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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ein paar Worte zum Ingenieursmangel

Autor: Projektleiter (Gast)
Datum: 31.08.2008 04:47

Hallo,

zum immer wieder gern beschworenen Ingenieursmangel ein paar Worte.

Ich arbeite in einem Konzern mit Sitz in München. Wir müssten eigentlich
dringend neues Personal im Bereich E-Technik und Mechatronik einstellen,
finden wir aber nicht. Bei der letzten Runde wurde von 14 Bewerbern die
eingeladen wurden keiner genommen, 4 kamen erst gar nicht und meldetn
sich auch nicht ab. Es mangelt nicht an Zuschriften, auf jede Anzeige
kommen immer noch 50-100 Bewerbungen. Woran liegts also?

1. Horrende Gehaltsvorstellungen von Absolventen

Es gibt wirklich Absolventen die einem frech ins Gesicht sagen: 60.000
Euro, 14 Gehälter und einen Dienstwagen! Also mehr als ich nach 10
Jahren im Konzern und 15 Jahren Beruf verdiene. Weist man sie dann
freundlich darauf hin, dass das tarifliche Einstiegsgehalt nach verdi
Manteltarifvertrag 38.000 Euro beträgt zischen sie schnell wieder ab und
jammern, dass das jeder Schlosser verdienen würde und Meister noch viel
mehr. Sie haben in ihrem Leben noch nichts geleistet ausser Klausuren
schreiben und den Steuerzahler viel Geld gekostet - aber Forderungen
stellen wie ein Fürst.

2. Lügen und betrügen

Ob Lebenslauf oder sogar Diplomzeugnis, es wird gelogen dass sich die
Balken biegen. Da werden Noten im kopierten Zeugnis per Computer
retouchiert, da werden Firmen in denen sie die Probezeit nicht bestanden
haben (die typischen 6 Monatslücken) "ausgeblendet" und als
Bildungsreisen deklariert. Da verschwinden ganze Passagen aus Zeugnissen
und werden Datumseinträge gefälscht.  Manche wechseln gar alle zwei
Jahre die Firma und stellen dies als besondere Flexibilität dar - sie
werden sicherlich nicht eingestellt, sind ja nur Durchreisende. Auch wer
sich viel mit Zeitarbeit herumtrieb hat schlechte Karten,
Zeitarbeitsfirmen werden immer noch als Auffangbecken für das untere
Drittel gesehen das man loswerden kann wenn man sie nicht mehr braucht.

3. Auftreten

Bei rund einem Viertel entsteht der Eindruck sie wären mit dem Jet durch
die Kindestube geflogen. Da wird nicht die Hand gegeben beim Eintritt,
da passt die Krawatte nicht zur 30 Euro Kombi von C&A, da sind die
Schuhe nicht geputzt, da wird zwischendurch auch mal geDutzt wie auf dem
Bau oder in der Nase gepopelt, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Auch
Freizeitkleidung ist öfter anzutreffen, die nunmal nichts im
akademischen Vorstellungsgespräch zu suchen hat. Ebenso ist der Gang zum
Friseur Pflicht und auf lange Haare steht heute niemand mehr, die 68er
sind vorbei.

4. Überzogene Erwartungen

Berufsleben ist zu einem grossen Teil Routine, dabei wird auch sehr viel
Papier erstellt und gelesen. Das scheint aber vielen zu langweilig zu
sein, sie erwarten wie Indiana Jones Abenteuer zu erleben, jeden Tag
etwas anderes zu machen und um die Welt zu reisen, die sich um sie zu
drehen hat. Dass sie nur ein Zahnrad im System sind und kein eigenes
Büüro haben sondern im Grossraumbüros sitzen ist für viele eine
grauenhafte Vorstellung.

Nach gut fünf Jahren in denen ich diese Beobachtungen mache und wo mehr
als 200 Bewerber in den Runden sassen stelle ich fest: Es gibt keinen
Ingenieursmangel, die Postfächer sind immer noch randvoll.

Aber es gibt einen Mangel an fähigen, qualifizierten Ingenieuren die
ihren Beruf realistisch sehen.


Gruß aus München,
Rüdiger
Autor: mein Senf dazu (Gast)
Datum: 31.08.2008 06:19

>Es gibt keinen
>Ingenieursmangel, die Postfächer sind immer noch randvoll.
>Aber es gibt einen Mangel an fähigen, qualifizierten Ingenieuren die
>ihren Beruf realistisch sehen.

Nein! Den gibt es nicht! Ihr seid nur so bescheuert immer noch gute,
engagierte Kandidaten auszusortieren noch bevor ihr sie überhaupt kennen
gelernt habt. Ihr habt echt einen an der Waffel, Leute aus der
Zeitarbeit schon mal vorsorglich auszusortieren. Ebenso Leute mit Lücken
im Lebenslauf. Wann begreift ihr Pflaumen eigentlich mal, dass sich
vieles um uns herum wandelt?! Die gesamte Arbeitswelt krempelt sich um
und ihr bewertet ein paar Papierchen potentieller Bewerber, als ob es
göttliche Schriften sind. Vielleicht hat man ein paar Jahre seine Eltern
gepflegt und sucht dann den Wiedereinstieg in den Job?! Vielleicht
wollte man seinen Kinder ein paar Jahre sehr nahe sein?! Vielleicht war
man auch ein paar Jahre selbstständig und sucht dann wieder die
Festanstellung?! Nur in diesem Land, was sich Deutschland nennt, werden
künstliche Hürden aufgebaut und absichtlich ein Unzahl guter Leute schon
mal vorsorglich ausgeschlossen. Hört endlich mal auf ständig über die
Absolventen zu jammern und stellt mal eure bescheuerten Auswahlkriterien
zur Disposition. Schaut mal in den Reihen der älteren Akademiker, das
Ausland nimmt diese Leute mit Kusshand. Lernt die Leute kennen und lasst
sie zur Probe arbeiten, dann werdet ihr sehen, dass es keinen
Ingenieurmangel gibt (auch keinen an guten, geeigneten Fachkräften).
Deutschland kennt nur einen Mangel und das ist der an geeigneten Leuten
in den Personalabteilungen, die ein Fingerspitzengefühl für den
richtigen Kandidaten haben und nicht ein Gefühl für den richtigen
Lebenslauf und die richtigen auswendig gelernten Antworten. Ihr stellt
Menschen ein. Papiere machen euch später nicht den Job, lasst den Käse
erstmal beiseite. Schaut euch die Leute an, sprecht mit Ihnen.
Autor: Revolutzer (Gast)
Datum: 31.08.2008 08:59

@ Rüdiger

was hast du gegen lange Haare?

Das geht dich als möchtegern Chef gar nix an, wie ich meine Haare trage.

Sollte man vielleicht mal anfangen in den eigenen vier Wänden nach
Fehlern zu suchen und seinen Ruf in Branche überprüfen lassen.

Ihr seit wahrscheinlich nur dritte oder vierte Wahl bei den Absolventen
,und dann würde ich auch mit solchen Forderungen bei euch auftretten, es
müssen ja die schlechten Dinge ausgeglichen werden.
Autor: Bewerber (Gast)
Datum: 31.08.2008 09:05

Vor wenigen Monaten bin ich als Absolvent auf Stellensuche gegangen und
war auch erfolgreich. Hier einmal, was ich dazu denke:

1. Horrende Gehaltsvorstellungen von Absolventen

Es ist für einen Absolventen ohne Erfahrung schwer, zu einer
vernünftigen Gehaltsaussage zu kommen. Man hat kein früheres Gehalt,
nach dem man sich richten kann. Außerdem fehlt die Erfahrung. Wenn man
im Internet von Traumgehältern liest, kann man schwer einschätzen, wie
realistisch die sind.

Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Gehälter bei gleicher
Stellenbezeichnung in derselben Region um bis zu 12.000 Euro variieren.
Auch das "Drumherum" unterscheidet sich stark. Bei den einen hat man
eine Zielvereinbarung mit 70% Grundgehalt am Hals, in einem Großraumbüro
mit Kleiderordnung. Bei den anderen bekommt man ein festes Gehalt, dass
sogar noch darüber liegt, man ist zu dritt im Büro und der
Geschäftsführer kleidet sich sportlich mit Polohemd und Jeans (Ausnahme:
wenn man beim Kunden vor Ort ist).

2. Lügen und betrügen
Mit seiner Unterschrift erklärt man die Richtigkeit seiner Angaben.
Zeugnisse oder den Lebenslauf darf man auf keinen Fall fälschen. Eine 6
Monats Lücke habe ich aber auch im Lebenslauf und ich habe tatsächlich
Urlaub gemacht. Bzw. die Mündliche Diplomprüfung war zwei Monate nach
dem Datum zu dem das Diplomzeugnis ausgestellt ist. Dann habe ich mich
noch ehrenamtlich engagiert und schon waren die 6 Monate vorbei.

Zum Thema "rumreisen": Es ist auch mein Ziel, etwas von der Welt zu
sehen. Ich denke nicht, dass ich bis zur Rente bei meinem jetzigen
Arbeitgeber bleiben werde. Außerdem bieten die Arbeitgeber diese
Garantie doch auch nicht mehr.

3. Auftreten
Werte wandeln sich (Wertewandel) und das ist nichts Schlechtes. Jede
Generation ist anders sozialisiert. Schon Aristoteles hat den Verfall
der Jugend beklagt.

Wenn man nach einem Bafög-Studium Schulden hat, kann man sich keinen
teuren Anzug aus dem Modehaus leisten. Als Student laufen die meisten im
T-Shirt rum. Das ist schon allein die Existenz eines Anzugs viel wert.

Das mit den Haaren habe ich überhört. Man darf sich in unserem Land zum
Glück die Haare immer noch so wachsen lassen, wie man das selbst für
richtig hält. Meine Haare sind teil meiner Persönlichkeit. Wenn mein
Chef das nicht tolerieren kann, dann kann ich auch nicht für ihn
arbeiten.

4. Überzogene Erwartungen
Woher kommen denn die Erwartungen. Es sind die Firmen, die mit tollen
Anzeigen für sich werben. Tut mir bitte den Gefallen und betrachtet mal
einige Anzeigen unter diesem Gesichtspunkt. Da sieht man Mitarbeiter in
multinationalen Teams, die sich kommunikativ über einen Plan beugen.
Oder den Projektleiter mit dem Bauhelm vor einem strahlend blauen Himmel
...
Autor: S. Frei (Firma keine) (dani5555)
Datum: 31.08.2008 09:16

1) die unternehmen scheuen sich auch nicht davor die löhne nach unten zu
drücken, wenn die möglichkeit besteht. in vielen brachen werden
mitarbeiter schlicht ausgenutzt, stichwort 1-euro jobs. Es ist
firmenkultur geworden, das unternehmen mir nix dir nix stellen abbauen,
leute entlassen, wenns nicht so läuft, oder wenn man im aussland nen
euro günstiger produzieren kann... da ist es doch nur logisch, dass auch
die forderungen der arbeitnehmer in die entsprechend andere richtung
gehen, wenn die nachfrage gross ist...

2) Studien belegen, dass Firmen bei stellenausschreibungen den
flexiblen, trixenden bewerbern in nichts nachstehen...

3) Ein gewisses auftretten und eine gewisse anpassung an die soziallen
normen ist zu erwarten, da hast du recht, nur dass die länge der haare
als kritikpunkt kommt, lässt böses erahnen, das geht die firma wirklich
einen sch... an... (p.s. hab kurze haare :-) )

4) naja als einsteiger wird man wohl in nur ganz ganz seltenen fällen
ein eigenes büro haben...
Autor: yxcv (Gast)
Datum: 31.08.2008 09:28

Tach,

1. Horrende Gehaltsvorstellungen von Absolventen
Wie schon geschrieben, ist schwer abzuschätzen. Und viele Hochschulen
haben Foren in denen Fantasiezahlen genannt werden, da biegen sich erst
die Balken.
Teilweise wird da behauptet, dass man als Geselle 45k€/Jahr +
Fimrenwagen... hatte und jetzt der Faktor zwei kommt. Wobei ich nicht
weiß, was man mit zwei Firmenwagen will. ;-)

2. Lügen und betrügen
Darf nicht toleriert werden. Problem bei den 6-Monatslücken ist, dass
die Leute es sich nicht trauen sie zu erklären. Als Absolvent kann man
sich ruhig in der Jobwahl vertun. Ist ja Neuland und in
Bewerbungsgsprächen wird auch gern mehr als nur etwas übertrieben (meine
Erfahrung), die Frage ist, ob solche Bewerbungen in Firmen weiter kommt,
als das Absagefach.

3. Auftreten
Das mit den langen Haaren ist aber extrem oberflächlich, die können
nämlich gepflegt aussehen.
Ansonsten schickt man die Hawaii-Hemd-Träger halt sofort nach Hause,
wenn man damit ein Problem hat. Ich habe aber bei allen zweiten
Bewerbungsgesprächen eine schwarze Jeans + Hemd getragen. Der Anzug beim
ersten Gespräch war zum Ausloten. ;-)
Schicke Anzüge sind auch teuer und zumindest für Absolventen kaum
bezahlbar, im übrigen ist das normal, dass bei technisch versierten die
Krawatte nicht zum Anzug passt. Praktisch die Hälfte aller Dozenten
hatte das auch so.

4. Überzogene Erwartungen
Hust Ich kenne ihre Bewerbungsanzeigen nicht, aber da fällt mir auch
die Sache mit den 'überzogenen Erwartungen' ein.
Allerdings muss man da auch immer zwischen Absolvent und
Berufserfahrenen unterscheiden.

Gruß
Autor: .... (Gast)
Datum: 31.08.2008 09:56

>im übrigen ist das normal, dass bei technisch versierten die
>Krawatte nicht zum Anzug passt.

stimmt, irgendwie muß mann sich ja von den BWL-Jungs absetzen.
Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
Datum: 31.08.2008 10:09

Also eure Firma braucht dringend Personal (ich interpretiere mal das
mehrer Stellen zu besetzen sind, da von E-Technik und Mechatronik die
Rede ist) und bekommt immer noch pro Stelle ungefaehr 75 Bewerbungen,
ladet 14 ein und konnte von 10 verbleibenden Kandidaten anscheinend
nicht mal einen in die engere Wahl nehmen?
Schau dir mal diese Zahlen an. Aus 75 Bewerbungen werden 14 Eiladungen
und keiner genuegt euren Anspruechen... Ich glaube eher bei euch im
Konzern aus Bayern stimmt was nicht...

Was habt ihr den nach diesem Schwung von Kandidaten gemacht? Hoert sich
so an das ihr den Kopf in den Sand gesteckt haettet...

