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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wo beruflich anfängt und privat aufhört

Autor: WerWohl (Gast)
Datum: 05.09.2008 03:58

Da macht ich mir heute wieder gedanken um Dinge die mich nicht betreffen
und betreffen werden. Zum Beispiel um den Führerschein den ich nicht
habe und brauche.

In der Firma sind private Telefongespräche nicht erwünscht. Auch surfen
und dergleichen. Alles kein Problem. Alles was privat ist, hat in der
Firma nichts zu suchen.

Nun stelle ich mir vor, ich hätte einen Führerschein und ich würde damit
beauftragt werden, schnellstens etwas abzuholen. Angenommen ich würde
aus unachtsamkeit eine rote Ampel überfahren, Punkte und Fahrverbot
einhandeln ... oder ... wie man in diversen Reportagen sieht ...
LKW-Fahrer deren Fahrzeuge überladen sind oder sonst etwas ...

Wenn privates in der Firma nichts zu suchen hat, warum werden die Punkte
dann dem Konto des Fahrers zugerechnet, und nicht dem der Firma.
Schliesslich hat privates doch angeblich nichts in der Firma verloren.
Aber dann kommt der Scheff "Ich hab ja nich gesagt dass du heizen
sollst". Die Rosinen picken sie sich mal wieder raus. Toll.

Ich weiss nicht ob ich diese Frage so ernshaft stellen soll. Ich denke
mir, jetzt kommt das übliche "Is halt so". Aber irgendwie klemmt diese
Ansicht bei mir.

Ich weiss noch, wie mein Arbeitgeber mitbekam, dass ich eine eigene
Internetseite habe. "Da kannst du uns ja auch eine machen." "Nö, die
habe ich nicht selber gemacht, ich kann soetwas nicht" (Ich bin doch
nicht blöd)
Autor: *.* (Gast)
Datum: 05.09.2008 04:18

> Ich denke mir, jetzt kommt das übliche "Is halt so".

Na gut:

> Angenommen ich würde aus unachtsamkeit eine rote Ampel überfahren,

Je nach Stabilität der Ampel wäre evtl. auch ein neues Auto erforderlich
;)
Autor: Max (Gast)
Datum: 05.09.2008 06:19

Wo sinnvolle Threads aufhören und Geschwafel anfängt...
Autor: WerWohl (Gast)
Datum: 05.09.2008 07:29

Naja, was heisst Geschwafel. Wenn ich mir so überlege, dass mir mein
Arbeitgeber nichts schenkt, dann fällt mir auch kein Grund ein dem etwas
zu schenken.

Entschuldigung, dass ich jetzt kein echtes Problem habe, welches ich
hier vortragen kann, damit ihr euch einmischen könnt und gebraucht
fühlt. Entschuldigung dass ich ein fiktives Problem aufzeige, meinen
Gedanken freien lauf lasse. Ein Problem über das sich sicher schon zig
betroffene aufgeregt haben. Dieses Typische "Is nich mein Problem" ...
natürlich ist das nicht mein Problem.

Das vorangegangene Beispiel mit dem Führerschein soll ein
Ungleichgewicht aufzeigen an das ich denke. Privates hat einerseits
nichts im Betrieb zu suchen, auf der anderen Seite soll man Punkte, die
man sich beruflich eingehandelt hat aber privat anlasten. Der
Arbeitgeber hat den Führerschein nicht einmal bezahlt. Da sind
Arbeitsplätze die man nur mit einem Führerschein besetzen kann. Der
Führerschein wird gerne genommen, aber die Punkte, nein, die soll man
sich ans private Bein hängen.

Und zum LKW der überladen ist: "Erst mal wiegen ob das so passt." "Ja
das passt schon, und überhaupt, wir haben keine Zeit für sowas." Und wer
is dann wieder der Dumme, so wie man es ständig gezeit bekommt. "Dann
müssen sie halt kündigen". Tolle Einstellung sowas.

