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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie den Techniker auf der Visitenkarte unterbringen?

Autor: Ratsuchender Techniker (Gast)
Datum: 11.08.2008 21:11

Auf einer Hausmesse eines Zulieferers hatte ich ein paar wirklich
kontruktive Gespräche mit ein paar Leuten und eine Menge der Vertreter
und Manager haben mir dann zum "Abschied" ihre Visitenkarte zugesteckt.
Teilweise auch mit Durchwahlen oder der e-Mail Adresse, abseits vom
Servicepfad.

Selber wurde man dann natürlich auch nach eine Durchwahl bzw.
Kontaktdaten gefragt. Also einer Visitenkarte ... Nun sieht es aber so
aus, das ich bei uns in der Firma nur "Mädchen für Alles" bin und als
Arbeitstitel da auf der offiziellen Visitenkarte unter meinem Namen eine
tolle Berufsbezeichnung steht: "Raparateur" also nicht besonders
einfallsreich.

In Weiterbildungen habe ich mir aber den Rang eines Staatlich geprüften
Technikers Fachrichtung: ELektrotechnik mit Schwerpunkt
Informationstechnik und einen Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung
Automatisierung mit Schwerpunkt auf Prozessautomatisierung sowie den
Technischen Betriebswirt erworben.

Ich habe also die letzten 7 Jahre nach Feierabend zuhause über den
Büchern gesessen und fast meinen gesamten Jahresurlaub in diesen Jahren
in die Präsenzphasen investiert.

Langer Rede gar kein Sinn:

Wie bringe ich die 3 Titel auf der Visitenkarte unter ?? (Natürlich auf
meiner privaten, wenn es nach einem günstigen Job aussieht.)

Der Ratsuchende Techniker
Autor: Gast (Gast)
Datum: 11.08.2008 21:22

Berufsbezeichnungen sind keine Titel mit denen man sich schmücken kann.
Wenn du Wert auf nen Titel legst, hättest du in den 7Jahren Studieren
sollen.
Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
Datum: 11.08.2008 21:46

Arbeitstitel, Berufsbezeichnungen, Qualifikationen werden durchaus auf
Visitenkarten geschrieben, also ignoriere erst mal den offensichtlich
schlecht gefickten "Gast (Gast)".

Zu den Qualifikationen: Die wirst du nie auf eine Karte bekommen, und es
sieht nach Angabe aus wenn du sie alle mit dem ganzen Bullshit
draufschreibst. Kürz das zusammen (tiefstapeln ist wohl nicht verboten),
also sowas wie eine Zeile mit

> Staatl. gepr. Techniker & Technischer Betriebswirt

Das könnte gerade noch so in üblicher Schrift auf eine Visitenkarte
unter den Namen passen (wo es auch hingehört).
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 11.08.2008 23:37

Ja würde ich auch so machen.
Staatl gepr. Techniker, Technischer Betriebswirt
(normal hinter, in diesem Falle unter den Namen)

Das sollte auf eine normale Visitenkarte problemlos drauf passen.
Ansonsten in zwei Zeilen schreiben oder den Technischen Betriebswirt
abkürzen.
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 12.08.2008 16:55

Schreib Ingenieur(ETech/BW).
Ist nicht geschützt wie der Diplomierte(?) und solange du
damit keine verbindlichen Rechtsgeschäfte wie eine Anstellung damit
anstrebst(deine Unterlagen beweisen deine Qualifizierung ja, kann dir da
keiner was, außer die Neider, die (zu)lange studiert haben und meinen
eine Sonderbehandlung verdient zu haben. In Arbeitsbverträgen kann
ohnehin
weiß Gott was stehen da es sich um Willenserklärungen handelt und
nicht um Urkunden.
Die Dipl. dürfen sich dann gerne Diplom-Ingenieur schimpfen lassen.
Im Langenscheids steht übrigens wörtlich (technical) engeneer
für den Techniker. Alles andere ist Futter für die Philosophen.
Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
Datum: 12.08.2008 20:23

AC/DC wrote:
> Schreib Ingenieur(ETech/BW).
> Ist nicht geschützt wie der Diplomierte(?)