Gruesse
Autor: nicht ganz (Gast)
Datum: 31.08.2008 11:21

So. So. Ueberzogene Erwartungen. Wenn sich ein CEO mit ein paar duennen
Spruechen und Null Einsatz jedes Jahr 20..30% mehr geben kann, muss ich
als Angestellter das natuerlich auch haben, mindestens.

Wie schon gesagt, es ist nicht alles Geld-Lohn. Die Lohnleiter ist meist
festgeschrieben, ausgehandelt mit Tarifpartnern und dergleichen. Dafuer
gibt es ja auch noch nicht-geld Teile der Entloehnung. Sei das nun ein
grosszuegiges Spesenmanagement, ein Firmenwagen, Versicherungen.
Rentenansprueche, Aktienoptionen. Es gibt auch Leute, die duerfen neben
der 100% Anstellung auch noch eine Firma haben. Zugegeben als Absolvent
ist man in dieser Hinsicht noch nicht so kreativ.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 31.08.2008 11:26

@Projektleiter:

>Auch wer sich viel mit Zeitarbeit herumtrieb hat schlechte Karten,
>Zeitarbeitsfirmen werden immer noch als Auffangbecken für das untere
>Drittel gesehen das man loswerden kann wenn man sie nicht mehr braucht.

Was verstehen Sie genau unter Zeitarbeit? Wird das an der Firma
festgemacht?
In manchen Branchen gibt es Ingenieurdienstleister, von denen einige
recht gut sind, viele Fortbildungen und ein gutes Gehalt anbieten und
andere eher schlecht sind. Scheiden Kandidaten, die mehrere Jahre bei
einem solchen Dienstleister gearbeitet haben, sofort aus?
Daneben gibt es in der IT Branche auch noch sog. IT Dienstleister, wie
SD&M, die im Rahmen ihrer Projekte auch beim Kunden vor Ort arbeiten.

Haben solche Kandidaten bei euch auch keine Chance? Es gibt ja immer
noch die Probezeit, in der ein Kandidat seine Fähigkeiten zeigen kann.
Arbeitszeugnisse sind oft überbewertet, v.a. wenn man in kleineren
Firmen gearbeitet hat oder der Chef einfach sauer über die Kündigung war
(Das weiß ich aus persönlicher Erfahrung)
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 11:43

>da passt die Krawatte nicht zur 30 Euro Kombi von C&A

Das liegt auch wahrscheinlich daran, dass ein Absolvent der wirklich was
drauf hat weniger Zeit und Lust hat sich den halben Tag mit den ganzen
Modetrends rumzuschlagen. Der informiert sich dann hald lieber über
aktuelle Entwicklungen oder ähnliches...
Autor: fast so (Gast)
Datum: 31.08.2008 11:58

>da passt die Krawatte nicht zur 30 Euro Kombi von C&A, da sind die
Schuhe nicht geputzt,

Wenn die Firma einen Geschniegelten haben will kostet es noch ein Stueck
mehr, speziell wenn er das koennen soll was ich kann...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 12:00

> 1. Horrende Gehaltsvorstellungen von Absolventen

Und es gibt zu viele Arbeitgeber, die nur 25k EUR bezahlen wollen, und
das in Frankfurt/M und Stuttgart. 35k halte ich für einen Absolventen
für angemessen.

> 2. Lügen und betrügen

Es ist wirklich schade, dass fast nur noch Betrüger eine Anstellung
bekommen, bei den überzogenen Anforderungen der Arbeitgeber. Wer schafft
denn ein Studium in der Regelstudienzeit bei den aktuellen
Schwierigkeiten einen Praktikums und Diplomarbeitsplatz zu finden? Wer
sagt denn, was die eher willkürlichen Noten aussagen? Wieso ist der
kleinste Knick im Lebenslauf ein Ausschlusskriterium? Wo soll denn die
Berufserfahrung bei einem Absolventen herkommen? Vielleicht sollte man
eher mal bei den Politikern anklopfen und fordern, dass an den
Hochschulen außer zeitloser Theorie auch mal praxisrelevante
Projektarbeit mit und an neuer Technik gemacht wird. Dazu müssten aber
auch mal die Profs ihren Hintern erheben und sich weiterbilden und
könnten eben nicht 30 Jahre lang das gleiche Programm durchziehen! Es
ist schlimm, dass ein E-Technik-Absolvent noch nie was von FPGAs und
DSPs gehört hat und mit seinen Programmierkenntnissen in PASCAL und
seinen Theoriekenntnissen zur Z-Transformation da auch nur schwer einen
Einstieg findet.


> 3. Auftreten
> Da wird nicht die Hand gegeben beim Eintritt

Bei einem Vorstellungsgespräch ist der Arbeitgeber Gastgeber. Deshalb
hat dieser zuerst die Hand zu reichen - nicht der Bewerber!



Die Überheblichkeit der Arbeitgeber hat ein Maß überschritten, das nicht
mehr akzeptabel ist!
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 12:17

>Die Überheblichkeit der Arbeitgeber hat ein Maß überschritten, das nicht
>mehr akzeptabel ist!

Das bedeutet Revolution!
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 31.08.2008 12:22

Das bedeutet Revolution!

http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution

Ja, mal wieder so wie früher!!
Da haben sich die Leute nicht alles gefallen lassen so wie heute!!
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 12:48

Sehr geehrter Herr Personaler,

sie schrieben:
"Nach gut fünf Jahren in denen ich diese Beobachtungen mache und wo mehr
als 200 Bewerber in den Runden sassen stelle ich fest: Es gibt keinen
Ingenieursmangel, die Postfächer sind immer noch randvoll.

Aber es gibt einen Mangel an fähigen, qualifizierten Ingenieuren die
ihren Beruf realistisch sehen."

Nun, die Kenntnisse  der Absolventen sind ähnlich. Wenn sie bei so
vielen Bewerbern kaum einen passenden Kandidaten finden, so liegt das
eindeutig an Ihren überzogenen Anforderungen! Derjenige, der hier etwas
nicht realistisch sieht, sind Sie!

Mit freundlichen Grüßen
Ein Absolvent auf Arbeitssuche
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 12:54

>>Die Überheblichkeit der Arbeitgeber hat ein Maß überschritten, das nicht
>>mehr akzeptabel ist!
>
>Das bedeutet Revolution!

Die Revolution wird nicht kommen. Wohl aber eine Auswanderungswelle an
fähigen Ingenieuren und ein Schrumpfen von Studenten- und
Absolventenzahlen. Liebe Unternehmer und Manager, ihr seid auf dem
besten Weg, Deutschland zu ruinieren. Ohne Ingenieure und technische
Entwicklung/Forschung wird Deutschland zu einem armen Land unter vielen
werden.
Autor: Harald (Gast)
Datum: 31.08.2008 15:14

@ Projektleiter


100% !


Das bestätigt auch meine Erfahrungen.
Vielen Dank für diesen Beitrag.
Viele denken, dass sie nach dem Studium auf Händen getragen werden.
Leider produzieren sehr viele Bewerber nur Blindleistung.

Eine kleine Gruppe aus diesem Pulk ist so kompetent, vor allem im
sozialen Bereich, dass man sie ganz beruhigt auf die Menschheit bzw.
Kunden loslassen kann.


Gruß aus Stuttgart
Harald
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 15:28

>Das bestätigt auch meine Erfahrungen.
Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

>Leider produzieren sehr viele Bewerber nur Blindleistung.
Für welche Sachverhalte steht die Metapher?