Zu oft kam es bei mir auf der Arbeit schon vor, dass ich hören durfte
"Sie können doch" dies oder jenes "habe ich gehört. Können sie dann
nicht mal ..." (Ich bekomme beim Frisör auch keine Brötchen. Also ...)
Was soll der Spruch des Chefs "Wenn sie Probleme haben können sie zu mir
kommen" wenn ich nichtmal ein privates Telefongespräch führen darf, um
eventuell ein Problem zu lösen. Es wird Verständnis vorgetäuscht wo
keines ist. Ja ja, wir sind eine grosse Famile ... schon klar ... (aber
auch nur solange wie man von mir nehmen kann)

Natürlich ist das mit dem Führerschein ein Problem welches es nicht
gibt, welches ich mir nur einbilde, welches ich nicht habe.

Es ist einfach so. Bei euch vielleicht, bei mir nicht, weil ich kein
Ja-Sager bin.

Wenn uns die Wurst weggenommen wird sind wir am schreien. Im Gegensatz
zu vielen anderen bin ich aber auch am schreien wenn nur eine dünne
Scheibe abgeschnitten wird. Im Gegensatz zu vielen anderen merke ich
nochwas.

Natürlich ist das was ich schreibe Geschwafel und unwichtig. Wir
sprechen uns die Tage dann nochmal.
Autor: peterguy (Gast)
Datum: 05.09.2008 09:05

Geschwafel ;-)

Wenn Du im Auftrag vom Chef unterwegs bist und dabei jemanden erschiesst
wirst ja auch DU haftbar gemacht und nicht dein Arbeitgeber. Gleiches
gilt natürlich für Autofahrten im Auftrag der Firma.
Autor: WerWohl (Gast)
Datum: 05.09.2008 09:10

und, um der fiktion realität zu verleihen ... wegen dem führerschein ...
da kam vorhin irgendetwas im tv ... da wurde über eine regelmässige
verkerserzieherische massnahme der polizei aus trier berichtet. die
halten da wöchentlich autos an die besonders in der fahrweise auffallen.

da blitzten die einen gelben paketzusteller der nach mehr als einer
sekunde bei rot über die ampel fuhr. es wurde berichtet dass der fahrer
mit punkten und einen monat führerscheinentzug rechnen müsse

so. und an dem punkt dachte ich mir: ja, toll, privaten führerschein für
beruf geopfert.

und dann kam ich darauf wie privates mehr und mehr aus dem beruflichen
verdrängt wird. vom telefonieren bis zum surfen und zum rauchen.

und insgesamt machte ich mir so gedanken darum, wie man immer mehr zur
produktivität gedrängt wird. und zu welchem preis. das liegt mir
schlicht und ergreifend schwer im magen.

ich gebe mir stets die grösste mühe gegen veränderungen anzukämpfen.
kaum hat man sich auf gewisse dinge eingestellt, schon versuchen andere
etwas zu verändern. ob es darum geht sich einfach nun durch sinnlose
verbesserungschorschläge hervorzutun, oder um anderen etwas gutes zu
wollen (wobei ich weis dass niemand das beste des anderen will,
abgesehen vom geld)
Autor: Bernd G. (Gast)
Datum: 05.09.2008 09:11

Wenn du die rote Ampel überfährst, ist das ein Problem zwischen dir und
Flensburg. Warum du das gemacht hast, interessiert die Polizei nur sehr
sekundär.
Wenn du irgendwelche Fahrten ablehnen willst, weil du eine rote Ampel
überfahren könntest, dann musst du entweder deinem Boss reinen Wein
einschenken und ihm sagen, dass das nicht im Arbeitsvertrag steht.
Irgendwann wird er dir vielleicht etwas anderes mitteilen. Es kommt hier
immer sehr auf das persönliche Miteinander an.
Du kannst ihm auch sagen, dass dir der Führerschein gerade entzogen
wurde, oder dass du gerade bekifft oder besoffen bist und deshalb nicht
fahren kannst.
Bei sichtbar überladenen Fahrzeugen würde ich Fahrten in jedem Fall
ablehnen. Anscheinend normal beladene Fahrzeuge wird die Polizei eher
nicht nachwiegen, da hätte sie ja viel zu tun.
Also immer schön abwägen, ob du mal auch was privates für deine
Hassliebe von Chef machen willst.
Autor: Mad Max (Gast)
Datum: 05.09.2008 09:21

Man muß Handel wie ein Unternehmer.
Raff was du kriegen kannst, sonst tut es ein anderer an deiner Stelle.

