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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Große Bitte an die Spezialisten


Autor: Vril Dox (der-bastler)
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Guten Tag,
ich möchte verschiedene Luftmassenmesser aus unterschiedlichen PKWs 
gegeneinander vergleichen.
Meine Idee:
Beide Luftmassenmesser werden direkt hintereinander aufgebaut und ein 
Gebläse pustet Luft an den Sensoren vorbei.
Die entsprechende Signale beider Sensoren sollen dann aufgezeichnet 
werden.

Jetzt kommt die große Bitte:
Ich kann schon mit einem Lötkolben umgehen und ätze auch einfache 
Platinen,
meist für LED Beleuchtungen z.B. im Auto, kenne mich aber gar nicht mit 
Mikrokontrollern aus... würde ich aber gern ;-)

Ich habe leider keinen Schimmer wo ich anfangen soll und wäre über jede 
Hilfe sehr dankbar!

Hier auf der Seite sind so viele Interessante Projekte und ich habe auch 
schon den einen oder anderen Beitrag über LMM und 
Einspritzanlagensteuerung gelesen, vielleicht hat ja jemand ein 
passendes Konzept oder sogar einen Schaltplan in der Schublade liegen?

Please help me!

Autor: Klaus2 (Gast)
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...mit einem Schaltplan kommst du aber nicht weit - genau das ist ja der 
witz an uCs - die schaltung wird um faktor x einfacher, weil die 
intelligenz in der software steckt.

hast du dir schonmal das avr tutorial durchgelesen? nein? dann fang da 
mal an, besorg dir einen atmel, bau ein programmieradapter, installier 
winavr etc, lass die erste led blinken und dann gehts weiter.

und, btw: platinen für "alter, krass blaue led in mein polo" find ich 
einfach nur OBERPEINLICH.

aber: LMM vergleich hört sich sinnvoll an - was willst du vergleichen, 
welche größen und wieso benötigst du dazu einen uC?

Klaus.

Autor: Tobias G. (tgg)
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Ansatz ist schon mal gut. Ich sehe aber eher das Problem darin die 
genaue Durchflussmenge zu bestimmen. Denn was nutzen dir die Kennlinien 
wenn du die Eingangsgröße nicht bestimmen kannst, sondern nur die 
Abhängige Größe?

Klar, als einfache Vergleichsmessung kann man das schon machen, aber was 
soll dir das dann bringen? Nur nen anderen LMM verbauen bringt noch 
lange keine Mehrleistung!

Autor: Vril Dox (der-bastler)
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@Klaus2:
krasse blaue LED's in mein Polo mach ich damit auch nicht,
ich hab gern viel und helles Licht im Auto und ersetze doofe Sofitten
gegen sparsame, langlebige LED's oder
fülle Innenraumleuchten mit LED's mehr aus, als das standart Leuchtobst 
hergibt.
Das ist auch mehr liebhaberei und eine Freizeitbeschäftigung,
allerdings wird das um einiges einfacher, wenn man SMD LED's benutzt, 
wegen der Bauhöhe und eine grobe Platine äzt, als mit Lochplatinen oder 
losen Drähten arbeitet.

Also bitte nicht schimpfen, meine Autos sehen nicht aus wie ein 
Christbaum!

Das AVR Tut werde ich mal durcharbeiten,
ein Steckboard und einen Programmieradapter hab ich sogar schon,
den Rest werde ich gleich mal ordern.

@Klaus2 & Tobis G.
Ich will tatsächlich nur einen originalen LMM gegen Aftermarket 
vergleichen.
Ab und zu und wenn die eigene Auto's das erfordern wird zusammen mit ein 
paar Kumpels geschraubt.
Bei einem Auto war gerade der LMM hin und wir haben über eine renomierte 
Handelsplatform im Internet günstig einen LMM bezogen, der alles andere 
als original aussieht...
Bei Bosch hab ich gelesen, das die ganz böse vor diesen Nachbauten 
warnen.
Per OBD haben wir die Werte mal ausgelesen und tatsächlich unterschiede 
festgestellt, das Auto fährt aber gar nicht so schlecht damit.
Wir haben aber rein subjektiv festgestellt, das vermutlich die 
Ansprechzeit stark abweicht (Verzögerung beim Gas annehmen).

In einer Bierlaune haben wir den Versuchsaufbau ausdiskutiert, damit 
beide Sensoren die gleiche Luftmasse abbekommen und überlegt, das wir 
jetzt eine Schnittstelle bräuchten, die Signalstärke und Zeit 
protokolliert.

So weit der Plan.

