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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik ungleiche Spannungsversorgung bei op


Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Hallo!
Habe folgendes Problem:
Habe einen Kompressor der Brummt ond noch andere Laute von sich gibt.
Habe bisher ausser Stromversorgung überprüfen nichts gemacht. Gerät ist 
aus den 70ern. Netzteil liefert +/- 15V (laut Plan), gemessen habe ich 
2x 21,2Vac Primärspannung. Nach den Dioden -26,6V und +19,4... Sind die 
Dioden evtl kaputt? Woher kommt die differenz? Nach den Spannungsreglern 
(78M18C und 79M15C) habe ich -15,3V und +13,1V gemessen! Kann die 
ungleiche Stromversorgung zu o.g Problemem führen? Wie ist das generell 
bei ops? Sollte man vorsorglich die Elkos tauschen? Sind 2x 1000uf, 2x 
22uf (obwohl in dem PSU-Schaltplan 100uf drin stehen...?)2x 100nf 
verbaut. Die beschrieben Störgeröusche sind bei beiden Kanälen gleich. 
Die Kanäle sind einzeln auf 2 Platinen aufgebaut. Das einzige was beide 
gemeinsam haben ist die Stromversorgung. Habe im Forum nichts 
dergleichen gefunden... Danke
Koerschgen

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wie wäre es, den vermutlich tauben Siebelko der + Schiene zu wechseln, 
den von der + Seite vorsichtshalber gleich mit.
Je nach Typ der sonst verbauten Elkos diese auch gleich noch tauschen.

Nach 30 Jahre dürfen Elkos schonmal austrocknen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Danke für die schnelle Antwort! Werd wohl mal die Elkos tauschen. Die 
1000er sind von Siemens, die 22er haben keinen Markennamen. Sollte man 
die Keramiks auch tauschen? Könnten Die Dioden und Regler evtl auch 
Alterserscheinungen haben? Generelle Frage: Wie niedrig sollte die 
Spannungsdifferenz bei ops sein, bzw welche Differenzen dürfen nicht 
überschritten werden?
Gruß und frohest Fest!
K.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wenn Deine Reglerangaben so stimmen, sind es +18V und -15V.

Außer Elkos ist hier eigentlich nicht mit Alterung zu rechnen.
Der Entwickler kann für seine Schaltung jede Kombination Spannungen für 
die OPVs nehmen, die seinen Absichten entsprechen.
Die Differenz zwischen positiver und negativer Betriebsspannung (hier 
also 33V) darf die maxmimale Betribesspannung der Bauteile eben nicht 
überschreiten, deshalb ja die beiden Festspannungsregler.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Sorry, habe mich vertippt. Sind 78M15C und 79M15C also +/- 15V, und 
gemessen habe ich eben 13 und 15... Was ich eigentlich meine ist, wie 
weit die Plusspannung zur Minusspannung abweichen darf. Bei meinen 
Messungen eben ca. 2 V. Erscheint mir sehr viel... Oder ist das nicht so 
relevant?
Grüße

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wenn da ein 78M15 drin ist dann haben aus dem auch +15V rauszukommen.

Deine Messwerte (Multimeter?) dürften bessere Schätzwerte sein, weil die 
Gleichspannung durch den tauben Ladeelko mit schönen 100Hz Halbwellen 
überlagert ist. Das siehst Du schon am Eingang, die + Spannung nach den 
Dioden dürfte nur wenig voneinander abweichen (Lastverhältnisse).

Es gibt 2 wahrscheinliche Varianten für die zu niedrige + Spannung: 
tauber Ladeelko oder starke Überlast.
Überlast würde aber bei dem Einbruch für erhebliche Wärme speziell des 
78M15 sorgen, der dann in seiner Strombegrenzung wäre.
Das wäre Dir aber vermutlich aufgefallen.

