Datum: 20.08.2008 18:19
Grüßt euch, habe mal eine Frage bezüglich der Einstiegsgehälter in Österreich. Ich als Dipl. Ing (FH) bin demnächst zu zwei Vorstellungsgesprächen in Österreich bei zwei wirklich großen Firmen (die eine ist ein großer deutscher Automobilzulieferer) in Salzburg und Graz. Es geht um Stellen im Versuch. Natürlich habe ich im Internet auch schon etwas rumgesucht aber ich kann gar nicht glauben, was ich so mitbekomme. Kann es denn wirklich sein, dass ich mit unter 2000,- zu rechnen habe?! Auch hier im Forum gibt es jemanden der mit 1500,- angefangen hat... Kann mich mal jemand aufklären was denn jetzt wirklich so in Österreich an Berufseinsteiger gezahlt wird?! Ich dachte als Ingenieur in Österreich lässt es sich sehr gut leben. Ich weiß ja dass ich dort nicht das gleiche verlangen kann wiie hier in Dtl. (habe Angebote zwischen 45k und 56k) aber ich wollte eigentlich schon den gleichen Lebensstandart führen können wie hier in Dtl. als Ingenieur.... Würde mich über viele Antworten freuen...
Datum: 20.08.2008 19:01
Habe gehört in Ö bekommt man ca. 10% weniger als in D. Gesichert sind diese Zahlen allerdings nicht wirklich.
Datum: 20.08.2008 22:29
meine Infos liegen bei 28-32k für nen Einsteiger E-Tech, jedoch darf man nicht vergessen das die Abgaben deutlich geringer sind.
Datum: 20.08.2008 22:53
Für 28-32k brauch ich kein langwieriges und schweres Studium. Eine Garantie, dass ich nach wenigen Jahren Berufserfahrung dann mehr verdiene, gibt mir niemand. Ein Studium lohnt sich also auch in Ö nicht.
Datum: 20.08.2008 23:36
Datum: 21.08.2008 10:05
Guter Link! Dort finden sich die folgenden Zahlen, die ich um die deutschen Werte ergänzt habe: Durchschnitt 2005 Ö: 50.030 Euro im Jahr, D: unbekannt. (Durchschnittswerte sagen nichts, denke ich) Einstig Trainees Ö: 33.000 D: 45.000 Angestellte ohne Leitung Ö: 38.000 Euro, D: 50-70k Gruppenleiter Ö: 44.000 Euro, D: 60-70k Projektleiter Ö: 44.000 (?) D: 65-80k Abteilungsleiter Ö: 55.000 D: 70-90k Hauptabteilungsleiter Ö: 65.000 D: 75-100k Anmerkung: Die Werte schwanken natürlich. Abteilungsleiter in kleinen Firmen laufen mit z.T. unter 70.000, während viele gute Entwickler in Grossfirmen durchaus die 70 überspringen. Ich kann aber die Werte in Ö nicht ganz glauben: Ich war selber schon für dortige Firmen tätig und fand dort sehr gut ausgebildete deutsche Inwicklungsingenieure in Leitungsfunktionen, teilweise sogar mit Promotion. Ich kann mir einfach kaum vorstellen, daß dort einer für 55.000 arbeitet, was er in Deutschland als Normale hätte. So viel geringer können die Abzüge nicht sein.
Datum: 21.08.2008 10:29
für D/Ö/SCH: http://inhalt.monster.de/section1373.asp als Tarinee stehen da für Ö 25k für D aber 34,5k Das nenn ich mal einen Unterschied...
Datum: 21.08.2008 11:22
In Österreich ist der Ing. nur in Arztpraxen und in Kaffeehäuser hoch angesehen. Da wird schon mal mit Herr Dipl. Ing. .... aufgerufen um in das Arztkämmerlein zu kommen. Und wenn du HTL Lehrer bist wirst du überhaupt mit Herr Professor von den Schülern Nachbarn und Eltern angesprochen. Nur leider ist diese Verehrung bei den Einstiegsgehälter zu Ende. Dort kannst du mit 1800 Brutto (+-10%) Einstiegsgehalt rechnen. Beim Sklaventreiber gibts dann in etwa 1500 Brutto. Diese Gehälter sind in etwa mit denen von Sekretärinnen zu vergleichen. Noch ein kleiner Tip gib deinen Titel in jedem Anmeldeformular an um dir etwaige Vorteile beim Bürgermeister zu sichern.