Erzähl keine Scheiße, auch wenn du vom Neid zerfressen wirst. hat wohl
nicht zum Ingenieur gereicht?

Hier zum Nachlesen das Ingenieurgesetz von BW (da Bildung Ländersache
ist hat jedes Bundesland ein eigenes Ingenieurgesetz in denen aber so
ziemlich das gleiche steht)

http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink...

Zitat §1:
-------------------------------------------------------------------------
Die Berufsbezeichnung »Ingenieur oder Ingenieurin« allein oder in einer
Wortverbindung darf führen,

1.

    wer

    a)

        das Studium einer technischen oder naturwissenschaftlichen
Fachrichtung an einer deutschen wissenschaftlichen Hochschule oder an
einer deutschen Fachhochschule oder an einer deutschen Berufsakademie,
deren Abschlüsse den Abschlüssen an einer staatlichen Fachhochschule
gleichstehen, oder
    b)

        das Studium an einer deutschen öffentlichen oder ihr
hinsichtlich des Studienabschlusses rechtlich gleichgestellten deutschen
privaten Ingenieurschule oder
    c)

        einen Betriebsführerlehrgang einer deutschen staatlich
anerkannten Bergschule

    mit Erfolg abgeschlossen hat, oder
2.

    wem durch die zuständige Behörde das Recht verliehen worden ist, die
Bezeichnung »Ingenieur (grad.) oder Ingenieurin (grad.)« zu führen.
-------------------------------------------------------------------------

Die folgenden Paragraphen, wie jeder selber nachlesen kann, beschreiben
noch ein paar Sonderfälle.
Autor: R.M. (Gast)
Datum: 12.08.2008 20:45

Du bist aber doch nicht etwas der Typ vpvm anderen Thread, der sich
geschickt zum Ingenieur aufschaukeln will, oder ?
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 12.08.2008 21:32

@Hannes Jaeger

Stellt sich nur die Frage was man unter "Führen" juristisch zu verstehen
hat.

Ich denke wenn man den (grad) wegläßt können sich auch Techniker als
Ingenieur ansprechen lassen. Nur wirtschaftlich getäuscht oder betrogen
werden darf dadurch niemand. Das Ansehen dieses Berufbildes wird dadurch
meines erachtens nicht geschädigt.
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 13.08.2008 09:46

Das "Führen" bedeutet die Bezeichnung in der Öffentlichkeit verwenden.
Daheim im privaten Kreise kann man das klar machen, aber in der
Öffentlichkeit (und die Karten sollen ja anscheinden für den Zweck sein
Jobs zu bekommen) ist es verboten die Bezeichnung zu führen, da sie
geschützt ist.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 13.08.2008 10:06

>Ich denke wenn man den (grad) wegläßt können sich auch Techniker als
>Ingenieur ansprechen lassen.

Da denkst Du falsch. In der EX-DDR hieß der Ing. (grad) von der
Fachschule einfach Ing. und ist ein geschützter Titel. Siehe
Ing.-Gesetz, Absatz Ingenieurschule.
Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
Datum: 13.08.2008 10:20

AC/DC wrote:
> Ich denke

Versuch's nochmal.
Autor: Dirk F. (sensornix)
Datum: 13.08.2008 12:55

Hallo

@ Ratsuchender Techniker

Ich - als Dipl.-Ing.(FH) nur um mir keinen Prozess wegen des
fehlenden (FH) an den Hals zu hängen ;-) - würde dir auch die
Zeile "Staatl. gepr. Techniker & Technischer Betriebswirt"
empfehlen.
Das hat nichts mit Güte oder Niveau oder Können einer Aus-
bildung zu tun, sondern du zeigst damit, daß du eine stärker
berufsbezogene Ausbildung absolviert hast. Den Rest machen eh
Abschluss- und Arbeitszeugnisse.

