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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ingenieure werden immer wichtiger

Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 11:44
Dateianhang: stundensatz_statistik_ingenieure_und_it-spezialisten.gif (15,7 KB, 587 Downloads)
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Ich habe aus dem Datenbestand von Gulp einige Stundensatzberichte
durchgeblättert und mir fiel auf, daß die Ingenieure gegen die IT-ler
offenbar aufholen. Früher war die Differenz zu Softwareentwicklern oder
gar Datenbankprofis deutlich größer.

Blau ist der Verlauf der Forderungen der IT-Spezialisten insgesamt laut
Gulp-Grafik (da sind alle enthalten), rot eingezeichnet, dann das, was
in den Projektberichten mit Angabe der realen Stundensätzen an
Ingenieurstätigkeiten zu finden war. (Man kann dort erfolgte Projekte
mit Satz eingeben). Was dort an Ingenieursätzen gepostet wird, steigt,
deutlich schneller an, als der Gesamtbestand

Zusätzlich habe ich noch als Info mit grün die Sätze eingezeichnet, die
ich über Dienstleister so aus der Errinngerung der letzen Jahre hatte
bzw. für Hardwareentwicklung / Elektronik geboten bekam.

Gerade bei den Dienstleistersätzen hat sich da viel getan: Noch 2004
herum waren Sätze von 50,- über Dienstleister die absolute Ausnahme und
nur für sehr gesuchte Entwickler zu bekommen. Heute sind die Anfänger
z.T. schon mit 60,- dabei. Erfahrene Ingenieure bekommen von
Dienstleistern! mindestens 65,-, teilweise bis 70,- Euro geboten, je
nach Spezialgebiet. Projektleiter liegen bei 70,- bis 80,-.

Trotzdem liegen Softies immer noch ein bissl vorn.
Autor: Scheffe (Gast)
Datum: 26.08.2008 20:03

Man könnte als Ingenieur ja auch Software erstellen ?

Im ernst, ich habe den Eindruck, dass die ITler bei der Erstellung von
Software schon die Nase vorn haben. Andererseits sind sie auch sowas von
verbiestert und haben echte Probleme, ein vernünftiges
Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Schön muss die Software sein. Gut
im Aufbau und jede Menge Schicki-Micki-Optionen haben, die zwar toll
sind, aber die nicht einmal der Kunde als nice-to-have gerne hätte.

Beispiel Handy, mit einigen von denen kann man sogar noch telefonieren.

Und von technischem Verständnis, physikalischem Background brauchen wir
nicht zu sprechen. Da sind die Jungs recht schwach aufgestellt.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 27.08.2008 01:55

Jaja, aber Absolventen will keiner einstellen. Jedenfalls nicht für über
25000EUR Bruttojahresgehalt. Spezialisten werden verständlicher weise
mit Handkuss genommen.
Autor: Max (Gast)
Datum: 27.08.2008 07:24

In welcher Region suchst du denn Gast?
Autor: Gast (Gast)
Datum: 27.08.2008 09:50

> In welcher Region suchst du denn Gast?

Bundesweit. Vorzugsweise Rhein-Main.
Dazu muss ich anmerken, dass ich schon wenige Jahre auf Arbeitssuche bin
und mich bis jetzt mit Billigjobs unterhalb meines Qualifikationsniveaus
durchgeschlagen habe.
Autor: Martin (Gast)
Datum: 27.08.2008 09:55

... Ingenieure werden immer wichtiger ...

Woher diese Weisheit? Ingenieure waren noch nie wichtig.
Autor: Max (Gast)
Datum: 27.08.2008 10:46

Tja, dann bleibt nur ein Dienstleister. Ist aber nicht das schlechteste
zum Einstieg. Dienstleister sind nicht so empfindlich bei kleineren
Lücken im Lebenslauf.
Autor: Seher (Gast)
Datum: 27.08.2008 10:48

>>Jaja, aber Absolventen will keiner einstellen.
Da liegst Du aber falsch.

Ich kenne ein Unternehmen welches NUR Berufsanfänger sucht!
Warum wohl ;-)
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 27.08.2008 10:53

>Schön muss die Software sein. Gut im Aufbau und jede Menge
>Schicki-Micki-Optionen haben, die zwar toll sind, aber die
>nicht einmal der Kunde als nice-to-have gerne hätte.

