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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Welche Tastköpfe für Tektronix 465?


Autor: Freizeitbastler (Gast)
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Hallo allerseits,

ich habe gerade ein gebrauchtes Tek 465 (100 MHz) ohne Tastköpfe aber 
mit DM44 für gut 100€ erstanden. Welche Tastköpfe wären denn angemessen 
und wo bekomme ich die für wieviel?

Schöne Grüße,
Peter

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Freizeitbastler (Gast)

>mit DM44 für gut 100€ erstanden. Welche Tastköpfe wären denn angemessen
>und wo bekomme ich die für wieviel?

Wahrscheinlich gehen alle Standard 10:1 Tastköpfe, erhältlich bei 
Reichelt, Conrad & Co. Preise ab 25 EUR.
Bei Pollin gibts ne Biliggurke für 12 EUR. Fürs kleine Budget OK.
Bei deinem 100 MHz Scope lohnen sich Tastköpfe mit mehr als 150 MHz 
nicht.

MFg
Falk

Autor: Andreas K. (a-k)
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Günstiger Kompromiss: die Testec LF Serie. Der Unterschied zu 
Billig-Teilen (z.B. den beim Rigol mitgelieferten) ist doch recht 
deutlich, auch wenn bei beiden 150MHz dran stehen mag.

Autor: Freizeitbastler (Gast)
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@Falk

Danke! Dann werde ich wohl (2+1) x TESTEC LF 312 (Modulartastkopf 
15/150MHz) bei Reichelt bestellen.

Schöne Grüße, Peter

Autor: gast (Gast)
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beim Singer gibts neuwertige HP und Tek- Tastköpfe für verhältnismäßig 
kleines Geld. Die Testec sind zwar ok, aber mechanisch den alten 
unterlegen.

Autor: Freizeitbastler (Gast)
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@gast: Du meinst http://www.helmut-singer.de/ ? Ich sehe da bei 100MHz 
Tek-Tastköpfe so ab ca. 50€ das Stück. Wenn die signifikant was bringen 
ggü. den Testec bin ich natürlich dabei, aber wenn der Nutzen marginal 
ist würde ich doch die Preisklasse Testec nehmen.

Was meint Ihr?

PS: Aktueller Plan ist Testec 2x15/150 MHz schaltbar und 1x250MHz fix 
(kostet nur 6€ mehr als 150 MHz).

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Die Empfehlung für Testec hast Du ja schon bekommen.

Du kannst natürlich generell mal nach 10:1 Tastköpfen schauen, auch  bei 
1,2,3 wenn Du magst.

Wenn es um das reine Messen mit dem Scope geht: Das Tektronix 465 kommt 
mit fast allem klar was Du dort findest.

Wenn Du aber das nette Schmankerl nutzen willst, dass beim Tek465 die 
eingestellte Skalierung (per Lämpchen) korrekt signalisiert wird, kommst 
Du um die Tektronix oder Ballantine Tastköpfe nicht drumrum.

Das wäre dan Tektronix P6105 oder P6106, beispielsweise.


Andrew

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Freizeitbastler (Gast)

>Tek-Tastköpfe so ab ca. 50€ das Stück. Wenn die signifikant was bringen

Welcher Typ?

>PS: Aktueller Plan ist Testec 2x15/150 MHz schaltbar und 1x250MHz fix
>(kostet nur 6€ mehr als 150 MHz).

Naja, ist in erster Linie ein Placebo ;-)

Kauf dir lieber noch 3m RG174, ne Handvoll kleine 
Kohleschichtwiderstände 1kOhm, ein paar BNC Stecker zum Löten, ein BNC 
T-Stück und einen BNC Anschlusswiderstand 50 Ohm. Daraus kann man sich 
einen prima superschnellen Tastkopf bauen, der weniger als 1pF 
Eingangskapazität hat und 1GHz++ Bandbreite.

http://www.sigcon.com/Pubs/straight/probes.htm

MFG
Falk

Autor: Olaf (Gast)
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> ich habe gerade ein gebrauchtes Tek 465 (100 MHz) ohne
> Tastköpfe aber mit DM44 für gut 100€ erstanden.

Da hab ich mal einen Tausender fuer auf den Tisch gelegt. Meiner hatte 
uebrigens letztens ein Problem mit der Triggerung. Wurde irgendwie 
unzuverlaessig. Lustigerweise was das dafuer benutzte IC das einzige das 
versilberte Beine hatte. Die musste ich alle mal putzen.

Ausserdem ist mir mal ein Tantal unter dem Hochspannungsdeckel 
verschieden. Ich hab dann einfach mal alle gewechselt. Seitdem laeuft es 
wieder wie 1974. :-)

> Wenn die signifikant was bringen
> ggü. den Testec bin ich natürlich dabei, aber wenn der Nutzen marginal
> ist würde ich doch die Preisklasse Testec nehmen.