>Eine kleine Gruppe aus diesem Pulk ist so kompetent, vor allem im
>sozialen Bereich, dass man sie ganz beruhigt auf die Menschheit bzw.
>Kunden loslassen kann.
Wie man mit dem Kunden umgeht, lernt man nicht im Studium. Da müssen die
Firmen ihre neuen Mitarbeiter schon so schulen, wie sie es haben wollen.
Autor: krümel (Gast)
Datum: 31.08.2008 15:36

Also Leute, ich versteh die ganze Aufregung nicht.

ich bin selbst Absolvent (gewesen, jetzt bei einem großen deutschen
Konzern) und was der Herr Personaler da schreibt ist vollkommen richtig.
Er schreibt nicht von überzogenen Ansprüchen sondern von den
Grundregeln, mehr verlangt er nicht. "In der Nase popeln..., ungeputzte
Schuhe". Das sind ja wohl keine überzogenen Ansprüche!!
Mit ein bisschen normalem Menschenverstand ist es durchaus möglich in
einem Bewerbungsgespräch erfolg zu haben. Und man kann auch als
Arbeitssuchender ruhig den ersten Schritt machen und die Hand reichen.
Da zeigt man wenigstens, dass man ein bisschen Selbstvertrauen hat.

Die Universitäten sollten auf die sogenannten "Soft-Skills" mehr wert
legen. Aber das wird sich in den technischen Studiengängen so schnell
nicht durchsetzen. Also ist jeder selbst dafür verantwortlich auf dem
Gebiet was zu lernen (wenn man hier von lernen sprechen kann...).
Autor: Bewerber (Gast)
Datum: 31.08.2008 15:51

>Leider produzieren sehr viele Bewerber nur Blindleistung.

>Eine kleine Gruppe aus diesem Pulk ist so kompetent, vor allem im
>sozialen Bereich, dass man sie ganz beruhigt auf die Menschheit bzw.
>Kunden loslassen kann.

Dafür bekommen sie auch weniger Gehalt als langjährige Mitarbeiter.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:02

Jedem das seine. Ich glaube, man muss nur jeden zu nehmen wissen. Die
Alten sind erfahren, können mit dem Kunden umgehen und machen keine
Anfängerfehler mehr. Dafür haben die Jungen frisches Wissen, sind noch
nicht Betriebsblind und haben noch keine Privilegien angehäuft, an denen
sie kleben und um die sie kämpfen, sobald ein Prozess geändert werden
soll.
Autor: Sharan (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:03

@Projektleiter :  Du tust mir echt leid!!!!!! Denm:

1) Ich habe bei Deiner Beschreibung den Eindruck, daß sich nur dss
Kroppzeug bei euch beworben hat, wenn die alle beschissen aussehen,
ungepflegt sind, nichts können und überhöhte Forderungen stellen. Ich
kann das beurteilen, da ich genug aktuelle Studenten von allenmöglichen
Unis kenne. inklusive deren Ausshen. persnliches Auftreten und
NOtenspiegel, was ich hier nicht näher ausführen möchte.

Das was Du beschreibst, trifft schlimmstenfalls auf die untersten 20%
zu!

An Deiner Stelle würde ich mich mal fragen, woran das liegt! Entweder
arbeitst Du in einer Firma mit miesen Ruf oder sie zahlt schlecht. Die
die sich dann bewerben, sind entweder die Blender, die Unfägigen, die
woanders abgelehnten oder die, die bei euch Karriere machen wiollen und
eine Weile in den sauren Apfel beissen - bei massig Kohle versteht sich!


2) Du hast nach 10 Jahren immer noch 60.000 ? Bzw Du hälst ein solches
Gehalt fürr plasibel? Ich hatte das nach 5 Jahren und dies war auch
wiederum vor 5 Jahren! In was für einer schlecht zahlenden Firma
arbeitst Du denn dann? Geh Dich bewerben!


3) Du legst zuviel Wert auch Äisserlichkeiten. Erwartet hätte ich primär
Kritik an den fehlenden Fähigkeiten der Bewerber! Das eintige negative
siehst Du offenbar in den RELATIV zu hohen Forderungen der Bewerber. Ok,
60.000 für einen Anfänger ist Quatsch. Mein Topangebot lag vor exakt 10
Jahren bei 112.000 DN für eine 50h Woche in einem Softwareunternezhmen,
da ich die benötigten Spezialkenntnisse im Bereich Datenbank hatte.

Real waren damals für Ingenieure mit durchschnittlichem
Uni-Abgängerknowhow etwa 75.000 für eine 40h-Woche bekommen. Das sind
heute etwa 46.000, wobei mehr bezahlt wird, wegen der Marktsituation.
50.000 würde ich mit Uniabschluss in jedem Fall fordern. Es wird nämloch
bezahlt!

Wenn Du es an den Haaren festmachen willst: Bestelle Dir Inder, Chinesen
und Polen und siehe, ob sie besser aussehen.


4) Du hast nicht kapiert, wie der Markt funktioniert! Es heisst Angebot
und Nachfrage! Dass die jungen heute mehr fordern. liegt an einem
Höhepunkt, den wir durchlaufen! Da auch die Firmen immer mehr auf global
play machen, haben sie alles Recht dwer Welt dazu! Wenn heute ein junger
Ingenieur in der Schweiz anfängt, bekommt er mindestens 70.000 Franken.
Gute Uniabgänger erhalten 80.000 Franken, wenn die Fähigkeiten passen.
Da in der Schweiz die Steuern geringer sind, haben die Netto deutlich
mehr.

Warum sollten junge Deutsche da schlechter stehen?`


Wie gesagt tust Du mir echt leid.
Autor: Job-Verweigerer (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:10

@ Projektleiter

Interessante Offenbarung die man hier liest.
Ich bin der gleichen Meinung bzgl. der Antworten
und könnte es nicht besser formulieren.
Kein Wunder wenn man sich vergeblich bemüht.
Große Klappe aber nichts dahinter, aber Handverlesen
bei Null-Verantwortung. Das haben wir gern.
Das man Zeugnisse dank Scanner und DTP manipulieren
kann, ist ja nun nichts neues und moralisch und rechtlich
eigentlich nicht zu rechtfertigen. Ich frage mich wie Ihr
dahinter kommt, jedenfalls nicht legal, das ist sicher.
Wenn man bei der Agentur für Arbeit Stellen liest findet
man meist unten ein Anforderungsprofil mit Bewertungen wie
"Hervorragend","Sehr gut","gut" und "vorhanden".
Bewerber mit befriedigend oder ausreichend in Ihren Zeugnissen
habe da wohl Null-Chancen. Auf wessen Mist das wohl
wieder gewachsen ist?
Aber wenn Ihr überzogene Vorstellungen habt, die Ihr
weder Publik macht, oder euch bei Ablehnungen
VERANTWORTUNGSBEWUßT gegenüber dem Bewerber verhaltet,
haben Ihr Erbenzähler und NichtÜberDenTellerrandGucker
nichts anderes verdient, von Greencardbewerbern ganz abgesehen,
falls Ihr damit liebäugelt.
Manche Arbeitgeber scheinen der Meinung zu sein das der Betrieb
wie ne Gottheit angebetet werden soll, um möglichst viele Vorteile
daraus zu haben.

