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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltregler/Schaltnetzteil RICHTIG entwickeln/dimensionieren


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

ich wollte schon immer mal einen Schaltregler, z. B. LT1170 richtig 
dimensionieren. Ich habe bis jetzt nur mit SwitcherCAD rumgespielt und 
paar Werte für die Frequenzkompensation ausprobiert, bis es stabil lief, 
aber nur unter bestimmten Betriebsbedingungen. Nun basiert aber alles 
auf physikalischen Gesetzen und man kann dies mit (Differential-) 
Gleichungen beschreiben. Der R in der Freq.-komp. ist ja das I-Glied, 
der C das P-Glied. und ich weiß auch, dass die Ausgangsspannung im 
Prinzip den Anstieg der Spannung am C der Freq.-komp. bewirkt und diese 
den Abfall der Spg. am Ausgang, also grob gesagt DGL. 2. Ordnung. Und 
nun will ich den aperiodischen Grenzfall finden. Aber da kommt ja noch 
hinzu, dass der Schaltregler nunmal schaltet, weshalb der Regler bei zu 
starker Dämpfung der Regelstrecke seine eigen Oszillation ausregeln 
will...
Also, wo lerne ich am besten die notwendigen analytischen 
Betrachtungsmethoden, um so gut wie jedes Schaltnetzteil exakt planen zu 
können, ohne herumprobieren?

Autor: Bernd G. (Gast)
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Die Berechnungsmethoden stehen bei einigen älteren Schaltreglern noch im 
Datenblatt des Herstellers z.B. bei OnSemi für den MC 34063.
Da du bei den neuen Reglern die Innenschaltung nicht kennst, mußt du 
dich auf die Hilfmittel der Hersteller (SwitcherCAD, Swift usw.) 
verlassen, die auch immer wesentlich bessere Ergebnisse liefern, als die 
Selbstberechnung,
weil sie alle bekannten Gegegenheiten berücksichtigen.

Fazit: laß das Selbstrechnen sein, es bringt wahrscheinlich nur sehr 
unbefriedigende Ergebnisse und setzt ein sehr umfangreiches 
Analogschaltungswissen voraus.

Lernen? Applikation Notes alter Schaltregler (ca. 15 - 20 Jahre alt), da 
standen viele interessante Sachen drin.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Aber machen das selbst die Profis so, dass sie in SwitcherCAD die 
Schaltung zusammenbasteln und dann mit verschiedenen Werten probieren?

Autor: Michael G. (sparrenburg)
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Hallo,
ich bin im Augenblick dabei, einen Sperrwandler zu basteln mit nem 
Eingangsbereich von 40...400VAC. Das geht nur zu Fuss. Hilfreich sind, 
wie schon erwähnt, die Datenblätter und Appl-Notes, sowie auch Bücher in 
diesem Bereich.

Auch eine Suche nach dem TL431 und dessen Applikationen bringt viele 
Beispiele und Betrachtungen.

Probieren kann jeder... Aber wenn es auf den Markt gehen soll, sollte 
man schon wissen, was im Gerät wann und vor allem warum passiert.

Und ich denke, den ap. Grenzfall zu finden, wird schwierig, da der 
gesamte Regelkreis Lastabhängig ist. Die Eckfrequenz sollte eh etwa 1/10 
unter der Schaltfrequenz des PWM IC's liegen. Das macht schon mal Sinn.

Das Schwierigste Bauteil ist der Trafo. Mann muß vorher wissen, welche 
Eingangspannung man hat...das Tastverhältnis...die Schaltfrequenz...die 
Ausgangsleistung...
Wenn das alles definiert ist, kann man mit viel Rechnen, aber dann doch 
relativ übersichtlich einen Ersten fertigen lassen oder selber wickeln.

Es ist keine Zauberei...nur ekelhafte Regelungstechnik und widerlicher 
Magnetismus :-)

Eine kleine Anleitung hab ich hier mal gefunden:
http://www.datasheetcatalog.org/datasheet2/6/0eqfa...

LG
Michael

Autor: Bernd G. (Gast)
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Hallo Stefan,

sieh mal hier nach: 
http://focus.ti.com/analog/docs/toolsoftware.tsp?f...

Auch unter "knowledge base" bei TI = viele interessante Sachen.

> Aber machen das selbst die Profis so, dass sie in SwitcherCAD die
Schaltung zusammenbasteln und dann mit verschiedenen Werten probieren?

Ja, es ist eine schnelle Abkürzung auf dem Weg zum Geld. Mein letztes 
netzbetriebenes SNT habe ich vor 15 Jahren selbst gemacht, weil es was 
exotisches war: -2 V Terminierungsspannung für ECL-Schaltkreise mit 12 
A,
wegen niedrigster Verluste als Halbbrücken-Flußwandler mit 
Synchrongleichrichter. Sehr anstrengend.

Wenn ich nur kann, benutze ich heute preiswerte Konfektionsware.

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