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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeitsplatzwechsel in der jetzigen Zeit


Autor: Hans (Gast)
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Hallo,

ich bin Etech-Ing und seit 1,5 Jahren bei meinem ersten Arbeitgeber.
Jetzt überlege ich zu wechseln weil ich mit den Rahmenbedingungen nicht 
zu frieden bin, d.h fast 30% meiner Zeit vergeude ich mit internen 
Abläufen die einfach nur umständlich sind.

Nur jetzt hört man ja immer wieder von weltweiter Kreise und so weiter.

Wie schätzt ihr die Zeit ein, sollte man jetzt noch wechseln oder auf 
einem relativ sicheren Arbeitsplatz verbleiben?

Gruß
Hans

Autor: Rumpel (Gast)
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Nur 30 Prozent Overhead? Wenns nur das ist, weniger wirst du kaum 
irgendwo haben. Gibts noch andere Gründe?

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. 8-)

Autor: Hans (Gast)
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es gibt auch noch andere Gründe:
- Arbeit bringt kein Spaß, seit 5 Jahren bin ich der erste neue also 
schieben die Kollegen alles was kein Spaß mach auf mich ab.
- Einarbeitung war suboptimal, es ist schwierig Infos warum man etwas so 
macht von den Kollegen zu bekommen. " Wir machen das schon immer so, 
warum keine Ahnung." Jeder meint halt er sei der Gott auf seinem Gebiet 
und ungeheuer wichtig, nur keine Infos teilen.
- Es wird nicht eingesehen das man entweder eine Funktionsbeschreibung 
oder Ahnung von der Materie braucht um etwas zu programmieren.
- miese Stimmung in der Firma : " Hoffentlich geht das hier noch 5 Jahre 
gut", "Viele bleiben nur wegen des Geldes"
- Chef ist in meinen Augen eine Pfeife, er interessiert sich nicht für 
die Etechnik, wir sind nur das Anhängsel für das Hauptgeschäft. Außerdem 
kann man sich nicht auf seine Aussagen verlassen, diese ändern sich im 3 
Monatszyklus


mit den 30 % meine ich Dinge die durch schlechte Organisation entstehen:
- Hinter Lieferanten hertelefonieren
- mit der Buchhaltung telefonieren damit die Lieferanten bezahlt werden 
( Umstellung der Software und der Zahlungsbedingungen)
- Intern mit der Personalabteilung damit man irgendwelche Infos bekommt 
oder auch damit die eigenen Reisekosten mal bezahlt werden
usw...

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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> Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. 8-)

Dem schließe ich mich an.

Autor: Max (Gast)
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Arbeitest du im Osten?
Wechsle jetzt, bevor es zu spät ist. Für den Einstieg ist ein 
Ingenieurdienstleister (keine ANÜ!) mit Inhouse-Entwicklungen nicht 
verkehrt.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Du solltest alleine deswegen wechseln, weil Du mit der Situation 
offensichtlich (und verstaendlich) vollkommen unzufrieden bist.

Autor: pst (Gast)
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Sie auf jeden Fall vorsichtig mit guten Ratschlaegen von Leuten, von 
denen du nicht mal weist, ob sie noch an der (Hoch-)schule rumhaengen. 
Sorry, wenn das jetzt fies klingt - aber die ganzen Sprueche habe ich 
schon von vielen Leuten gehoert, aber die meisten davon hatten nur noch 
die Erfahrung gemacht, dass der naechste Job zwar oft anders, aber 
selten besser ist. Du solltest dir also nicht nur gruendlich ueberlegen, 
was dich stoert, sondern auch, was dir gefaellt - leider wird dir das 
Meiste davon erst auffallen, wenn du nicht mehr zurueck kannst.

Autor: Sonnenschein (Gast)
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Die Stimmung in einem Betrieb kann sich schon von Abteilung zu Abteilung 
sehr unterscheiden. Wenn du einen sicher Job hast, dann kannst du dich 
ja trotzdem umschauen und entsprechend hoch Pokern. Tatsächlich wechseln 
musst du ja nicht.

