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Forum: PC Hard- und Software Notebookfestplatte mit niedrigem Stromverbrauch gesucht


Autor: ME (Gast)
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Hallo zusammen

Ich möchte in meinen Notebook eine neue Festplatte einbauen. Dabei stehe 
ich vor einer ziemlich grossen Auswahl an Modellen, die sich auf den 
ersten Blick kaum unterscheiden: ähnliche Umdrehungszahlen, Cachegrössen 
und Zugriffszeiten (Kapazität ist weniger wichtig, da sowieso nur wenige 
Daten drauf kommen).

Wichtig für mich wäre vorallem ein niedriger Stromverbrauch und wenig 
Abwärme, damit der Akku möglichst lange hält und der Lüfter Ruhe gibt.

Kennt jemand gewisse Modelle oder gewisse Hersteller, die speziell 
empfehlenswert sind?

Danke für euere Hinweise.

Autor: Gerhard (Gast)
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Bei geringer Stromaufnahme und Abwärme in Verbindung mit "wenig" 
Speicherbedarf denke ich gleich an Flash-Festplatten.

Diese haben 0 Umdrehungen, machen keinen Lärm, sind mittlerweile nicht 
mehr unbedingt langsamer als herkömmliche Festplatten und haben auch 
eine vergleichbare oder bessere Lebensdauer. Abwärme und Stromaufnahme 
sind unschlagbar.

Sie sind allerdings deutlich teurer.

Wenn du lieber eine herkömmliche verwenden möchtest, könntest du dich 
bei den Hersteller-Seiten durckklickern und nach Datenblättern suchen. 
Dort findest du die nötigen Angaben.

Strombedarf und Abwärme dürften proportional sein.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die Stromaufnahme von 2.5"-Festplatten ist in der Regel recht ähnlich, 
wobei langsamer drehende Platten mit weniger Platten im Plattenstapel 
weniger Strom verbrauchen dürften als schnellere mit vielen Platten.

Kurzzeitig (ein paar Sekunden) aber benötigen alle 2.5"-Festplatten 
etwas mehr als 5 Watt, im Dauerbetrieb aber sind 2.5 bis 3 Watt 
realistisch.

Notebookfestplatten sind dafür konstruiert, häufig abgeschaltet zu 
werden, wenn das das von Dir verwendete Betriebssystem unterstützt, 
sollte das problemlos funktionieren.

Wie Du an den von mir genannten Leistungswerten erkennen kannst, ist die 
Festplatte nicht der größte Verbraucher im Notebook, auch dürfte sie 
kaum zur Erwärmung des Gesamtsystemes beitragen.

Wesentlich mehr verbrauchen das Display, genauer dessen 
Hintergrundbeleuchtung, der Prozessor, Chipsatz sowie, sofern vorhanden, 
die Graphikhardware.

Ein Tausch der vorhandenen Festplatte durch eine sparsamere oder gar ein 
SSD (Flash-Festplatte) wird daher nicht viel in Sachen Stromersparnis 
bringen.

Was ist denn das für ein Notebook und was ist die geplante Anwendung?

Autor: jaja (Gast)
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Abgesehen von den Erfordernissen eines Wechsels:

4200 RPM ca. 0,55A
5400 RPM ca. 1 A

Gewisse Abweichungen von Hersteller zu Hersteller und Anzahl der 
enthaltenen Scheibchen.

Autor: ME (Gast)
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Danke für eure Hinweise

Über eine Solid State Disk habe ich auch schon nachgedacht, ist mir aber 
zur Zeit noch zu teuer.

Beim Notebook handelt es sich um einen NC6120 von HP, Centrino 1.6 GHz. 
Ist ungefähr drei- oder vierjährig (weiss das nicht mehr genau).

Die Anwendung ist ziemlich bescheiden: Surfen im Internet, etwas 
Programmieren (Programmers-Notepad mit AVR-GCC), manchmal MS-Office 
Anwendungen. Ich verwende ein Dual-Boot mit Windows und Linux.

Sicher ist das Gerät nicht mehr das neuste, aber eigentlich brauche ich 
nicht mehr. Nun sollte ich mal das System neu aufsetzen und habe dabei 
dran gedacht gleich die Festplatte zu tauschen.

Autor: ME (Gast)
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Kurz gesagt:

Spricht irgendwas dagegen zum nächsten PC-Händler zu gehen und einfach 
irgendeine 2.5"-IDE-Platte zu kaufen, die mir preislich und von der 
Kapazität her passend scheint?

Autor: jaja (Gast)
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Spricht nichts dagegen. Nimm die mit der längsten Garantie.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Bei einem drei- oder vierjährigen Notebook ist ziemlich sicher noch eine 
PATA-Platte verbaut, auch kann es passieren, daß das Notebook-BIOS kein 
LBA-48 kennt und daher nicht von Festplatten mit mehr als 128 GiB / 137 
GB booten kann. Das erscheint zwar anachronistisch, ist aber 
beispielsweise beim Dell Inspiron 6000 von Anfang 2005 so.

Kennt das Notebook bereits SATA-Platten, dann dürfte das LBA-48-Problem 
nicht existieren.

Die größte hergestellte 2.5"-PATA-Platte ist eine 250 GB-Platte von WD, 
größere dürfte es nicht mehr geben. Hingegen ist bei SATA-Platten im 
Moment erst bei 500 GB Schluss, Tendenz steigend.

Autor: ME (Gast)
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Es handelt sich um eine parallele ATA-Platte. Die Grenze von 128 GiB 
stört eigentlich nicht. Ich wird wohl eine 80 GB Platte nehmen. Das 
sollte längstens reichen.

Hersteller: Hitachi, Samsung, usw. ist also egal?