Macht man nur so weiter so, Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:18

@Sharan:

>Real waren damals für Ingenieure mit durchschnittlichem
>Uni-Abgängerknowhow etwa 75.000 für eine 40h-Woche bekommen. Das sind
>heute etwa 46.000, wobei mehr bezahlt wird, wegen der Marktsituation.
>50.000 würde ich mit Uniabschluss in jedem Fall fordern. Es wird nämloch
>bezahlt!

50000€ für einen Absolventen finde ich schon etwas zu hoch gegriffen, es
sei denn er hat durch Praktika, Auslandssemester, etc. zusätzliche
Erfahrung sammeln können. Das Gehalt hängt natürlich auch von der
Branche ab. Bei Banken, Versicherungen, in der Beraterbranche (SAP) ist
dies aber durchaus möglich. Die Automobilindustrie zahlt meines Wissens
nicht diese Gehälter. Warum sollen Sie auch? Es gibt ja genügend gute
Bewerber..
Autor: Sharan, ein Experte (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:31

Chris ich stimme dir voll zu. 50.000 werden Ingenieuren nur gezahlt,
wenn sie sehr gute Noten haben und andere Vorteile, wie z.B. spezialle
Sprachkenntnisse. Wir hatten mal das Beispiel eines spanischstämiigen
Deutschen, der zu Anfang schon 48.000 bekamm, statt der für FH typischen
44000. Er war direkt zu 50% in der Abwicklung mit der spanischen
Fertigung beschäftigt (Abstimmung, Schaltplanübergabe etc).

Acuh wenn jemand als Detusche gut polinisch oder gar Ungarisch kann, ist
er mal gleich mit 10% mehr dabei.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:35

@Sharan: Du arbeitest dann in einem IG Metall Unternehmen? Leider gibt
es gerade für Informatiker nicht viele solcher Betriebe, weshalb
Software-Ingenieure im Durchschnitt nicht so gut bezahlt werden, wie
Elektrotechniker, Maschinenbauer..
Die meisten IT Firmen sind leider im Mittelstand zu finden..
Autor: Jorge (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:38

Im Bekanntenkreis merkt man mit der Zeit, dass die meisten Leute für den
Technikjob nicht geeignet sind.

- andere Interessen die stärker sind,
- fehlendes Interesse an Technologie,
- Selbstbarrieren und Angst vor Kulissen,
- Bequemlichkeit und Konsumentenhaltung,
- Technokratenhass
- fehlende Begabung.

Es ist schon eine Minderheit die sich für die Materie interessiert was
auch schon in der Schulzeit auffällt. Diese Minderheit zerfällt in Typen

- denen das alles zu billig ist und die nach höherem streben und was
kann das sein. Die tägliche Arbeitslast wird als Qual empfunden, der man
sobald wie möglich ein Ende machen will. Man ist vielleicht auch
distanziert und redet nicht mit jedem. Auf jeden Fall möchte man nicht
bis zur Rente diesen Beruf ergreifen.

- Leute die mit dem Kram zufrieden sind, etwas voranbringen wollen und
die möglicherweise versuchen die Rahmenbedingungen für sich zu
verbessern. Hier finden sich vor allem kreative Menschen ohne die es das
ganze Gewerbe nicht gäbe.

- Charaktere die immer im Strom schwimmen möglichst unauffällig. Alles
Abweichlerische möchten sie bekämpfen. Sie lieben Regeln, Anzüge,
Umgangsformen und haben eine klare Vorstellung wie alles zu sein hat.
Sind sind unempfänglich für Kritik und sie überprüfen ihre Kriterien
niemals. Es sind aber auch Karrenschieber ohne Esprit.

- Menschen die sich als Mitglied einer komplexen Gesellschaft sehen. Sie
strengen sich an, sind fleissig und sie schauen zu Vorgesetzten auf.
Solche Menschen gehen kein Risiko ein. Zu einer Innovation die von ihnen
stammt muss man sie überreden. Es besteht kein Zusammenhang zwischen
ihren Leistungen und ihrem Selbstgefühl.

Es gibt noch mehr Charaktere. Ob jemand geeignet für die offene Stelle
ist, also ob er in seinen Aufgabenbereich hineinwachsen kann oder ihn
sogar ausbaut, oder ob er scheitert aus vielen Gründen das kann man erst
viel später erkennen.

Der "Einsteller" ist in einer Machtposition, ein Haar in der Suppe und
der Bewerber ist abgelehnt. Der "Bewerber" ist abhängig. Er weiss nicht
was von ihm erwartet wird und versucht sich vielleicht so positiv wie
möglich darzustellen. Der Einsteller macht den Job schon ein paar Jahre
und weiss wo das Klo und die Kantine ist, das ist der Heimvorteil. Die
Noten im Deutschaufsatz liegen zwischen 1 und 6, man muss nehmen was man
kriegt.

Der Bewerber hat Angst hat abgelehnt zu werden wenn er keine Ansprüche
geltend macht, wer nix verlangt kann nix und fliegt raus. Wer nix
verlangt wird ausgenutzt und geht von alleine. Jüngere Bewerber sind
noch nicht ganz erwachsen, ältere mag man auch nicht. Die sollen dann
wenigstens Berufserfahrung mitbringen. Es wird nur als Berufserfahrung
gewertet was der Einsteller dafür hält, aber auch nicht zuviel sonst
bekommt der Komplexe und lehnt den Bewerber ab weil er unqualifiziert
ist.

Solche Szenarien spielen sich auch in anderen Berufen ab.

Lern erst mal den Affen kennen...
Autor: Sharan, ein Experte (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:41

>@Sharan: Du arbeitest dann in einem IG Metall Unternehmen?
Zur Zeit, ja.

>Leider gibt es gerade für Informatiker nicht viele solcher Betriebe,
Kann sein, allerdings bin ich nur zu 50% ein solcher

>>weshalb Software-Ingenieure im Durchschnitt nicht so gut bezahlt werden,
Ich habe da eher den gegenteiligen Eindruck

Für mich sprechend, werde ich zur Zeit sehr gut bezahlt!
Autor: Chris (Gast)
Datum: 31.08.2008 16:48

@Sharan: Ja, und in einem IG Metall Unternehmen kommt man relativ
schnell über die 60000€ Grenze, falls man eine 40h Woche hat.

Warum hast Du eher einen gegenteiligen Eindruck, dass SW-Ingenieure
unterdurchschnittlich bezahlt werden? Meiner Erfahrung und zahlreichen
Studien nach ist dem so.
Autor: gerhard (Gast)
Datum: 31.08.2008 17:17

Hallo Streithaehne

Ich bin 55, Dipl. Phys. und arbeite seit 30 Jahren als IT-Fachmann
(mittlerweile selbstaendig). Ich habe einige (nicht viele) grosse und
kleine, aber sehr unterschiedliche Firmen (auch eine amerikanische) von
innen erlebt. Bei Einstellungsgespraechen habe ich schon auf beiden
Seiten des Tisches gesessen (auch bei einem grossen Konzern in
Muenchen). Resultat: Es gibt sicherlich schlechte, aber auch gute Leute.
Und natuerlich die Masse Mittelmass. Das war immer so und wird immer so
bleiben. Ein Bewerber sollte sich ueber seine Position im Klaren sein,
fuer einen Arbeitgeber besteht die Kunst darin, die vorhandenen
Faehigkeiten ihrer Bewerber optimal zu nutzen. Frueher wurden junge
Leute Aelteren zugeteilt und haben so eine Menge gelernt. (so ist es
auch mir ergangen und ich bin meinen frueheren Kollegen sehr dankbar
dafuer). Wenn man natuerlich die "Alten Saecke" schon alle entlassen
hat, um nur (billige) junge Leute zu rekrutieren, bekommt man jetzt die
Quittung dafuer.
In kaum einem Land der Welt ist das mittlere Ausbildungsniveau so hoch
wie in Deutschland. Und dann gibt es keine guten Leute? Sicher haben
Politik und Wirtschaft technische Berufe unattraktiv gemacht. Also gibt
es wenige, die ein vergleichsweise schwieriges Studium auf sich nehmen.
Hier gilt das, was sonst gern zum Druecken der Preise gesagt wird: Es
ist ein Markt, auf dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Viel
Glueck allen Berufsanfaengern!
Autor: BerndS (Gast)
Datum: 31.08.2008 18:06