Was die Firmenkarte angeht würde ich vielleicht noch mal mit
dem Chef sprechen. Zumindestens den Techniker würde ich als
"persönliche Qualifikation" (auch für den Job) mit auf der
Karte haben wollen.
Die (?Berufs-?)bezeichnung "Raparateur" würde ich als Ausdruck
für den Tätigkeitsbereich  in der Firma ansehen.

Das ist vielleicht auch der Knackpunkt; sollte beides, per-
sönliche Qualifikation und der Tätigkeitsbereich in der Firma,
für den der die Karte bekommt, ersichtlich sein?

Vielleicht wäre es denkbar das "Mädchen für Alles" als
"Bereich : Service - Reparatur - Montage" oder ähnlich zu
fassen.
Schließlich geht es bei der Karte auch darum, wie sich die
Firma nach außen darstellt.

Grüße Dirk
Autor: Dirk F. (sensornix)
Datum: 13.08.2008 13:03

Ach so für die private Karte:

"
Name
Staatl. gepr. Techniker & Technischer Betriebswirt
Informationstechnik und Prozessautomatisierung
"

In die dritte Zeile die Gebiete in die ich hinein
will oder auf denen ICH der Spezialist bin?

Nochmals Grüße

Dirk
Autor: Ratsuchender Techniker (Gast)
Datum: 13.08.2008 13:23

In der Zwischenzeit hat sich Etwas getan ...

Nachdem bei uns der alte Personaler in den Ruhestand ist (Seit Freitag)
und der neue wohl noch den ein oder anderen "Furz" im Kopf hat, ist nun
aus dem "Reparateur" und auch aus sonst ein paar merkwürdigen
Bezeichnungen auf den Visitenkarten von Kollegen einheitlich
"Servicetechniker Fachr. Industrieinstandhaltung" geworden. Gestern
mussten alle Altbestände an Visitenkarten zurück ins Personalbüro und
wir haben erst einmal 100 (!) Neue bekommen.

Juhu, nun sind auch schon die Einrichter, die 10 Schrauben aufdrehen,
eine Spritzgußform abnehmen und eine Neune anbringen und festschrauben,
"Techniker". Super !!!!

Ich glaube, ich fange doch noch ein Studium in Teilzeit an. Dann habe
ich wenigstens, außer noch mehr Qualifikation, einen geschützten Titel
und kann mich dann mal nach einer besseren Firma umschauen.

Der Ratsuchende Techniker
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 13.08.2008 13:48

Du könntest dich doch auch so nach einer besseren Firma umsehen.
Autor: Erdi (Gast)
Datum: 13.08.2008 14:03

Sehe ich auch so.

Mit Deiner Qualifikation gehörst Du ins mittlere Management!
Autor: Christian R. (supachris)
Datum: 13.08.2008 14:33

Erdi wrote:

> Mit Deiner Qualifikation gehörst Du ins mittlere Management!

Genau!  http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip
Autor: Ratsuchender Techniker (Gast)
Datum: 13.08.2008 22:42

Wie hoch fällt denn im mittleren Managment so die Bezahlung aus ?

Da ich keine Firma nennen werde, kann ich ja auch ruhig ein wenig mit
meinem Stundenlohn prahlen:

Das sind 16,84 Euro/Std brutto. Das ganze mache ich 38,5 Std / Woche.

Gibt es da im mittleren Managment genauso viel??

In der Firma, wo ich zur Zeit arbeite ist mein Job sicher und die
Ausbildungsgänge zum Techniker waren eigentlich, bis auf das
Prozessorientierte Qualitätsmanagment (jeweils 240 Std im Umfang und nur
zu rund 30% gleich bei den beiden Technikerausbildungen) mehr auf Praxis
denn auf Führung und Managment ausgelegt.

