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Forum: Mikrocontroller und Elektronik low esr Elko für lt1073?


Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
Datum:

Hi

Ich bastle gerade an einer Art Protokollumsetzer/Switch für meine
Taschenrechner (Casio 9850gb+). Ich habe vor einigen Jahren bereits eine
ähnliche Schaltung aufgebaut und damals mit einer 9V-Blockbatterie und
einem 7805 betrieben. Jetzt will ich da aber etwas Besseres einbauen und
bin im Moment auf folgendem Stand:
2 Mignonzellen, LT1073 nach der Schaltung unten auf S16 im
reichelt-Datenblatt (3V to 5V with undervoltage lockout). Alle dazu
notwendigen Bauteile könnte ich bei Reichelt bekommen, nur low ESR-Elkos
haben die natürlich mal wieder nicht. Ist dieser low ESR-Elko hier
wirklich nötig bzw kann ich den einfach durch ein paar parallel
geschaltete normale Elkos ersetzen und wenn ja, wie viele brauche ich
dann?
Und rein interessehalber: Wie groß ist der ESR bei einem normalen Elko
bzw einem low-ESR-Elko?


Falls noch jemand andere zündende Ideen hat:
Die zu versorgende Schaltung besteht aus einem ATmega162 (momentan bei
7,3728MHz, ich muss noch ausprobieren ob ich da weiter runter gehen
kann), einem 74HC573 (Latch) und einem 628128 128kB SRAM.
Der SRAM braucht laut Datenblatt 5V+-10%, deshalb muss ich auf die 5V
hochregeln.
Außerdem gibt es noch eine kleine "Endstufe" für eine simple Tonausgabe
per BC337/327 nach folgendem Muster (Thx to Hannes):
http://www.hanneslux.de/avr/divers/melody/melody03.html
Die Chips verbrauchen laut Datenblatt ca 15mA, was die Endstufe
verbraucht weiß ich leider nicht.


mfg
 Michael Frangenberg
Autor: A. K. (prx)
Datum:

Was den Unterschied ausmacht zeigt das Datasheet vom LT1073 ja recht
schön in den Bildern. An dieser Stelle kann also ein Tantal-Typ sinnvoll
sein.

Ansonsten sinkt der ESR mit steigender Spannungsfestigkeit.
Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
Datum:

Diese Tantal-Kondensatoren sollten theoretisch gut sein, allerdings habe
ich bisher nicht so viel Gutes über die gehört (Zuverlässigkeit,
Abfackeln...).


Ich habe mir jetzt mal LTspice runtergeladen und ein bissl damit
rumgespielt. Ein Problem ist allerdings, dass der LT1073 aus der
Datenbank keine A0 und SET Pins besitzt, d.h. meine bisher geplante
Schaltung kann ich gar nicht simulieren.

Ich habe aber mal die Schaltung von S16 so gut es geht nachgebaut und
folgende Kondensatoren eingebaut: 3x 47µF 2Ohm und 5x 470nF 50mOhm
Die Werte sind natürlich alle geraten, weil die Hersteller sich wohl
nicht genötigt sehen den ESR in einem Datenblatt anzugeben, aber es ist
immerhin mal ein Anhaltspunkt. Der Ausgang wurde mit einem 250Ohm
Widerstand belastet.
Ergebnis: 845Hz Dreieckspannung ca 120mVpp, auf der steigenden Flanke
überlagert mit 7 Peaks 18,7kHz 280mV. D.h. meine Ausgangsspannung
schwankt damit zwischen 4,9V und 5,29V. Nicht so ganz ideal ;-)

Dann werde ich wohl oder übel einen Tantal verwenden müssen...
Oder gibt's noch andere Möglichkeiten?

mfg
 Michael Frangenberg
Autor: A. K. (prx)
Datum:

Michael Frangenberg wrote:

> Diese Tantal-Kondensatoren sollten theoretisch gut sein, allerdings habe
> ich bisher nicht so viel Gutes über die gehört (Zuverlässigkeit,
> Abfackeln...).

Ist riskanter als Alu, also bei Spannungsfestigkeit nicht allzu knapp
dimensionieren. Abfackeln selbst ist nur ein Problem, wenn dadurch ein
Brand ausgelöst werden kann. Datsheet konsultieren, ob der Typ dafür
taugt.

> Die Werte sind natürlich alle geraten, weil die Hersteller sich wohl
> nicht genötigt sehen den ESR in einem Datenblatt anzugeben,

Zumindest nicht bei Reichelt. Aber wie du selber schon gemerkt hast, ist
Reichelt für sowas definitiv nicht die erste Adresse. Bei TME stehen ESR
Werte teilweise sogar im Katalog drin. Und es steht insbesondere auch
das Fabrikat drin.
Autor: Gast (Gast)
Datum:

Auch beim große C gibt es einiges, z.B. von EPCOS. Es gibt da welche
speziell für Schaltregler. Sind aber nicht gerade günstig.
Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
Datum:

> Sind aber nicht gerade günstig.

1. das und 2. gibt es sie eben nur bei Corad. Wenn jemand die Platine
nachbauen möchte, soll er nicht überall die Teile zusammen sammeln
müssen ;)

mfg
 Michi
Autor: Erich R. (riedi)
Datum:

Um die Bedenken gegenüber Tantal-Kondensatoren etwas zu relativieren: in
vielen Applikationen, welche eine hohe Zuverlässigkeit verlangen, setzt
man hauptsächlich Tantals ein. Größter Vorteil ist, dass sie weitaus
langsamer altern als Alu-Elektrolyt-Typen.
Nur zu hohe Spannungen mögen sie gar nicht ;-)
Und wenn's einmal rummst, dann richtig (speziell bei den
Becher-Ausführungen).

Grüße
Autor: Condi (Gast)
Datum:

Hi,

der SRAM diente ja nur als Zwischenspeicher für die empfangenen Daten.
Man könnte den SRAM weglassen und durch eine SD-Karte ersetzen. Das
spart Leitungen. Außerdem könntest du dann auch die Versorgungsspannung
runternehmen und einiges vereinfachen. Für die Casio kannst du ja noch
einen MAX232 nehmen um die Pegel ein wenig zu heben falls es nicht
reicht.
Die neuen haben doch mehr Speicher, da kann man Batterie schonen und hat
auch mehr Platz für Programme...
Autor: Gast (Gast)
Datum:

hier gibt es lowESR Kondensatoren:

http://www.csd-electronics.de/de/index.htm

guckst du unter Tantal-Kondensatoren/SMD

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