Autor: Gast (Gast)
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@Hans


es gibt auch noch andere Gründe:
- Arbeit bringt kein Spaß, seit 5 Jahren bin ich der erste neue also
schieben die Kollegen alles was kein Spaß mach auf mich ab.
- Einarbeitung war suboptimal, es ist schwierig Infos warum man etwas so
macht von den Kollegen zu bekommen. " Wir machen das schon immer so,
warum keine Ahnung." Jeder meint halt er sei der Gott auf seinem Gebiet
und ungeheuer wichtig, nur keine Infos teilen.
- Es wird nicht eingesehen das man entweder eine Funktionsbeschreibung
oder Ahnung von der Materie braucht um etwas zu programmieren.
- miese Stimmung in der Firma : " Hoffentlich geht das hier noch 5 Jahre
gut", "Viele bleiben nur wegen des Geldes"
- Chef ist in meinen Augen eine Pfeife, er interessiert sich nicht für
die Etechnik, wir sind nur das Anhängsel für das Hauptgeschäft. Außerdem
kann man sich nicht auf seine Aussagen verlassen, diese ändern sich im 3
Monatszyklus


mit den 30 % meine ich Dinge die durch schlechte Organisation entstehen:
- Hinter Lieferanten hertelefonieren
- mit der Buchhaltung telefonieren damit die Lieferanten bezahlt werden
( Umstellung der Software und der Zahlungsbedingungen)
- Intern mit der Personalabteilung damit man irgendwelche Infos bekommt
oder auch damit die eigenen Reisekosten mal bezahlt werden
usw...



Wo arbeitest du :-)
(Grobe Info reicht)
Das ganze kommt mir sehr bekannt vor :-)

Ist wohl überall so... aber damit musst du leben würd ich mal sagen

Autor: Max (Gast)
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Schon jeder einzelne Punkt den Hans aufgeführt hat würde für mich 
reichen um zu wechseln. Als einzige Neueinstellung seit 5 Jahren trifft 
er auf verkrustete Strukturen und Kollegen, die in ihm möglicherweise 
eine Gefährdung ihrer eigenen Stellung sehen.
Gehe davon aus das du in deiner Firma nichts ändern kannst. Und dann 
frage dich ob du dir vorstellen kannst in einem Jahr noch genau dasselbe 
mit den selben Kollegen zu tun!

Autor: Lobster (Gast)
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Ich kann deine Situation gut nachvollziehen und würde dir raten dich 
umzuschauen. Wenn deine Firma größer ist, dann schau doch mal ob es 
nicht etwas in anderen Abteilungen gibt.

Lasse dir ruhig noch etwas Zeit etwas passendes und gutes zu finden. 
Nach dann etwa 2 Jahren BE kann man schonmal wechseln ohne sich vom 
neuen Personaler dumme Fragen stellen lassen zu müssen. Blöde Fragen aus 
der alten Abteilung werden dann sowieso kommen... lasse das einfach ohne 
Kommentar an dir vorbeigehen und deine alten Kollegen werden selber mal 
über die Mißstände nachdenken.

Die Konjunktur wird vermutlich etwas abflauen. Ich schätze aber, dass 
man als junger Ing mit (etwas) BE trotzdem noch etwas finden wird. Du 
kündigst den alten Job ja dann eh erst wenn du den neuen Vertrag hast. 
So schlecht, dass man unzufrieden in seinem Job sein muss, ist die Lage 
für Ings nicht.

Gruß
Lobster

Autor: Bri (Gast)
Datum:

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Merke: die Summe der Scheiße ist konstant.

D.h. wenn etwas in der neuen Firma besser ist, dann ist anderes 
schlechter.

Autor: Ratgeber (Gast)
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Momentan herrscht Éinstellungsstopp, weil die Gehaltsforderungen der 
wenigen im Markt verbliebenen "freien" Ingenieure zu hoch sind. Deshalbe 
bedienen sich alle aus dem Pool der Dienstleister. Dort bei denen werden 
dann ganz unten viele Stellen frei. Viel Spass.

Als Anfänger bist du eben immer unten. Nimm es hin.

Autor: Gast (Gast)
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Merke: die Summe der Scheiße ist konstant.


