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Forum: HF, Funk und Felder Antenne aufwickeln um Laenge zu reduzieren ?


Autor: Hugo Miller (Gast)
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Mit welchen Einbussen an Verstaerkung muss ich rechnen wenn ich eine 
Drahtantenne aufwickle, um die Laenge damit zu reduzieren ? Wirkt die 
Drahtlaenge als Antenne oder die Laenge des Wickels ? Oder irgendwas 
zwischendrinnen ?
Frequenzbereich ist um 400 MHz.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Hugo Miller (Gast)

>Mit welchen Einbussen an Verstaerkung muss ich rechnen wenn ich eine
>Drahtantenne aufwickle, um die Laenge damit zu reduzieren ?

Kommt drauf an. Im allgemeinen ist das keine gute Idee, weil Antennen 
nicht ohne Grund die Form und Länge haben, die sie nun mal haben.

> Wirkt die
>Drahtlaenge als Antenne oder die Laenge des Wickels ? Oder irgendwas
>zwischendrinnen ?
>Frequenzbereich ist um 400 MHz.

Da sind die Antennen doch schon recht klein. Nimm lieber einen anderen 
Typ, als planlos aufzuwicklen.

MFG
Falk

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hugo Miller wrote:

> Mit welchen Einbussen an Verstaerkung muss ich rechnen wenn ich eine
> Drahtantenne aufwickle, um die Laenge damit zu reduzieren ?

Nun, Busse fahren da nicht rein :), ansonsten ist bei Antennen nicht
die Länge entscheidend, sondern die Fläche der Antenne, die das Feld
durchsetzt.  Wenn man davon ausgeht, dass diese Fläche in erster
Näherung linear von der benutzten Gesamtlänge abhängt bei einem
einfachen Draht, dann geht der Antennenwirkungsgrad linear mit der
effektiven Länge zurück.

Das Ganze nennt man dann auch verkürzte Antenne.  Ist besonders dort,
wo Antennen von lambda/4 oder mehr unhandlich sind, ein gängiger
Kompromiss.

Bei UHF gibt's sowas zuweilen auf Keramikträgern bereits konfektioniert
als sogenannte Chip-Antenne.

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Vielleicht sollte ich praeziser fragen. Die Drahtlaenge der Antenne ist 
Lambda/2. Diese wird nun Spulenfoermig gewickelt, Durchmesser D so dass 
die entstehende Laenge Lambda/4 ist.
Wirkt die Antenne nun als Lambda/4 Antenne oder als Lambda/2 ?

Autor: Dennis (Gast)
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Autor: Günter (dl4mea) (dl4mea)
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"Die Drahtlänge beträgt Lambda/2"

Bist du dir das sicher? Dann muß die nämlich hochohmig gespeist sein, 
wenn die Speisung am Ende des Drahtes liegt. Endgespeiste 
Halbwellendipole sind nicht ganz unkritisch. Erscheint mir etwas arg 
seltsam für eine technische Anwendung

Wenn die Speisung in der Mitte liegt, dann hast du einen ganz normalen 
Halbwellendipol. Den kannst du relativ einfach mit je einer Induktivität 
pro Zweig verkürzen. Macht man im Kurzwellenbereich so. Im Bereich um 
400MHz sind das i.d.R. sehr kleine Induktivitäten, beispielsweise 1 
Windung 3cm Durchmesser. Sowas hast du sicher schon mal gesehen. Viele 
Mobilantennen haben sowas am Fußpunkt.

Die andere Lösung ist in der Tat aufwickeln, das Stichwort dazu ist 
Wendelantenne.
Aber jetzt AAAACHTUNG, nicht einfach googeln: Es gibt zwei 
Wendelantennentypen:

Zum einen die, mit einem verhältnismäßig großen Durchmesser (ca. 
Lambda/4), die eine Richtcharakeristik entlang der Drehachse besitzen. 
Sowas nimmt man z.B. bei WLAN. Dazu passt dann auch der zweite Link des 
Vorposters.