Bei mir ist es genau umgegehrt. Die letzten Unternehmen, bei denen ich
das letzte Mal war haben auf mich einen schlechten Eindruck gemacht.
Allei schon diese dämlichen 0-8-15 Fragen bei diesen Gesprächen gehen
mir auf den Zwirn.
Autor: dater (Gast)
Datum: 31.08.2008 18:07

Seit einigen Jahren arbeite ich in einer Firma mit vielen Querdenkern,
nicht Angepaßten und Inhaber von zum Teil sehr abenteuerlicher
Lebensläufe. Die meisten, wie ich übrigens auch, würden durch das
Eingangs geschilderte Raster fallen.

Nur - die Firma wird von diesen Leute getragen, wächst seit der Gründung
ständig, ist in einem weitem Bereich Marktführer und hat zudem ein sehr
gutes Arbeitsklima. Es werden bei den Arbeitskollegen keine Fehler
gesucht, sondern die Bewältigung der Aufgaben stehen im Mittelpunkt.
Viele Probleme werden durch unkonventionelle Lösungen schnell kreativ
gelöst.

Ich freue mich übrigens über jeden Mitbewerber, dem Papiere und
Formalien wichtiger sind als Kreativität, Fach- und Sozial-Kompetenz.
Nicht selten sehe ich diese Firmen an Aufgaben scheitern, die wir selbst
bereits gelöst haben.

Im übrigen sind falsche Angaben auf Zeugnissen und Hochstapelei kein
Problem: diese Leute halten selten 4 Wochen durch.

Für uns ist es zwar auch schwer neue Leute zu finden, meist schaffen wir
es aber doch offene Positionen in angemessenen Zeiträumen zu besetzen.
Autor: Sharan (Gast)
Datum: 31.08.2008 18:09

Und ich schließe mich an und wünsche allen Projektleitern DIE Bewerber,
die sie verdienen.
Autor: Dieter G. (Gast)
Datum: 31.08.2008 18:27

Hm, der Herr Projektleiter schreibt schon wahre Dinge, auch die Aussage
mit der Blindleistung ist nachvollziehbar.


Die Reaktionen auf den Beitrag zeigen es auch.

Zahlen wie > 38k bzw. 60k Euro..und die Herren können sich gerade mal
Ihren Hintern allein abwischen.

Einarbeitung? Kein Problem, aber für 40.000 Euro im Jahr kann ich
wenigstens ein halbwegs brauchbares Auftreten verlangen, zumindest im
Bereich von 8Std. am Arbeitsplatz.

Der Rest hier sollte sich mal langsam fragen, in welcher Liga er spielt.
Soviel Misst habe ich noch nie gelesen. Bevor man hier den Hals aufreist
und bei diesem schönen Wetter seinen geistigen Dünnpfiff verbreitet,
empfehle ich das Buch "Bewerbertraining" zu lesen.

Bei uns ist es üblich, dass bei Einstellungsgesprächen 2-3
Nachrichtentechniker mit am Tisch sitzen.
Dementsprechend ist auch der fachliche Eindruck.

Ca. 7 von 10 Bewerbern glauben auch nach dem Studium noch, an die 3
Ohmschen Gesetze, leider.

Gruß aus Nürnberg
Autor: Bitte einen Namen eingeben oder einloggen. (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:23

Alexander Schreiber in
nntp://<slrnfloiog.1pd.als@mordor.angband.thangorodrim.de>

> Doch, es gibt Mangel, und den schon seit Jahren. An Ingenieuren und anderen
> hochqualifizierten Fachkräften, die ihre Ausbildung mit Auszeichnung
> abgeschlossen, 20 Jahre Berufserfahrung und zahlreiche erfolgreiche
> Projekte haben. Die bereit sind, 7 Tage die Woche 12-16 Stunden zu
> arbeiten, keinen Urlaub nehmen, nie krank werden, jederzeit auf Zuruf
> überallhin versetzbar sind und als Lohn nur eine handvoll Reis wollen.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Iwan
Autor: Gast x+1 (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:28

>Das mit den langen Haaren ist aber extrem oberflächlich, die können
>nämlich gepflegt aussehen.

"Ich habe ja nichts gegen lange Haare, nur gepflegt müssen sie sein."
Ewig nicht mehr gehört - wegen Glatze ;-)
Autor: Henk ten Bakker (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:34

>die an die 3 Ohmschen Gesetze, leider.

Es gibt nur ein Ohmsches Gesetz und es gilt auch in der
Nachrichtentechnik. Man muss es nur auf die differneziellen Größen
anwenden und richtig interpretieren. Dann man kann alles Formeln
ableiten.

Das musste ich erst vor eine Woche einem DEUTSCHEN Nachrichtentechnik
erklären, der wie Du meint, die NT sei etwas Besonderes.

>Der Rest hier sollte sich mal langsam fragen, in welcher Liga er spielt.
Hier im Forum spielen die meisten in der unteren Liga, aber was heisst
das?

Der Projektlieter sprach von "seinen" Bewerbern. Ich kann diese
Forderungen alle nachvollziehen, was die Inhalt angelangt.

Nicht nachvollziehen kann ich, daß angeblich so viele Studenten das
nicht bringen. Anfänger, die sich bei meine Firmen bewerben (dort bin
ich mit am Tisch, für die Einschidung "Nachrichtentechnik") sind alle
gut angezogen und gut gepflegt. Die haben auch nie eine zu hohe
Forderung sonsdern einfach marktnormale Werte.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:38

@Henk ten Bakker:

In welchem Bereich sehen Sie eine marktnormale Gehaltsforderung für
einen Absolventen?
Autor: Henk ten Bakker (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:47

In ein Fall hatten wir zu besetzen eine Stelle für die
Softwareentwickler von eingebettete Mikroprozessoren. Absolventen von
eine FH wollten 45.000. Das hat die auch bekommen, muss aber 40h
arbeiten.

In eine andere Fall war es Elektronik für Nachrichtentechnik für
Signalverarbeitung. Die Bewerber hatte das studiert und eine sonst auch
gute Universitätsabschluss. Gefordert war 50.000. (Er wollte gleich von
Anfang an 4ßh arbeiten). Er wurde eingestellt. Also muss die sich mit
die P-Abteilung geeinigt haben.

Für einen Absolvent von deutscher HF finde ich 45.000 in Ordung. Wenn er
nur Durchschcnitt ist, soll er 10% weniger nehmen.

