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Forum: HF, Funk und Felder Empfangsstörungen auf UKW 88.8 (Berlin)


Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Hallo,

kann mir mal jemand erklären, wie es zustande kommt, dass ein 
feststehendes Radio tagelang einwandfreien Empfang hat, dann wieder 
plötzlich stundenlang ein (scheinbar?) zufälliges Rauschen und Zischen 
das Programm überlagert?

Wenn es die Emissionen eines anderen Gerätes bzw. Störsenders wären, 
dann sollte da doch irgend ein Muster im Klang oder der Zeit des 
Auftretens zu entdecken sein. Aber Nichts dergleichen. Es sind auch 
keinerlei Signalfetzen wie Musik oder technische Geräusche zu vernehmen 
- klingt absolut zufällig.

Am Radio kann es eigentlich auch nicht liegen, denn benachbarte Sender 
(87.9 und 91.4) sind kristallklar zu empfangen. Ein Verstellen der 
Teleskopantenne bringt manchmal kurzzeitige Besserung, aber nicht 
wirklich ... und dann ist das Phänomen wieder tagelang verschwunden.

Frank

(Radio hat PLL-Tuner)

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...einfach ne störung auf der frequenz durch ein schaltnetzteil oder 
"was auch immer"? was verwundert dich jetzt daran? irgendwer schlatet 
halt "genau dann" ein unentstörtes gerät an?!

in welchem radius? -> auto, radio ein, umkreissuche.

Klaus.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Was prinzipiell als Störquelle in Frage kommt ist mir schon klar. Was 
mich wundert (und ärgert) ist die Zufälligkeit.

Wenn die Störung da ist, schwankt sie permanent im sekundebereich, 
bleibt auch mal für ein par Sekunden in Klang und Intesität konstant. 
Keinerlei Takt, völlig regellos ... Hängt auch nicht von (mir bekannten) 
Geräten in der Umgebung oder meinem Standpunkt ab.

Frank

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Frank Esselbach wrote:

> Wenn die Störung da ist, schwankt sie permanent im sekundebereich,
> bleibt auch mal für ein par Sekunden in Klang und Intesität konstant.

Du hast das Recht, die BNetzA zur Störungssuche einzuschalten, wenn du
das möchtest.

Autor: Stefan C. (jaecko)
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Interessehalber: Wer bezahlt die dann?
Also wenn ein verantwortlicher Störer gefunden wird, ja evtl. der.
Aber wenn die nix finden, d.h. umsonst fahren? Zahlt da dann der Staat 
oder der Mitteiler?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Stefan C. wrote:

> Aber wenn die nix finden, d.h. umsonst fahren? Zahlt da dann der Staat
> oder der Mitteiler?

Der Staat bzw. die ,,Frequenznutzer'', d. h. alle diejenigen, die eine
Frequenzzuteilung von der BNetzA bekommen -- einschließlich der
Funkamateure.  Ich glaube, das offizielle Ziel ist es, dass beide
ungefähr die Hälfte der Kosten tragen.

Aber wenn es tatsächlich eine Störung ist, dann sollten sie auch was
finden...

Autor: Bastler0815 (Gast)
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Vor dem einschalten der BNetzA würde ich aber vorher ermitteln, ob nicht 
das Radio spinnt oder ob die Störquelle bei dir liegt.
Sonst haben die jemanden, der die Anfahrt zahlt ;-)

Autor: Radiobastler (Gast)
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Um der BNetzA zu helfen, sind Aufnahmen der Störung sehr hilfreich.

Kosten:
Die Kosten trägt der Störverursacher (in Verkehrbringer). Sie setzen 
sich zusammen aus
einer Ordnungswidrigkeit, sowie die Arbeitszeit der
Mess-Ings. Das ist i.d.R der teuerste Batzen.
Wenn Die Störquelle von dir selber kommt, mußt du auch alles bezahlen.

Es gibt keine Härtefallregelung!
Auch ALG-II, Rentner etc. MÜSSEN den vollen Betrag zahlen.
Das kann durchaus mehrere 1000.- Euros werden

Jeder kann zum Störer werden, wenn z.B. das Schaltnetzteil defekt ist 
und man merkt es nicht hat man ein echtes Problem.

