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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Einstiegsgehalt in Österreich als Dipl.Ing. FH

Autor: Sebi Schaffer (gallileo)
Datum: 20.08.2008 18:19

Grüßt euch,
habe mal eine Frage bezüglich der Einstiegsgehälter in Österreich.
Ich als Dipl. Ing (FH) bin demnächst zu zwei Vorstellungsgesprächen in
Österreich bei zwei wirklich großen Firmen (die eine ist ein großer
deutscher Automobilzulieferer) in Salzburg und Graz. Es geht um Stellen
im Versuch.
Natürlich habe ich im Internet auch schon etwas rumgesucht aber ich kann
gar nicht glauben, was ich so mitbekomme.
Kann es denn wirklich sein, dass ich mit unter 2000,- zu rechnen habe?!
Auch hier im Forum gibt es jemanden der mit 1500,- angefangen hat...
Kann mich mal jemand aufklären was denn jetzt wirklich so in Österreich
an Berufseinsteiger gezahlt wird?!
Ich dachte als Ingenieur in Österreich lässt es sich sehr gut leben. Ich
weiß ja dass ich dort nicht das gleiche verlangen kann wiie hier in Dtl.
(habe Angebote zwischen 45k und 56k) aber ich wollte eigentlich schon
den gleichen Lebensstandart führen können wie hier in Dtl. als
Ingenieur....
Würde mich über viele Antworten freuen...
Autor: Sonnenschein (Gast)
Datum: 20.08.2008 19:01

Habe gehört in Ö bekommt man ca. 10% weniger als in D. Gesichert sind
diese Zahlen allerdings nicht wirklich.
Autor: Wiesel (Gast)
Datum: 20.08.2008 22:29

meine Infos liegen bei 28-32k für nen Einsteiger E-Tech, jedoch darf man
nicht vergessen das die Abgaben deutlich geringer sind.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 20.08.2008 22:53

Für 28-32k brauch ich kein langwieriges und schweres Studium. Eine
Garantie, dass ich nach wenigen Jahren Berufserfahrung dann mehr
verdiene, gibt mir niemand. Ein Studium lohnt sich also auch in Ö nicht.
Autor: Sonnenschein (Gast)
Datum: 20.08.2008 23:36

Autor: bayerischer Ingenieur (Gast)
Datum: 21.08.2008 10:05

Guter Link! Dort finden sich die folgenden Zahlen, die ich um die
deutschen Werte ergänzt habe:

Durchschnitt 2005 Ö: 50.030 Euro im Jahr, D: unbekannt.
(Durchschnittswerte sagen nichts, denke ich)


Einstig Trainees          Ö: 33.000    D: 45.000
Angestellte ohne Leitung  Ö: 38.000 Euro,   D: 50-70k
Gruppenleiter             Ö: 44.000 Euro,   D: 60-70k
Projektleiter             Ö: 44.000 (?)     D: 65-80k
Abteilungsleiter          Ö: 55.000         D: 70-90k
Hauptabteilungsleiter     Ö: 65.000         D: 75-100k

Anmerkung: Die Werte schwanken natürlich. Abteilungsleiter in kleinen
Firmen laufen mit z.T. unter 70.000, während viele gute Entwickler in
Grossfirmen durchaus die 70 überspringen.

Ich kann aber die Werte in Ö nicht ganz glauben: Ich war selber schon
für dortige Firmen tätig und fand dort sehr gut ausgebildete deutsche
Inwicklungsingenieure in Leitungsfunktionen, teilweise sogar mit
Promotion. Ich kann mir einfach kaum vorstellen, daß dort einer für
55.000 arbeitet, was er in Deutschland als Normale hätte. So viel
geringer können die Abzüge nicht sein.
Autor: ... ... (docean)
Datum: 21.08.2008 10:29

für D/Ö/SCH:
http://inhalt.monster.de/section1373.asp

als Tarinee stehen da für Ö 25k für D aber 34,5k

Das nenn ich mal einen Unterschied...
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 21.08.2008 11:22

In Österreich ist der Ing. nur in Arztpraxen und in Kaffeehäuser hoch
angesehen. Da wird schon mal mit Herr Dipl. Ing. .... aufgerufen um in
das Arztkämmerlein zu kommen. Und wenn du HTL Lehrer bist wirst du
überhaupt mit Herr Professor von den Schülern Nachbarn und Eltern
angesprochen.