Gruß
Autor: sssttata (Gast)
Datum: 05.09.2008 09:35

Man kann auch Auto fahren ohne mit der Polizei anzu ecken.

Ich weiss aber was Du meinst. Meine alte Firma hat aus Kostengründen den
einzigen Dienstwagen abgeschafft und gehofft, die Angestellten würden
schon
mit ihrem Privatwagen die eine oder andere Dienstfahrt erledigen. Die
haben sich alle empört geweigert und es mußte dann auf ein Mietwagen
zurückgegriffen werden.

Wenn es darum geht, mal oder öfters ne Stunde länger im Büro zu machen,
dann ist das selbstverständlich. Wenn man mal oder öfters früher
Feierabend machen
will, dann ist das empörent!

So ist das aber halt. Wehren kann man sich da nur mit Dienst nach
Vorschrift.

In meiner alten Klitsche waren Überstunden bei einem Gehalt >=6000 Mark
damit
abgegolten. Ich hatte da einen Kollegen der machte dann einfach keine
Überstunden mehr. Wenn er länger bleiben mußte, kam er am nächsten Tag
später zur Arbeit.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 05.09.2008 09:40

Waere ja noch schoener, wenn der Angestellte gar keine Verantwortung
fuer sein Handeln uebernehmen muesste. Es ist ja jetzt schon oft genug
so, dass die Leute jede Schweinerei die sie mitmachen damit begruenden,
dass es ihnen befohlen wurde. Das funktioniert ja auch wunderbar fuer
das ganze Spektrum, vom rasenden Paketdienst ueber Massenentlassungen
bis zum faschistischen Polizeistaat (so lange ist es nicht mehr hin...).

Natuerlich sollte auch der Auftraggeber ordentlich rangenommen werden -
bei Straftaten ist das auch so und es wuerde viel Druck von den
Angestellten nehmen. Aber auch die Angestellten (natuerlich auch
Beamten) sollten viel staerker als bisher zur Verantwortung gezogen
werden.

Ich hatte da schon tolle Begegnungen auf dem Finanzamt, wo mir ohne mit
der Wimper in's Gesicht gesagt wurde, dass mein Steuerbescheid
rechtswidrig ist, das dem Bearbeiter aber egal ist, da er seine
Anweisungen hat - ich koenne ja klagen. Der riskiert dabei gar nichts,
der Vorgesetzte auch nicht und derjenige, der die rechtswidrige
Anweisung verfasst hat, auch nicht.
Autor: pppp (Gast)
Datum: 05.09.2008 10:05

> Der Arbeitgeber hat den Führerschein nicht einmal bezahlt.

Der Arbeitgeber hat deine ganze Ausbildung und (Lebens)Erfahrung nicht
bezahlt. (Nur Azubis werden bezahlt. Studenten zahlen selber. Das ist
auch so eine Ungerechtigkeit.) Das hast du alles selber mitgebracht. Du
hast deine Freizeit dafür geopfert, während andere Leute Party gefeiert
haben. Deshalb wurdest du auch eingestellt. Für eigene Dummheiten, wie
das überfahren einer roten Ampel, musst du natürlich selber gerade
stehen, egal ob es eine Dienstfahrt ist oder eine Privatfahrt. Eigene
Fahrlässigkeiten am Arbeitsplatz werden dir genauso angelastet.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 05.09.2008 10:17

