Datum: 18.08.2008 12:54
Ich habe hier ein Multimeter vom Typ G1007.500 anzubieten. Es ist voll funktionsfähig, im Originalkarton und Meßstrippen mit separaten Spitzen sind auch dabei. Als Preis habe ich mir 35 Euro vorgestellt. MfG Paul
Datum: 18.08.2008 13:13
Wie alt ist das Multi denn? Sieht mir nach 80er Jahre aus?
Datum: 18.08.2008 13:22
Da es in der DDR hergestellt wurde, muß es wohl nach 80er Jahre aussehen... ;-)
Datum: 18.08.2008 13:56
Sieht etwas nach Startrek TNG aus ;)
Datum: 18.08.2008 13:58
Das Gerät ist 1986 gebaut worden. MfG Paul
Datum: 18.08.2008 14:01
Ich weiß nicht, ob es vor meiner Zeit im Weltraum war. Zu meiner Zeit jedenfalls nicht. ;-)) Apropos Starr-Dreck: Es ist sauber und starrt nicht vor Dreck. MfG Paul
Datum: 21.08.2008 13:00
Wenn ich nicht selbst zwei hätte..., die sind bis heute in täglicher gewerblicher Benutzung. Unverwüstlich. Diese Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Gegensatz zu den heute gehandelten Chinateilen Spannungs- und Stromteiler mit 0,1%-Widerständen besitzen, die außerdem noch einen niedrigen TK haben (Es wurden damals teilweise echt teure Widertände aus dem Westen eingebaut). Der roll-over-Fehler ist auch nicht feststellbar (wegen des im Integrator eingesetzetzten MKC-Kondensators). Desweiteren wird der geschätzte Betrachter feststellen, dass es keine fehlenden Meßbereiche gibt, wie heute oftmals üblich!
Datum: 21.08.2008 16:52
@Bernd G. Es freut mich, daß es Leute gibt, die die Qualität dieser Geräte richtig einschätzen können. Ich habe außer diesem hier noch 2 weitere im Gebrauch und das auch schon seit Jahrzehnten. Das angebotene Gerät ist das Reserve- Gerät. Es hat nicht umsonst zu DDR-Zeiten 695 Mark gekostet.... MfG Paul
Datum: 21.08.2008 23:35
wenn ich mich recht erinnere, waren die Schalter nicht die allerbesten, kann aber auch an meinem Exemplar gelegen haben. Inzwischen ist es irgendwo verschollen. Aber diese hier: http://www.radiomuseum.org/r/messt_mell_multimeter_iv.html benutze ich heute noch :-) Hat mich damals als Schüler finanziell fast ruiniert, war aber der Beginn einer erfolgreichen Elektroniker-Karriere.
Datum: 22.08.2008 13:17
Mich deucht, dass bei Elektrotechnik Eisenach (Hersteller des Schalters) auch solche mit vergoldeten Kontakten extra für dieses Gerät gemacht wurden. Das Problem war wohl, dass das Funkwerk Erfurt das Gold dafür beschaffen musste. Im Strudel des allgemeinen Niedergangs blieb es letztlich bei versilberten Kontakten. Durch die Batteriebestückung mit 6 x LR6 (AA) hat man auch keine Probleme mit ständig entladenen Batterien, wie bei den Hilfskonstruktionen mit 9-V-Block. Wenn man die guten Duracell reinwirft, ist ein Batteriwechsel kein Thema mehr. Das Gerät lässt sich komplett einhändig mit der linken (!) Hand bedienen, während man mit der rechten im Klemmenkasten herumstochert. Durch die vielen Batterien und deren Gewicht ist es auch für die Selbstverteidigung des Elektrikers geeignet. PS.: der Spannungsteiler ist wechselspannungsmäßig frequenzkompensiert und abgeglichen!
Datum: 22.08.2008 13:59
> Hat mich damals als Schüler finanziell fast ruiniert, war aber der > Beginn einer erfolgreichen Elektroniker-Karriere. Ich war zwar längst kein Schüler mehr, musste mir aber aus bekannten Gründen meine Geräte selbst schnitzen. Hier ein Einstrahler mit B 7 S 402, 60 MHz, beleuchtetem Raster, selbsgebautem Tastkopf... Die Knöpfe sind auch selbst hergestellt, alles mit Bordmitteln gemacht, außer dem Blechbiegen, das musste jemand für eine Tüte Kaffee im VEB machen. Y-Enstufe mit KT911W, X-Endstufe mit KF470, Y-Verzögerungsleitung selbst hergestellt - ich kann da Tipps geben.
Datum: 22.08.2008 14:32
PS: alle Bauteile waren aus DDR- bzw. Ostblockherstellung. Die Leiterplatten (zwei Lagen) sind handentworfen und mit Nitrolack und Röhrchenfeder handgemalt. Eagle etc ist für die ganz Verbohrten also voll überflüssig. Baujahr war 1986. Das Xilinx-Kabel soll sagen, dass das Foto neueren Datums ist.
Datum: 22.08.2008 19:26
@Bernd G. Eine reife Leistung! Auch ich hatte mir einen Oszillographen mit der B7S4 gebaut, der mir aber leider an der Arbeit gestohlen wurde. :-(( (Der Dieb soll heute noch dran ersticken) Der Geräteaufbau war "hochkant" >Die Leiterplatten (zwei Lagen) sind handentworfen und mit Nitrolack und >Röhrchenfeder handgemalt. Exakt genau so habe ich es auch gemacht. Die Bauelemente waren meist aus der SU oder von Tesla. Die Anodenspannung habe ich mit einem kleinen Transverterchen mit SU165 erzeugt, das weiß ich noch. ...aber, wie schon von BAP festgestellt: Verdammt lang her, verdammt lang.. MfG Paul
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