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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Neueinsteiger hat mal ne Frage


Autor: Wilhelm Heinz (willi2409)
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Hallo,

ich möchte (muss) mich in Zukunft mit dem Gebiet der Mikroprozessoren 
näher beschäftigen, da ich jetzt Software Engineering studiere. Und zwar 
möchte ich ein kleines Controllerboard zusammenbasteln und habe mal in 
meiner Wühlkiste rumgesucht, und habe folgende Bausteine gefunden: Eprom 
m272001-12f1, DRAM hm50256p-15, max232. Jetzt möchte ich mir noch einen 
mikrocontroller 80c32 besorgen. Meine frage jetzt: kann man damit schon 
mal was anfangen(Widerstände, Kondensatoren, etc werden auch noch 
besorgt)?
Gibt es eine Software mit der man eine Schaltung am Bildschirm 
simulieren und/oder programmieren kann?
Wie ein Lötkolben funktioniert weiß ich auch, auch sind 
Programmierkenntnisse in C++, Pascal, Basic vorhanden. Assembler bin ich 
gerade dabei zu lernen.
Schon mal Danke im vorraus.

mfg

Autor: Wilhelm Heinz (willi2409)
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Hallo,

habe vergessen zu erwähnen, dass sämtliche Datenblätter vorhanden sind.

mfg

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Wilhelm Heinz wrote:
> m272001-12f1, DRAM hm50256p-15, max232.

DRAM kannste knicken.

> Jetzt möchte ich mir noch einen
> mikrocontroller 80c32 besorgen.

ROMless ist schon über 10 Jahre out.
Nimm besser ein Entwicklungsboard in einem Chip:

Beitrag "8051 Entwicklungsboard"


Peter

Autor: kein_Signaler (Gast)
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Bei uns an der Hochschule war es so, dass die Vorlesung auf einen 
speziellen Mikrocontroller Typ zugeschnitten war. Bei uns war das einmal 
die x86 Architektur und dann die eines PIC.

Welche Prozessor Architektur verwendet ihr denn?

Ich würde dir aber auch ein fertiges Demo-Board + Entwicklungsumgebung 
empfehlen. Ist für den Anfang (wahrscheinlich) das Beste.

Vor kurzem habe ich mich auch intensiver mit der ganzen Materie 
beschäftigen müssen. Vorgabe war der Freescale Controler MC9S08(QE128) 
also habe ich mir ein DEMO Board für ca. 120 Eur + Entwicklungsumgebung 
und integriertem USB Programmier-Interface.

Also quasi aus der Schachtel nehmen, anschließen und programmieren. 
LEDs, Taster, Poti, Summer, RS232 Schnittstelle waren schon auf dem 
Board.

Wie gesagt für dein Einstige ist das ganz gut - weil man sich aufs 
wesentliche konzentrieren kann. Das Board hat auch eine Liste, wo alle 
Pins nochmal extra herausgeführt sind. So kann man das ganze System auch 
beliebig erweitern... habe dann noch nen DAC, Display, Bedienelemente 
(Taster, Drehencoder), EEPROM und LEDs angeschlossen.

ich glaube das board hieß DEMOQE128.
Programmiert habe ich das ganze unter C mit CodeWarrior (ist im Paket 
dabei).

Viel Spaß :-)

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> ich möchte (muss) mich in Zukunft mit dem Gebiet der Mikroprozessoren
> näher beschäftigen, da ich jetzt Software Engineering studiere.
Du studierst jetzt und willst dafür 10 Jahre alte Komponenten 
verwenden?

Mußt du wirklich 8051er verwenden? Nicht irgendeine halbwegs aktuelle 
Prozessorarchitektur? Das würde mir zu denken geben...
Sogar die Berufsschule bei uns am Ort hat auf AVR-Controller umgestellt 
(mag sein, dass das ein wenig am entsprechenden Lehrer liegt). Für den 
AVR-GCC gibts z.B. hier auch kräftig Unterstützung: 
http://www.mikrocontroller.net/forum/gcc


> Eprom m272001-12f1
Ein Eprom während der Entwicklungsphase ist bestenfalls für ein 
Monitorprogramm oder einen Bootloader gut. Da bräuchtest du dann schon 
noch einen EPROM-Emulator. Oder du kannst genausogut aktuelle 
Flash-Controller verwenden, die haben den Bootloader schon eingebaut.

