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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Der Wert eines Potentiometers


Autor: Helmut (Gast)
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Hi,

was genau sagt der Wert des Potentiometers aus? Wenn ich was am 
Schleifer abgreife, fungiert das Poti ja als Spannungsteiler. Dann wäre 
der Wert doch theoretisch egal?

Gruß
Helmut

Autor: Michael H* (Gast)
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Helmut wrote:
> Hi,
>
> was genau sagt der Wert des Potentiometers aus?
sagt dir den widerstandswert des kohlerings, der vom schleifer 
überstrichen wird.

> Wenn ich was am
> Schleifer abgreife, fungiert das Poti ja als Spannungsteiler.
nicht immer. nur, wenn du an den andren beiden klemmen die zu teilende 
spannung anlegst.

> Dann wäre
> der Wert doch theoretisch egal?
aber auch nur dann und da auch nicht wirklich.
kein spannungsteiler ist unbelastet. es fließt immer ein kleiner strom 
aus deinem mittelabgriff richtung restschaltung, oder umgekehrt. wenn 
jetzt dein "oberer" widerstand zu hochohmig ist, fällt an ihm eine 
derart hohe spannug ab, dass sie das erwartete ergebnis eines idealen 
spannungsteilers verfälscht.
ist der spannungsteiler insgesamt zu niederohmig, belastet er die quelle 
der zu teilenen spannung zu sehr und verfälscht diese.

google-stichwort: belasteter spannungsteiler

Autor: Michael Reschke (mick)
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Starte einen Versuch:
z.B. ein 10 Ohm-Poti an 24 Volt.
Versuche den Strom zu messen, bevor das Poti brennt.
(Plan B: ausrechnen!)

Gleicher Versuch mit einem 100kOhm Poti.

Siehe und Lerne!

Mick

Autor: Bastler (Gast)
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erinnert mich an mein erstes "Netzteil" (mit 13).
An 12V Steckernetzteil einfach ein Poti in Reihe zum Verbraucher 
eingebaut, einmal dran gedreht --> abgeraucht.
...aber gelernt!

Autor: Helmut (Gast)
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Hmm wenn ich den Strom (0-120mA ca) mit einem Poti regeln möchte, der 
durch ein Bauteil fließt, welchen Wert würdet ihr vorschlagen?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Welche Spannung?

Für den Fall das Du mit meiner Frage nix anfangen kannst:
Dir sagt die Formel etwas, mit der man (etwas lax, aber im Laborjargon 
üblich) das Ohmsche Gesetz bezeichnet?


Andrew

Autor: Helmut (Gast)
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Ja sorry hab ich vergessen, die Spannung wären 5V.

Autor: dalai (Gast)
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Du meinst die Rudi Regel...?
R = U Durch I

fgg ;-))

Autor: Helmut (Gast)
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Ich wollte aber vor dem Bauteil sowieso noch einen normalen Widerstand 
einbauen, der das ganze erst mal auf 120mA verkleinert.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> den Strom (0-120mA ca) mit einem Poti...
> welchen Wert würdet ihr vorschlagen?
Wert etwa 4 Euro ;-)
Siehe: 
http://www.mercateo.com/p/102-444790(2d)BP/DRAHT_P...
Aber ich denke, du wirst dabei noch etwas lernen...

Stelle doch deine Frage einfach so, dass man erraten kann, was du 
machen willst, nicht wie du es machen willst. Evtl. fallen noch 
jemandem andere und bessere Lösungsvorschläge ein ;-)

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Ich wollte aber vor dem Bauteil sowieso noch einen normalen Widerstand
> einbauen, der das ganze erst mal auf 120mA verkleinert.
Dir ist schon klar, dass mit einer Änderung des Stroms idR. auch die 
Spannung geändert wird? Man kann Ströme nicht einfach so "verkleinern". 
Da gibt es diesen Zusammenhang mit dem Kanton in der Schweiz namens URI 
(U=R*I).

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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> Wert etwa 4 Euro ;-)

Kann aber auch durchaus mehr sein. Z. B. bei Potis mit 
schutzgasgefederten Mehrfach-Platinschleifern.

Autor: dalai (Gast)
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Wieder mal was Sinnvolles:

http://www.walter-fendt.de/ph14d/potentiometer.htm
Simulation eines Belasteten Spannungsteilers...

Autor: Helmut (Gast)
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>Stelle doch deine Frage einfach so, dass man erraten kann, was du
>machen willst, nicht wie du es machen willst. Evtl. fallen noch
>jemandem andere und bessere Lösungsvorschläge ein ;-)

OK, ich habe einen Magnetfeldsensor, der max. 100mW aushält. Nun wollte 
ich den Strom, der durch den Sensor fließt per Potentiometer regelbar 
machen. Aus meiner Spannungsquelle (7805) kommen 5V, die der Sensor auch 
braucht. Der Plan war nun der, das Ganze erst mal per normalen 
Widerstand auf max. 100mW zu reduzieren und den Rest regelbar zu machen. 
I=P/U wären also 0,02A und R=U/I= 250 Ohm als fester Widerstand. 
Dahinter dann ein Poti, dass den Strom regelt... meint ihr das klappt?