PS: Du hast kein wirkliches Problem, bei einem 30 Jahre alten Gerät sind 
die Elkos so sehr wahrscheinlich die Ursache, daß ich die Ladeelkos 
sowieso erstmal wechseln würde.
Brummen ist nunmal ein Hinweis auf unzureichende Siebung der 
Versorgungsspannung.
Schon seit Mitte der 20er Jahre des vorigen Jahrhundertsm als die ersten 
Netzanoden gebaut wurde. ;-)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: koerschgen (Gast)
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Hallo Michael!
Danke für Deine Antworten! bin zum ersten mal hier im Forum, ist der 
Hammer wie schnell und Sachkundig einem geholfen wird! Werde erstmal die 
Elkos tauschen und dann nochmal hören. Mit den 100hz haste auch recht, 
da das Brummen auf meinem Analyzer in der Region war. Werd selber 
nochmal mit meinem Multimeter (VC 820) messen, da kann ich auch 
Kapazizät und Frequenz messen. Und dann wiederhole ich nochmal meine 
Frage: wie hoch darf die Spannung von +/- 15V abweichen???
Frohest Fest, Gruß
K.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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> Frage: wie hoch darf die Spannung von +/- 15V abweichen???

Das hab ich aus einem Datenblatt von TI "JUNE 1976 – REVISED MAY 2003"
d.h. Es kann sein das es früher andere Parameter enthielt.

79M15 / 78M15: 15V 5% 500mA
14,25V - 15,75V

Autor: HildeK (Gast)
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>Frage: wie hoch darf die Spannung von +/- 15V abweichen?
Wenn deine Elkos in Ordnung sind, dann kann die Abweichung des positiven 
Zweiges auch von einer Überlast kommen, dort sind sie auf jeden Fall 
deutlich zu groß.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

@HildeK: alles richtig, bei einem Gerät aus den 70ern hätte ich aus 
Erfahrung bei Netzbrummen erstmal einen passenden Elko parallel zum 
Lade-C gehalten und wenn das eine markannte Änderung bewirkt, selbigen 
gewechselt.

Wenn es Überlast ist, ändert der Elko nur wenig, ist es ein tauber Elko, 
ist das Brummen weg und die Spannungen stimmen wieder.
Wäre mir einfach eine Frage des Aufwandes. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: HildeK (Gast)
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>hätte ich aus
>Erfahrung bei Netzbrummen erstmal einen passenden Elko parallel zum
>Lade-C gehalten
Klar, das ist das Erste, was du tun solltest.

Meine Aussage zielte auf den nächsten Schritt im Falle eines 
Misserfolges, denn auch eine Überlast kann bei guten Elkos zu ähnlichen 
Effekten führen ...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Moin moin, habe eben alle Elkos im Netzteil getauscht. Die 2 1000er und 
die 100er. Effekt war folgender: beim ersten Anschalten sprang die 
Sicherung raus. Sicherung gewechselt, eingeschaltet und gemessen. Nach 
den Spannungswandlern kam nun nur noch eine Spannung von ca 10V. Sowohl 
beim Positiven als auch beim negativen Spannungswandler. Nach ca. 3 
Minuten duftete es leicht nach altem Harz... Das war der Trafo der warm 
wurde. Hab jetzt alles ausgeschaltet und frage mich woran es denn jetzt 
liegen könnte. Die Wechselspannung betrug ca. 2x 12 Vac. Die Elkos 
wurden sicher mit der richtigen Polarität eingebaut. Einzige Änderung 
die ich vorgenommen habe ist, dass ich mich an die Vorgaben im 
Schaltplan gehalten habe. Dort steht 100uf, verbaut waren aber 22uf. 
Gruß
k.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Was meint Ihr denn genau mit Überlast? Habe gesehen, dass die Platine im 
Bereich des Netzteils schon dunkle Verfärbungen hat.
Gruß
K