Der ist gut ;-)
Beinhaltet aber viel wahres...

Autor: Besserwisser (Gast)
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> Momentan herrscht Éinstellungsstopp, weil die Gehaltsforderungen der
> wenigen im Markt verbliebenen "freien" Ingenieure zu hoch sind. Deshalbe
> bedienen sich alle aus dem Pool der Dienstleister.

Und dann bekommt ihr Leute vom Dienstleister, die ihr niemals einstellen 
würdet. Aber Hauptsache billig.

Autor: Jobsucher (Gast)
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Leider ist es so, wie viele schon schreiben ...

Ich arbeite zwar nicht als Ing., habe aber tagtäglich mit dem Problem 
"Ing." zu tun.

Ach so: Ich bin Instandhalter in einem großen Industriebetrieb in 
Hessen.

Was die hier aus dem Pool der Seelenverkäufer als Ingeneure und 
Techniker einstellen ist grauenhaft. Auch hier ist das Motto: "Es wird 
gespart um jeden Preis !!! Koste es, was es wolle !!"

Auch wenn Du nun in einer Firma sitzt, die Dir keinen Spaß macht. Wenn 
die Bezahlung stimmt, dann betrachte die als "Schmerzensgeld" und 
bleibe, wo Du bist. Es kann nur noch schlimmer werden, weil Du evtl. in 
einem ähnlichen Laden wie dem unseren landest und dann als einziger 
Interner den Mist der Kollegen aus dem Pool der Seelenverkäufer 
geradebügeln darfst.

Ich bin auch dabei, mir einen neuen Job zu suchen, allerdings habe ich 
die letzten 6 Jahre darauf hingearbeitet. Ich bin Techniker in 
Prozessautomatisierung, Technischer Betriebswirt und Techniker in 
Energietechnik. (Alle Abschlüsse beim DAA) aber auch mit der Ausbildung 
und einem Eintrag in den einschlägigen Portalen, melden sich nur 
Seelenverkäufer und keine Firmen.

Gruß vom gefrusteten Jobsucher.

Autor: Max (Gast)
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@Jobsucher
Solche Leute wie du sind das größte Problem für Berufseinsteiger!

Nur Wissen akkumulieren, "sich unentbehrlich machen" und keinesfalls 
Informationen weitergeben. Was sollen die Externen deiner Meinung nach 
tun? Dir huldigen nur weil du schon länger in der Firma bist? Oder doch 
lieber Dienst nach Vorschrift?

Ich weis jedenfalls warum du gefrustet bist.

Autor: Ratgeber (Gast)
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Blaubär würde jetzt sagen : Ich bin der Unersetzlichste!

Autor: Rolf (Gast)
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>Ich bin auch dabei, mir einen neuen Job zu suchen, allerdings habe ich
>die letzten 6 Jahre darauf hingearbeitet. Ich bin Techniker in
>Prozessautomatisierung, Technischer Betriebswirt und Techniker in
>Energietechnik. (Alle Abschlüsse beim DAA)

Dein Engagement in Ehren, aber wer soll Dich jetzt nehmen? Hast Du jetzt 
so wenige, daß Du einen wirklichen Gehaltssprung machen kannst?

Gerade Techniker werden (leider) oft für die Sachen eingesetzt, die die 
höherbezahlten nicht machen wollen. In einer neuen Firma bist Du immer 
ein bischen der Depp! Wenigszens ein bischen.

Autor: Jobsucher (Gast)
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@Max
Ich akkumuliere kein Wissen. Z. Zt. bin ich einfach in der 
Instandhaltung tätig. Als Energieelektroniker auf Schicht. Piepser, 
Anrufen, Reparieren, Verpissen, Piepser, usw.
Die Leistungen der Ing. von den Seelenverkäufern machen mir den Job zur 
Hölle, weil die noch nicht einmal in der Lage sind, z. B. in einer 
Anlage mit laufenden Antrieben, die aber abgekündigt sind, neue 
reinzuplanen die passen und genau so weiterlaufen, wie vorher.
Wir hatten einen Ing. da, der angeblich seinen Ing. mit Schwerpunkt in 
Antriebstechnik gemacht hat. Der Typ konnte noch nicht einmal einen 
Drehstrommotor von einem normalen fremderregten Gleichstrommotor 
unterscheiden.
Die internen sind auch nicht besser.