Datum: 21.08.2008 11:51
ZU DEN FAKTEN: in Österreich sind Einstiegsgehalte von 1.700 - 1.960€Brutto für Absolventen einer HTL richtig!! Und zB.: Ein Arbeiteskollege (FH Absolvent) 2.500€ Einstieg(Probezeit) nach 3 Monaten 2.750 Bruto natürlich (38,5h/Woche, Mitarbeiter Entwicklung) Ein Akademiker (z.B.: E-tech an einer Technischen Uni) liegt bestimmt nicht unter der Bezahlung eies FH Absolventen!!! MfG
Datum: 21.08.2008 15:52
>nach 3 Mon. 2.750 Bruto (38,5h/Woche, Mitarbeiter Entwicklung
Reales Beispiel einer Ausschreibung aus dem Jahre 2003 in Graz:
Zielgehalt eines Uniingenieurs mit Diplom und Matura, mindestens 5 Jahre
Erfahrung in Hardwareentwicklung, Kenntnisse im Bereich Software,
Erfahrungen in Projektabwicklung, gutes Allgemeinverständnis für
technische Zusammenhänge: €3350,- im Monat für 40h!
Hochgerechnet aufs Jahr und heute lande ich bei 54.000. Das dürfte so
ziemlich die Grenze des Machbaren sein, weil keiner jemanden einstellt
oder braucht, der mehr als 5 Jahre BE hat.
Auch ausgeschrieben war eine Entwicklerstelle für FH im Bereich
Testautomation, nur Software, keine Hardware gefordert, mindestens 3
Jahre BE : €2450,- im Monat für 38,5h!
Ebenfalls hochgerechnet aufs Jahr und heute komme ich hier auf 39.000.
Auch das dürfte das Ende der Fahnestange sein, denn der Anbieter war der
Toppzahler in Graz und wohl der gesamten Steyermark. Andere liegen
angeblich 10%-15% drunter!
Inzwischen dürfte es etwas über die Teuerungsrate hinaus angezogen
haben, aber nicht wesentlich.
Für Österreicher ist es nach wie vor lokrativer, nach Deutschland zu
wechseln, wenn sie an ihrem Heimatort nichts finden und sowieo umziehen
müssen.
Datum: 21.08.2008 16:05
@ Tommi Huber (drmota): Sinnloseres Geschreibsel als dein Beitrag vom 21.08.2008 11:22 hab ich noch nicht gesehen, echt!
Datum: 21.08.2008 16:15
So sinnlos ist das Geschreibsel von Tommy nicht: >In Österreich ist der Ing. nur in Arztpraxen und in Kaffeehäuser hoch >angesehen. Das stimmt, aber ich würde das "nur" streichen. Die Firmen wissen schon um die Qualität ihrer Ingenieure, aber sie können / müssen wirtschafltich nicht mehr zahlen, weil es die anderen nicht tun. In Österreich ist das Kostenviveau einfach nicht da. Ich habe das an den Angeboten gesehen, die die Elektronikdienstleister gemacht haben: Die produzieren eine Platine mit MCU und FPGA 20% billiger als die Deutschen. (Sind aber auch etwas chaotischer organisiert). >Da wird schon mal mit Herr Dipl. Ing. .... aufgerufen um in >das Arztkämmerlein zu kommen. Stimmt, hab eich selber erlebt. Ein gutes Gefühl. Der Titel wird sogar auf die Lebenspartnerin übertragen :-) > Und wenn du HTL Lehrer bist wirst du überhaupt mit Herr Professor von >den Schülern Nachbarn und Eltern angesprochen. In Wien ist das ganz extrem: Wenn da der Student einfach Herr Professor sagt, ist er unten durch. Es muss schon "werter Herr Universitätprofessor sein" - Die Österreicher haben eine Titelmanie. >Beim Sklaventreiber gibts dann in etwa 1500 Brutto. Diese Gehälter sind >in etwa mit denen von Sekretärinnen zu vergleichen Stimmt : Dort gab es eine Firma namens EFINO-Ingenieure oder so ähnlich. Die hatten absolut viele Stellen offen, aber zu Gehältern die 50% den deutschen entsprachen.