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wenn Du NUR die Elkos getauscht hast und deren Spannungsfestigkeit passt 
(min 50V Typen bei den 1000µ, wo die 100(22)µ sitzen kann ich nicht 
einschätzen), dann hast Du entweder einen Kurzschluß beim Löten gebaut 
oder die Elkos (spez. die 1000µ) doch falsch gepolt eingebaut...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Mhh, habe es nochmal gecheckt, scheint richtig zu sein. Die 1000er gehen 
mit minus zum 79er, nd mit plus zum 78er. Ist doch richtig, oder? 
Schaltplan gibts zum Download ganz oben. Die 100er hängen direkt am 
Ausgang der Spannungsregler. Alle Elkos habe 63V.
Grüße

Autor: Ich (Gast)
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Kannst du nicht mal den Rest der Schaltung abklemmen und die 
Spannungungen des Netzteils ohne Last messen?
Vielleicht liegt der Fehler auch an der andere Sekundärwicklung, wenn 
dort der Kurzschluss ist, können die Sekundärspannungen am ganzen Trafo 
absinken.

Autor: HildeK (Gast)
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>oder die Elkos (spez. die 1000µ) doch falsch gepolt eingebaut...
oder die Dioden im Gleichrichter sind defekt ...

>Was meint Ihr denn genau mit Überlast?
Jegliche Art von Fehler, die dazu führt, dass mehr Strom gezogen wird, 
als der Entwickler vorgesehen hatte:
- defektes Bauteil
- Kurzschluss
- manchmal kann auch eine Unterbrechung dazu führen

>dunkle Verfärbungen
Das ist nicht unbedingt unnormal. An Stellen, an denen es etwas heißer 
wird (auch im zulässigen Bereich) kann durch die erhöhte Luftströmung 
sich Schmutz ablagern oder einfach durch eine stärkere Alterung des 
Platinenmaterials eine Verfärbung eintreten. Vor allem dann, wenn das 
Gerät schon jahrzehnte in Betrieb war.
Trotzdem sollte eine solche Stelle kritisch angeschaut werden.

Zu deinem aktuellen Problem:
Ich sehe gerade erst den Schaltplananhang. Hast du J1 mal entfernt und 
vielleicht nicht korrekt wieder aufgesteckt? Gibt es eine Möglichkeit, 
die Regler von der Last zu befreien (C30 und C31 sollten aber noch dran 
sein) um so ohne unbekannte Einflüsse messen zu können?
Das Teil sollte eigentlich in Griff zu bekommen sein.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Moin moin. Der Kompressor ist mit 2 identischen Boards  pro Kanal 
aufgebaut. Der einzige Unterschied ist, dass die Bauteile für das 
Netzteil auf der 2. Platine weggelassen sind. Die Stromversorgung kann 
ich nicht abklemmen, ist direkt mit der Audioschaltung über Leiterbahnen 
verbunden (Siehe PDF seite 57, rechts oben). Den Stecker J1 habe ich nie 
abgeklemmt, daher kann Verpolung ausgeschlossen werden. Zumal ja Audio 
durch kommt,nur eben mit brummen. Woher kommen eigentlich die 100Hz? Bei 
den Verfärbungen habe ich wohl untertrieben, ist schon seeehr dunkel. 
Teilweise sind die Leiterbahnen nicht vom Board zu unterscheiden. Kann 
man irgendwie messen ob der Trafo noch in Ordnung ist? Würde sonst mal 
versuchen das komplette Netzteil auf dem 2. Board (was ja noch völlig 
sauber ist) auf zu bauen... 1n4007 müsste doch auch gehen , oder?
Grüße
K.

Autor: HildeK (Gast)
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>Woher kommen eigentlich die 100Hz?
Durch den Brückengleichrichter und nachfolgend mangelnder Siebung. Vom 
50Hz-Sinus am Trafo wird dabei die negative Halbwelle nach 'oben 
geklappt'. Dabei entsteht die doppelte Frequenz und noch weiter 
Vielfache davon.
In deinem Fall, wie schon mehrfach genannt, ist die Ursache ein defekter 
Ladeelko oder zu hohe Last (Ladeelko zu klein für die Last).

>1n4007 müsste doch auch gehen
Ja, natürlich.