@Rolf
Ich muß ja nicht wechseln. Bisher habe ich rund 300 Bewerbungen raus. 
Bei 73 Vorstellungsterminen Bundesweit war ich nun schon.
Es waren da min. 47 Firmen, die mich sofort genommen hätten. Davon waren 
42 aber nicht bereit mir min. ein Gehalt zu zahlen (Nach 6 Monaten 
Probezeit mit Anfangsgehalt viel kleiner als mein jetziges Netto), das 
nach allen Abzügen mein jetziges Netto als Facharbeiter abwirft.
Bei den restlichen 5 waren die Vorstellungsgespräche beim Austausch der 
Gehaltsvorstellungen zu Ende. (Was ist denn dabei, einem Techniker ein 
Gehalt zu zahlen, das 2200 Euro netto im Monat bringt. Mein jetziger 
Facharbeiterlohn ist sogar höher und da habe ich mit allen Zulagen knapp 
2700 Euro netto im Monat raus.)

Von den anderen Firmen nach langen Tagen mit Gesprächen und Geplänkel 
meist nur die Unterlagen in einem erbärmlichen Zustand mit Stempeln und 
Gekritzel drauf, zurück.

Der Jobsucher.

Autor: G. L. (glt)
Datum:

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@Hans

Als Berufsanfänger wird über kurz oder lang ohnehin mal ein 
Arbeitsplatzwechsel sinnvoll - um sich zu entwickeln.

Wechseln auf Biegen und Brechen? Würd ich nicht, aber mal Augen u. Ohren 
offen halten, ob sich nicht doch was auftut - dann aber los.

Autor: No Name (nohelp)
Datum:

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@Jobsucher: ca. 5000€ Brutto, von dem du anscheinend sprichst, ist aber 
auch schon 'ne Menge Holz. Das kriegen nicht mal die meisten Ingenieure.

Autor: Max (Gast)
Datum:

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@jobsucher
Okay, ich verstehe dich jetzt besser. Es ist nunmal so das ein Studium 
nur theoretisch ausbildet. Ich finde das auch nicht gut, da so höchstens 
die Hälfte hängenbleibt.
So kann es passieren das ein fertiger Elektroingenieur unter bestimmten
Bedingungen einen Gleichstrommotor nicht von einem Drehstrommotor 
unterscheiden kann. Deshalb ist die Einarbeitung so wichtig. Auf einmal 
werden dann Zusammenhänge klarer die an der Hochschule noch nicht mal 
erwähnt wurden, weil angeblich "trivial".

Übrigens bist du sehr gut bezahlt!
Soviel habe ich lange nicht als Ing.(FH) 40h.

Autor: Jobsucher (Gast)
Datum:

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Das sind keine 5000€ brutto ...

Zwischen 650 und 800 Euro sind steuerfreie Zulagen für Nachtarbeit, 
Sonderschichten, Notdienst und angeordnete Überstunden (So bis 30 Std. / 
Monat)

Das relativiert die Sache dann. Mein regelmäßiges Netto ohne Zulagen und 
Extras ist rund 1989 € im Monat.

Die will ich bei einem Jobwechsel mindestens wieder raushaben.
Wenn es dann eine Technikerstelle ist, dann muß der, nun steuerfreie, 
Teil im netto so mit drin sein.
Schließlich will ich ja eine Veränderung nach rund 6 Jahren Schule in 
Teilzeit merken.

Der Jobsucher

Autor: Peter (Gast)
Datum:

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@ Jobsucher

wen ich dich richtig Verstehe willst du dich finanziell nicht 
verschlechtern, da du schon sehr viel Geld bekommst.
Aber du willst das selbe oder mehr verdienen mit einer 35 oder 40h 
Woche?
Ich denke das ist unrealistisch.

Aber wenn du eine Firma findest die das bezahlt und noch andere sucht,
ich will auch...