Die Originaltastkoepfe von Tek haben zwei Vorteile:

1. Sie schalten beim anstecken ein Laempchen am Drehschalter um.

2. Das Anschlusskabel ist deutlich laenger als das was man so bei
   preiswerten Herstellern findet. Auch sind die Kabel verdrehbar
   und haben eine Markierung am Kabel damit man nicht durcheinander
   wenn man wieder ein Knoten aus 100m Kabel auf dem Schreibtisch
   liegt. :-)

Ich wuerde die Originalkabel bevorzugen, allerdings dann mal zerlegen 
und putzen bevor man sie verwendet. Nach 30Jahren neigen die schonmal zu 
Kontaktproblemen. Laesst sich aber einfach beheben.

Olaf

Autor: Norgan (Gast)
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> Kauf dir lieber noch 3m RG174

Aber nur von einem Qualitätshersteller. Was als No-Name RG-174 angeboten 
wird ist manchmal grausam. Und nicht die 3m an einem Stück verwenden :-)

> ein BNC T-Stück und einen BNC Anschlusswiderstand 50 Ohm

Alternativ 51 Ohm Abschlusswiderstand in den BNC-Stecker löten. Das geht 
bei BNC-Steckern die eigentlich für Schraubanschluss gedacht sind und 
spart nebenbei die 20 Euro für die BNC-Crimpzange.

Z.B. 
http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&p... 
Allerdings passt hier die Tülle nicht, passende Tüllen gibt es z.B. bei 
http://www.reichelt.de/?;GROUP=C111;GROUPID=3193;A... )

Autor: Theo (Gast)
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@Falk,

> Kauf dir lieber noch 3m RG174, ne Handvoll kleine
> Kohleschichtwiderstände 1kOhm, ein paar BNC Stecker zum Löten, ein BNC
> T-Stück und einen BNC Anschlusswiderstand 50 Ohm. Daraus kann man sich
> einen prima superschnellen Tastkopf bauen, der weniger als 1pF
> Eingangskapazität hat und 1GHz++ Bandbreite.

Du hast wirklich noch keinen Tastkopf von Innen gesehen, oder ?
Schreib lieber etwas zu Dingen von denen du etwas verstehst.

Gruss,
Theo

Autor: Freizeitbastler (Gast)
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Z. B. sehe ich

Tektronix P6062B 1x/10x 100 MHz für 47,01€

Tektronix P6065 Miniatur-Tastkopf 100 MHz für 41,65€

Tektronix P6101 1x 15,5 MHz für 11,31€

Tektronix P6105A 10x 100MHz Miniatur-Tastkopf für 58,91€

Tektronix P6108A 10x 100MHz 47,54€

Tektronix P6112 10x 100MHz 23,21€

Oh, jetzt wo ich noch mal geschaut habe, sind ja auch zwei absolut 
günstige Modelle dabei! Beim 6112 steht allerdings "Besonders geeignet 
für die Oszilloskope der TDS 200 Serie" aber auch "he Tektronix P 6112 
is an universal Oscilloscope Probe ...". Kann ich den unbesorgt nehmen?

Apropos, was ist von Miniatur-Tastköpfen zu halten?

Schöne Grüße, Peter

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Norgan (Gast)

>wird ist manchmal grausam. Und nicht die 3m an einem Stück verwenden :-)

Geht auch manchmal, aber meist wird man so um die 1,5m verwenden,was ich 
implizit damit meinte.

>Alternativ 51 Ohm Abschlusswiderstand in den BNC-Stecker löten. Das geht
>bei BNC-Steckern die eigentlich für Schraubanschluss gedacht sind und
>spart nebenbei die 20 Euro für die BNC-Crimpzange.

???
Das ist doch alles fertig und spottbillig. Crimpen muss man da nix.

http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=22025

http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=22035

Huch, gibts keine BNC Stecker zum Löten für RG174? Nur Crimp bei 
Reichelt. Hmmm.

http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=22042

MFG
Falk

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Theo (Gast)

>Du hast wirklich noch keinen Tastkopf von Innen gesehen, oder ?

Du musst es wissen.

>Schreib lieber etwas zu Dingen von denen du etwas verstehst.

Mach ich fast den ganzen Tag ;-)

MFG
Falk

P.S. Ich hab mit den Homemade Tastköpfen schon oft und erfolgreich 
gemessen, mit SCHNELLEN Oszis, Aginet Infinium mit 20 GHz. 
Anstiegszeiten um die 200ps, mehr hat meine Signalquelle nicht 
hergegben.

Q.E.D.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Freizeitbastler (Gast)

>Tektronix P6062B 1x/10x 100 MHz für 47,01€

Kann man nehmen.

>Tektronix P6065 Miniatur-Tastkopf 100 MHz für 41,65€

Geht auc, könnte knapp werden wenn das Scope eine wesentlich andere 
EIngangskapazität als 20--24pF hat.
250ps Ansteigszeit bei 100MHz? Kaum ;-)

>Tektronix P6101 1x 15,5 MHz für 11,31€

OK

>Tektronix P6105A 10x 100MHz Miniatur-Tastkopf für 58,91€

OK, recht geringe Eingangskapazität, aber nie und nimmer 0,7ns 
Anstiegszeit ;-)

>Tektronix P6108A 10x 100MHz 47,54€

Dito.