>Bei den Verfärbungen habe ich wohl untertrieben,
Unter welchen BE sind diese Verfärbungen?

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Die Verfärbungen breiten sich Kreisförmig um die Lötpunkte der 
Spannungsregler aus. Sollte ich die Elkos also größer dimensionieren als 
im Schaltplan vermerkt? Z.B. 1500 oder 4700? Wie kann ich feststellen ob 
der Trafo ordnungsgemäss funktioniert?
Danke

Autor: HildeK (Gast)
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>Die Verfärbungen breiten sich Kreisförmig um die Lötpunkte der
>Spannungsregler aus.

Na gut, die werden üblicherweise warm - je nachdem wie gut der 
Kühlkörper dimensioniert wurde, es kann aber auch auf Überlast 
zurückzuführen sein. Ist das Platinenmaterial Epoxy oder Pertinax? 
Pertinax ändert schneller und deutlicher die Farbe unter Wärme.

>Sollte ich die Elkos also größer dimensionieren als
>im Schaltplan vermerkt? Z.B. 1500 oder 4700?
Das sollte eigentlich nicht nötig sein - denn seither ging es ja damit. 
Wenn es jetzt nicht mehr geht (und die Elkos haben ihre Nominalwerte), 
dann ist irgendwo in der Schaltung ein Bauteil defekt und zieht zuviel 
Strom. Eine defekte Diode kann natürlich das Problem auch verursachen. 
Das Netzteil ist auf jeden Fall für Ströme deutlich unter 1A 
dimensioniert.

>Wie kann ich feststellen ob
>der Trafo ordnungsgemäss funktioniert?
Da kann der Defekt auch noch liegen. Wird der deutlich warm?
Erst mal im Betrieb die beiden Wechselspannungen messen.
Dann klemm ihn ab, miss die Leerlaufspannung. 19V ist nominal, es sollte 
etwas mehr zu messen sein (ca. 20-22V).
Dann belaste mal mit z.B. 27 Ohm (Hochlastwiderstand, ev. auch zwei 
Autolampen 5W oder max. 10W o.ä in Serie), eine oder beide Seiten. Die 
Spannung geht etwas in die Knie, sollte aber auf beiden Seiten bei 
gleicher Last recht ähnlich sein und kaum unter 19V fallen.

Da du zwei fast gleiche Kanäle hast, kannst du ja leicht vergleichen. 
Suche auch mal nach BE, die ev. warm werden - vor allem im Vergleich mit 
dem anderen Kanal.
Ziehe einfach mal den J1 ab (vorher markieren, falls er vertauschbar 
ist).
Zur Not kann man auch die Leiterbahnen nach C30/C31 und J1 unterbrechen 
(wenn sich eine geschickte Stelle finden lässt), um beide Kanäle 
getrennt zu betreiben und zu vergleichen.

Aus der Ferne ist das nicht immer einfach zu diagnostizieren.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Ist das Platinenmaterial Epoxy oder Pertinax?
> Pertinax ändert schneller und deutlicher die Farbe unter Wärme.

Da bin ich überfragt ist aber eine grüne Platine.

> Da kann der Defekt auch noch liegen. Wird der deutlich warm?

Ja! Habe ihn nach drei Minuten abgeschaltet, da es so gerochen hat. War 
sehr warm, man konnte ihn gerade noch anfassen. Ist kein Ringkerntrafo, 
hat das Metall aussen. Allerdings erst nachdem ich die Elkos ersetzt 
habe. Die Polarität ist definitiv korrekt.

> Erst mal im Betrieb die beiden Wechselspannungen messen.
> Dann klemm ihn ab, miss die Leerlaufspannung. 19V ist nominal, es sollte
> etwas mehr zu messen sein (ca. 20-22V).

Bevor ich irgendetwas angefasst habe, habe ich 2x 21,2v gemessen (siehe 
erster Beitrag). Nach dem Elkotausch warens nur noch ca. 2x 12vac...

