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Forum: Compiler & IDEs AVR Studio


Autor: Martin Raffelsieper (Gast)
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hallo!

ich benutze den GNU compiler und das AVR studio 4.06 für eine
Entwicklung mt dem ATmega162.

Beim Start des Studios wird neben dem Programmspeicher dummerweise auch
jedesmal der Daten-EEPROM mit FF gefüllt und damit nichtflüchtige Daten
überschrieben.

Ich vermute, das liegt an dem Coff-File, der beim Start des studio
geladen wird. Dieses Coff-File scheint u.a. den EEPROM-Inhalt (mit
lauter FF's) zu enthalten.

Weiss jemand, wie ich
- entweder das eeprom-Überschreiben im Studio abschalten kann
- oder den EEPROM-Inhalt in das Coff-File hineinbekomme?
- oder den EEPROM-Inhalt über irgenndwelche Hexfiles wieder
restaurieren kann??

Gruß Martin

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Erstens solltest Du wohl besser das letzte Beta von AS 4.07 benutzen,
selbst das enthält noch genügend Bugs...

Zweitens enthält das COFF-File keine EEPROM-Inhalte.  Meines Wissens
werden dafür bestenfalls separate Dateien benutzt, aber Du solltest
wohl besser in einem allgemeinen Forum fragen, da das eine reine
AVR-Studio Frage ist.

Autor: Berndt Brandes (Gast)
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Gibt's bei den Fuses keine, die das Löschen des EEPROMS bei Chip Erase
verhindert?
Wie programmierst Du?

/Berndt

Autor: Martin Raffelsieper (Gast)
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danke Jörg + Berndt


Wenn ich die Fuse

"Preserve EEPROM memory through the Chip erase cycle [EESAVE=0]"

setze, dann ist trotzdem anschliessend der EEPROM gelöscht, sprich
0xFF. Die einzige Auswirkung ist, dass die Meldung "lade EEPROM
memory" beim Laden des Coff-Files nicht mehr kommt.

Möglicherweise ist das wirklich ein Bug im Studio 4.06. Es soll in
Kürze (geplant war heute) das 4.08 er Studio herauskommen.


Programmieren tue ich über den JTAGICE aus dem Studio heraus, dabei
tritt eben genau der Fall ein.

Wenn ich mit dem AVRISP programmiere, dann kann ich schön alles
angeben, was gelöscht bzw. unverändert gelassen wird.

Gruß Martin

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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»in Kürze« ist gut. :-)  Ich kenne von einer Atmel-internen Quelle den
Juni 2003 als geplanten Termin für ein non-beta AVR Studio 4.07, jetzt
haben wir Oktober...

Zumindest wird die nächste Version endlich die Bugfixes im COFF Parser
haben, die die Initialisierung des .data-Inhalts im Zusammenspiel mit
AVR-GCC + avr-objcopy -O coff-ext-avr betreffen.

Aber wie geschrieben: einen EEPROM-Inhalt gibt es nicht in den
COFF-Files (der wird beim avr-objcopy nicht mitkopiert), und selbst
wenn es ihn gäbe, würde AVR Studio ihn ignorieren.  Die lesen nur
.text ein (mit dem Bugfix dann auch .data, falls die Datenquelle sich
als avr-gcc ausweist) sowie die Debug-Symbole.  EEPROM-Inhalte müssen
woanders her kommen, RTFDoc -- sorry, ich habe kein Windows, ich nehme
kein AVR Studio.

Aber wenn Du eh' einen JTAG ICE Dein eigen nennst, kannst Du ja auf
AVR Studio auch gleich verzichten.  Nimm den GDB (z. B. zusammen mit
Insight, wenn Du was grafisches drumrum gewickelt haben willst) und
AVaRICE.  Nie wieder COFF-Probleme!, und einen ordentlichen Debugger
gleich noch dazu. :-)

Autor: Martin Raffelsieper (Gast)
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hmm

ich habe soeben den avrinsight mal gestartet, sieht aus wie ein
Debugger. was für ein ladefile braucht der denn?

Gruß Martin

Autor: Peter Fleury (Gast)
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@Martin
Was willt Du mit AVRStudio machen ? Ein Programm debuggen (Simulator)
oder ein Hex-File auf ein Target mittels STK500 laden ?

Will man mit AVRStudio ein Programm debuggen, das
Initialisierungs-Daten aus dem EEPROM lädt, das zur Compile-Zeit
initialisiert wurde, (.section .eeprom), muss man nach dem Laden des
Coff-Files in AVRStudio dieses EEPROM hex file separat laden mittels
AVRStudio Menu Debug->Up/Downlaod Memories...

Beim Reload eines Coff-Files ohne AVRStudio neu zu starten bleiben aber
die EEPROM Daten erhalten.

Diese auch Beispiel "test_eeprom" auf meiner Homepage:
http://www.mysunrise.ch/users/pfleury/avr-software.html

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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@Peter:

schrob er doch (ein wenig): via JTAG ICE Programm laden und vermutlich
auch debuggen, also eher nicht simulieren.

@Martin:

Der GDB kann das ganz normale ELF File nehmen, so, wie es aus der
Kette rauskommt.  Der braucht aber ein Backend, gegen das er arbeiten
kann, da der Hostprozessor ja kein AVR ist.  Die beiden möglichen
Backends sind simulavr und AVaRICE.  simulavr ist ein eifacher
Simulator für die AVR-Prozessoren, während AVaRICE das Bindeglied zum
JTAG ICE ist, so daß der GDB dann den physischen AVR-Prozessor für die
Abarbeitung benutzen kann.

Das Grundprinzip ist:

1.) avarice starten => der verbindet sich mit dem JTAG ICE und
arbeitet danach als TCP-Server auf der lokalen Maschine (standardmäßig
auf Port 4242)

2.) GDB starten (bzw. GDB via Insight)

3.) GDB mit dem avarice verbinden; "target remote :4242", keine
Ahnung, wie man das im Insight angibt

4.) Falls bei avarice nicht bereits die ELF-Datei angegeben worden ist
(dann würde der den AVR bereits programmieren wollen), dann jetzt mit
"load" das Abbild aus dem GDB zum JTAG ICE schieben.

5.) Debuggen

Autor: Martin Raffelsieper (Gast)
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@Peter:

ich möchte lediglich, dass beim Laden des Programmes bzw. beim Start
des Studio das EEPROM so bleibt wie es ist. Der ATmega schreibt zur
Laufzeit daten dort ein, und die sollen einfach bei der nächsten
Sitzung noch da sein....


@Joerg

tja, wenn ich avarice starte (aus einem DOS Fenster heraus), dann kommt
die Meldung:


C:\Programme\Atmel\WinAVR\bin>avarice
AVaRICE version 2.0.20030825cvs, Sep 12 2003 12:56:48

Failed to open /dev/avrjtag: No such file or directory

hab ich hier was icht korrekt installiert???


Gruß Martin

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Nein, aber ein bißchen RTFDoc darfst Du schon auch selbst tun, also
zumindest dessen Kommandozeilenparameter solltest Du Dir mal antun.

Ein Forum sollte nicht als Manual mißbraucht werden, zumindest nicht,
solange Manuals da sind.  Falls das Manual nicht dabei sein sollte,
dann bekommst Du zumindest eine Kurzzusammenfassung mit:

avarice --help

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