Nur leider ist diese Verehrung bei den Einstiegsgehälter zu Ende. Dort
kannst du mit 1800 Brutto (+-10%) Einstiegsgehalt rechnen.

Beim Sklaventreiber gibts dann in etwa 1500 Brutto. Diese Gehälter sind
in etwa mit denen von Sekretärinnen zu vergleichen.

Noch ein kleiner Tip gib deinen Titel in jedem Anmeldeformular an um dir
etwaige Vorteile beim Bürgermeister zu sichern.
Autor: Manuel -- (ploana)
Datum: 21.08.2008 11:51

ZU DEN FAKTEN:

in Österreich sind Einstiegsgehalte von 1.700 - 1.960€Brutto für
Absolventen einer HTL richtig!!
Und zB.: Ein Arbeiteskollege (FH Absolvent) 2.500€ Einstieg(Probezeit)
nach 3 Monaten 2.750 Bruto natürlich (38,5h/Woche, Mitarbeiter
Entwicklung)

Ein Akademiker (z.B.: E-tech an einer Technischen Uni) liegt bestimmt
nicht unter der Bezahlung eies FH Absolventen!!!


MfG
Autor: bayerischer Ingenieur (Gast)
Datum: 21.08.2008 15:52

>nach 3 Mon. 2.750 Bruto (38,5h/Woche, Mitarbeiter Entwicklung

Reales Beispiel einer Ausschreibung aus dem Jahre 2003 in Graz:

Zielgehalt eines Uniingenieurs mit Diplom und Matura, mindestens 5 Jahre
Erfahrung in Hardwareentwicklung, Kenntnisse im Bereich Software,
Erfahrungen in Projektabwicklung, gutes Allgemeinverständnis für
technische Zusammenhänge: €3350,- im Monat für 40h!

Hochgerechnet aufs Jahr und heute lande ich bei 54.000. Das dürfte so
ziemlich die Grenze des Machbaren sein, weil keiner jemanden einstellt
oder braucht, der mehr als 5 Jahre BE hat.

Auch ausgeschrieben war eine Entwicklerstelle für FH im Bereich
Testautomation, nur Software, keine Hardware gefordert, mindestens 3
Jahre BE : €2450,- im Monat für 38,5h!

Ebenfalls hochgerechnet aufs Jahr und heute komme ich hier auf 39.000.
Auch das dürfte das Ende der Fahnestange sein, denn der Anbieter war der
Toppzahler in Graz und wohl der gesamten Steyermark. Andere liegen
angeblich 10%-15% drunter!

Inzwischen dürfte es etwas über die Teuerungsrate hinaus angezogen
haben, aber nicht wesentlich.

Für Österreicher ist es nach wie vor lokrativer, nach Deutschland zu
wechseln, wenn sie an ihrem Heimatort nichts finden und sowieo umziehen
müssen.
Autor: The Devil (devil_86)
Datum: 21.08.2008 16:05

@ Tommi Huber (drmota):

Sinnloseres Geschreibsel als dein Beitrag vom 21.08.2008 11:22 hab ich
noch nicht gesehen, echt!
Autor: bayerischer Ingenieur (Gast)
Datum: 21.08.2008 16:15

So sinnlos ist das Geschreibsel von Tommy nicht:

>In Österreich ist der Ing. nur in Arztpraxen und in Kaffeehäuser hoch
>angesehen.
Das stimmt, aber ich würde das "nur" streichen. Die Firmen wissen schon
um die Qualität ihrer Ingenieure, aber sie können / müssen
wirtschafltich nicht mehr zahlen, weil es die anderen nicht tun. In
Österreich ist das Kostenviveau einfach nicht da. Ich habe das an den
Angeboten gesehen, die die Elektronikdienstleister gemacht haben: Die
produzieren eine Platine mit MCU und FPGA 20% billiger als die
Deutschen. (Sind aber auch etwas chaotischer organisiert).