>Tektronix P6112 10x 100MHz 23,21€

Robuster Standardtyp.

>günstige Modelle dabei! Beim 6112 steht allerdings "Besonders geeignet
>für die Oszilloskope der TDS 200 Serie" aber auch "he Tektronix P 6112
>is an universal Oscilloscope Probe ...". Kann ich den unbesorgt nehmen?

Denke schon.

>Apropos, was ist von Miniatur-Tastköpfen zu halten?

Für kleine Hände, also eher nix für mich ;-)

MFG
Falk

Autor: Olaf (Gast)
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> P.S. Ich hab mit den Homemade Tastköpfen schon oft und erfolgreich
> gemessen, mit SCHNELLEN Oszis, Aginet Infinium mit 20 GHz.
> Anstiegszeiten um die 200ps, mehr hat meine Signalquelle nicht
> hergegben.

Aber der 465 hat offizielle 100Mhz und ist vielleicht bis 200MHz 
verwendbar wenn man ein paar Abstriche macht.

Und wenn man mal 10khz an einer hochohmige Schaltung misst, dann werden 
deine 50Ohm etwas suboptimal sein.

Aber natuerlich gehoert so eine Selbstbauloesung auch ins Regal wenn man 
mal was hochfrequenziges macht.

BTW: Billiges RG174 hat zwar sicherlich eine etwas hoehere Daempfung, 
aber bei 1-2m wuerd ich das mal tolerieren. Ich hab mir damit jedenfalls 
einen Tastkopf fuer meinen Spektrumanalyzer gemacht der bis 1.8Ghz 
funktioniert.

Ich wuerde nur keine 100m damit durch den Garten legen. :-)

Olaf

Autor: Theo (Gast)
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@Falk,

> mehr hat meine Signalquelle nicht hergegben.

So what ??
Meinst du Tek baut nach dem Schema Tastköpfe ?
Es geht nicht nur darum das das Rechteck bei 20GHz gut ausseieht

Gruss,
Theo

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Olaf (Gast)

>Aber der 465 hat offizielle 100Mhz und ist vielleicht bis 200MHz
>verwendbar wenn man ein paar Abstriche macht.

Klar.

>Und wenn man mal 10khz an einer hochohmige Schaltung misst, dann werden
>deine 50Ohm etwas suboptimal sein.

Der Tastkopf hat 1050 Ohm Eingangswiderstand und ist für schnelle, 
relativ starke Digitalsignale gedacht.

>Aber natuerlich gehoert so eine Selbstbauloesung auch ins Regal wenn man
>mal was hochfrequenziges macht.

Eben.

MFg
Falk

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Theo (Gast)

>So what ??
>Meinst du Tek baut nach dem Schema Tastköpfe ?

Das meine ich nicht nur, das IST so.

http://www.tek.com/products/accessories/oscillosco...

Das die natürlich bissel schöner aussehen, und einige auch DEUTLICH über 
1 GHz kommen ist klar. Aber das Prinzip ist das gleiche. Aber das 
Preis/Leistungsverhältnis der Homemade Probe ist unschlagbar.
>Es geht nicht nur darum das das Rechteck bei 20GHz gut ausseieht

Ach, worum geht es denn?

MFG
Falk

Autor: Norgan (Gast)
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>> Alternativ 51 Ohm Abschlusswiderstand in den BNC-Stecker löten. Das geht
>> bei BNC-Steckern die eigentlich für Schraubanschluss gedacht sind und
>> spart nebenbei die 20 Euro für die BNC-Crimpzange.
>
> ???
> Das ist doch alles fertig und spottbillig. Crimpen muss man da nix.
>
> http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=22025
>
> http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=22035
>

Ich meine, wenn man auf genau das separate T-Stück und den separaten 50 
Ohm Abschluss verzichten möchte, dann kann man sich direkt einen 51 Ohm 
Widerstand in den BNC-Stecker am Oszilloskop-Ende des Do-It-Yourself 
Tastkopfes einlöten. Und jener Widerstand passt besser in einen 
eigentlich für Schraubanschluss gedachten BNC-Stecker als in ...

> Huch, gibts keine BNC Stecker zum Löten für RG174? Nur Crimp bei
> Reichelt. Hmmm.
>
>
> http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=22042

... so einen Crimp-Stecker, für den man zusätzlich 20 Euro für die Zange 
hinlegen muss.

Autor: gast (Gast)
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Norgan, ist ja gut. Aber das billiche Pollinzeugs würd ich nicht nehmen. 
Bürklin hat Telegärtner zum erträglichen Preis.

Autor: Norgan (Gast)
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"gast", ich rede nicht mit Dir, ich rede mit Falk.

Und lass mich auch mit deinem Bürklin in Ruhe. Die sind mir völlig egal 
und existieren für mich nicht, da die mal wieder nicht an Privat 
verkaufen (ja, ich weiß, ausgenommen die vernachlässigbare Minderheit, 
die zufällig in der Nähe des Ladens wohnt).

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