Das ist das Problem bei Softwareentwicklern: Sie lassen sich vom
Spieltrieb leiten, der sie mal dazu gebracht hat , diesen Beruf zu
ergreifen. Leider müssen sie seltenst mit der Software arbeiten, ich
sehe das an vielen Kinderkrankheiten der technischen Entwicklungstools.

Vielen fehlt es auch an der Ausbildung im Bezug auf Design, Farben,
Physiologie und Änhlichem, somit haben sie einfach nicht das Rüstzeug,
gute GUIs zu erstellen. Ich sage nur "roter Text auf blauem Grund"

>Woher diese Weisheit? Ingenieure waren noch nie wichtig.
Die Stundensatzentwicklung spricht aber doch für sich, denke ich.

Gerade hat wieder eine von Gulp angerufen, die mich für ein Projekt
braucht.

>Jaja, aber Absolventen will keiner einstellen. Jedenfalls nicht für über
>25000EUR Bruttojahresgehalt. Spezialisten werden verständlicher weise
>mit Handkuss genommen.

Absolventen können ja auch noch nicht viel! Ich beziehe mich da selbst
mit ein. Man muss ein paar Jahre lernen und an sich arbeiten, bis man so
gut ist, daß man wirklich gebraucht wird. Um auf das Beispiel mit der
Sorftware zurückzukommen: Was das reine Programmieren mit C angeht, so
kann das ja nun so ziemlich jeder. Also ist das auch nichts wert.

Man muss schon etwas an nachrichtentechnischem Spezialwissen oder
physikalischem Wissen mitbringen um in einer ganz bestimmten Brache vorn
und wertvoll zu sein.

Nehmen wir FPGAs: Jeder kann VHDL und denn sich FPGA-Entwickler. Aber
wenn es um die Erstellung einer Schaltung geht, die klein, schnell und
intelligent ist, sie es anders aus. Da hat die Kenntnis der Sprache im
Grunde überhaupt nichts mit zu tun.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 27.08.2008 11:03

Ach wie schoen, wenn man seine Vorurteile pflegen kann, ohne sein Gehirn
benutzen zu muessen.
Autor: Karlheinz (Gast)
Datum: 27.08.2008 18:15

> Tja, dann bleibt nur ein Dienstleister. Ist aber nicht das schlechteste
> zum Einstieg. Dienstleister sind nicht so empfindlich bei kleineren
> Lücken im Lebenslauf.

Auch die nehmen lieber erfahrene Leute, die sie besser verkaufen können.
Wurde zwar bisher von den meisten Dienstleistern zum
Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Absage kam aber einige Wochen
später.

> Ich kenne ein Unternehmen welches NUR Berufsanfänger sucht!

Das kann jeder behaupten. Nenne mal einen Namen eines solchen
Unternehmens.
Autor: FPGA-Berater (Gast)
Datum: 27.08.2008 18:28

>Auch die nehmen lieber erfahrene Leute,
Sie nehmen NUR Erfahrene. Weil die Kunden Erfahrene haben wollen.

Als Anfänger muss man eben ganz billig sein und sich eine gut Firma
suchen, daß man wenigstens Spass hat.
Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
Datum: 27.08.2008 19:34

> > Ich kenne ein Unternehmen welches NUR Berufsanfänger sucht!
>
> Das kann jeder behaupten. Nenne mal einen Namen eines solchen
> Unternehmens.

Er hat bestimmt Bosch gemeint.
Autor: Gastarbeiter (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:13

>>> Ich kenne ein Unternehmen welches NUR Berufsanfänger sucht!
>> Das kann jeder behaupten. Nenne mal einen Namen eines solchen
>> Unternehmens.
>Er hat bestimmt Bosch gemeint.

Stellt Bosch wirklich nur Anfänger ein?
Autor: Gastarbeiter (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:21

Habe mir gerade die Grafik angetan: In den letzten 3 Jahren ging es
insgesamt 9 Euro (ausgehend von 62) hoch. Das sind 15%. Aber die
allgemeine Verteuerung sind ja auch schon 10%!  Also waren es nur 5%.

Bei den roten sind es in den letzten 5 Jahren nur 8 statt 60 (wenn man
den Teil vorne mit dazu nimmt). Dann 13%, obwohl die Verteuerung schon
15% sind. Also :

Die Ingenieure haben sich verschlechtert!

