ein weiteres Element in Verdacht: MBR10100CT steht darauf und 
ist das Bauteil, an dem das Hitzeblech und die zwei Kondensatoren 
angeschlossen sind.

Ich habe das Datenblatt von diesem Bauteil als Anlage angehängt.

# Könnt ihr mir vielleicht sagen, was dieses Bauteil macht?
# Oder noch besser: Könnt ihr mir sagen, wo ich es beziehen kann?
# Gibt es eventuell ein Workaround?


Wie es angeschlossen ist:
------------------------------
Pin 2 (Case) ist am Hitzeblech und an einem Anschluss des Trafos auf der 
Netzteilplatine angeschlossen.

Pin 1 und 3 sind jeweils an die Pluspole der beiden Kondensatoren 
(470µF/25V/105°C) angeschlossen, deren Minuspole zusammen geschlossen 
sind und über einen Connector die Spannungsversorgung zur 
Controllerplatine liefern.


Wie sich der Defekt äußert:
------------------------------
Der Monitor kann angeschaltet werden, die PowerLED leuchtet, aber wenn 
die Displaybeleuchtung eingeschaltet wird, bricht die Spannung innerhalb 
einer Sekunde zusammen und der Monitor versucht sein Gelingen wieder und 
wieder nach ca. 5 Sekunden erneut.


Ich habe zwei solcher Monitore parallel angeschlossen. Da dieser Monitor 
nicht mehr zu kaufen ist, wäre ich bei Abbruch der Reperatur gezwungen 
einen neuen Monitor zu kaufen, der eine andere Bauform hat, sprich: Zwei 
Bilder nebeneinander in unterschiedlicher Höhe und Aussehen.
Ich bin sehr daran interessiert, diesen Monitor zu reparieren!

Ich bitte euch, mir ein klein Bisschen dabei zu helfen, ich komme im 
Moment nicht weiter!

Vielen Dank im Voraus!
Sebastian

Autor: Sebastian B. (lufti)
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Hier noch ein paar Bilder..

Die ganze Platine:
http://img201.imageshack.us/img201/3788/dsc4378dl9.jpg

Die Kondensatoren + MBR10100CT im Hintergrund:
http://img176.imageshack.us/img176/1494/dsc4383mc1.jpg


Vielen Dank!

Autor: Sebastian B. (lufti)
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Hier noch ein genaueres Datenblatt.

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo !

Das Problem mit den Elkos ist nichts neues und betrifft bei solchen 
Angelegenheiten in der Regel "ALLE" Elkos auf der Sekundärseite eines 
Schaltnetzteiles.

Wenn die Elkos im laufe der Jahre austrocknen/explodieren und dadurch 
ihre Kapazität verlieren kann das Netzteil nicht mehr anlaufen und 
verursacht dein geschildertes Problem.

Daher alle Elkos überprüfen und eventuell tauschen.
Dabei auf die richtigen Werte achten.
( Nur wenn man es z.B "gut" meint und einen höheren Wert einbaut kann 
das ähnliche Probleme verursachen, genauso wie Low-esr-typen wo keine 
gefordert sind und umgekehrt,... )

Mfg,

Stefan

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Hallo Sebastian,

Wie du richtig erkannt hast sind die Kondensatoren kaputt.
Allerdings sind diese schon lange bevor sie so aussehen nicht mehr 
funktionsfähig. Daher wie Stefan schon schrieb alle tauschen.
Wie bist du darauf gekommen, dass die Diode kaputt ist?
Hast du ein Multimeter? Dann kannst du es leicht nachprüfen.
Auf Diodentest stellen und Von Pin 1 bzw. 3 gegen Pin 2 messen, jeweils 
in beide Richtungen.

> Pin 2 (Case) ist am Hitzeblech und an einem Anschluss des Trafos auf der
> Netzteilplatine angeschlossen.

> Pin 1 und 3 sind jeweils an die Pluspole der beiden Kondensatoren
> (470µF/25V/105°C) angeschlossen, deren Minuspole zusammen geschlossen
> sind und über einen Connector die Spannungsversorgung zur
> Controllerplatine liefern.

Das kann ich so nicht glauben.
                                Pin2
                                 |
Laut Datenblatt:  Pin1 ----|>|---o---|<|---- Pin3


mfg Esko

das nächste Mal bitte hochauflösende Fotos posten.

Autor: Sebastian B. (lufti)
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Vielen Dank für eure Hilfe!
Mein Englischbuch hat mir dann doch preisgegeben, dass es sich bei einem 
Rectifier um einen Brückengleichrichter handelt.
Diesen habe ich durchgetestet und für funktionstüchtig erklärt.

