Datum: 05.09.2008 02:10
Hi, ich verstehe, dass man die Blindleistung kompensieren muss, damit über die Leitungen hin und her fliessende Blindströme keine Verluste an den Leitungen verursachen. Und damit man die Leiterquerschnitte kleiner auslegen kann. Letzlich soll nur die Wirkleisung im Idealfall fliessen. Daher laufen SyM unbelastet in grösseren Betrieben, die über die Regler so geregelt werden, dass die Blindströme zu jedem Zeitpunkt kompensiert werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Drehstrom-Synchronmas... So jetzt zur Frage: Im übererregten Betrieb wie man es zB hier sieht http://www.s-line.de/homepages/bosch/synchronmasch... ist die Polradspannung Up grösser als Us. Natürlich weil die Erregung Uf grösser gemacht wurden. Der Strom eilt der Strangspannung nach! Es wird aber immer vom kapazitativem Verhalten gesprochen. Eigentlich wäre es doch damit eine Induktivität! bzw es verhält sich wie eine Induktivität. Damit habe ich noch Probleme. Grüsse, Daniel
Datum: 10.09.2008 03:27
>ich verstehe, dass man die Blindleistung kompensieren muss, >damit über die Leitungen hin und her fliessende Blindströme >keine Verluste an den Leitungen verursachen. Und damit man >die Leiterquerschnitte kleiner auslegen kann. Letzlich >soll nur die Wirkleisung im Idealfall fliessen. Vergiss nicht das die Blindströme erst nach der Kompensation keinen Blindstromanteil mehr besitzen. Soll heissen - zwischen Verbraucher/Erzeuger und Kompensation fliesst dieser Blindstrom sehr wohl. Ich denke du vermischt bei deinem Überlegungen den Motor- bzw. Generatorbetrieb. Wird eine Synchronmaschine als Generator betrieben, so lässt sich über die Erregerspannung auch der Leistungsfaktor der Maschine sowohl vom kapazitiven auch in den induktiven Bereich regeln. (Im Netzparallelbetrieb). Bei Übererregung wird induktiver Blindstrom ins Netz eingespeist und kompensiert damit den Blindleistungsbedarf von den im Haushalt/Industrie vorwiegend auftretenden Verbrauchern - Wie z.B. (Drosseln, Transformatoren, Motoren). In diesem Fall wirkt der Synchrongenerator wie eine Blindstromkompensation, die aus zuschaltbaren Kondensatoreinheiten aufgebaut ist und somit quasi kapazitives Verhalten aufweist. Als Phasenschieber bezeichnet man eigentlich Generatoren die nichts anderes machen als diesen Blindleistungshaushalt einen Systems auszugleichen, ohne echte Wirkleistung zu erzeugen. (Ich bin mir nicht sicher in wie weit Phasenschieber noch eingesetzt werden. Die Kompensationsanlagen die ich kenne arbeiten alle mit Kondensatorbatterien) Induktive Erzeugung heisst auf der "anderen Seite" immer kapazitive Aufnahme und umgekehrt. Vielleicht resultiert daraus deine Frage? Um Resonanzproblemen zu entgehen arbeiten Synchronmaschinen nicht exakt mit CosPhi 1,0. Ein leicht induktiver Betrieb (cosPhi 0,98) wird angestrebt. Gruss Chris
Datum: 10.09.2008 21:06
Vielen Dank Chris! >Vergiss nicht das die Blindströme erst nach der Kompensation keinen >Blindstromanteil mehr besitzen. Soll heissen - zwischen >Verbraucher/Erzeuger und Kompensation fliesst dieser Blindstrom sehr >wohl. jou, das ist verständlich deswegen ist man bemüht sie in räumlicher Nähe zu halten. >Induktive Erzeugung heisst auf der "anderen Seite" immer kapazitive >Aufnahme und umgekehrt. Vielleicht resultiert daraus deine Frage? genau, ehrlich gesagt bin ich bemüht es zu verstehen. Ich werde mir wohl die Ströme und Spannung nicht mit den Zeigern sondern mit zeitlichen Signalen anschauen und überlegen müssen. gruss, daniel
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