Bei den grünen ging es von 50 auf 65. Das sind 30$ statt 12% Soll in 4
Jahren.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:51

>> Er hat bestimmt Bosch gemeint.
>
> Stellt Bosch wirklich nur Anfänger ein?

Nein natürlich nicht. Auch Bosch bevorzugt Fachkräfte. Absolventen
kosten nur Geld. Die Einarbeitung der Grünschnäbel will kein Unternehmen
übernehmen. Aber diese kurzfristige Sichtweise wird ihnen nicht das
Genick brechen, da unsere Politiker die Zuwanderung von gut
ausgebildeten Fachkräften immer weiter erleichtern und fördern wird.
Inder sind billiger als (die Ausbildung und Einarbeitung) deutsche(r)
Kinder.
 http://www.heise.de/jobs/Regierung-wirbt-um-auslae...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 27.08.2008 22:25

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Jeder-St...

| tut mir leid, aber welcher idiot bleibt nach dem studium freiwillig
| in deutschland, ich kenne hier viele studenten, die nicht einmal eine
| platz für ihre diplonarbeit finden.... ist schadeee
Autor: Berater (Gast)
Datum: 28.08.2008 10:15

Also Diplomanden sind doch gefragt: Die sind billig und willig- also
sagen wir mal : sie wollen, weil sie müssen.

Ich habe es ja schon anderswo gesagt: E-Technik studieren lohnt nicht
mehr. Ich mache es nur weiter, weil ich es angefangen habe und sich ein
Umstieg nie rechnen würde. Also geht es weiter, zumal momentan gute
Chancen sind.

LangfrisTig aber werden in Deutschland nur noch solche Leute gebraucht,
die Projekte aufsetzen und den billigen Entwicklerhorden vorgeben, was
zu machen ist. Da reicht dann der Wirtschaftsingenieur. Reine Ingenieure
wird es immer weniger geben!

Und das, was dort im Artikel beschrieben wird, wird die Sache massiv
beschleunigen!
Autor: Klaus R. (klaus2)
Datum: 28.08.2008 10:35

"Da reicht dann der Wirtschaftsingenieur."

-> Und gute Nacht!
Autor: The one (Gast)
Datum: 28.08.2008 12:36

Das ist leider war. Die eigentliche Arbeit wird von irgendwelchen
Lutschern im Ausland gemacht. Mit deutschen "Tugenden" ist da nicht mehr
viel. Das ist in unsererem Unternehmen genauso. Selbst die Entwicklung
wird jetzt langsam ins Ausland verlagert. Das finde ich eigentlich
fatal. Deutschland ist (oder war) ja vor allem für seine Ingenieurskunst
vor allem im Maschinenbau bekannt.
Autor: Hans (Gast)
Datum: 29.08.2008 18:37

Ich weiß garnicht, was ihr für Probleme habt. Ich habe seit kurzem mein
Studium beendet, verdiene >40k bei 35 Stunden die Woche. Mit
Überstunden, Spesen usw. werde ich wohl auf gute 50k kommen.
Achja, un in unserer Firma sind noch gute zwei oder drei Stellen frei.
(Maschinenbauunternehmen ca. 300 Mitarbeiter)
Autor: Gast (Gast)
Datum: 29.08.2008 19:29

Na, 40k bei 35h, das ist doch toll.

Allerdings haben das bei uns schon die Meister mit 5 Jahren
Berufserfahrung! Und die haben sie locker, wenn sie nicht studiert haben
und kein Abi gemacht haben. Und verdient haben sie in diesen Jahren auch
gut bei weniger Steuerabzug!

Pass mal auf mein Freund, wie Du abgezockt wirst, wenn dein Gehalt rauf
geht. Die Krankenkassenbeiträge steigen, die Bemessungsgrenze sowieo und
die Steuern werden auch in die Höhe gehen, wenn immer weniger einzahlen,
weil die Fachkraöfte abhauen und die daheim gebliebenen Billigingenieure
immer weniger verdienen.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 30.08.2008 03:03

40k bei 35h pro Woche ist für einen Anfänger/Absolventen ein sehr
überdurchschnittliches Gehalt, selbst in München.
Autor: krümel (Gast)
Datum: 30.08.2008 05:38