Datum: 21.08.2008 16:22
>Ein Akademiker (z.B.: E-tech an einer Technischen Uni) liegt bestimmt >nicht unter der Bezahlung eies FH Absolventen!!! Sag mal, bei Euch in Österreich ist ein FH-Absolvent kein Akademiker? Also bei uns in DTl. werden von den FH's akademische Grade (Bachelor, Master, Dipl. (FH)) vergeben, ergo sind sie auch Akademiker.
Datum: 21.08.2008 16:36
Rechtlich bin ich nicht informiert, aber wenn man bei uns in Österreich von einem Akademiker spricht, dann spricht man von einem Absolventen einer Universität nicht einer Fachhochschule! Zumindest ist dies in unserer Firma und in meiner Wohngegend so lg
Datum: 21.08.2008 16:44
Seltsames Ö. Wo, wenn nicht an einer Hochschule (dazu zählen Uni, PH, TH, FH) kann man Akademiker werden? Wie wird bei euch objektiv der Bergriff "Akademiker" dann definiert?
Datum: 22.08.2008 08:10
Hallo Also in Österreich ist es wie in Deutschland. Sowohl ein UNI als auch eine FH verleiht akademische Grade wie BSc, MSc, Dipl.Ing., usw. Wie auch in Deutschland gibt es bei der FH für die Grade Dipl.Ing. und Mag den Zusatz (FH) welcher auch geführt werden muß. Mit dem neuen Bachelor und Master System gibt es den Zusatz (FH) nicht mehr! MFG Gast
Datum: 22.08.2008 12:05
Vergeben denn die FHs dann auch den Master? Wann vergeben sie den BAchelor? ( Ich sehe immer mehr, daß sich die FHs "university" nennen und Master vergeben. gibt es da dann noch einen nennenswerten Unterschied in den Studiengängen? Ist das dann in Österreich und Deutschland gleich, dh. Master(DE) = Master(AU) und Bachelor(DE) = Bachelor(AU) ? Wie verhält es sich mit den Ingenieuren der Berufsakademie ING(BA) gegen die HTL aus Österreich und CH ? Momentan sehe ich, daß es in der Industrie so gehandhabt und interpretiert wird: DI-TH(DE) = 1,1 * Master(DE) = 1,2 * DI-FH(DE) DI-FH(DE) = 1,1 * DI-FH(AU) = Bachelor (FH) DI-BA(DE) = 1,1 * HTL-ING(CH) = 1,2 * HTL-ING(AU) Gibt es dann eigentlich die BA-Ingenieure noch ?
Datum: 22.08.2008 12:17
Also, es gibt ja so Brutto - Netto Rechner und ich muss feststellen, dass die Abzüge in Östrreich in etwa gleich sind wie in Deutschland. Lediglich das gesetzlich festgeschriebene 13. und 14. Gehalt (6% versteuert) verschönt die Jahres- Netto-Summe wieder etwas. Umgerechnet wäre das dann in etwa so: Um in Ö aufs Jehr gesehen in etwa gleich viel über zu haben wie in Deutschland, wenn ich 4400,- verdiene, muss es in Ö etwa 3300,- sein. Die Lebenshaltungskosten liegen ebenfalls auf deutschem Niveau. Also eine Frage: Wie zum Geier könnt ihr mit Einstiegsgehältern <2000,- vernünftig leben. Also ich warte jetzt das Angebot von der Firma ab, aber eure antworten lassen auf nichts guites schließen:-( Ich hätte ja schon ein paar abstriche gemacht, aber wenn ich in Dtl. mit meinem Einstiegsgehalt (schlechtestes Angebot bei 45.000brutto) mehr netto rausbekomm als in Ö brutto, dann kann da was nicht stimmen und würde ich dann nie machen. Man, ich habe mich schon gefreut in euer schönes Land zu kommen!