Allerdings werde ich morgen vormittag mal im Personalbüro reinschauen
und denen meinen Entwurf der Visitenkarte vorlegen und darum bitten, den
lächerlichen Servicetechniker Fachrichtung Industriereparatur durch
meine wirkliche Ausbildung und Qualifikation zu ersetzen.

Ich danke Euch allen an dieser Stelle schon einmal für Eure Meinungen
und die Hilfstellungen.

Der Ratsuchende Techniker
Autor: Ratsuchender Techniker (Gast)
Datum: 13.08.2008 23:21

Das Peter Prinzip will ich gar nicht testen.

Meine Stufe der Inkompetenz wäre z. Zt. da erreicht, wo ich eine
Abteilung mit Leuten führen soll, die ihren Job schon länger machen, wie
ich in der Firma bin. Oder wenn ich in eine Abteilung versetzt werden
würde, wo ich auf Grund meiner neuen Position den Kontakt zu den Leuten
in der Produktion verlieren würde und von den Kollegen dort nur noch als
"Der da oben" betitelt würde.

Ich kann selbständig arbeiten und bin auch im Team mit meinen Kollegen
Instandhaltern keiner von denen, die andere vorschicken, statt selbst zu
arbeiten.

Der Wechselgedanke kommt nur immer dann wieder hoch, wenn über den
Abteilungsmeister (Nie einen Meisterbrief gemacht, der Mann ist
Fliesenleger und nun schon seit 27 Jahren in der Firma. Irgendwann bekam
der den Posten einfach.) wieder irgendwelche sinnfreien Anordnungen oder
Ideen kommen, die die Produktion so behindern, das die Kunden anfangen
sich nach Alternativen umzusehen.

Mal sehen, wie das Gespräch morgen läuft.

Der Ratsuchende Techniker
Autor: Erdi (Gast)
Datum: 14.08.2008 08:33

Da Du anscheinend tatsächlich in das Peter-Prinzip-Schema passt, und
inkompetent in Sachen Mitarbeiterführung bist, solltest Du Deinen Job
weiter machen. Da bist Du am besten aufgehoben, weil Dir der Job gefällt
und Du ihn beherrschst.

Demnach ist es aber auch völlig egal, was auf Deiner Visitenkarte steht.

Dies schreibt ein angehender staatlich geprüfter Techniker... (Dem es
scheißegal ist, was auf einer Visitenkarte steht, weil er weiß, was er
drauf hat und weil er sich vorstellen könnte, irgendwann Dein
Vorgesetzter zu sein)
Autor: Oliver (Gast)
Datum: 14.08.2008 10:59

>Allerdings werde ich morgen vormittag mal im Personalbüro reinschauen
>und denen meinen Entwurf der Visitenkarte vorlegen und darum bitten, den
>lächerlichen Servicetechniker Fachrichtung Industriereparatur durch
>meine wirkliche Ausbildung und Qualifikation zu ersetzen.

Und, wie wars? Erzähl mal.

So krass das jetzt klingt, du bist nunmal in der Firma "Servicetechniker
Fachrichtung Industriereparatur", und genau das gehört auch auf die
Visitenkarte. Deine -techniker und -wirte, auch wenn sie mit viel Arbeit
verbunden waren, kommen da höchstens als Ergänzung dazu. Wobei, auch das
mag jetzt krass klingen, allzusehr interessieren wird es die üblichen
Empfänger solcher Karten nicht. Eine Technikerausbildung ist für solch
eine Funktion ja nicht unüblich.

Oliver
Autor: Paul (Gast)
Datum: 14.08.2008 11:09

Sehe das ein bißchen anders als Oliver. Auf die Visitenkarte gehört
erstmal der Titel. Dann evtl. das Arbeitsgebiet. Schließlich steht auf
der Vistitenkarte auch Dipl.-Ing. selbst wenn dieser nur die
firmeneigene Wetterwarte ausliest und in Excel überträgt. Da steht nicht
Wetterwartenausleser.

