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Forum: HF, Funk und Felder Verständnisfrage zu Filter und Reflektionsfaktor


Autor: Frank Herbert (hunkete)
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Hallo, ich habe eine Verständnisfrage zu obiger Filterschaltung (Bild 
1). Der Filter ist ein Bandpass mit Durchlassbandbreite 10 MHz und 
Mittenfrequenz 85 MHz. Er soll einmal in einem Überlagerungsempfänger 
zwischen 50 Ohm Antennenausgang und 1000 Ohm Mischereingang als 
Spiegelfrequenzfilter zum Einsatz kommen. Hier fehlt allerdings noch das 
Anpassnetzwerk (kann man Filter und Anpassung eigentlich kombinieren?).

Den Frequenzgang des Filters zeigt Bild 3. Wie erwartet entspricht die 
Eingangsimpedanz des Filters (vom 50 Ohm Quellwiderstand aus gesehen) im 
Durchlassbereich mit 1000 Ohm ungefähr der des Lastwiderstandes (Bild 
2). Dadurch beträgt der Reflektionsfaktor zwischen Quellwiderstand und 
Filter 0,9 (Bild 4).

Und hier brauche ich jetzt mal ne anschauliche Erklärung. Wenn fast die 
komplette Leistung vom Filter reflektiert wird, wie kann dann die 
Filterdämpfung 0 db betragen?

Autor: Bernhard (Gast)
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Weil du die vermutlich die Spannungsverstärkung aufgetragen hast, und da 
die 50 Ohm Quelle durch den 10k Widerstand kaum belastet wird, kommen 
etwa 0dB heraus. Wenn man verfügbare Leistung der Quelle zu abgegebener 
Leistung an Last ins Verhältnis setzen würde, sähe das nicht mehr so gut 
aus. Deshalb solltest du die Schaltung nochmal durchdenken. Du hast es 
bereits gesagt, dass man Filter und Anpassung kombinieren kann.  Bist du 
sicher, dass der Mischer 1000 Ohm am Eingang hat? Das ist sehr 
hochohmig.

Autor: Bernhard (Gast)
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Sehe ich jetzt erst: Die Werte für die Spulen sind vollkommen 
unrealistisch, 8nH und 450pF funktionieren bei 85MHz nicht als 
Schwingkreis. Unter 40-50nH würde ich bei der Frequenz nicht gehen. 
Sonst hast du keine Güte mehr.

Autor: Frank Herbert (hunkete)
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Es geht mir hier erstmal eher um das Verständnis als um die konkrete 
Dimensionierung.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich hab mal einen ähnlichen Bandpass gebaut, allerdings beidseitig 50 
Ohm Abschluß. Anscheinend muß der Serienkreis hochohmig sein ( wenn man 
die Blindwiderstände der Bauteile betrachtet), während der Parallelkreis 
niederohmig sein muß.

Autor: Bernhard (Gast)
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Kannst ja mal sowas versuchen:

http://www.qrp-project.de/Media/pdf/Spulenexperimente.pdf

Also zwei lose gekoppelte Schwingkreise. Der Koppelkondensator (im Link 
2.2 pF) sollte bei deiner Frequenz dann eher 0.5pF sein, machst du den 
nämlich zu groß dann prägen sich zwei Durchlassbereiche in etwas Abstand 
zueinander aus (unerwünscht). Anstatt Ringkernen kannst du auch 
Luftspulen verwenden, und anstatt Koppelwindung eine Anzapfung. Führst 
du die Resonanzkapazitäten mit Varicaps aus, dann kannst du es sogar mit 
deiner Empfangsfrequenz mitführen.

Autor: Bernhard (Gast)
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Hat das praktisch funktioniert, Christoph? 2,6µH finde ich bei 96MHz 
schon eine ganze Menge. Liegt die SRF da nicht schon drunter?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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So sieht die Durchlaßkurve aus, ob die Serienresonanz überschritten ist 
weiß ich nicht.

Autor: Nixwisser (Gast)
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"Und hier brauche ich jetzt mal ne anschauliche Erklärung. Wenn fast die
komplette Leistung vom Filter reflektiert wird, wie kann dann die
Filterdämpfung 0 db betragen?"

Das Filter dämpft die SPANNUNG deshalb mit 0dB, weil es hochohmig (?) 
abgeschlossen ist.

Der Reflexionsfaktor r=0,9 am Filtereingang besagt, dass die vom 
Generator mit dessen Innenwiderstand maximal mögliche, an den 
Verbraucher abgebbare LEISTUNG bei weitem nicht erreicht wird ( wäre 
dann der Fall, wenn beide Widerstände gleich wären ( bzw. im Fall nicht 
rein ohmscher Widerstände konjugiert kplx. zueinander ).

Gruss

Autor: HF-Gast (Gast)
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Ich sag nur smith.exe
Damit kannst du alles anpassen...

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