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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Relais soll nach Abschalten noch für 2s gehalten werden!


Autor: sepp123 (Gast)
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Hallo,
habe eine Abschaltverzögerung an einem Relais (FINDER 12V - 8A/250V) für 
ca. 2s mit Hilfe von 2 Elkos parallel mit je 2200µF gebaut (12VDC).
Jetzt würde ich gerne berechnen, welche Energie die Spule in der Sekunde 
(Ansprechzeit < 10 ms) braucht und wieviel Energie die Kondensatoren zu 
verfügung stellen.
Man muß doch rechnerisch auf das Ergebnis von ca.2s kommen?!?
Ich würde so beginnen:
Kondensatoren: W=0,5*C*U^2= 0,3168 VAs
Spule Relais : W=0,5*L*I^2= ?


Danke für euere Hilfe!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ sepp123 (Gast)

>habe eine Abschaltverzögerung an einem Relais (FINDER 12V - 8A/250V) für
>ca. 2s mit Hilfe von 2 Elkos parallel mit je 2200µF gebaut (12VDC).

Naja, bissel grobmotorisch.

>Jetzt würde ich gerne berechnen, welche Energie die Spule in der Sekunde
>(Ansprechzeit < 10 ms) braucht und wieviel Energie die Kondensatoren zu
>verfügung stellen.

>Kondensatoren: W=0,5*C*U^2= 0,3168 VAs
>Spule Relais : W=0,5*L*I^2= ?

Kann man hier nicht ganz so rechnen. Das Magnetfeld ist ja schon 
aufgebaut, die Verluste/Leistungsaufnahme kommt nur vom ohmschen 
Widerstand der Spule. Also musst du die Kondensatorentladung berechnen.

Nehmen wir an, das Relais braucht 100mA und bleibt bis zur Spannung von 
8V noch angezogen, also nicht nackig ;-)

Über die Definition des Kondensators kann man die benötigte Kapazität 
ausrechnen.

Uuuups, das ist ein dicker Brummer!

Besser eine Abfallverzögerung mit Halbleiter, allerdings braucht man 
dann eine konstante Betriebspanung.

MFG
Falk

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Uuuups, das ist ein dicker Brummer!

Wobei noch zu beachten ist, dass der Haltestrom erheblich kleiner als 
der Nennstrom ist...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Matthias Lipinsky (lippy)

>Wobei noch zu beachten ist, dass der Haltestrom erheblich kleiner als
>der Nennstrom ist...

Naja, das kann man ja in die Formel einsetzen. Aber da spring max. 
Faktor 3..4 raus, macht immer noch um die 10..15000uF.

MFG
Falk

Autor: sepp123 (Gast)
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Hallo Falk,

die Platine ist fertig und funktioniert gut, nur leider muss ich für die 
Schule alles dokumentiernen!
Fakt ist, das Relais hält 2s und ich habe 4400µF zum Puffern.
Wenn ich die Formel umstelle und mit meinen Werten rechne, komme ich auf 
8,8 mA. Ist das nicht realistisch?

Autor: Tom (Gast)
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Dieses Teil zum Beispiel
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=8105
braucht 55mA bei 12 Volt. Normalerweise halten die noch auf ein paar 
Volt runter, hier vielleicht 3V.

C = (0,055A * 2s) / (12V - 3V) = 12000 uF

wird immer besser. Und I wird ja kleiner, wenn es auf 3 Volt zu geht.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Tom (Gast)

>wird immer besser. Und I wird ja kleiner, wenn es auf 3 Volt zu geht.

Ja, meine Formel rechnet mit Konstantstromentladung, was aber bei 
grossen Spannungsunterschieden nicht mehr stimmt. Und einige Relais 
haben ein VERDAMMT niedrige Rückfallspannung von ca. 10% U_NENN!!! Siehe 
Datenblatt des verlinkten Relais.

Wenn man so eins betrachtet sollte man besser mit der klassischen 
RC-Entladung rechnen.

R=220 Ohm
C=4400 uF
->

Passt perfekt ;-)

MFG
Falk

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Passt perfekt ;-)

Mir auf die Schulter klopf

;-)

Autor: sepp123 (Gast)
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Hallo,
das ist ja schon mal super!
Meine UN=12V, die Rückfallspannung beträgt 0,1*UN.

Wie berechnet man I und I0?

Gruß
Sepp123

P:S.: U=R*I

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ sepp123 (Gast)

>Wie berechnet man I und I0?

I0 = Anfangs- bw. Nennstrom
I = Rückfallstrom.

MFG
Falk

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