Also:

Max Mustermann

staatl. gepr. Techniker
Abt. Service

Ich glaube auch, daß der Chef, der Reparateur drauf schreiben ließ, sich
vorzüglich amüsiert hat, daß er den SGT erniedrigt hat. Mit anderen
Worten: Ein A-Loch.
Autor: Rudi (Gast)
Datum: 14.08.2008 14:34

@ratsuchender:
Ein guter Rat:
Mir als Firmenchef ist es ziemlich schnuppe, was auf der Visitenkarte
steht, weil ich Fachkräfte suche und keine Visitenkarten. Spätestens
nach einer kurzen Unterhaltung bekommt man(n)/frau einen Eindruck, was
der andere auf dem Kasten hat. Und da habe ich bzgl Visitenkarten schon
'Pferde kotzen' sehen - genauso wie ich aber auch schon angenehm
überrascht wurde.
Wenn du deine Beiträge mal selbstkritisch betrachten würdest, würdest du
zum Schluß kommen: 'Lass es lieber so, wie es jetzt ist - denn damit bin
ich gut bedient'.

In diesem Sinne
Rudi, der auch heute noch keine 'privaten' Visitenkarten besitzt (wozu
auch überhaupt?), obwohl schon die längste Zeit in seinem Leben
gearbeitet hat...
Autor: Ratsuchender Techniker (Gast)
Datum: 14.08.2008 14:37

Das Gespräch heute morgen ... hmmmm ... ähm .. ja ..

"Wenn Sie meinen, das Sie hier ein Wunschkonzert bekommen, was ich auf
Ihre Vistienkarte schreibe, dann liegen Sie ganz schön falsch ... Auch
wenn Sie hier die letzten 12 Jahre alle Meß- und Regeleinrichtungen
gewartet und repariert haben und die Azubiausbildung machen ... Es hat
Sie ja keiner gezwungen und hier werden Sie sowieso nicht mehr als ein
kleiner Arbeiter ..."

Soweit die heiligen Worte.

Also bleibe ich erst einmal noch eine Weile und werde gemütlich damit
anfangen, den Servicetechniker Fachrichtung: Industriereparatur, genau
wie auf der Karte zu lesen, spielen.

Dann werden eben alle Gerätschaften zum kalibrieren ausser Haus
geschickt und Reparaturen mit anschließendem Abgleich macht dann eben
nur noch der Hersteller.

Könnte richtig gemütlich werden.

@Erdi
Ich bin nicht inkompetent in Sachen Mitarbeiterführung. Nur in dem
Betrieb hier, wo jeder meiner Kollegen wirklich ein Ass an seiner Anlage
und in seinem Betätigungsfeld ist, da möchte ich nicht wider besseren
Wissen auf einmal den Drecksack miemen müssen.

Ich kann nun mal nicht jemandem, der seine Anlage so beherrscht, das
ausser den Verschleißteilen keine Reparaturen anfallen und die Qualität
100%ig stimmt auf einmal sagen müssen, das er nur für mehr Stückzahl auf
einmal seine Anlage kaputtfahren soll und die Qualität vernachlässigen
um ihn dann wegen dieser 2 Punkte anschließend aus dem Job zu werfen.

In einer neuen Firma, wo ich als Neuer reinkomme und mir meine "Sporen"
noch verdienen muß, da kann ich mich durchaus durchsetzen. Schließlich
bin ich ja auch schon von ganz unten über ein paar Stufen dahin
aufgestiegen, wo ich nun bin.

Für Bewerbungen und spontane Vorstellungen bei Firmen braucht man nun
eben mal eine Visitenkarte. Eine private, nicht die vom Arbeitgeber und
da will ich meinen "Rang" drauf haben.
Seit dem Gespräch heute morgen wäre auch wirklich der Titel "Mädchen für
Alles" eine Alternative.