Autor: Rolf (Gast)
Datum:

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> Bisher habe ich rund 300 Bewerbungen raus.
Ich würde sagen, dann vergiss es! Diese Zahl alleine zeigt, daß Du im / 
dem Markt (derzeit) nicht mehr wert bist!

Warte ab oder gehe mit dem Gehalt runter, um eine bessere Position zu 
bekommen, in der Du Dich wohler fühlst und / oder besser entwickeln 
kannst.

>Bei 73 Vorstellungsterminen Bundesweit war ich nun schon.
73 Vorstellungsgespräche sind nach meiner Rechnung 500 Stunden an 
Investition! Das ist viel zuviel! Du agiest unwirtschalftlich!

Wenn man mit 10 Bewerbungen, (in denen die Gehalstforderung enthalten 
ist!) etwa 7 Angebote zur Bewerbung bekommt von denen dann 3-5 zu 
Angeboten führt, dann hat man genau ein mittelmässiges Gehalt gefodert 
-> 50% Level. Leute, die soviele Rückmeldungen bekommen, haben ein zu 
geringes Gehalt. Wohlgemerkt, WENN! man das GEhalt in der BW angegeben 
hatte!

Das Ziel muss es immer sein, so hoch zu fordern, daß man nur noch 3 von 
10 Bewerbungen als Rücklauf hat, damit die weniger aussischtslosen 
weggefiltert werden (z.B. weil man dort nicht gut genug passt, oder dort 
generell nicht genug gezhalt wird). Von den dann noch 3-4 Vorstellungen 
sollte man ein Angebot herausschlagen können, wenn das GEspräch gut 
läuft.

Um genug Angebote zu haben, braucht man also 30-40 Bewerbungen mit 
maximal 12-15 Einladungen von denen man maximal 10 auch macht, wenn 
nötig. Realistischerweise sollte bereits nach dem 5. Gspräch 2-3 gut 
Angebiote haben. Die sollten sich auch nicht groß voneinander 
unterscheiden.

Autor: Jobsucher (Gast)
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@Rolf

Deine Rechnung ist schon richtig. Bei den wenigsten Bewerbungen war ein 
Gehalt anzugeben.
Wenn ich bei einer Bewerbung eine Gehaltsvorstellung angegeben habe, 
dann immer zwischen 4300€ und 4750€ für 40 Std./Woche. Das waren dann 
auch Firmen, die weltweit agieren und Inbetriebnehmer, Programmierer für 
SPS mit WinCC flexible und Sinamics suchten.

Leider waren dann die Aussagen der Personaler und die Gespräche mit den 
Leuten, die in den Abteilungen die Projekte managen so weit 
gegensätzlich und auf Nachhaken dann immer verworrener, das man besser 
einen Job behält, als mit großen Versprechungen in eine Firma gelockt 
wird um dann dort wieder einen stupiden und langweiligen Job zu machen.

Ich bin dazu auch nicht mehr der Jüngste (39) aber Single und keine 
Kinder, also voll flexible.

Mal schauen, was sich da noch so entwickelt. Die Firma, in der ich nun 
arbeite ist so im Markt aufgestellt, das ich da wohl noch meine Rente 
erleben werde, wenn sich mit einem anderen Job nichts tut.

Der Jobsucher.

Autor: Insider (Gast)
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Hallo

Wohin die "Reise" geht hängt von Faktoren ab , bzgl derer mit gesundem
Menschenverstand kaum kalkuliert werden kann.

Kalkulieren kann man aber sehr wohl mit der Tatsache, das viele 
entscheidungsfähige Einsteller der HRs trotz besserer Konjunktur
immer noch ein einem sehr kleinen Denkszenario bewegen

Es ist noch gar nicht lange her ,da galten 39 jährige als nicht mehr
arbeitsfähig und das wurde knallhart komuniziert.

@Rolf  , das sehe ich nicht so: Das Problem ist ,das diese Personaler
von "oben" Vorgaben bekommen ,die eher als tendenziös und äusserst
kurzsichtig bezeichnen lassen.