Hallo,
es gibt Situationen und Sachverhalte, bei denen ein erwachsener Mensch
die Verantwortung selber übernehmen muss. So ist das auch im
Straßenverkehr und in der persönlichen Weiterentwicklung. Der
Kindergarten ist nun mal mit 7 Jahren vorbei!
Das bedeutet auch, dass man eben auch am Arbeitsplatz persönlich für
viele Dinge verantwortlich ist. Das geht soweit, dass ein Ing.
persönlich für einen Unfall haftet, der in seinem Verantwortungsbereich
passiert. Wenn aus einer Anlage Öl in den nächsten Fluss läuft, dann
hält eben nicht die Firma den Kopf alleine hin, sondern auch der
Angestellte, der die Verantwortung für die Anlagensicherheit hat.
Also richtig versichern Jungs und Mädels. Haftpflicht für berufliche
Verantwortung.

Gruß
Autor: peter (Gast)
Datum: 05.09.2008 10:18

Mal so dazwischen gefragt,

was arbeitet ihr denn in Unternehmen, bei denen man nicht mal privat
telefonieren darf?

Solange es nicht den Rahmen sprengt ist es für ein Unternehmen sogar
förderlich, dass der Mitarbeiter auch private Angelegenheiten vom
Arbeitsplatz regeln darf, Stichwort "Wohlfühlfaktor".
Solange die Ergebnisse die ein Mitarbeiter abliefert den Erwartungen
entsprechen hat niemand was dagegen. (zumindest bei uns)

Ich finde es zumindest sehr sympatisch, wenn ich ins Chefbüro komme und
meinen Vorgesetzten mal wieder beim Surfen "erwische" :-)
Autor: Ingenieur (Gast)
Datum: 05.09.2008 11:31

>was arbeitet ihr denn in Unternehmen, bei denen man nicht mal privat
>telefonieren darf?

Er könnte im Bereich der Rüstung oder deren Zulieferer arbeiten. Ich war
mal bei Rohde und Schwarz: Die haben keinen Internetanschluss, kriegen
keine mails und der USB-Port ist deaktiviert. Auch bei Banken sind
USB-Ports, Diskettenlaufwerke inaktiv geschaltet und das Surfen
verunmöglicht. Da gibt es nur Intranet.

Deshalb bin ich Ingenieur, der Datenblätter laden muss. :-)

>Wenn privates in der Firma nichts zu suchen hat,

Nur das Private, das der Arbeit nicht dient! Trinken, Essen, Gymnastik,
Wundversorgung, all das geht auch in der Firma.


>warum werden die Punkte dann dem Konto des Fahrers zugerechnet,
>und nicht dem der Firma.

Weil Du! zu schnell warst und nicht die Firma! Der Chef hat Dich nicht
beauftragt. Bei den rasenden LKWs ist es ja auch so :-)

Mach Dir mal um die Punkte keine Sorgen. Mache Dir Sorgen, wenn Du in
der Medizintechnik arbeitest und beim Codereview unterschreiben sollst,
dass alles Form- und Normen-gemäß entwickelt wurde und der Code
fehlerfrei getestet wurde, obwohl das nicht stimmt.


>Der Kindergarten ist nun mal mit 7 Jahren vorbei!
Mit 5 ist er vorbei. Falls Du auch zu denen gehörts, den die eigenen
Eltern bis knapp 8 von der Schule ferngehalten haben, weil die Kinder
besser lernen, wenn sie etwas älter sind, was heute immer mehr um sich
greifen, dann verklage sie mal gleich!


> Ich finde es zumindest sehr sympatisch, wenn ich ins Chefbüro komme
>und meinen Vorgesetzten mal wieder beim Surfen "erwische" :-)

Genau das hatte ich mal vor Jahren. Damit hatte ich auch den Freibrief.

