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Forum: Platinen Platine richtig entwickelt/belichtet?


Autor: Nils S. (fitec) Benutzerseite
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Hallo,
habe eben eine Platine im Ätzbad, das will aber nicht anfangen zu ätzen.
Ich habe mit einem Gesichtsbräuner 4x15W 2Minuten 30 sekunden belichtet.
Abstand 20cm und eine Glasscheibe drüber.
Ich habe als Entwickler Natriumhydroxid (5g auf 500ml).
Man kann das Layout ganz prima erkennen, aber dort wo das blanke Kupfer 
sein sollte, ist noch eine braun-gelbe Schicht. Könnte das die Ursache 
sein?
Ich habe das Entwicklerbad nicht erwärmt, sondern einfach den Entwickler 
mit klatem Leitungswasser vermischt. Muss ich die Entwicklerlösung 
erwäremen oder länger belichten?
Bild kriege ich leider kein gescheites hin, wo man was erkennt.

Gruß Nils

Autor: Matthias (Gast)
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Entwicklerflüssigkeit muss man nicht erwärmen !
Ich schmeiss die Platine immer in einen Obi Eimer und lass dann die 
Platine in der Flüssigkeit ca. 2 min rotieren. Damit bekomme ich 
Bahnabstände von 0,1 mm mit meinem selbstgebauten Belichter hin. Ich 
nehme immer Destiliertes Wasser und ca. 6-7 g auf 500 ml.

>Man kann das Layout ganz prima erkennen, aber dort wo das blanke Kupfer
>sein sollte, ist noch eine braun-gelbe Schicht. Könnte das die Ursache
>sein?

Demzufolge hast du schon geätzt. Vielleicht meinst du auch nur den 
übrigen Photolack auf den Kupferbahnen, den du mit Aceton problemlos 
entfernen kannst.

Autor: Nils S. (fitec) Benutzerseite
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Hallo,
nein ich habe nicht geätzt. Ich habe nur belichtet und entwickelt. Dort 
wo die Leiterbahnen sind und die Masseflächen und Pads ist Fotolack, 
klar. Aber dort ist der Fototlack ziemlich dunkel. Dort wo Kupfer sein 
sollte ist aber auch noch Fotolack, aber nicht ganz so dunkel sondern 
eher gelb-bräunlich.

Gruß Nils

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Dort wo Kupfer sein
>sollte ist aber auch noch Fotolack, aber nicht ganz so dunkel sondern
>eher gelb-bräunlich.
Wenn sich dieser Fotolack beim Entwickeln nicht gelöst hat, hast du zu 
kurz belichtet!

>und eine Glasscheibe drüber.
Fensterglas ist UV-undurchlässig. Du brauchst/bräuchtest Quarzglas.

>Gesichtsbräuner 4x15W 2Minuten 30 sekunden belichtet. Abstand 20cm
Ich verwende eine Quecksilberdampflampe (>200W?) im Abstand von ca 40cm 
und benötige 7Minuten zur Belichtung

Autor: Matthias H. (Gast)
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du könntest probieren, deine entwickelte Platine unter fließend Wasser 
mit nassem Küchenpapier abzureiben. Dem unbelichteten Lack sollte dabei 
nichts passieren. So mach ich auch immer den letzten Schleier runter.

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Nils S. wrote:
> Hallo,
> nein ich habe nicht geätzt. Ich habe nur belichtet und entwickelt. Dort
> wo die Leiterbahnen sind und die Masseflächen und Pads ist Fotolack,
> klar. Aber dort ist der Fototlack ziemlich dunkel. Dort wo Kupfer sein
> sollte ist aber auch noch Fotolack, aber nicht ganz so dunkel sondern
> eher gelb-bräunlich.

Tja, wie immer..
Welches Material?
Welche Vorlage?
Belichtungsreihe vorher gemacht ?
Belichtungsreihe ist übrigens nur gültig wenn alle anderen Parameter 
peinlich genau wieder eingehalten werden.

Ein Beispiel bei mir:

Vorlage auf Pauspapier (im Bastelfachhandel erhältlich) mit Laserdrucker 
600 DPI gedruckt.