Für Universität ist 45.000 ein Minimum.
Autor: Willi Warlord (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:53

Hallo,
Ich habe selber einige Bewerbungsgespreche als Stellensucher hinter mit.
6 Bewerbungen und habe dabei 4 Zusagen bekommen. Gut, da ist 23 Jahre
her ist, es es nicht mehr der Stand von heute. Bei den meisten
Bewebungsgesprächen wurde sich damals richtig Mühe gegeben den Menschen
kennen zu lernen. Die Zeugnisse wurden kaum besprochen. Nur eine Firma
hat mein Fachwissen nachgeprüft. Bei dieser Firma arbeite ich heute
immer noch.
Ich selber habe aber auch einige Gespräche mit Stellenbewerbern geführt.
Blender erkennt man relativ schnell. Besonders auffällig war die
Bewerber
wo alles im ersten Moment perfekt aussah. Sie waren meist sehr
professionel auf das Bwerbungsgespräch vorbereitet worden. Leider sehen
dann die Anschreiben immer gleich aus und haben dadurch keine Aussage
mehr. Nach zwei Stunden Bewerbungsgespräch erkennt man dann,  ob der
jennige die Voraussetzungen erfüllt für seinen neuen Job oder nicht. Dei
den Zeugnissen sind die absoluten Noten relativ wenig aussagefähig, aber
die Notenverteilung gibt doch einigen Aufschluß über die Neigungen und
Fähigkeiten des Bewerbers. Wichtig ist auch die Bereitschaft etwas neues
zu lernen und sich für Ding zu interesieren die nicht im Lehrplan der FH
oder Uni stehen. Das ganze Bild muß halt eben passen.
Hochglanzprospekte von Firmen sind immer mit Vorsicht zu geniesen,
genauso wie super, von Fremden aufgearbeite, Bewerbungsunterlagen. Sie
sollen die Dinge so darstellen wie man sie gerne darstellt haben möchte.
Sie haben aber meist wenig mit den tatsächlichen Gegenheiten zu tun.

Willi
Autor: Hans (Gast)
Datum: 31.08.2008 19:55

Firam klein Bewerber gut
Firma groß Bewerber schlecht
Autor: No Name (nohelp)
Datum: 31.08.2008 21:37

@ Willi Warlord:
Du willst keine Blender? Verständlich. Doch wenn einem dieses Spiel
nicht liegt, ist man auch immer schnell unten durch. Ich war jetzt
einige Zeit auf Jobsuche und ich hatte doch so manches mal den Eindruck,
dass die Interviewer gerade auf die glorreichen Blender und aalglatten
Schönreder stehen. Oder man wurde als Alleinunterhalter angesehen.
Motto: Wir sind wir und brauchen gar nichts sagen aber erzählen sie mal
was Schönes und wir schauen dann mal.
Autor: Willi Warlord (Gast)
Datum: 31.08.2008 21:57

Ich bin der Meinung, die Personalabteilungen sehen es meist etwas
anders,
das man auf beiden Seiten mit offenen Karten spielt. Ein Job ist doch
meist für beide Seiten ein längerfristige Bindung. Wenn einer der beiden
Seiten merkt das er über den Tisch gezogen wird, so ist die
Verrauensbasis schnell dahin. Das Unternehemen hat einen unzufrieden und
damit häufig einen unproduktiven Mitarbeiter.
Mein Rat, laßt euch unbedingt die Arbeitsplätze zeigen, und fragt die
Befrager nach ihrem eigenem Werdegang in der Firma und wie sie zu dieser
Firma gekommen sind. Höflich aber Bestimmt.

Mittlerweile ist es in Mode gekommen das externe Dienstleister die
Bewerbungsunterlagen sichten und eine Vorauswahl treffen. Da hilft nur
schon vor dem Abschicken der Bewerbungsunterlagen das Nachfragen wie die
Jobvergabe bei der Firma verläuft. Die EXternen schauen nur nach
Äußerlichkeiten (Foto, Anschreiben, Noten, Lebenslauf) und haben von dem
Fachgebiet keine Ahnung. Den Leuten aus den Fachabteilung kann man fast
immer Vertrauen und geben Sie geben einem eine ehrliche Antwort.
Versucht aber nicht schlauer als euer neuer Chef zu sein. Der Schuß geht
fast immer nach hinten los. (Leider)

Willi Warlord
Autor: Jonny Obivan (-geo-)
Datum: 31.08.2008 22:05

Ich finde ein Bewerbungsgespräch ist auch immer eine Bewerbung auf
beiden Seiten. Der Arbeitnehmer bewirbt sich um eine Stelle und der
Arbeitgeber um eine Arbeitskraft. Wenn ich mich bewerbe und ein Gespräch
führe, dann schaue ich mir die Leute sehr genau an. Wichtig sind mir vor
allem soziale Aspekte und eine gute Grundstimmung. Was sind das für
Menschen, mit denen ich einen großen Teil meiner Lebenszeit verbringen
werde? Welche Motivation ist vorhanden und haben die Leute wirklich ein
ehrliches Interesse an mir?

Wenn ich ein Personaler wäre, dann würde ich in erster Linie diesen
sozialen Aspekt anschauen. Wenn die Krawatte nicht richtig sitzt, oder
die Schuhe schlecht gebunden sind, dann ist das unerheblich wenn mir der
Mensch authentisch vorkommt und ich das Gefühl habe das dieser Mensch
sich wirklich für den Job interessiert. Genauso ist es doch mit Lücken
im Lebenslauf oder anderen Dingen. Das alles ist nicht primär wichtig.

Mit Sicherheit ist da auch eine Menge Instinkt mit im Spiel. Ein
reibungslos funktionierendes Team braucht einfach eine positive
Grundstimmung. Und letztendlich soll die Arbeit ja auch Spaß machen. Hey
– wofür leben wir denn?

Gruß
Jonny
Autor: Skit (Gast)
Datum: 31.08.2008 22:15

Also mal ganz ehrlich , ich bin derzeit Stundent der Technischen
Informatik im Grossraum Hamburg. Wenn ich bei uns an der FH so am
Schwarzen Brett die Firmenangebote durchlese glaub ich manchmal, dass
ich im falschen Film bin.
"Suchen VHDL Entwickler - Gehalt auf Zeitbasis 7€/Stunde"
"Haben Sie ein hervoragenden Abschluss und sind knapp 21 Jahre alt ?
Dann sind Sie genau richtig bei Uns".

Ich weiss ja nicht wie ihr das so seht, aber ich werde ganz bestimmt
nicht für 7 Euro pro Stunde VHDL Sachen entwickeln.

Desweiteren haben viele Firmen heute Vorstellungen von Gehältern die
grad mal so bei 30k liegen.
Und dafür soll ich dann noch Studieren , was sich eh kaum noch einer
leisten kann!

Meiner Meinung nach ist in Deutschland die Zeit schon lange Reif nach
einer Revolution auf dem Arbeitsmarkt ! ! !
Autor: Giorgio (Gast)
Datum: 31.08.2008 22:30

>Nur eine Firma hat mein Fachwissen nachgeprüft.
>Bei dieser Firma arbeite ich heute immer noch.

D.h. Du konnst bei den anderen nicht landen, weil sie auch Wert auf
andere Dinge legten? Da haben wir es doch!
Autor: Willi Warlord (Gast)
Datum: 31.08.2008 22:40

@Giorgio
Bevor du hier herumpolterst, lies doch bitte mal zu Ende.
Von 7 abgeschickten Bewerbungen wurde ich zu 6 Vorstellungsgesprächen
eingeladen und ich hatte 4 echte Zusagen. Ich konnte mir meinen
Arbeitgeber aussuchen. Das ganze innerhalb eines viertel Jahres.