Datum: 22.08.2008 12:47
>Momentan sehe ich, daß es in der Industrie so gehandhabt und >interpretiert wird: Wofür stehen die Umrechnungsfaktoren? Für den Wissenstand, die Bezahlung oder was? In Dtl. wird der Master sowohl von FH's als auch von Unis vergeben. Die BA hat einen Sonderstatus, weil sie rechtlich keine Hochschule ist und deswegen auch keine akad. Grade verleiht. Für DTL. gilt: (Dipl.-(BA) = Bachelor) < FH-Diplom < (Uni-Diplom = Master) Ein Vergleich zu BA vs. HTL ist schwierig, weil die HTL ja auch keine Hochschule ist wie die deutsche BA. Allerdings benötigt man für die BA ein Abi, das ist meines Wissens für die HTL nicht nötig. Die Gehälter in Dtl. hängen nicht nur vom Grad ab, sondern vielfach auch von der Unternehmensgröße und v. a. vom Ort der Beschäftigung (In Ostdtl. bekommt man im Schnitt 26% weniger als in Westdtl.)
Datum: 22.08.2008 13:09
Paul wrote: > Ein Vergleich zu BA vs. HTL ist schwierig, weil die HTL ja auch keine > Hochschule ist wie die deutsche BA. Allerdings benötigt man für die BA > ein Abi, das ist meines Wissens für die HTL nicht nötig. Die HTL schließt mit der Matura (Abi) ab. Dauert zwar 1 Jahr länger als ein Gymnasium, dafür hat man eine (stark) technisch geprägte Ausbildung.
Datum: 22.08.2008 13:23
>>Momentan sehe ich, daß es in der Industrie so gehandhabt und >>interpretiert wird: >Wofür stehen die Umrechnungsfaktoren? Für den Wissenstand, die Bezahlung >oder was? Für die Einschätzung der Wertigkeit , also die Ausbildung. Es geht dabei weniger um die Fakten, sondern mehr um das wie, so wie es die Einsteller sehen. Da machen viele einen deutlichen Unterschied zwischen den Abschlüssen DE <-> AU: Manche tun das ja sogar hinsichtlich der Bundesläander!
Datum: 22.08.2008 16:35
Wenn ich Deine Liste richtig verstanden hab, interpretierst Du die Wertigkeit eines österreichischen FH-Diploms als nur 90% eines deutschen FH-Diploms. Ist die FH in Ö. schlechter? Habe von einigen Forenschreibern auch schon gehört, daß die ö. FH viiiieeel besser sein soll, als die in DTL. Warum wird die FH in Österreich so minderwertig betrachtet (angeblich keine Akademiker usw. )? Besonders die Seite "Der Standard.at" scheint immer wieder Akzeptanz-Probleme mit der FH zu haben.
Datum: 22.08.2008 17:59
Gute Fragen, die ich nicht beantworten kann. Wie gesagt, ist es nicht meine EINSCHÄTZUNG, dass die Österreicher als schlechter sind, sondern meine ERFAHRUNG, dass sie schlechter angesehen werden. Kann sein, daß da wieder ein Trägheitseffekt mitspielt, weil die Meinung der Einsteller aus (eigenen) Erfahrungen rührt, die 20 Jahre alt sind. Was aber soll ein 50-jähriger Entwicklungsleiter machen, wenn er einen Abgänger einschätzen soll? Er orientiert sich am Ruf der Hochschule und an dem, was er die letzten Jahre an Erfahrungen gemacht hat. Naja, andererseits gibt es in Deutschland ja auch alte und etablierte Hochschulen, die im Bereich engineering weit vorne gesehen werden und es schon lange nicht mehr sind.
Datum: 24.08.2008 13:41
Wie wird denn eure werter Ansicht nach ein polnischer Ingenieur gesehen? Gilt der auch etwas?
Datum: 26.08.2008 13:19
Grüß euch! Also bezüglich der Frage des Einstiegsgehalts würd ich mich als Dipl.Ing, egal ob FH oder nicht, sicher nicht unter 2400€ brutto im Monat verkaufen lassen. Auch wenns ums Einstiegsgehalt geht. 2400€ ist schon alleine das Einstiegsgehalt für einen Bachelor, und der ist nur ein halber Dipl.Ing.. Sicherlich kommt es aber auch darauf an wie dein Lebenslauf und deine technische Fachkompetenz aussieht. Außerdem würd ich noch gerne erwähnen das der Zusatz FH sowieso nix mehr zu bedeuten hat weil er bereits gestrichen wurde und alle die noch nach diesen studiert haben können beantragen das er bei ihnen auch weg kommt. => Es gibt nur mehr Dipl.Ing.. mfg deimi
Datum: 26.08.2008 14:02
ich bin in Ösiland Techiker und bekomme 4000 Euro brutto....ihr armen ing´s!