>Da wird schon mal mit Herr Dipl. Ing. .... aufgerufen um in
>das Arztkämmerlein zu kommen.

Stimmt, hab eich selber erlebt. Ein gutes Gefühl. Der Titel wird sogar
auf die Lebenspartnerin übertragen :-)

> Und wenn du HTL Lehrer bist wirst du überhaupt mit Herr Professor von
>den Schülern Nachbarn und Eltern angesprochen.

In Wien ist das ganz extrem: Wenn da der Student einfach Herr Professor
sagt, ist er unten durch. Es muss schon "werter Herr
Universitätprofessor sein" -  Die Österreicher haben eine Titelmanie.

>Beim Sklaventreiber gibts dann in etwa 1500 Brutto. Diese Gehälter sind
>in etwa mit denen von Sekretärinnen zu vergleichen

Stimmt : Dort gab es eine Firma namens EFINO-Ingenieure oder so ähnlich.
Die hatten absolut viele Stellen offen, aber zu Gehältern die 50% den
deutschen entsprachen.
Autor: Kuno (Gast)
Datum: 21.08.2008 16:22

>Ein Akademiker (z.B.: E-tech an einer Technischen Uni) liegt bestimmt
>nicht unter der Bezahlung eies FH Absolventen!!!

Sag mal, bei Euch in Österreich ist ein FH-Absolvent kein Akademiker?
Also bei uns in DTl. werden von den FH's akademische Grade (Bachelor,
Master, Dipl. (FH)) vergeben, ergo sind sie auch Akademiker.
Autor: Manuel -- (ploana)
Datum: 21.08.2008 16:36

Rechtlich bin ich nicht informiert,
aber wenn man bei uns in Österreich von einem Akademiker spricht, dann
spricht man von einem Absolventen einer Universität nicht einer
Fachhochschule!

Zumindest ist dies in unserer Firma und in meiner Wohngegend so

lg
Autor: Kuno (Gast)
Datum: 21.08.2008 16:44

Seltsames Ö. Wo, wenn nicht an einer Hochschule (dazu zählen Uni, PH,
TH, FH) kann man Akademiker werden? Wie wird bei euch objektiv der
Bergriff "Akademiker" dann definiert?
Autor: Gast (Gast)
Datum: 22.08.2008 08:10

Hallo

Also in Österreich ist es wie in Deutschland. Sowohl ein UNI als auch
eine FH verleiht akademische Grade wie BSc, MSc, Dipl.Ing., usw.

Wie auch in Deutschland gibt es bei der FH für die Grade Dipl.Ing. und
Mag den Zusatz (FH) welcher auch geführt werden muß. Mit dem neuen
Bachelor und Master System gibt es den Zusatz (FH) nicht mehr!

MFG Gast
Autor: Ingenieur (Gast)
Datum: 22.08.2008 12:05

Vergeben denn die FHs dann auch den Master?

Wann vergeben sie den BAchelor? (
Ich sehe immer mehr, daß sich die FHs "university" nennen und Master
vergeben. gibt es da dann noch einen nennenswerten Unterschied in den
Studiengängen?

Ist das dann in Österreich und Deutschland gleich, dh. Master(DE) =
Master(AU) und Bachelor(DE) = Bachelor(AU) ?

Wie verhält es sich mit den Ingenieuren der Berufsakademie ING(BA) gegen
die HTL aus Österreich und CH ?