Autor: dalai (Gast)
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Hast du einen Link zu einem Datenblatt deines Sensors?

Mich beschleicht nämlich das Gefühl das du da Versorgungsspannung und
belastbarkeit des Schaltausganges durcheinanderwürfelst...

Autor: Helmut (Gast)
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Hi,

klar hier ist es: 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=1;INDE...

VCC Typ 5V das Limit wären 10V

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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Mit einem Poti alleine kannst du den Strom nicht regeln, höchstens 
einstellen. Aber wofür musst du den Strom verändern können? Wäre es 
nicht einfacher, diesen einfach fix einzustellen?

Autor: Helmut (Gast)
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Hmm, was bräuchte ich denn, um den Strom regeln zu können?

Fix wäre einfacher, aber ich will ein bisschen rumexperimentieren, wie 
sich der Output verändert ;)

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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> Hmm, was bräuchte ich denn, um den Strom regeln zu können?
Einen Regler: Dazu musst du den momentan fliessenden Strom messen, 
diesen mit einem Sollwert vergleichen und daraus dann den Stromfluss 
regeln.

Aber ein Blick ins Datenblatt verrät: Du kannst den Strom direkt durch 
die Wahl der Versorgungsspannung einstellen. Der Widerstand der 
Messbrücke beträgt zwischen 1 und 1.8 kOhm, sagen wir mal 1.5 kOhm.

Damit berechnet sich der Strom gemäss Ohm'schem Gesetz folgendermassen:

iss = vss / 1.5kOhm

Was erhoffst du dir denn  vom "rumexperimentieren"? Willst du denn nicht 
eine magnetische Feldstärke damit messen? Da kann dir dann ja egal sein, 
wie das Ding versorgt ist und welchen Strom es zieht. Eigentlich 
interessiert nur die Differenzspannung über der Messbrücke.

Autor: Michael H* (Gast)
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du brauchst gar keinen widerstand ^^
wenn da supply voltage mit 5V angegeben ist, heißt das auch, dass du an 
den 5v anlegen kannst, ohne dass er flöten geht.
was er an strom braucht, findest du normalerweise unter bezeichnungen 
wie supply current. hier lässt sich dazu nix finden, ich geh mal von 
wenigen mA aus.
also einfach ohne widerstand an 5V und zugehörigen GND anschließen und 
schon kannst du am ausgang spannungen messen.
die total power dissipation sagt nur aus, wie viel leistung insgesamt 
in dem teil verbraten werden darf.
wenn deine spannung am ausgang zum beispiel 3V ist, der ic selbst 7mA 
verbraucht, darfst den ausgang mit höchstens (100mW - 5V*7mA = 65mW)/3V= 
22mA belasten.

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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Man wird kaum 3V am Ausgang dieses Sensors messen.

Das wäre dann ja so ein Feld von 900 kA/m bei einer Versorgungsspannung 
von 5V ;-)

Autor: Michael H* (Gast)
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muss ich jetzt wirklich fiktives beispiel schreiben? es geht hier rein 
um die rechnung.
nachtrag: beitrag entschärft.

Autor: Helmut (Gast)
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@Michael H. :Also kann ich den Strom gar nicht regeln? Mal mehr durch, 
mal weniger?

Autor: Michael H* (Gast)
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@Helmut:
naja, du könntest schon. aber darum musst du dich hier gar nicht 
kümmern.
eine stromregelung funktioniert nur über die spannung. was du also damit 
machen würdest, wäre dem ic eine geringere spannung anzulegen, da über 
den widerstand spannung abfällt.
ich denke nicht, dass das sinnvoll ist. wenn da supply voltage 5V 
dasteht, ist der mit 5V glücklich und zufrieden.

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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Helmut, lies mal das durch, dann verstehst du das Funktionsprinzip 
deines Sensors:

  * http://de.wikipedia.org/wiki/Wheatstonesche_Messbrücke

Das Material in deinem Sensor ändert seinen Widerstand in Abhängigkeit 
des Magnetfeldes. Diese Widerstandsdifferenz lässt sich mit der 
Wheatstone'schen Messbrücke in deinem Sensor messen. Wenn Unklarheiten 
bestehen, dann frag ruhig. Ist ein wenig Abstrakt so für'n Anfang.


@-holli-: Nachtrag: Beitrag dankend auch entschärft.

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