Wie sieht denn deine Quote aus.
Wieviele Bewerbungen hast du abgeschickt?

Willi Warlord
Autor: _gast_ _gast_ (johnswift)
Datum: 31.08.2008 22:47

> 1. Horrende Gehaltsvorstellungen von Absolventen
>
> Es ist für einen Absolventen ohne Erfahrung schwer, zu einer
> vernünftigen Gehaltsaussage zu kommen. Man hat kein früheres Gehalt,

Na das ist ja wohl das Einfachste. Wenn man die Firma kennt, und das
sollte man, weiß man, ob nach Tarif oder nicht bezahlt wird. Und die
Tarife stehen im Internet. Ansonsten gilt das Statistische Bundesamt.

> 3. Auftreten
> Werte wandeln sich (Wertewandel) und das ist nichts Schlechtes. Jede
> Generation ist anders sozialisiert. Schon Aristoteles hat den Verfall
> der Jugend beklagt.

Sehe ich auch so, jedoch sollte man in Bild des Unternehmens passen.
Immerhin repräsentiert man was. Da treten viele Unternehmen sehr
konservativ auf. Im Übrigen sollte das Outfit zum Beruf passen.
Wollpulli und Schlappen sind vielleicht nichts für einen Großkonzern
aber vielleicht etwas für eine Werbeagentur. Andersrum wird man bei
einer Werbeagentur schief angesehen, wenn man in Anzug und Krawatte
erscheint. Weiterhin gelten hier die Regeln des Revieres. Samy Molchos
"Alles über Körpersprache" ist ein guter Tipp. ISBN:3442390478*

> Wenn man nach einem Bafög-Studium Schulden hat, kann man sich keinen
> teuren Anzug aus dem Modehaus leisten. Als Student laufen die meisten im
> T-Shirt rum. Das ist schon allein die Existenz eines Anzugs viel wert.

Das geht schon. Andererseits kann man die Dinger auch ausleihen.

>
> Das mit den Haaren habe ich überhört. Man darf sich in unserem Land zum
> Glück die Haare immer noch so wachsen lassen, wie man das selbst für
> richtig hält.

Sicherlich. Und in diesem Land darf auch der Personaler immer noch
"nein" sagen, wenn ihm die haare des Bewerbers nicht gefallen. Ein "Sie
passen nicht in unser Unternehmen" reicht dazu völlig aus.

> 4. Überzogene Erwartungen
> Woher kommen denn die Erwartungen. Es sind die Firmen, die mit tollen
> Anzeigen für sich werben. Tut mir bitte den Gefallen und betrachtet mal
> einige Anzeigen unter diesem Gesichtspunkt. Da sieht man Mitarbeiter in
> multinationalen Teams, die sich kommunikativ über einen Plan beugen.
> Oder den Projektleiter mit dem Bauhelm vor einem strahlend blauen Himmel

Hier sollte auch der Inhalt verstanden werden. Es gibt
Muss-Haben-Anforderungen und es gibt Sollte-Haben. Diese beiden Sachen
werden sehr oft nicht verstanden. Oft ist zu lesen "... ist von Vorteil"
oder "Wünschenswert..." oder "Idealerweise...". Das sind alles keine
Anforderungen, die man erfüllen muss und trotzdem glaubt die Mehrheit
der Bewerber das Gegenteil.

Und woher kommt das alles? Meine Erfahrung ist, dass viele Bewerber der
Meinung sind, die Bewerbung darf nichts kosten und man soll doch der
Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden. Diese Meinung wird leider in
vielen Foren genährt, wobei die Meinung meistens von er4folglosen
Bewerbern stammt: "Wenn ich keine Stelle bekomme, dann sollst du auch
keine bekommen."  Jede Absage trägt dazu bei, besser zu werden. Man
lernt immer dazu.
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Antwort
Autor: Willi Warlord (Gast)
Datum: 31.08.2008 22:55

Ein Punkt habe ich eben noch vergessen. Man sollte sich nicht zuerst bei
seiner Lieblingsfirma bewerben, sondern zuerst bei den Firmen die nicht
in die engere Wahl gekommen sind. Das übt ungemein und vermeidet spätere
Enttäuschungen. Manchmal ist auch ein Glückstreffer dabei den man nicht
erwartet hat.

Willi
Autor: Hans Dampf (Gast)
Datum: 31.08.2008 22:59

>Man sollte sich nicht zuerst bei
>seiner Lieblingsfirma bewerben, sondern zuerst bei den Firmen die nicht
>in die engere Wahl gekommen sind.

Selten so einen Schmarrn gelesen. Geht's noch?
Autor: Willi Warlord (Gast)
Datum: 31.08.2008 23:10

Das ist definitiv kein Blödsinn. Nach dem Studium hat man den zwar den
Kopf voller guter Ideen, aber die Wirklichkeit sieht doch anders aus.
Auch
ein Bewerbungsgespäch muß man in der Praxis üben.
Es gibt nur wenige perfekte Menschen. Erfahrung prägt den Menschen. Und
am effektivsten lehrt man aus den eigen Fehlern.
Wenn man dazu bereit ist.
Ich habe mein erstes Bewerbungsgespräch auch in den Sand gesetzt und
daraus gelernt. Das war einer der erwähnten Absagen.

Willi Warlord
Autor: Werner (Gast)
Datum: 01.09.2008 01:29

1) Nie bei der Firma zuerst bewerben, zu dem man am Ende will! Erst 2
Jahre woanders.

2) Nie bei der Firma zuerst ein Gespräch haben, zu der man will. Erst 2
woanders!

Also :

Bei Müller und Meier vorstellen, bei Schulze vorstellen und anfangen,
dann zu Firma Rübensack und Co wechseln.


>> Es ist für einen Absolventen ohne Erfahrung schwer, zu einer
>> vernünftigen Gehaltsaussage zu kommen. Man hat kein früheres Gehalt,

>Na das ist ja wohl das Einfachste. Wenn man die Firma kennt, und das
>sollte man, weiß man, ob nach Tarif oder nicht bezahlt wird. Und die
>Tarife stehen im Internet. Ansonsten gilt das Statistische Bundesamt.

Wo lebst Duuuu denn?
Weder das Bundesatm noch sonst eine offizielle Quelle kennt aktuelle
Gehälter. Die kennen nur Durchschnittswerte aus Längsschnittmessungen!

Nene, Poker ist angesagt!
Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
Datum: 01.09.2008 05:03

Leider produzieren sehr viele Bewerber nur Blindleistung...

Ich frage mich wie das geht? Der Berwerber der schon etwas produziert...
Also bitte....

OK, OK. Wenn wirklich Leute in der Nase popeln, die Schuhe dreckig usw.
dann muss man diese Leute sieben, ganz klar. Aber lange Haare oder
vorherige Zeitarbeitsfirmen im Lebenslauf sollten keine Auswahlkriterien
sein.

Klar wuenscht sich der Arbeitgeben gute bzw sehr gute Leute. Jedoch
sollte mam ein gesundes Mittelmass finden. Habe selber mal erlebt das
der Chef nur die Besten der Besten weiter beschaeftigt hat, alles was
Mittelmass war flog. Schade nur das der Laden nach 2 Jahren dicht
gemacht hat. Alle wussten das sie sehr gut sind aber es braucht auch
Leute die den Laden tragen...