Zum anderen die, die du suchst, und das findest du eher unter dem 
Stichwort "Gummiwendelantenne". Deren Durchmesser ist klein gegenüber 
Lambda, meist Lambda/100 oder sowas, da spielt mehr die Mechanik eine 
Rolle.

Je nach Anwendung tät ich die Antenne nach dem Umbau mal verhmessen, 
irgendein Netzwerkanalysator wird sich schon finden.

mfg Günter

Autor: Gast (Gast)
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Wenn du die Antenne aufwickelst, wirkt in erster Näherung nur der nicht 
gewickelte Teil.
Der Wickel bewirkt nur eine induktive Belastung.
Wenn eine Antenne kürzer wird, verhält sie sich kapazitiv. Deshalb sind 
an den ganzen kurzen Antennen unten Wendel dran, die die Antenne 
möglichst wieder anpassen (Stichwort Leistungsanpassung). Damit wird 
aber nur verhindert, dass am Übergang von Antenne zu Kabel Energie durch 
Reflexionen verschleudert wird.
Besser wird eine Antenne nur durch schiere Grösse :-)

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Ich habe befuerchtet dass das nicht so einfach wird...

Hintergrund: Ich habe ein kleines Funkmodul mit ca. 460MHz an dem schon 
eine "Antenne" dran ist. "Antenne" deswegen weil diese aus einer 
Spiralfeder (Kugelschreiber...) mit Gummihuelse besteht. Da das Ding aus 
einer China-Klitsche kommt behaupte ich in grober Naeherung dass da 
nichts berechnet oder abgestimmt wurde.
Um die Reichweite zu erhoehen moechte ich die Antenne verbessern. Das es 
sich jedoch um eine platzkritische Anwendung handelt kann ich nicht 
einfach eine lange Stabantenne dranmachen.
Die Antenne wird nicht mit Mitteneinspeissung betrieben. Welche 
Moeglichkeiten habe ich nun um die Reichweite zu erhoehen ?
Kann ich eine Drahtantenne halbkreisfoermig um das Gehaeuse legen, oder 
wirkt tatsaechlich nur die gestreckte Laenge ?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Vielleicht erzielst du ja mit dieser Antenne bessere Ergebnisse?

http://www.flohjagd.de/

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Rein interessehalber, wie hoch ist die Reichweite dieses Flohs ?

Autor: Hugo Miller (Gast)
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Ok, habs gefunden. Angeblich 1.2km Freifeld. Bei der Sendeleistung ganz 
schoen weit.
Die Platinenantenne ist eine Alternative. Gibt es dafuer 
Berechnungsprogramme da die Charakteristik ja sicher von der 
geometrischen Gestaltung abhaengt ?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hugo Miller wrote:
> Rein interessehalber, wie hoch ist die Reichweite dieses Flohs ?

Antwort vom Sender Jerewan: Im Prinzip ja, aber...

Die Reichweite hängt von vielen Faktoren ab, natürlich nicht zuletzt
vom verwendeten Empfänger und von der Antennenanordnung, insbesondere
der Antennenhöhe auf beiden Seiten.

Rein vom Gefühl her würde ich bei optischer Sicht so einen knappen
Kilometer erwarten.

EDITH:

Gut, passt ganz gut zu deinen gefundenen 1,2 km.

Simulation/Berechnung ist nicht ganz einfach, zumal das epsilon[r]
des üblichen FR4 relativ starken Streuungen unterworfen ist.  Ich
dachte, dass du das Design einfach so benutzt, wie es da ist, und mal
vergleichst, ob sich für dich eine Verbesserung ergibt.  Falls es dir
nur um eine Anpassung an 460 MHz statt 434 MHz geht, dann skaliere
einfach die Mechanik proporzional (allerdings denke ich, dass das im
Rauschen der FR4-Toleranzen untergeht).

Wenn du wirklich ein Optimum brauchst statt einfach erstmal nur einer
Verbesserung, musst du mehr Aufwand reinstecken und wirst auch nicht
ohne passender Messtechnik auskommen.

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