Datum: 26.08.2008 14:07
Ich fange am 01.09. in Ö an und bekomme als Absolvent 34500€ Brutto. Ein Freund der auch Absolvent ist und im gleichen Unternehmen in D anfängt bekommt etwa 42000€ Brutto. Am Ende des Monats haben wir annähernd das gleiche Geld auf dem Konto. Grund dafür sind die bereits genannnten, gering besteuerten 13ten und 14ten Monatsgehälter sowie ein Bonus, den das Unternehmen in Ö zahlt, den es in D aber nicht gibt. Wir haben beide den Titel Dipl.Ing.
Datum: 26.08.2008 14:34
>ich bin in Ösiland Techiker und bekomme 4000 Euro brutto....ihr armen >ing´s! Es gibt in Österreich Handwerker die locker das Doppelte haben. Ich kenne einen Malermeister der verlangt fürs das anstreichen eines Zimmers (2 Tage Arbeit) 2500 Euro. Der Gute hat eine wunderschöne Yacht in der Adria.
Datum: 26.08.2008 14:42
Dann scheint es ja genug Deppen zu geben, die sowas auch zahlen. Jeden Morgen steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden...
Datum: 26.08.2008 14:55
Das mit der Yacht soll mal dahin gestellt sein - 1250 je Tag ist aber wirklich etwas viel. Wer soll das bezahlen? >Außerdem würd ich noch gerne erwähnen das der Zusatz FH sowieso nix mehr >zu bedeuten hat weil er bereits gestrichen wurde und alle die noch nach >diesen studiert haben können beantragen das er bei ihnen auch weg kommt. Darüber würde ich gerne mehr erfahren! Sind die AU-Ingenieure von der FH bald Scheinvollingenieure? Dürfen sie sich in Deutschland auch so nennen ?
Datum: 26.08.2008 15:24
In Dtl. ist bei den Diplomabschlüssen FH anzugeben, bei den Bachelor/Masterabschlüssen nicht. Das ist auch logisch, da der Dipl.-Ing. (FH) (240 ECTS) ein anderer akademischer Grad ist als der Dipl.-Ing. (300 ECTS). Mit Deiner Bezeichnung "Scheinvollingenieur" kann ich nichts anfangen, Entweder habt ihr in Ö. eine grottenschlechte FH oder ihr habt Euch mit der FH nie beschäftigt und deshalb Probleme mit dieser neuen Hochschulart - gibt es in Ösiland glaube ich auch erst seit 1996?. Bei Euch scheint ja auch der Begriff Akademiker nicht objektiv dem Inhaber eines akademischen Grades zuzustehen, sondern es wird nach belieben zugestanden oder nicht - Kopfschüttel. PS.: Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht.
Datum: 26.08.2008 16:41
>1250 je Tag ist aber wirklich etwas viel. Wer soll das bezahlen?
Wird bei staatlich geförderten Altbausanierung bezahlt. Da lassen sich
Wiener Hausbesitzer ihre Häuser sanieren und der Staat schiesst dazu bis
zu 2/3 der Investitionssumme zu. Da steigen dann natürlich ganz schnell
die Handwerkerrechnungen. Und wenn der Malermeister mit der Tochter des
Architekten verheiratet ist und der Architekt sehr leicht an solche
Aufträge rankommt, da er mit einigen Beamten im Rathaus befreudet ist,
dann kommen solche Summen ganz schnell zusammen.
Und noch dazu wenn man als Malermeister in der Slovakei seinen Wohnsitz
hat ist man überhaupt der Schlaueste, wegen der dann auch noch
lächerlichen Steuern und der geringen Lebenskosten dort.