Man man, wenn ich mir das gejammer hier so anhöre könnte man meinen
Deutschland gehts wirklich schlecht.
Wenn ich mich auf den Straßen so umschaue ist aber jedes zweite Auto ein
Neuwagen, die Leute fahren 2-3 mal im Jahr in Urlaub, usw.
Mal ganz ehrlich: Wer als Ingenieur nix findet ist selbst schuld.
Entweder liegt es dann an den Noten oder am Lebenslauf und selbst dann
kommt man zur Zeit bei einem Dienstleister immer unter. mit ca. 40k€ im
Jahr (dafür bei 40Std./Woche) aber das arbeite ich auch, obwohl ich 35
Std. hätte.
Vielleicht müsste man dafür auch bereit sein die Region wechseln. Aber
das schadet auch niemandem. Mit einem Notenschnitt von 3,0 und keiner
Praxis-/Auslandserfahrung wird es halt wirklich schwer.

Aber in einer Sache waren wir Deutsche ja schon immer gut: Jammern und
die Schuld den Ausländern geben.
Wenn gut ausgebildete Ausländer so schlecht wären für eine Wirtschaft,
dann wären das wohl kaum die Kräfte, die das Ausland liebend gerne nimmt
(siehe USA).

So, viel Spaß noch bei "im Selbstmitleid schwelgen"

P.S.: Achso, wer wirklich noch was sucht: schaut mal unter Bertrandt
(Ing. Dientleister). Die Arbeiten für BMW/Porsche/Audi, etc... und
suchen wirklich dringend Leute. (Nein, ich arbeite nicht da...)
Autor: lach (Gast)
Datum: 31.08.2008 02:39

@ krümel

Dummes Gesülze eines weltfremden Arbeitgebers. Die wenigsten Absolventen
sind einem Wohnungswechsel abgeneigt. Aber wo sollen sie denn
Praxis-/Auslandserfahrung her haben, wenn sie keiner einstellt weil sie
keinen Lebenslauf wie im Bilderbuch haben?
Autor: krümel (Gast)
Datum: 31.08.2008 15:40

@lach

also Auslandserfahrung kann ja wohl jeder während dem Studium kriegen.
Dafür gibt es so Programme wie das ERASMUS-Programm der EU. Und auch ein
Praktikum im Ausland ist nicht schwer zu bekommen, wenn man mit
Eigeninitiative rangeht. Nach meiner Erfahrung verlangen potentielle
Arbeitgeber auch nicht mehr. Berufserfahrung von Absolventen verlangt ja
keiner, aber eben einschlägige Praktika. In der Automobilbranche gibt es
z.B. die Formula-Student. Ein Engagement in einem der Teams wird auch
sehr gern gesehen.

Aber Meckern ist ja ainfacher als den Arsch hochkriegen...
Autor: Sharan (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:08

Nicht nur Betrand arbeitet für die Autoindustrie. Nein, auch Yacht und
Brunel sowie die hier diskutierte ehemalige Axis,
Beitrag "Dienstleister Vispiron"  (hauptsächlich BMW!

Der Grund ist aber nicht, weil es dort immer mehr gute Stellen gibt,
sondern weil dort extremster Kostendruck herrscht und immer mehr
abgebaut wird.

Hast Du dich mal informiert, was die bezahlen ?

Die liegen MINDESTENS 10-15% unter dem üblichen Gehalt.

Für Einsteiger ist das doch die absolute Notlösung!!!!
Autor: Master Zulu (Gast)
Datum: 03.09.2008 00:19

>Hast Du dich mal informiert, was die bezahlen ?
>Die liegen MINDESTENS 10-15% unter dem üblichen Gehalt.

Die wollen halt verdienen.
Autor: Marc'O (Gast)
Datum: 07.09.2008 18:13

Was soll man als Abgänger machen, wenn man nichts hat?
Autor: Max (Gast)
Datum: 07.09.2008 18:45

Warum sollen 10...15% unter dem "üblichen" Gehalt für Einsteiger eine
Notlösung sein? Ein Bekannter von mir ist ohne Berufserfahrung bei
Bertrandt mit 45k eingestiegen. Klar ist das weniger als beim OEM, aber
da kommt man als Absolvent eh nur schwer rein.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 05.11.2008 15:27

45k als Anfänger sind doch gut. Gemeint war aber sich 10% unter dem
üblichen Gehalt beim OEM.

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