Der Ratsuchende Techniker
Autor: i5024 (Gast)
Datum: 14.08.2008 14:58

Wenn Sie meinen, das Sie hier ein Wunschkonzert bekommen, was ich hier
alles an berufsfremden Tätigkeiten erledigen soll, dann liegen Sie ganz
schön falsch ... Auch wenn ich das hier die letzten 12 Jahre alles
gemacht habe... Es mich ja keiner gezwungen und hier werde ich sowieso
nicht mehr als ein kleiner Arbeiter ...

... vielleicht erinnert er sich ja mal wieder an seine eigenen Worte.
:-)

Vor deinem letzten Post dachte ich, dass das "Problem: Techniker vs.
Servicetechniker/Einrichter", dem Chef nicht bewusst war, und er
überrascht reagieren wird, wenn du ihn ansprichst, und die Bezeichnungen
anpassen wird. Aber nach der Abfuhr weiss man ja genau was man von ihm
zu halten hat... Schade.
Autor: Prinzipal (Gast)
Datum: 16.08.2008 12:19

Ich als Techniker, der ich im Kundendienst/Service/Support tätig bin
habe auf der Visienkarte stehen:

                                 Peter Prinzipal
                             - Technical Evangelist -


Eine Berufsbezeichnung, um die mich jeder Dipl.Ing., Dr., Prof. etc
beneidet!
Autor: Sonnenschein (Gast)
Datum: 16.08.2008 17:18

Warum muss den der Techniker auf die Visitenkarte? So toll ist der auch
nicht. Der Personaler hat es schon richtig gesagt: Der Techniker ist
bloss ein kleiner Arbeiter.
Autor: Betrachter (Gast)
Datum: 17.08.2008 18:35

Hm, genau Sonnenschein.
Man muss auch den Ing.(ist auch nicht unbedingt besser, je nachdem wie
man es sieht) nicht mit auf die Karte packen. Müssen tut man nix.
Sind wir nicht alle nur kleine Arbeiter....
Aber man kann es machen um eine Qualifikation anzugeben die man erlangt
hat (und auf die man vielleicht stolz ist, sie erreicht zu haben)
Der Versicherungsfuzzi schreibt Versicherungskaufmann drauf, der
Sparkassenmensch dann Sparkassenfachwirt oder betriebswirt, der Ing.
setzt seinen Dipl. Ing (X) drauf, und der Techniker eben seinen Staatl.
gepr. Techniker.
Autor: Yob (Gast)
Datum: 17.08.2008 21:58

So eine Visitenkarte ist schon ein interessantes Thema für sich. Wie
schon angesprochen sollte man Betriebsvisitenkarte & private
Visitenkarte trennen.
Die private Visitenkarte sollte wirklich die erworben Qualifikationen
beinhalten, den diese spiegelt die Fachkraft egal welcher Titel wieder.
Bei der Firmenvisitenkarte ist es besser sich dem Firmenprinzip
unterzuordnen, selbst wenn der Chef einen trotz hoher Qualifikation nur
als kleinen Arbeiter sieht.

Das hin u. her zw. Diplomer und Techniker ist in sofern absoluter
Bullshit. Beide müssen was leisten, jeder seiner Aufgabenzuteilung und
das Personal was den jeweiligen einstellt ist der Titel egal,
Kosten/Nutzenfaktor muss am ende stimmen, wirtschaftlichkeit ;) nur so
am Rande. Ich würd sogar wetten das so mancher Diplomer soviel verdient
wie nen Techniker und weis es net ma aber sein Titel bringt ihm ja den
Mehrgewinn ;).

PS: ich bin keiner von beiden.