Bei vielen Dingen kann man versuchen, über die Produkthaftung des 
Herstellers die entstandenen Kosten zurück zu fordern.
(bedeutet auch, ggf eine Klage einzureichen)

Autor: Bensch (Gast)
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Um eigene Störer auszuschliessen:

Alle möglichen Quellen während der Störung abschalten, auch das Radio 
mal aus- und wieder einschalten.

Eine Bandaufnahme machen, falls nicht vorhanden, geht's evtl. auch mit 
nem Notebook. Versuch eine Gesetzmässigkeit der Störung zu finden, z.B. 
alle 7 Tage, bestimmte Uhrzeit usw.

Dann- erst dann- würd ich den Störungsdienst informieren.

Autor: Ooohhh (Gast)
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Aeh, ja. Viele Bastler und auch Profis gehen von der irrigen Annahme 
aus, dass eine Geraet, das aus CE-abgenommenen Komponenten besteht, auch 
automatisch zertifizierbar ist. Dem ist leider nicht so. Eine kleine 
Vorsuche sollte man unbedingt laufenlassen bevor man die Behoerden 
kommen laesst. Denn zu Recht werden die Kosten dem Verursacher 
angehaengt.

Autor: Frank (Gast)
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Hallo Frank,

versuche doch mal, wenn die Störung wieder da ist, einen größeren 
Frequenzbereich abzusuchen, vielleicht findest du die Störung noch auf 
weiteren Frequenzen und kannst damit Rückschlüsse auf die Ursache 
bekommen. "Gute" Störquellen sind z.B. Plasmafernseher, Schaltnetzteile 
(z.B. vom Arcor DSL-Router - habe ich im Umkreis von fasst 1km messen 
können) und schwingende Antennenverstärker. Versuche auch mal im Lang- 
und Mittelwellenbereich mit dem Radio zu suchen, mit der Ferritantenne 
kann du dann gut peilen... und mal ums Haus laufen.

Schöne Feiertage
Frank  (frank@koeditz.org)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Völlig OT Beiträge habe ich gelöscht.  Bitte im /dev/null-Forum posten.

Autor: Frank (Gast)
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Habe meiner Frau zu Weihnachten einen kleines CD-Radio für den 
Nachttisch zu Weihnachten geschenkt: Sony CFD-S03CPL mit PLL-Tuner. 
Dessen geplanter Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe zu der im 
Eingangsposting geschilderten Anlage, nur hinter einer Wand.

Das gleiche störende Phänomen.

Ich habe daraufhin das Radio mit Batterien bestückt und die gesamte 
Wohnung stromlos gemacht - keine Änderung.

Da ich dieses Radio nun umhertragen kann, konnte ich feststellen, dass 
die Störung sich auf einen relativ kleinen Bereich von ca. 9 qm 
beschränkt. Bleibt eigentlich nur noch einer meiner Nachbarn von drunter 
oder drüber ... oder?

Die Störung tritt nur im unteren UKW-Band auf. Bei stärkeren Sendern, 
z.B. Berliner Rundfunk 91.4 ist sie in ruhigen Programmabschnitten auch 
zu hören, verringert sich ein wenig, wenn ich die Telekopantenne 
verkürze. Ein Schwenken der Antenne bringt dagegen Nichts.

Mit was für einem Scheiß aber auch man gezwungen ist, seine Zeit zu 
vergeuden! Habe auch keinen Bock deshalb die Wohnung umzuräumen ... 
grrr!

Da habe ich noch eine Idee: Könnte es sein, dass mein Nachbar ein nicht 
oder schlecht abgeschirmtes Kabel-TV-Kabel verlegt hat? Sendet das dort 
transportierten Programme im Nahfeld wieder aus? Ich selber habe Kabel 
vor Jahren abgemeldet, weil ich guten DVB-T-Empfang habe und mein in der 
Wohnung liegender Kabelstrang ist im Hausflur tatsächlich kekappt 
worden.

Frank

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Frage deine in Frage kommenden Nachbarn.

9qm sind nicht viel der  Radius sollte klein bleiben.

Auch nach oben und unten.

Zunächst  Empfindlichkeit verringern, dann am stärksten punkt rauf und 
runter gehen.


Vielleicht ja ein ungewolltes Mischprodukt?
Die Quelle sollte auch ohne Messwagen aufspürbar sein,

Erst mal höflich nachfragen.

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