Wenn man das Wirtschaftliche Gesamtszenario sich betracht ,dann müßte
eigentlich das Anfangsgehalte eines Uni-Ing  bei 70-80000 Euro liegen 
....
Tut es das . Man hätte gerne die "Fachkräfte" für 30000 und selbst
2007 zahlte man bei Bosch auch nur 600 Euro Brutto im Monaz mit der evtl
Aussicht auf Übernahme....

Im weiteren sind Angaben wie "Ziel muß sein soviel zu fordern...." 
fragwürdig
weil obiges Beispiel offenkundig zeigt , daß es kaum einen vernünftigen
common sense bzgl Gehalt gibt ....

Wenn die Wirtschaft weiter derart in die Knie geht wie seit einigen
Quartalen, dann sind Gehaltswünsche eh akademischer Natur.

Deutschland hat nicht mehr den gut verdienenden "Mittelstand" . In summa
bleibt Netto Hartz4 + vielleicht 300 Euro max. übrig, wenn man sich
so umhört und das "Mehr" wird durch zB übertriebenen Luxus bzgl Auto
weggezehrt....

Es dürfte klar sein ,das die negative Gehaltsschraube noch fester
angezogen wird , ergo MINT Studiengänge ein völliger Fehlgriff sind
wenn nicht Auswanderung als nächster "Karriereschritt" folgt.

Autor: gast (Gast)
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@ Hans

Ich denke, dein größtes Problem bei einem "jetzigen" Wechsel wird es 
sein, dass die mit 1.5 Jahren nicht viel Berufserfahrung nachweisen 
kannst, d.h. jeder "gute" Personaler wird dich auf eine Stufe mit einem 
Absolventen stellen. Womit er auch erst mal recht hat, da in der 
Wirtschaft nicht nur Fachwissen sondern auch der Umgang in vielen 
Abläufen eines Unternehmens gefordert wird. Und da sind 1.5 Jahre nun 
einmal nicht viel. I.d.R. sollte man seine "erste" Anstellung erst nach 
4-6 Jahren wechseln, so kann man wirklich Erfahrung vorweisen und auch 
der Personaler hat dann ein wenig das Gefühl, das sich jemand bewirbt, 
der nicht gleich bei der ersten Kleinigkeit die ihm nicht passt die 
Firma wieder verlässt.

Autor: R.M. (Gast)
Datum:

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>d.h. jeder "gute" Personaler wird dich auf eine Stufe mit einem
>Absolventen stellen.

Naja, sagen wir mal "fast!". Man kann schon einen ordenltichen Sprung 
machen, wenn man nach 1.5 Jahren wechselt, braucht aber einen guten 
Grund.

Autor: Insider (Gast)
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ich nochmal,

nach 1,5 Jahren --- du ich mußte unfreiwillig noch früher wechseln,
weil ich es geschafft habe ein Projekt/Verfahren zügiger 
durchzuentwickeln
(als es einigen scheinbar lieb war ) und in summa die GL ausgerechnet
die Leute feuerte die sachbezogene Ahnung hatten...

Achja in einer anderen Firma später war es ähnlich - und um das
gleich klarzustellen , die "Problematik" ist kein singuläres Phänomen -
ich kenne viele die ähnlich schnell wechseln mußten ( so denn der 
Arbeitsmarkt dies "schnell" ermöglichte -- sprich man idealerweise 
auswandert... oder sich gleich selbstständig macht )

Will heißen , wenn sich heutzutage Personaler nur daran orientieren , 
wie
lange sich einer in einer Firma "aufgehalten" hat . Da braucht man sich
über vieles nicht zu wundern.....

Ich habe über die Zeit einiges erlebt und möchte fast konstatieren ,daß
es wirklich gute Personaler nicht mehr gibt.  Bedingt auch durch die
Tatsache ,daß viele zu oft dorthin "hingenötigt" werden ....und 
natürlich
ein gewisser Frust, weil die Kostendeckelung eine vernünftige
Personalsuche gar nicht mehr zuläßt .

Im Umgang mit wirklich guten Leuten ist man schnell überfordert( auch in 
den sog. Fachabteilungen (!!)  ) und merkt das nicht mal - betsenfalls
kritisiert man hinterher die "Unverfrorenheit" der Gehaltswünsche ....