Momentan sehe ich, daß es in der Industrie so gehandhabt und
interpretiert wird:

DI-TH(DE) = 1,1 * Master(DE) = 1,2 * DI-FH(DE)

DI-FH(DE) = 1,1 * DI-FH(AU)   = Bachelor (FH)

DI-BA(DE) = 1,1 * HTL-ING(CH) = 1,2 * HTL-ING(AU)

Gibt es dann eigentlich die BA-Ingenieure noch ?
Autor: Sebi Schaffer (gallileo)
Datum: 22.08.2008 12:17

Also, es gibt ja so Brutto - Netto Rechner und ich muss feststellen,
dass die Abzüge in Östrreich in etwa gleich sind wie in Deutschland.
Lediglich das gesetzlich festgeschriebene 13. und 14. Gehalt (6%
versteuert) verschönt die Jahres- Netto-Summe wieder etwas.
Umgerechnet wäre das dann in etwa so:
Um in Ö aufs Jehr gesehen in etwa gleich viel über zu haben wie in
Deutschland, wenn ich 4400,- verdiene, muss es in Ö etwa 3300,- sein.
Die Lebenshaltungskosten liegen ebenfalls auf deutschem Niveau.
Also eine Frage:
Wie zum Geier könnt ihr mit Einstiegsgehältern <2000,- vernünftig leben.
Also ich warte jetzt das Angebot von der Firma ab, aber eure antworten
lassen auf nichts guites schließen:-(
Ich hätte ja schon ein paar abstriche gemacht, aber wenn ich in Dtl. mit
meinem Einstiegsgehalt (schlechtestes Angebot bei 45.000brutto) mehr
netto rausbekomm als in Ö brutto, dann kann da was nicht stimmen und
würde ich dann nie machen.
Man, ich habe mich schon gefreut in euer schönes Land zu kommen!
Autor: Paul (Gast)
Datum: 22.08.2008 12:47

>Momentan sehe ich, daß es in der Industrie so gehandhabt und
>interpretiert wird:

Wofür stehen die Umrechnungsfaktoren? Für den Wissenstand, die Bezahlung
oder was?

In Dtl. wird der Master sowohl von FH's als auch von Unis vergeben. Die
BA hat einen Sonderstatus, weil sie rechtlich keine Hochschule ist und
deswegen auch keine akad. Grade verleiht.

Für DTL. gilt:

(Dipl.-(BA) = Bachelor) < FH-Diplom < (Uni-Diplom = Master)

Ein Vergleich zu BA vs. HTL ist schwierig, weil die HTL ja auch keine
Hochschule ist wie die deutsche BA. Allerdings benötigt man für die BA
ein Abi, das ist meines Wissens für die HTL nicht nötig.

Die Gehälter in Dtl. hängen nicht nur vom Grad ab, sondern vielfach auch
von der Unternehmensgröße und v. a. vom Ort der Beschäftigung (In
Ostdtl. bekommt man im Schnitt 26% weniger als in Westdtl.)
Autor: Andreas K. (buyman)
Datum: 22.08.2008 13:09

Paul wrote:

> Ein Vergleich zu BA vs. HTL ist schwierig, weil die HTL ja auch keine
> Hochschule ist wie die deutsche BA. Allerdings benötigt man für die BA
> ein Abi, das ist meines Wissens für die HTL nicht nötig.

Die HTL schließt mit der Matura (Abi) ab. Dauert zwar 1 Jahr länger als
ein Gymnasium, dafür hat man eine (stark) technisch geprägte Ausbildung.
Autor: Ingenieur (Gast)
Datum: 22.08.2008 13:23

>>Momentan sehe ich, daß es in der Industrie so gehandhabt und
>>interpretiert wird:

>Wofür stehen die Umrechnungsfaktoren? Für den Wissenstand, die Bezahlung
>oder was?