Ich habe sogar mal einen meiner Chefs aus einem Frankfurter Amüsierclub
kommen sehen. Ich war vom Rückweg von der Alten Oper zum Parkhaus und
nahm eine Abkürzung durch eine Seitenstrasse zu Fuss. Er trat aus der
Tür und stand mir plötzlich fast auf den Füssen. Ich nickte nur kurz mit
Hallo, ging aber direkt weiter. Am nächsten Tag sprach er mich an, ob
wir uns gestern gesehen hätten und was ich da gemacht hätte, weil er
mich in der Stadt nicht erwartet hätte. Ich erzählte im ausführlich über
die Oper und gab ihm damit zu verstehen, daß ICH eine plausible
Erklärung für den Auffenthalt in der "dunklen Gasse" hatte, vermied aber
Rückfragen an ihn. Stattdessen gab ich ihm grinsend mit auf den Weg, daß
Carmen an dem Abend "sehr gut" gewesen sei.

Hihi
Autor: Gast (Gast)
Datum: 05.09.2008 12:26

Wenn der Kindergarten mit 5 vorbei ist, dann ist er auch mit 7 vorbei.

Wie war das noch mit notwendigen und hinreichenden Kriterien in der
Mathematik?

;-))
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 05.09.2008 15:33

Peter Stegemann wrote:
> Waere ja noch schoener, wenn der Angestellte gar keine Verantwortung
> fuer sein Handeln uebernehmen muesste. Es ist ja jetzt schon oft genug
> so, dass die Leute jede Schweinerei die sie mitmachen damit begruenden,
> dass es ihnen befohlen wurde.

Arbeitgeber haften fuer ihre Angestellten, das ist im BGB geregelt. Das
bezieht sich aber AFAIR nur auf Taetigkeien, die der Angestellte im
Auftrag der Firma ausuebt. Wenn also ein Handwerker aus Inkompetenz
einen Sachschaden in Millionenhoehe erzeugt so ist die Firma und nicht
der Angestellte als Privatmann haftbar.
Autor: Ingenieur (Gast)
Datum: 05.09.2008 16:09

Du darft aber Zivilhaftung nicht mit Strafrecht verwechseln. Wenn einer
in oder für die Firam Mist baut, und dabei vorsätzlich handelt, ist er
strafrechtlich verantwortlich. Er ist auch haftbar gegenüber seiner
Firma. Zunächst ist aber diese für den Schaden verantwortlich.

Auch das Bussgeld für die Ampel muss die Firma im Zweifelsfall erstmal
selber zahlen!
Autor: DerIng (Gast)
Datum: 05.09.2008 17:49

Wenn Du beruflich eine Maschine baust, die einen Arbeiter verletzt,
haftest Du auch privat oder fährst ein. Ohne Gehalt!
Autor: Fhutdhb Ufzjjuz (weinbauer)
Datum: 05.09.2008 18:04

vorsätzlich handelt !!!

Hallo? Jemand zuhause? ... Währ ja auch noch schöner, wenn
ich bei Vorsatz für meine Angestellten haften würde.
Während der Arbeitszeit haut einer der Deppen seinem
Nebenbuhler die Schippe über die Rübe und ich fahre ein
wegen totschlags weils ja während der Arbeitszeit war?¿
Autor: Hä? (Gast)
Datum: 05.09.2008 20:02

Vergeßt Essen und Trinken nicht, ist auch privat.
Autor: armes Schwein (Gast)
Datum: 05.09.2008 22:16

Ich bin Verkäufer in der Computerabt. eines kaufhauses. Mein Chef weiss,
dass ich mich auch privat für Computer interessiere. Somit ist es für
ihn jedesmal, wenn ich an einem Computer was mache und nicht mindestens
ein Kunde dabei steht - privat. Auch im Internet darf ich höchsten
Seiten mit Produktbeschreibungen vorrätiger Geräte anschauen, allgemeine
Seiten wie zB. diese, sind privat und nicht erwünscht. Dass ich
allerdings fast mein ganzes "Computerwissen" privat zu Hause und in der
Freizeit erworben habe, interessiert ihn nicht. Auch muss ich natürlich
immer alles wissen, wenn es Computerprobleme gibt. Ich denke allerdings,
dass er schon ein wenig extrem ist. Ich kenne auf jeden Fall niemanden
in anderen Abteilungen, der seine Ware nicht "anfassen" darf.
Autor: Gastalex (Gast)
Datum: 05.09.2008 22:26

Bei solchen scheiss Chefs oder Companies hilft nur Dienst nach
Vorschrift, so mach' ich es auch. Der einzige Grund wieso ich (noch) bei
der Fa bin: Das Gehalt stimmt...