Autor: Klaus2 (Gast)
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"Das ist auch mehr liebhaberei und eine Freizeitbeschäftigung,"

OK, wenns nicht blinkt unterm Boden, ist es "genehmigt" <:)

-> kennt "man" denn überhaupt das protokoll des sensors???

Klaus.

Autor: Vril Dox (der-bastler)
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Danke Klaus2...
Unterm Boden muss weder etwas bilnken noch leuchten,
allerdings habe ich überlegt mit eine Ein/Ausstiegsbeleuchtung zu bauen,
die dann aus dem Seitenspiegel vor die Tür leuchtet beim öffnen der 
Tür...

Ich hab von Pierburg ein paar Infoblätter in denen erklärt wird,
wie so ein LMM funktioniert und grobe Theorie ist dass:
Im Sensor sitzen zwei Widerstände,
einer ist geschützt, der anderer liegt im Luftstrom, also haben beide 
die gleiche Basistemperatur, einer wird durch die vorbeiströmende Luft 
abgekühlt.
An diesen Sensoren sitzen Heizelemente (bzw. bei dem einen im 
Luftstrom?!).
Eine Elektronik überwacht die Temperaturen und gleicht die des "offenem" 
Sensors an über das Heizelement.
Die Spannung die des Heizelement benötigt, wird an das Steuergerät 
weitergegeben.

Der Luftmassenmesser bekommt Boardspannung (ist angegeben bei Pierburg 
mit 12V, sollten aber eher 13,8V sein) und 5V Sensorspannung.

Ich hab den Link gerade nicht zur Hand, die Anleitung von Pierburg 
sollte unter "SI 0079" zu finden sein.

Autor: JojoS (Gast)
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in Wikipedia ist eine gute Erklärung, da ist unten auch der Pierburg 
Link.
http://de.wikipedia.org/wiki/Luftmassenmesser
Bei den moderneren ist wie es aussieht schon ein µC mit drin, und es 
sieht auch so aus das man ein bischen putzen so ein Ding auch schon 
wieder fit bekommt.

Autor: Klaus2 (Gast)
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"Unterm Boden muss weder etwas bilnken noch leuchten,
allerdings habe ich überlegt mit eine Ein/Ausstiegsbeleuchtung zu bauen,
die dann aus dem Seitenspiegel vor die Tür leuchtet beim öffnen der
Tür..." -> ist das eigentlich erlaubt? dran gedachte hatte ich auch 
schonmal :)

@sensor: das mit dem reinigen habe ich auch gehört...kann es mir vom 
aufbau her auch gut vorstellen. ohne das protokoll zu "kennen", wird es 
wohl auf sniffing rauslaufen - das ist dann aufwendig(er). ausser, es 
kommt "nur" ne analoge spg oder pwm raus.

Klaus.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Ein/Ausstiegsbeleuchtung zu bauen, die dann aus dem
> Seitenspiegel vor die Tür leuchtet beim öffnen der
> Tür...

Einfacher: In die Türunterkante integrieren.
Mercedes-Ingenieure haben es beim W169 tatsächlich geschafft, mit nur 
einer Lampe sowohl ein nach hinten sichtbares Rotlicht als auch nach 
unten gerichtetes Weißlicht zu erzeugen, das den Fußraum rund um die Tür 
ausreichend beleuchtet.

Autor: Thilo M. (Gast)
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JojoS wrote:
> in Wikipedia ist eine gute Erklärung, da ist unten auch der Pierburg
> Link.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Luftmassenmesser
> Bei den moderneren ist wie es aussieht schon ein µC mit drin, und es
> sieht auch so aus das man ein bischen putzen so ein Ding auch schon
> wieder fit bekommt.

So ist es! Gerät zerlegen, mit Isopropanol reinigen und läuft wieder!

Autor: Tobias G. (tgg)
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Vril Dox wrote:

> Ich hab von Pierburg ein paar Infoblätter in denen erklärt wird,
> wie so ein LMM funktioniert und grobe Theorie ist dass:
> Im Sensor sitzen zwei Widerstände,
> einer ist geschützt, der anderer liegt im Luftstrom, also haben beide
> die gleiche Basistemperatur, einer wird durch die vorbeiströmende Luft
> abgekühlt.
> An diesen Sensoren sitzen Heizelemente (bzw. bei dem einen im
> Luftstrom?!).
> Eine Elektronik überwacht die Temperaturen und gleicht die des "offenem"
> Sensors an über das Heizelement.
> Die Spannung die des Heizelement benötigt, wird an das Steuergerät
> weitergegeben.


Heizelemente sind nicht vorhanden. Der Widerstand selbst ist das 
Heizelement!