Für die Einschätzung der Wertigkeit , also die Ausbildung. Es geht dabei
weniger um die Fakten, sondern mehr um das wie, so wie es die Einsteller
sehen. Da machen viele einen deutlichen Unterschied zwischen den
Abschlüssen DE <-> AU: Manche tun das ja sogar hinsichtlich der
Bundesläander!
Autor: Paul (Gast)
Datum: 22.08.2008 16:35

Wenn ich Deine Liste richtig verstanden hab, interpretierst Du die
Wertigkeit eines österreichischen FH-Diploms als nur 90% eines deutschen
FH-Diploms. Ist die FH in Ö. schlechter? Habe von einigen
Forenschreibern auch schon gehört, daß die ö. FH viiiieeel besser sein
soll, als die in DTL. Warum wird die FH in Österreich so minderwertig
betrachtet (angeblich keine Akademiker usw. )? Besonders die Seite "Der
Standard.at" scheint immer wieder Akzeptanz-Probleme mit der FH zu
haben.
Autor: Ingenieur (Gast)
Datum: 22.08.2008 17:59

Gute Fragen, die ich nicht beantworten kann. Wie gesagt, ist es nicht
meine EINSCHÄTZUNG, dass die Österreicher als schlechter sind, sondern
meine ERFAHRUNG, dass sie schlechter angesehen werden.

Kann sein, daß da wieder ein Trägheitseffekt mitspielt, weil die Meinung
der Einsteller aus (eigenen) Erfahrungen rührt, die 20 Jahre alt sind.
Was aber soll ein 50-jähriger Entwicklungsleiter machen, wenn er einen
Abgänger einschätzen soll? Er orientiert sich am Ruf der Hochschule und
an dem, was er die letzten Jahre an Erfahrungen gemacht hat.

Naja, andererseits gibt es in Deutschland ja auch alte und etablierte
Hochschulen, die im Bereich engineering weit vorne gesehen werden und es
schon lange nicht mehr sind.
Autor: Marian Zboralski (Gast)
Datum: 24.08.2008 13:41

Wie wird denn eure werter Ansicht nach ein polnischer Ingenieur gesehen?
Gilt der auch etwas?
Autor: Deimi (Gast)
Datum: 26.08.2008 13:19

Grüß euch!

Also bezüglich der Frage des Einstiegsgehalts würd ich mich als
Dipl.Ing, egal ob FH oder nicht, sicher nicht unter 2400€ brutto im
Monat verkaufen lassen. Auch wenns ums Einstiegsgehalt geht.
2400€ ist schon alleine das Einstiegsgehalt für einen Bachelor, und der
ist nur ein halber Dipl.Ing.. Sicherlich kommt es aber auch darauf an
wie dein Lebenslauf und deine technische Fachkompetenz aussieht.

Außerdem würd ich noch gerne erwähnen das der Zusatz FH sowieso nix mehr
zu bedeuten hat weil er bereits gestrichen wurde und alle die noch nach
diesen studiert haben können beantragen das er bei ihnen auch weg kommt.
=> Es gibt nur mehr Dipl.Ing..

mfg deimi
Autor: gast (Gast)
Datum: 26.08.2008 14:02

ich bin in Ösiland Techiker und bekomme 4000 Euro brutto....ihr armen
ing´s!
Autor: Guest (Gast)
Datum: 26.08.2008 14:07

Ich fange am 01.09. in Ö an und bekomme als Absolvent 34500€ Brutto. Ein
Freund der auch Absolvent ist und im gleichen Unternehmen in D anfängt
bekommt etwa 42000€ Brutto.

Am Ende des Monats haben wir annähernd das gleiche Geld auf dem Konto.
Grund dafür sind die bereits genannnten, gering besteuerten 13ten und
14ten Monatsgehälter sowie ein Bonus, den das Unternehmen in Ö zahlt,
den es in D aber nicht gibt.

Wir haben beide den Titel Dipl.Ing.
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 26.08.2008 14:34

>ich bin in Ösiland Techiker und bekomme 4000 Euro brutto....ihr armen
>ing´s!

Es gibt in Österreich Handwerker die locker das Doppelte haben. Ich
kenne einen Malermeister der verlangt fürs das anstreichen eines Zimmers
(2 Tage Arbeit) 2500 Euro.