Autor: jaja (Gast)
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Wird bloß eine wilde Diskussion geben mit: "die gut, nein die nicht nimm 
die"

Bleibt also dabei: "Nimm die mit der längsten Garantie"
Festplatten aller Hersteller sterben, im Notebook eher als im normalen 
PC.

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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man muss das mal so sehen.

die platten haben alle die selben maße, alle die selbe schnittstelle, 
alle einen nahezu identischen plattenstapel, alle einen lesekopf, drehen 
mit den selben drehzahlen (5400 oder 7200u/min) liefern alle fast die 
selbe geschwindigkeit (ob 99MB/s oder 101MB/s ist relativ uninteressant)
verbrauchen ähnlich viel strom, sind ähnlich laut... blah blah kosten 
auch alle fast das selbe.

wieso ? sind ja alle fast identisch.

auf was legt man bei einer festplatte dann noch wert wenn die 
"performance" usw nahezu identisch ist ?

ah, zuverlässigkeit...

seagate hebt sich mit 5 jahren garantie im moment herraus.

es kann ein kleines bisschen einbildung sein, aber seagate steht in der 
dentonischen ausfallstatistik mit 0 Ausfällen ziemlich gut da, und das 
obwohl im moment 8 stück in betrieb sind, eine davon in meinem netbook.
alle anderen hersteller können mehr als 0 ausfälle vorweisen, deswegen 
favorisiere ich seagate im moment ziemlich.

es gibt bei 2,5" platten zwei bauhöhen, 9,5 und 12,5 mm, eventuell musst 
du das beachten.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Da kann ich "jaja" nur zustimmen.
Jeder hat mit Festplatten die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht, 
ich beispielsweise vermeide IBM-, also jetzt Hitachi-Festplatten, obwohl 
meine Erfahrungen vor zehn bis sechs Jahren oder so gemacht wurden. Ist 
albern, weil das, was IBM vor zehn Jahren gebaut hat, nichts mehr mit 
dem zu tun haben dürfte, was Hitachi jetzt baut.

Nimm, was günstig ist, und wofür es vom Hersteller eine Garantie gibt.

Achja, und mach gelegentlich mal 'ne Datensicherung. Die nämlich 
ersetzt keine Garantie.

Autor: Matthias Larisch (Gast)
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IBM erinnert mich immer an die DTLA Serie (hieß sie so?). Dabei habe ich 
2x 40 GB verloren, einige Emails mit meinem Onlineshop tauschen müssen 
und hinterher 2 Maxtorplatten gehabt :-) Die laufen auch heute noch.

Meine Ausfallstatistik hat bisher ansonsten eigentlich von allen 
Plattenarten 0 zu verbuchen. Bei meinem Vater hats mal ne Samsung 
erwischt (schleichend - das ist dank eindeutiger Geräusche wenigstens 
noch gut zu erkennen und ohne viel Datenverlust zu beheben). Ein Kumpel 
von mir hatte kürzlich nen Ausfall im Laptop, war bereits ne SATA. Es 
ist eine Hitachi HTS541612 (liegt zufällig gerade neben mir - ich sollte 
Schrott mal wegschmeissen ^^). Ich selbst setze zur Zeit Samsung F1 und 
Seagate 7200.10 und .11 als 3,5 Zoll ein, im Laptop schlummert eine 
Samsung HM160JC (Pata), welche inzwischen auch schon wieder einige 
Tausend Stunden hinter sich hat :-)

Autor: Chris (Gast)
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Gerhard schrieb:
> Abwärme und Stromaufnahme [von Solid-State-Festplatten] sind unschlagbar.

Hast du dafür Quellen?

Erst vor wenigen Monaten war auf Tom's Hardware ein interessanter 
Artikel zu dieser oft wiederholten Hypothese:
http://www.tomshardware.com/reviews/ssd-hdd-batter...

Es stellt sich nämlich raus, dass viele SSD-Laufwerke 
überraschenderweise einen höheren Stromverbrauch haben als normale 
Festplatten. Fehlende Mechanik ist eben nicht alles.

Autor: Sascha (Gast)
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>Es stellt sich nämlich raus, dass viele SSD-Laufwerke
>überraschenderweise einen höheren Stromverbrauch haben als normale
>Festplatten. Fehlende Mechanik ist eben nicht alles.

Und genau wegen diesem Artikel gab es heftige Diskussionen. Es stellte 
sich dann heraus, dass die angewandte Messmethode fragwuerdig ist.

Sowohl HDD als auch SSD wurden die ganze Zeit unter Vollast gefahren. 
Dass aber die SSD einiges schneller als die eingesetze HDD war und somit 
viel mehr geleistet hatte, wurde nicht beruecksichtigt.
Andere Tests zeigen, dass SSDs durchaus bis zu teilweise 50% weniger 
Energie verbrauchen. Aber auch das ist stark von getesteten Geraeten 
abhaengig und gilt eben nicht pauschal.

Ich habe seit etwa 7 Monaten ein Notebook mit SSD und bin total 
zufrieden. Die Kapazitaet faellt mit 64GB deutlich geringer aus wie bei 
aktuellen Magnetplatten, aber mir reicht das vollkommen.
Da ich keine "normale" Platte fuer das Notebook habe und so nicht direkt 
vergleichen kann, kann ich auch keine genaue Aussage ueber die 
Performance machen.

Die SSD ist zwar im sequentiellen Betrieb deutlich schneller als 
herkoemmlichen Notebookplatten (115MiB/s lesen, 80MiB/s schreiben), aber 
die geringe Zugriffszeit (0,1ms) bringt sehr viel.

So ist ein find z.B. deutlich schneller als meinem Desktop mit zwei 
VelociRaptoren im RAID 0.

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