Datum: 26.08.2008 17:02
Das Bachelor benötigt in jedem EU-land 180 bis 240 ECDS. Das ist eine EU Verordnung. Kopfschüttel an Paul.
Datum: 26.08.2008 17:29
@Tommi Huber: Du kennst Dich aus. Was ist eigentlich aus dem Wiener Polizeichef geworden, der wegen der Puffaffäre auf dem Haken war? Aber: Sind es nicht mehr die Slowenen, die von unten her in AU eindiffundeiren? Die SLowaken bevlkern doch eher die Schweiz, oder ?
Datum: 26.08.2008 17:37
>Das Bachelor benötigt in jedem EU-land 180 bis 240 ECDS. Das ist eine EU >Verordnung. Kopfschüttel an Paul. Leider hat diese Antwort nichts mit meinem Geschriebenen zu tun. Ich habe auch nie was anderes behauptet. Trotzdem sind Bachelor von der Uni und FH Akademiker, da sie einen akademischen Grad haben.
Datum: 26.08.2008 17:58
Ich hätte beinahe mein Industriepraktikum, welches die letzte Station vor der Diplomarbeit darstellt, in Österreich absolviert. Bekommen hätte ich 1600-1800 € (Brutto) zuzgl. Wohnung. Hab es zum Glück sein lassen. Von frisch promovierten Entwicklern weiß ich, dass dort ca. 65 k€ bezahlt werden. Gut das sind auch nicht hellsten. Von meinen Komilitonen die gerade fertig werden fängt im übrigen kaum einer unter 50 K€ an. Selbst Leute mit eher mäßigen Noten kommen derzeit auf 53 k€. Ich selbst studiere Elektrotechnik (Uni) in Süddeutschland.
Datum: 26.08.2008 19:23
>Von meinen Komilitonen die gerade fertig werden fängt im übrigen kaum >einer unter 50 K€ an Habe ich auch schon mehrfach gehört. Kann aber auch sein, daß die alle übertreiben, denn ich habe ebenfalls Berichte von Studies, die mir glaubhaft versichern, daß die Richtung eher 45k sei (auch für Uni). Das werde an der Uni auch so kommuniziert.
Datum: 26.08.2008 19:51
Viele Großunternehmen zahlen für Einsteiger immer das Gleiche. Uni oder FH ist bei denen irrelevant.
Datum: 27.08.2008 11:48
>Was ist eigentlich aus dem Wiener >Polizeichef geworden, der wegen der Puffaffäre auf dem Haken war? Unser ehemaliger Wiener Polizeichef wem es interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Aff%C3%A4ren_in_der_W... http://www.krone.at/index.php?http%3A//www.krone.a... Noch ein Tip an Ings die gerne in Wien arbeiten wollen. Schaut euch genau an in welchen Stadtteil von Wien ihr ziehen wollt.
Datum: 28.08.2008 14:58
Hi, hab heut das Angebot bekommen. Ziemlich genau 40k brutto. Wäre ja noch annehmbar, aber ich hätte eine 43h Woche und nur 25 Tage Urlaub... Also ich denke, dass ich das bleiben lasse:-)
Datum: 28.08.2008 15:22
Sage denen, daß Du "woanders" 43000 Brutto hast. Dann erhöhen sie nochmal. Machen alle. "Uni oder FH ist bei denen irrelevant." Dann kriegen sie nur FH und helfen mit die Tarife für Uni abzusenken (weniger Nachfrage) und subventionieren den anderen die besseren Abgänger. So wie alle Billigheimer!