> Und zwar möchte ich ein kleines Controllerboard zusammenbasteln...
Kauf dir für den Anfang besser fertige Hardware, dann weißt du, dass der 
Fehler in der Software ist ;-)
In der E-Bucht gibts die Dinger für kleines Geld.

Autor: Olaf (Gast)
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> Meine frage jetzt: kann man damit schon
> mal was anfangen(Widerstände, Kondensatoren, etc werden auch noch
> besorgt)?

Man kann sicherlich mit alten Klamotten die in der Bastelkiste rumliegen
einen Controllerboard bauen. Ich meine unsereins musste damals als die 
Dinger hochmodern waren damit ja auch klarkommen.
Aber es war ein absoluter MIST mit externen Eproms rumzumachen. Obwohl 
es die Programmierer vielleicht zu mehr Sorgfalt erzieht wenn sie einmal 
den Prozess von brennen, reinstoepseln, einschalten, scheisse-geht 
nicht, rausstoepseln, 10min loeschen, erneut brennen, mitgemacht haben. 
:-)

Die Arbeitseffizienz steigt aber ungemein wenn man sein Programm nur mit 
einem Kabel vom PC ueberspielen kann.

Ausserdem willst du doch Software engineren oder? Dann nimm dir doch 
bitte einen Controller mit einem guten C-Compiler, einen brauchbaren 
Debugger und etwas mehr internem Ram.

> Gibt es eine Software mit der man eine Schaltung am Bildschirm
> simulieren und/oder programmieren kann?

Es gibt diverse Spice Ableitungen (zb LT-Spice) fuer die Analogtechnik 
und es gibt aus Softwareemulatoren fuer bestimmte Controller. Fuer 
Microcontroller bringt das aber nicht viel weil dir dort die externe 
Hardware, sagen wir mal ein Sensor oder Aktor, fehlt und die 
Geschwindigkeit auch nicht echt ist. Damit kannst du hoechstens 
Algorythmen pruefen. Allerdings kannst du das auch gut auf einem PC mit 
dem normalen Compiler.

> Programmierkenntnisse in C++, Pascal, Basic vorhanden.

Das reicht nicht. Controller werden im beruflichen Umfeld zu 95% in C 
programmiert.

> Assembler bin ich gerade dabei zu lernen.

Das ist gut und wichtig. Wird zwar nur noch selten genutzt, ist aber 
fuer das Verstaendnis sehr wichtig.

Nimm dir irgendein fertiges Board, oder bau dir was mit einem modernen 
Controller (M16C, dicker AVR, ARM) und haeng da verschiedenes dran. Also 
so sachen wie Temperatursensoren, Motor, RC5-Empfaenger.
Und dann mach dir klar wie du den Controller ohne ein MultitaskingBS 
dazu bringst den Motor in der Drehzahl zu steuern, einen Befehl zu 
empfangen und anderes mehr. Mach dir klar das es fuer ein Problem 
verschiedene Loesungsmoeglichkeiten gibt die jede, je nachdem was man 
sonst noch so im Controller macht, ihre Berechtigung haben.
In der Ecke liegen naemlich die Probleme wo PC-Programmierer immer 
jaemmerlich versagen. :-)

Olaf

Autor: Wilhelm Heinz (willi2409)
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Hallo,

danke erstmal für die vielen Antworten.
An der Fachhochschule haben wir jetzt angefangen selbst CPUs auf Basis 
der x86 Architektur zu entwickeln. Ich dachte um in die Materie der CPUs 
mal reinzukommen fange ich mal mit den Basics an und bastle mal ein 
kleines Microcontroller Board, da ich mal an einem kleinen Modell die 
Arbeitsweise lernen möchte.
Werde mich jetzt mal näher mit den AVR beschäftigen.

mfg

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