-> Durch den Draht, welcher in der direkten Luftstömung sitzt wird ein 
konstanter Strom geschickt. Wird nun die vorbeiströmende Luftmasse 
größer, kühlt der Draht ab und die integrierte Elektronik regelt den 
Heizstrom wieder auf einen definierten Wert nach (nämlich über die 
angelegte Spannung). Diese wird dann noch ausgewertet und ausgegeben.

Diese Angaben beziehen sich auf den Hitzdraht-LMM!

Ich weis nicht ob es da wirklich nötig ist eine komplette 
Auswertelektronik für eine oder zwei Messungen zusammenzubauen....

Autor: Vril Dox (der-bastler)
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Hitzdraht wurde ja aber nur bis ca. 1980 gebaut,
danach gab es Dickschichtsensoren auf Keramik und
aktuell ist Dünnschicht auf Silizium.

Oftmals fallen die Sensoren aus, wenn mit Starthilfe oder 
Bremsenreiniger am Auto gespielt wird oder der Luftschlauch gewechselt 
wird und der Mechaniker mit Silikon den Schlauch auf die 
Gehäuseanschlüsse schieben will.
Wenn dabei der Sensor z.B. das Silikon abbekommt, brennt das in den 
Sensor und meistens ist Feierabend.

Den lustigen LMM, den wir eigentlich in einen Bora verbauen wollten oder 
besser hatten, hatte weder einen Hitzdraht, noch einen Heißfilm,
sondern eher Keramikwiderstände.
Mein Kumpel saß neben mir mit den Diagnosegerät und ich fuhr.
Trat ich aufs Gas, passierte erst mal nichts, als ich den Fuss wieder 
runten nehmen wollte, ruckte der Wagen los. (Ansprechzeiten?)

Wie ich schon erwähnt habe, hab ich von Mokroprozessoren so gut wie 
keine Ahnung, daher weiß ich nicht wie viel aufwand so eine Schaltung in 
anspruch nimmt.

Ich dachte (wie gessagt hab ich keine Vorstellung ob das so einfach 
geht):
Versorgungsspannung 12V (hat Pierburg ja auch genannt),
Konstandstromquelle auf 5V für die Sensorspannung und
dann das Ausgangssignal auswerten:
Spannung in Verbindung der Zeit in Millisekunden protokollieren

und das ganze für zwei LMM

Autor: Klaus2 (Gast)
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Ich dachte (wie gessagt hab ich keine Vorstellung ob das so einfach
geht):
Versorgungsspannung 12V (hat Pierburg ja auch genannt),
Konstandstromquelle auf 5V für die Sensorspannung und
dann das Ausgangssignal auswerten:
Spannung in Verbindung der Zeit in Millisekunden protokollieren

und das ganze für zwei LMM


Öhhhhmmm...jap. :)

Besorgt euch ne A/D Wandlerkarte für ein Notebook, gibts zB bei Reichelt 
für 20 Ocken. Dann irgendwie gen Excel importieren. Ist nat von der 
fsample begrenzt.

Klaus.

Autor: Vril Dox (der-bastler)
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Was kostet so was?

Autor: Tobias G. (tgg)
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Vril Dox wrote:
> Hitzdraht wurde ja aber nur bis ca. 1980 gebaut,
> danach gab es Dickschichtsensoren auf Keramik und
> aktuell ist Dünnschicht auf Silizium.


Wohl eher ab 1980. Davor gab es die sogenannten Luftmengenmesser, wo 
eine simple Stauscheibe nach oben gedrückt wurde und somit der 
Einspritzdruck reguliert wurde. Das war die Zeit als noch fast alles 
mechanisch im Motor ablief.

Hitzdraht-Luftmassenmesser wurden zwar relativ schnell von den Heißfilm 
verdrängt, aber dass es sie bereits vor 1980 gegeben hat halte ich für 
ausgeschlossen

Autor: Vril Dox (der-bastler)
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Sorry, kleiner Tipfehler.
Bis 1990 meinte ich... Asche auf mein Haupt!

Aber ab wann und bis wann war ja auch gar nicht die Frage...

Autor: LMM-Expert (Gast)
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Wenn es Dir um Messgenauigkeit geht, kannst Du Dein Projekt vergessen. 
Die Genauigkeit der LMM hängt vom Strömungsprofil im Rohr ab. Die LMMs 
werden immer mit Luftfilter für den entsprchenden Autotyp vermessen. Die 
Bauform des LMM beeinflusst das Strömungsprofil ebenso, so dass das 
Ersetzen des einen Typs durch einen anderen spätestens bei der ASU 
sichtbar wird.

Gruss,
Expert

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