Yob
Autor: Paul (Gast)
Datum: 18.08.2008 10:25

>Ich würd sogar wetten das so mancher Diplomer soviel verdient
>wie nen Techniker

Recht hast Du. Geh mal nach Ostdeutschland. Da verdient jeder
Facharbeiter im Westen mehr als ein Dr.-Ing. im Osten.
Autor: Yob (Gast)
Datum: 19.08.2008 22:09

Hm, net unbedingt aber warscheinlich die Mehrheit aber so war des auch
net gemeint sondern schon indem selben Umgebungsbereich. Ost/West will
ich hier ma rauslassen.

Yob
Autor: Harald (Gast)
Datum: 20.08.2008 19:29

Wer in HF-bzw. Elektrotechnikkreisen schon für Maßstäbe gesorgt hat,
braucht keine pissige Visitenkarten, der wird bei Besprechungen und
anderen Schnittchenmeetings freudig begrüßt....Ist so...
Autor: Elmar (Gast)
Datum: 20.08.2008 23:35

Ich habe im Laufe der Zeit schon eine Menge Visitenkarten eingesammelt.
Gebraucht werden sie nur im Meeting, damit man die Namen der bisher
unbekannten Teilnehmer besser zuordnen kann. Nach dem Meeting maximal
noch, falls man die Telefonnummer oder E-Mail Adresse braucht und noch
nicht anderweitig gespeichert hat, was eher selten vorkommt.
Mein Fazit: ob da jetzt Ing., Techniker oder Dr. angegeben ist, ist
absolut unrelevant.
Eine sinnvolle Funktionsbeschreibung ist wesentlich wichtiger, denn ich
will ja wissen, was jemand macht und nicht was er mal für einen
Abschluss erlangt hat.
Autor: Allroundlaie (Gast)
Datum: 07.10.2008 11:38

Hallo,

Der Techniker ist doch Zugangsvorraussetung für den TBW... also wird nur
der höchste Abschluss angegeben. Oder steht dein Schulabschluss auch auf
der Karte?

Die Frage ist halt auch immer, wie du im Unternehmen eingesetzt wirst.
Wenn du "Mädchen für Alles" bist, dann kannst du das auch auf die
Visitenkarte schreiben.... ok, die 7 Jahre hättest du dir sparen können
;-)

Wenn du die Karten wild in der Discothek rumwerfen willst, dann such dir
im Internet irgend einen englischen Fachbegriff, der über mindestens 6
Zeilen geht ;-)

TBW --> engl. --> Master of Technical Management ...damit kannst du jede
abschleppen und wenn nicht, dann kannst du dir ja einen drauf
runterholen...

Gruß
Allroundlaie
Autor: tomwer (Gast)
Datum: 30.10.2008 20:56

@ Ratsuchender Techniker

Bin wie Du auch staatl. gepr. Techniker und techn. Betriebswirt.
In meinem Arbeitsvertrag steht die Stelle eines "leitenden
Projektingenieurs" und Projectmanager.

Auf meiner Visitenkarte steht nix....
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum: 30.10.2008 21:24

>Auf meiner Visitenkarte steht nix....

Die sind dann vermutlich ziemlich billig in der Herstellung... weisses
Papier kauft man meist in Stapeln zu 500 Blatt...

SCNR
Autor: Thomas (Gast)
Datum: 01.11.2008 21:50

...wenn sich schon einer <megaing> nennt.
Depp!
Autor: Paul (Gast)
Datum: 03.11.2008 12:49

In Deutschland darfst Du Dich offiziell auch nur Ingenieur nennen, wenn
Du die Auflagen des Ing.-Gesetzes erfüllst. Das trifft auf die Techniker
nicht zu. Drum wird Dein AG sich nicht strafbar machen wollen und
schreibt deshalb nicht Projektingenieur drauf.
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 04.11.2008 19:54

Sonnenschein schrieb:

>Der Personaler hat es schon richtig gesagt: Der Techniker ist
>bloss ein kleiner Arbeiter.

Vogel! Na Du hast ja ´ne Ahnung. Oder Du bist in der falschen Firma.

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