Der Gute hat eine wunderschöne Yacht in der Adria.
Autor: Panzer H. (panzer1)
Datum: 26.08.2008 14:42

Dann scheint es ja genug Deppen zu geben, die sowas auch zahlen.

Jeden Morgen steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden...
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 14:55

Das mit der Yacht soll mal dahin gestellt sein - 1250 je Tag ist aber
wirklich etwas viel. Wer soll das bezahlen?

>Außerdem würd ich noch gerne erwähnen das der Zusatz FH sowieso nix mehr
>zu bedeuten hat weil er bereits gestrichen wurde und alle die noch nach
>diesen studiert haben können beantragen das er bei ihnen auch weg kommt.

Darüber würde ich gerne mehr erfahren!

Sind die AU-Ingenieure von der FH bald Scheinvollingenieure?

Dürfen sie sich in Deutschland auch so nennen ?
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.08.2008 15:24

In Dtl. ist bei den Diplomabschlüssen FH anzugeben, bei den
Bachelor/Masterabschlüssen nicht. Das ist auch logisch, da der
Dipl.-Ing. (FH) (240 ECTS) ein anderer akademischer Grad ist als der
Dipl.-Ing. (300 ECTS).

Mit Deiner Bezeichnung "Scheinvollingenieur" kann ich nichts anfangen,
Entweder habt ihr in Ö. eine grottenschlechte FH oder ihr habt Euch mit
der FH nie beschäftigt und deshalb Probleme mit dieser neuen
Hochschulart - gibt es in Ösiland glaube ich auch erst seit 1996?.

Bei Euch scheint ja auch der Begriff Akademiker nicht objektiv dem
Inhaber eines akademischen Grades zuzustehen, sondern es wird nach
belieben zugestanden oder nicht - Kopfschüttel.

PS.: Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht.
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 26.08.2008 16:41

>1250 je Tag ist aber wirklich etwas viel. Wer soll das bezahlen?

Wird bei staatlich geförderten Altbausanierung bezahlt. Da lassen sich
Wiener Hausbesitzer ihre Häuser sanieren und der Staat schiesst dazu bis
zu 2/3 der Investitionssumme zu. Da steigen dann natürlich ganz schnell
die Handwerkerrechnungen. Und wenn der Malermeister mit der Tochter des
Architekten verheiratet ist und der Architekt sehr leicht an solche
Aufträge rankommt, da er mit einigen Beamten im Rathaus befreudet ist,
dann kommen solche Summen ganz schnell zusammen.

Und noch dazu wenn man als Malermeister in der Slovakei seinen Wohnsitz
hat ist man überhaupt der Schlaueste, wegen der dann auch noch
lächerlichen Steuern und der geringen Lebenskosten dort.
Autor: Max (Gast)
Datum: 26.08.2008 17:02

Das Bachelor benötigt in jedem EU-land 180 bis 240 ECDS. Das ist eine EU
Verordnung.

Kopfschüttel an Paul.
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 17:29

@Tommi Huber: Du kennst Dich aus. Was ist eigentlich aus dem Wiener
Polizeichef geworden, der wegen der Puffaffäre auf dem Haken war?

Aber: Sind es nicht mehr die Slowenen, die von unten her in AU
eindiffundeiren?  Die SLowaken bevlkern doch eher die Schweiz, oder ?
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.08.2008 17:37

>Das Bachelor benötigt in jedem EU-land 180 bis 240 ECDS. Das ist eine EU
>Verordnung. Kopfschüttel an Paul.