Datum: 01.09.2008 14:53
hahaha ich muss lachen wenn ich diese Diskussion lese. Bin selbst bis jetzt noch Ing. (HTL) und war bis 2004 in Dtl in der Entwicklung tätig. Bruttoverdienst summasumarum 65k (Angestellter 35h/woche + Freiberufler ca 5-15h/woche) mit 27Jahren und ca. 7 Jahren Berufserfahrung. Habe nun ein Universitätsstudium abgeschlossen als Ergänzung zum Ing. und dürfte nun in Ö als leitender Angestellter 40h/woche all incl. für monatlich 2900,- brutto = ca. 40k per anno arbeiten. Differenz 25k?!?! Unerklärbar!! Na sehr motivierend muss ich sagen!!! und die Mähr, dass man in Ö billiger leben kann -> haha mal wieder ein scherzerl? Somit mein Rat an alle die durch Leistung punkten wollen: meidet Österreich mit seiner "Freunderlwirtschaft und Pakelei von Gesinnungsgenossen". Leistung ist hierzulande Nebensache. gruss
Datum: 01.09.2008 15:02
Die Kosten SIND in Östereich niedriger. Komme selber viel rum. Es ist nur nicht relevant weniger. Schon garnicht gleicht es geringeres Brutto aus. Aber sag: Warum hast du das gemacht, mit den 2700? Geh nach Deutschland, dort bekommst du 50% mehr. Und der Spitzensteuersatz ist 10%-Punkte geringer, wenn man Soli zahlen muss ! Echt, ich frage mich, warum nichr mehr Ösis hier rumlaufen!
Datum: 01.09.2008 19:52
Echt, ich frage mich, warum nichr mehr Ösis hier rumlaufen! Vielleicht, weil es in Österreich schöner ist?? **ggg** Spass beiseite: Hier wird grundsätzlich immer ums Geld geredet und dass man halt einfach dorthin gehen soll, wo gerade am meisten bezahlt wird. Wo bleibt die Lebensqualität? Haben die Leute hier denn keine Bindungen oder vielleicht Familie, die einen Umzug in ein anderes Land nahezu undenkbar machen.
Datum: 01.09.2008 20:35
Österreich war nie und wird nie ein High Tech Land sein. Österreich ist ein Bauern und Beamten Staat, der im übrigen wahnsinnig aufgebläht un teuer ist. Österreich ist kleiner als Bayern und hat aber neun Bundesländer. Jedes Bundesland hat ein eigenes Paralament, Krankenversicherung, Landesbehörden für Schulen, eigene Landesgerichte usw... wo massenweise Bürokraten und Dummköpfe sitzen die von den Selbstständigen und Firmen finanziert werden müssen. Der einzige Industriecluster ist in Oberösterreich nahe an der deutschen Grenze, der seine Gründer in NS - Zeit hatte (Hermann Göring Werke-->VOEST). Sonst sind es meist Kleinstfirmen die zwar auf machen Gebiet Weltmarktführer sind (Seilbahnen, Skilifte, etc..) die aber selbst in Österreich kaum wer kennt.
Datum: 02.09.2008 09:32
@deutscher Ingenieur "Die Kosten SIND in Östereich niedriger." -> wenn man lange genug sucht wird man wohl etwas günstigeres finden ;-) schau dir mal die KFZ-Anmeldungskosten, Mieten, Lebensmittel usw. in Ö und D an. Bezüglich Qualität und Lebensstandard: ich selbst war in Süddeutschland (Bayern und BW). Also wenn jemand sagt, dass diese Regionen nicht schön zum Leben wären, na dann weiss ich auch nicht. Ausserdem is es ein Katzensprung in die Alpen und nach Norditalien, also was macht es für einen Unterschied ob ich im Allgäu lebe und gutes Geld verdiene, oder z.B. in Kärnten für die Hälfte oder noch weniger?!?! Ach ja, und Geld ist sicherlich nicht DER Motivator, jedoch wenn es bereits an der Basis krankt, ist es nur der Unzufriedenheit zuträglich!!! Des weiteren stimme ich Tommi zu, dass die Wirtschaft in Ö sehr klein strukturiert ist. Firmen ab 50-70 Personen sind in manchen Gegenden schon Rießen. Viele stellen heute noch immer nur "verlängerte Werkbänke" für Großfirmen dar, und begeben sich somit in direkte Konkurrenz mit Anbietern aus Low Cost Countries. -> Wie sollen hier Mitarbeiter ein angemessenes Gehalt bekommen??
Datum: 15.10.2008 11:57
>Der einzige Industriecluster ist in Oberösterreich Einspruch, der Herr. Schön einmal Kärnten besucht? >nahe an der deutschen Grenze, der seine Gründer in NS - Zeit hatte Der "Gründer des Industrieclusters" in Villach war auch so etwas Ähnliches - allerdings war der bei der Ausfahrt aus Klagenfurt letzte Woche "a bisserl z'schnö".
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