Zu der Führerscheinsache: Stell' deiner Firma einfach nicht deine
privaten Resourcen zur Verfügung: Das fängt bei einem billigen USB-Stick
an und könnte z.B. bei deinem Führerschein aufhören (oder halt sich die
Fa am Erwerb deines Lappens beteiligt??)

Grüße,
Alex
Autor: Gerard Choinka (gerardchoinka)
Datum: 05.09.2008 23:42

Gastalex wrote:
> Zu der Führerscheinsache: Stell' deiner Firma einfach nicht deine
> privaten Resourcen zur Verfügung: Das fängt bei einem billigen USB-Stick
> an und könnte z.B. bei deinem Führerschein aufhören (oder halt sich die
> Fa am Erwerb deines Lappens beteiligt??)

An den Studium doch auch nicht, soll man jetzt in der Firma das Hirn
ausschalten weil sie das Studium nicht direkt Finaziert haben?

Durch das Studium und den Führerschein sollte man tendenziell besser
bezahlt sein, indirekt ist es also eine Bezahlung des Studiums und des
Führerscheins.
Gleiches gilt für Private Interessen die in der Arbeit förderlich sind.
Natürlich gibt ja noch das Problem das man Unterbezahlt ist und im
falschen Job, aber hilft es da über den Job zu klagen?

WerWohl wrote:
> Ich weiss noch, wie mein Arbeitgeber mitbekam, dass ich eine eigene
> Internetseite habe. "Da kannst du uns ja auch eine machen." "Nö, die
> habe ich nicht selber gemacht, ich kann soetwas nicht" (Ich bin doch
> nicht blöd)

Was ist das Problem dabei? Vielleicht wären dann mehre Freiheiten für
dich rausgesprungen,
Autor: KRI (Gast)
Datum: 06.09.2008 00:15

>> Ich weiss noch, wie mein Arbeitgeber mitbekam, dass ich eine eigene
>> Internetseite habe. "Da kannst du uns ja auch eine machen." "Nö, die
>> habe ich nicht selber gemacht, ich kann soetwas nicht" (Ich bin doch
>> nicht blöd)

>Was ist das Problem dabei? Vielleicht wären dann mehre Freiheiten für
>dich rausgesprungen,

Es kommt auch auf den Anspruch des Jobs an, den man sonst ausübt, und ob
man die Bezahlung als angemessen erachtet, den Arbeitgeber auch mit
solchen Fachkenntnissen zu unterstützen.

Hatte da mal in der Ausbildung was ...

War zu der Zeit und auch vorher schon sehr fit mit Ebay, richtigem
Marketing, Webdesign (Auktionsdesign) etc.

Da kam ein Kunde auf mich zu, ob ich ihm privat bei Ebay gegen
Entlohnung nicht einige Sachen verkaufen kann.

Nur weil ich in der Ausbildung für ein paar Euro gearbeitet habe bildete
der sich wohl ein, ich solle das am Besten zu 5,- Euro Stundenlohn
machen.

Nachdem ich ihm nun erklärte, dass ich prozentual am Gewinn beteiligt
werden wollen würde, was angesichts der hochpreisigen Artikel
zugegebenermaßen nicht wenig war, hat er nicht schlecht geschaut.

Nun, angenommen hat er mein Angebot nicht - wenn jemand meint er könnte
selber was hinpfuschen und sich so Beträge im dreistelligen Bereich pro
Artikel entgehen zu lassen, weil es an professionalität fehlt: selbst
schuld ...

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