Leider hat diese Antwort nichts mit meinem Geschriebenen zu tun. Ich
habe auch nie was anderes behauptet. Trotzdem sind Bachelor von der Uni
und FH Akademiker, da sie einen akademischen Grad haben.
Autor: gast (Gast)
Datum: 26.08.2008 17:58

Ich hätte beinahe mein Industriepraktikum, welches die letzte Station
vor der Diplomarbeit darstellt, in Österreich absolviert. Bekommen hätte
ich 1600-1800 € (Brutto) zuzgl. Wohnung. Hab es zum Glück sein lassen.
Von frisch promovierten Entwicklern weiß ich, dass dort ca. 65 k€
bezahlt werden. Gut das sind auch nicht hellsten.
Von meinen Komilitonen die gerade fertig werden fängt im übrigen kaum
einer unter 50 K€ an. Selbst Leute mit eher mäßigen Noten kommen derzeit
auf 53 k€. Ich selbst studiere Elektrotechnik (Uni) in Süddeutschland.
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 19:23

>Von meinen Komilitonen die gerade fertig werden fängt im übrigen kaum
>einer unter 50 K€ an

Habe ich auch schon mehrfach gehört. Kann aber auch sein, daß die alle
übertreiben, denn ich habe ebenfalls Berichte von Studies, die mir
glaubhaft versichern, daß die Richtung eher 45k sei (auch für Uni). Das
werde an der Uni auch so kommuniziert.
Autor: Guest (Gast)
Datum: 26.08.2008 19:51

Viele Großunternehmen zahlen für Einsteiger immer das Gleiche. Uni oder
FH ist bei denen irrelevant.
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 27.08.2008 11:48

>Was ist eigentlich aus dem Wiener
>Polizeichef geworden, der wegen der Puffaffäre auf dem Haken war?

Unser ehemaliger Wiener Polizeichef wem es interessiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aff%C3%A4ren_in_der_W...

http://www.krone.at/index.php?http%3A//www.krone.a...

Noch ein Tip an Ings die gerne in Wien arbeiten wollen. Schaut euch
genau an
in welchen Stadtteil von Wien ihr ziehen wollt.
Autor: Sebi Schaffer (gallileo)
Datum: 28.08.2008 14:58

Hi,
hab heut das Angebot bekommen. Ziemlich genau 40k brutto. Wäre ja noch
annehmbar, aber ich hätte eine 43h Woche und nur 25 Tage Urlaub...
Also ich denke, dass ich das bleiben lasse:-)
Autor: Berater (Gast)
Datum: 28.08.2008 15:22

Sage denen, daß Du "woanders" 43000 Brutto hast. Dann erhöhen sie
nochmal. Machen alle.

"Uni oder FH ist bei denen irrelevant."
Dann kriegen sie nur FH und helfen mit die Tarife für Uni abzusenken
(weniger Nachfrage) und subventionieren den anderen die besseren
Abgänger.

So wie alle Billigheimer!
Autor: Chris (Gast)
Datum: 01.09.2008 14:53

hahaha

ich muss lachen wenn ich diese Diskussion lese. Bin selbst bis jetzt
noch Ing. (HTL) und war bis 2004 in Dtl in der Entwicklung tätig.
Bruttoverdienst summasumarum 65k (Angestellter 35h/woche + Freiberufler
ca 5-15h/woche) mit 27Jahren und ca. 7 Jahren Berufserfahrung.
Habe nun ein Universitätsstudium abgeschlossen als Ergänzung zum Ing.
und dürfte nun in Ö als leitender Angestellter 40h/woche all incl. für
monatlich 2900,- brutto = ca. 40k per anno arbeiten. Differenz 25k?!?!
Unerklärbar!!

Na sehr motivierend muss ich sagen!!! und die Mähr, dass man in Ö
billiger leben kann -> haha mal wieder ein scherzerl?

Somit mein Rat an alle die durch Leistung punkten wollen: meidet
Österreich mit seiner "Freunderlwirtschaft und Pakelei von
Gesinnungsgenossen". Leistung ist hierzulande Nebensache.

gruss
Autor: Deutscher Ingenieur (Gast)
Datum: 01.09.2008 15:02

Die Kosten SIND in Östereich niedriger. Komme selber viel rum. Es ist
nur nicht relevant weniger. Schon garnicht gleicht es geringeres Brutto
aus.