(ECO-Modus am Drucker ausschalten, sonst wird es eher Grau anstatt 
Schwarz)

Belichter ist ein Scanner mit UV-Röhren, Abstand ca 5cm mit 
Reflektierblech hinter den Röhren.
2:30 Minuten Belichtungszeit und zwar genau.
Danach die Platine abkühlen lassen.
Entwicklung mit Ätznatron aus der Apotheke bei 3 gramm auf 0,5l Wasser
mit Temperatur 20 Grad.
Bei der Entwicklung streiche ich mit einem weichen Pinsel über die 
Platine
und habe beste Ergebnisse nach ca. 30 Sekunden.

Ich benutze immer Bungard Material. Der geringe Aufpreis sollte es Dir 
wert sein.
Und das Material das ich gerade nicht benutze liegt immer im 
Kühlschrank.

Mit dieser Methode habe ich seit den letzten 20 Platinen keine Fehler 
gehabt.

Ätzen mit Mittel der Wahl. Ich benutze meistens Natriumpersulfat bei 50 
Grad, sonst bei Platinen mit viel Kupferverlust 
Salzsäure/Wasserstoffperoxid/Wasser bei 30 Grad.

Letzteres Ätzmittel besser nur draussen anwenden wegen der Gase und der 
Korrosion aller Metallteile in der Umgebung.

Grüße
Björn

Autor: Matthias (Gast)
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>Dort wo Kupfer sein
>sollte ist aber auch noch Fotolack, aber nicht ganz so dunkel sondern
>eher gelb-bräunlich.

Da ist überall noch Kupfer, wenn du nicht geätzt hast.
Die Belichtungszeit war zu kurz, ist meine Meinung.

Autor: Hä? (Gast)
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Mach doch ne Belichtungsreihe.
Nimm ein Stück (Rest) fotobeschichtetes Basismaterial mit
Schutzfolie. Dann 10 Streifen der Schutzfolie mit nem
Teppichmesser schneiden und dann je 30Sekunden(oder 1Minute)
pro Streifen belichten. Mit jedem abgezogenen Streifen werden
die vorhergehenden Felder mehrfach belichtet. Das letzte Feld
dagegen nur einmal(oder man läßt es unbelichtet als Referenzfeld)
Dann kann man, wenn alle Streifen abgezogen und das BM belichtet
ist, das ganze wie gewohnt entwickeln.
Wenn du dann den Streifen in die Ätzlösung gibst muß an
eine Stelle eine deutlicher Ätzeffekt erkennbar sein.
Durch abzählen der Streifen kann man die optimale Belichtungs-
zeit errechnen.

Autor: Nils S. (fitec) Benutzerseite
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Hallo,
wahrscheinlich habe ich wirklich ein wenig zu kurz belichtet, aber durch 
ein zweites, nachträgliches Entwickeln konnte die Platine noch gerettet 
werden. Ich habe mit dem insel mal richtig fest über die Platine 
gerubbelt und plötzlich hat sich noch eine Schicht gelöst. Danach war 
dann da wo weggeätzt werden soll fast blankes Kupfer.

Gruß fitec

Autor: Santigua .. (santigua)
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Ich habe in der Uni immer eine QuecksilberDampf-Lampe verwendet. 
(15-20min)

Und dann noch das mit der Glasscheibe... Wie schon erwähnt schluckt 
"normales Glas" das UV-Licht, ich habe daher immer ein Stück Plexiglas 
genommen zum Andrücken der Vorlage...

just my 2 cent.

Autor: Holger (Gast)
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http://www.metacafe.com/watch/yt-RfelrrZyCYQ/photo...

Das beste was bis jetz kenne, sehr informativ gemacht.

Gruss Holger.

Autor: Nitram L. (nitram)
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Holger wrote:
> 
http://www.metacafe.com/watch/yt-RfelrrZyCYQ/photo...
>
> Das beste was bis jetz kenne, sehr informativ gemacht.
>
> Gruss Holger.

Der Macher des Beitrages schert sich aber leider nicht um die Umwelt...
Die Brühe gehört nicht in den Abfluss...

nitraM

Autor: Hä? (Gast)
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>Die Brühe gehört nicht in den Abfluss...
Genau, aber auf dem Wertstoffhof wird es angenommen.
Und man schont die Abwasserkanäle.

Das Video hätte der sich schenken können, total unterbelichtet.

Autor: gast (Gast)
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