Beide nachfolgenden Kondensatoren (ausgetauscht) funktionieren auch 
super.

Nun habe ich mal direkt den Trafo angesehen, der direkt am Gleichrichter 
angeschlossen ist. (Bild in Anlage)
Um ihn vernünftig zu prüfen habe ich ihn ausgebaut und bin nun etwas 
verwirrt!

An Pin 1-4 sitzt die Primärseite,
an Pin 5-10 die Sekundärseite (-> Brückengleichrichter).

Pin 1 und  2 sind mit 0 Ohm verbunden.
Pin 3 und  4 sind mit 0 Ohm verbunden.
Pin 5 und 10 haben keinerlei Verbindung (Gehäusehalterung?)
Pin 6, 7, 8 und 9 sind ebenfalls untereinander mit 0 Ohm verbunden.

Letzteres kommt mir etwas komisch vor.
Sonstige Verbindungen sind nicht zu messen.

Ist das so korrekt?
Wenn nein, wisst ihr, wo ich so einen Transformator beziehen kann?

Autor: Andreas K. (a-k)
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Sebastian B. wrote:

> Mein Englischbuch hat mir dann doch preisgegeben, dass es sich bei einem
> Rectifier um einen Brückengleichrichter handelt.

Fast. Rectifier = Gleichrichter, schliesst auch eine einzelne Diode mit 
ein. Hier ist es eine in Schaltnetzteilen sehr oft anzutreffende 
Doppeldiode. Solche Dinger sind mal als Mittelpunktgleichrichter 
geschaltet, mal als Einweggleichrichter, u.U. auch beide Dioden 
parallel.

Ein Brückengleichrichter (bridge rectifier) jedenfalls ist das Teil 
nicht. Die sind auf der Sekundärseite von Schaltnetzteilen auch arg 
selten.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Sebastian B. wrote:

> Letzteres kommt mir etwas komisch vor.

Hochfrequenztrafos haben so wenig Wicklungen, dass der ohm'sche 
Widerstand eher gering ist.

Sieht folglich nicht so aus, als ob der hinüber wäre.

> Wenn nein, wisst ihr, wo ich so einen Transformator beziehen kann?

Nirgends. Solche Dinger gibt es praktisch nicht von der Stange. 
Überlicherweise als Kern zum selberwickeln.

Autor: Sebastian B. (Gast)
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Ich habe mich verguckt. Schande über mich!

Pin 5,6,7 gehen an den die parallelgeschalteten Dioden des Rectifires, 
wobei sein Mittlerer Pin an beide Pluspole der Kondensatoren gehen, 
deren Minuspole ebenfalls zusammen laufen und die Masse der Platine 
bilden.
Die zwei Kondensatoren sind parallel geschaltet. Da nur einer von beiden 
geplatzt war, hat die Schaltung auch so weiter funktioniert.

Der Transformator ist hin.
Habe nur die Primärseite angeschlossen und Sekundärseite gemessen. Keine 
Spannung, während ich auf der Primärseite Spannung habe.

Entweder jemand weiß, wo ich so einen Transformator her bekomme, oder 
ich muss hoffen, dass irgendwann mal jemand einen solchen Monitor 
(VX912,VX922,VX924) in eBay als gebraucht oder defekt versteigert. Auf 
letzteres möchte ich verzichten!

Ein neuer Monitor kommt auch preislich nicht in Frage.

Vielleicht fällt euch etwas ein.
Vielen Dank für eure bisherige Hilfe!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Sebastian B. (Gast)

>Der Transformator ist hin.

Woraus schliesst du das?

>Habe nur die Primärseite angeschlossen und Sekundärseite gemessen. Keine
>Spannung, während ich auf der Primärseite Spannung habe.

Mit dem Multimeter gemessen? Bei einm Schaltnetzteil? Am offenen Herzen? 
Keine gute Idee. Bau den Trafo komplett wieder ein und miss mit einem 
Oszi.

>Entweder jemand weiß, wo ich so einen Transformator her bekomme, oder

Kann man, wenn es WIRKLICH notwendig sein sollte, auch selber wickeln.

MFG
Falk

Autor: Andreas K. (a-k)
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Sowas mit einem Oszi zu messen ist aber auch nicht trivial, jedenfalls 
nicht auf der Eingangssseite vom Schaltregler. Ohne Trenntrafo ist das 
gefährlich sowohl für den Messenden wie auch für alle beteiligten 
Komponenten.

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