Aber sag: Warum hast du das gemacht, mit den 2700? Geh nach Deutschland,
dort bekommst du 50% mehr. Und der Spitzensteuersatz ist 10%-Punkte
geringer, wenn man Soli zahlen muss !

Echt, ich frage mich, warum nichr mehr Ösis hier rumlaufen!
Autor: österreicher (Gast)
Datum: 01.09.2008 19:52

Echt, ich frage mich, warum nichr mehr Ösis hier rumlaufen!

Vielleicht, weil es in Österreich schöner ist??
**ggg**

Spass beiseite: Hier wird grundsätzlich immer ums Geld geredet und dass
man halt einfach dorthin gehen soll, wo gerade am meisten bezahlt wird.
Wo bleibt die Lebensqualität? Haben die Leute hier denn keine Bindungen
oder vielleicht Familie, die einen Umzug in ein anderes Land nahezu
undenkbar machen.
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 01.09.2008 20:35

Österreich war nie und wird nie ein High Tech Land sein. Österreich ist
ein Bauern und Beamten Staat, der im übrigen wahnsinnig aufgebläht un
teuer ist.

Österreich ist kleiner als Bayern und hat aber neun Bundesländer. Jedes
Bundesland hat ein eigenes Paralament, Krankenversicherung,
Landesbehörden für Schulen, eigene Landesgerichte usw... wo massenweise
Bürokraten und Dummköpfe sitzen die von den Selbstständigen und Firmen
finanziert werden müssen.

Der einzige Industriecluster ist in Oberösterreich nahe an der deutschen
Grenze, der seine Gründer in NS - Zeit hatte (Hermann Göring
Werke-->VOEST).

Sonst sind es meist Kleinstfirmen die zwar auf machen Gebiet
Weltmarktführer sind (Seilbahnen, Skilifte, etc..) die aber selbst in
Österreich kaum wer kennt.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 02.09.2008 09:32

@deutscher Ingenieur

"Die Kosten SIND in Östereich niedriger."
-> wenn man lange genug sucht wird man wohl etwas günstigeres finden ;-)
schau dir mal die KFZ-Anmeldungskosten, Mieten, Lebensmittel usw. in Ö
und D an.

Bezüglich Qualität und Lebensstandard: ich selbst war in Süddeutschland
(Bayern und BW). Also wenn jemand sagt, dass diese Regionen nicht schön
zum Leben wären, na dann weiss ich auch nicht. Ausserdem is es ein
Katzensprung in die Alpen und nach Norditalien, also was macht es für
einen Unterschied ob ich im Allgäu lebe und gutes Geld verdiene, oder
z.B. in Kärnten für die Hälfte oder noch weniger?!?!

Ach ja, und Geld ist sicherlich nicht DER Motivator, jedoch wenn es
bereits an der Basis krankt, ist es nur der Unzufriedenheit
zuträglich!!!

Des weiteren stimme ich Tommi zu, dass die Wirtschaft in Ö sehr klein
strukturiert ist. Firmen ab 50-70 Personen sind in manchen Gegenden
schon Rießen. Viele stellen heute noch immer nur "verlängerte Werkbänke"
für Großfirmen dar, und begeben sich somit in direkte Konkurrenz mit
Anbietern aus Low Cost Countries. -> Wie sollen hier Mitarbeiter ein
angemessenes Gehalt bekommen??
Autor: A.K. (Gast)
Datum: 15.10.2008 11:57

>Der einzige Industriecluster ist in Oberösterreich
Einspruch, der Herr. Schön einmal Kärnten besucht?

>nahe an der deutschen Grenze, der seine Gründer in NS - Zeit hatte
Der "Gründer des Industrieclusters" in Villach war auch so etwas
Ähnliches

- allerdings war der bei der Ausfahrt aus Klagenfurt letzte Woche "a
bisserl z'schnö".

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