@Hans . Hinzu kommt noch , daß einige sich einbilden ,nur weil einer zB
4 Monate nen Job sucht gar nachzuhaken "ob man denn überhaupt noch 
arbeiten
könne"   ( einer von vielen anderen dummen Sprüchen )

Anbetracht dessen ,das hierzulande 6 Wochen Urlaub üblich sind/sein 
sollten
In den USA genügend sog. Sabbaticals machen , also über ein jahr 
"Auszeit" nehmen....  da ist schon angemessen zu hinterfragen wieviel 
abgesessene
Berufszeit ( die mit Berufserfahrung nicht gleichsetzbar ist ) überhaupt
als notizfähig relevant ansehbar ist....

Somit ist es sehr schwierig zu sagen ,ob man nach 1,5 Jahren wechseln 
soll.
Man kann Glück haben auch in Richtung endelich adäquates Gehalt. Aber 
wenn
zb nach nochmal 2 Jahren es wieder (un)freiwillig zum Wechsel kommen 
sollte
kann es ganz schnell passieren bei der Checklistenmentalität der HR , 
daß
es nur drei Wahlmöglichkeiten gibt :

- Hartz4
- selbstständig werden
- Auswandern

Autor: R.M. (Gast)
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Zum Thema Auswandern: Wer es in Deutschland nicht schafft, der kriegt es 
auch im Ausland nicht hin!

Autor: Horst (Gast)
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> Zum Thema Auswandern: Wer es in Deutschland nicht schafft, der kriegt es
> auch im Ausland nicht hin!

Dann haben die ca. 150.000 Auswanderer die jedes Jahr unsere Republik 
verlassen ja ein echtes Problem.

Autor: Gastarbeiter (Gast)
Datum:

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Haben sie auch. Viele verarmen dort noch weiter und nicht wenige kommen 
wieder. Wieso sollte es im Ausland einfacher sein ?

Es gibt doch nur zwei Situationen, die tatscählcih funktioniert:

1) Man hat hier gut verdient und kann es sich leisten oder verdient im 
Ausland nicht deutlich schlechter, will aber dahin aus privaten Gründen 
(oder muss dahin, wegen der deutschen Steuer oder den Justizbehöredn)

2) Man arbeitet in einem der sehr wenigen Jobs, in denen es in 
Deuschland zu viele Leute und im dortigen Ausland zu wenige gibt! Da 
fallen mir nour die Ärtze in D. ein, die lieber in Nordschweden und 
Lappland arbeiten - sowie die in D arbeitslosen Zimmerleute vom Bau ein, 
die in Finnland und Norwegen Boote und Häuser bauen.

Sonst noch jemand ?

Autor: Sonnenschein (Gast)
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Viele Auswanderer sind junge, gut ausgebildete Leute, denen es in 
Deutschland einfach stinkt. 50% vom Lohn darf man beim Staat abliefern, 
für alles braucht man eine Bewilligung, alles ist reglementiert und was 
das Volk wünscht wird schon lange nicht mehr umgesetzt... Was hält einen 
denn noch in diesem Land? Höchstens noch Familie und Freunde.

Deutschland hat einen riesigen Schuldenberg und gespart wird an den 
Bürgern, Leistungen werden eingeschränkt und dafür darf man dann noch 
mehr beim Staat abliefern. Vielleicht sollte man dem Beispiel von 
Siemens folgen und den riesigen Verwaltungswasserkopf erstmal abspecken 
lassen.

Sicher verärgert es viele Menschen hier, wenn einerseits Leistungen 
eingeschränkt werden müssen und auf der anderen Seite sich die 
Regierenden die Taschen vollstopfen. Solche Meldungen können schon mal 
der letzte noch nötige Schubs in Richtung Auswandern sein.

Ich kann verstehen, wenn Leute nach Amerika, Australien, Kanada etc. 
auswandern. Dort ist warscheinlich einiges auch nicht besser, dafür hat 
man wenigstens das Abenteuer Auswandern erlebt.

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