> Da du zwei fast gleiche Kanäle hast, kannst du ja leicht vergleichen.
> Suche auch mal nach BE, die ev. warm werden - vor allem im Vergleich mit

Alle ICs sind kaum bis gar nicht warm, auch nach mehreren Minuten nicht, 
hatte ich auch vor dem Elkotausch schon gecheckt.
Hab noch ein Ringkerntrafo mit 2x15Vac rumliegen, werd ihn die tage mal 
dranklemmen und nochmals messen. Besteht die Möglichkeit das ich mir 
diesen neuen Trafo beschädige?
Das mit den Autolampen ist ja generell ein super tip!
Grüße

Autor: HildeK (Gast)
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>> Pertinax ändert schneller und deutlicher die Farbe unter Wärme.
>Da bin ich überfragt ist aber eine grüne Platine.
Pertinax ist hell- bis mittelbraun, Epoxy meist grün. Am Rand oder an 
Bruchstellen sieht man bei Epoxy oft die Glasfasern.
Ich vermute mal, das waren dann aber schon mehr als 100°C über längere 
Zeit ....

>Bevor ich irgendetwas angefasst habe, habe ich 2x 21,2v gemessen (siehe
>erster Beitrag).
Sorry, ich kann mir nicht alles merken :-). Am Trafo (AC) oder am Elko 
(DC) gemessen?

>Ja! Habe ihn nach drei Minuten abgeschaltet, da es so gerochen hat. War
>sehr warm, man konnte ihn gerade noch anfassen. Ist kein Ringkerntrafo,
>hat das Metall aussen. Allerdings erst nachdem ich die Elkos ersetzt
>habe. Die Polarität ist definitiv korrekt.

Ein Trafo darf so schnell nicht so heiß werden und sollte es auch im 
Dauerbetrieb nicht werden. Wenn er abgeklemmt auch so schnell heiß wird, 
dann ist er höchstwahrscheinlich Elektroschrott.
Fehlermöglichkeiten:
- Windungsschluss im Trafo (er wird abgeklemmt auch heiß)
- defekte Gleichrichterdioden (teste diese zur Sicherheit nochmals)
- steht der Spannungsselektor noch auf der 230V-Seite? Ist der Schalter 
S6 dort noch in Ordnung?

>Nach dem Elkotausch warens nur noch ca. 2x 12vac...
Kann von Überlast oder von einem defekten Trafo kommen.

>Hab noch ein Ringkerntrafo mit 2x15Vac rumliegen, werd ihn die tage mal
>dranklemmen und nochmals messen.
Ja, keine schlechte Idee. Bau aber in die beiden Leitungen zur 
Sicherheit noch sekundär zwei Sicherungen rein (1A sollten reichen, 
falls das dein Trafo noch kann, auch Autolampen mit 21W gehen hier 
ersatzweise)
Und schalte ihn anfangs nur kurz ein, am Besten mit angeklemmtem 
Meßgerät.


>Besteht die Möglichkeit das ich mir diesen neuen Trafo beschädige?
Eigentlich nicht, auch nicht, wenn du ihn kurz (Sekunden!) überlastest. 
Er sollte natürlich schon so um 1A Strom können (>30-40VA).

>Das mit den Autolampen ist ja generell ein super tip!
Als einfachster Überstromschutz können sie hilfreich sein, sie sollten 
natürlich beim gewünschten Strom deiner Schaltung noch nicht hell 
leuchten ...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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>>Bevor ich irgendetwas angefasst habe, habe ich 2x 21,2v gemessen (siehe
>>erster Beitrag).
> Sorry, ich kann mir nicht alles merken :-). Am Trafo (AC) oder am Elko
> (DC) gemessen?


Aus dem 1. Beitrag...;)

...gemessen habe ich
2x 21,2Vac Primärspannung. Nach den Dioden -26,6V und +19,4... Sind die
Dioden evtl kaputt? Woher kommt die differenz? Nach den Spannungsreglern
(78M18C und 79M15C) habe ich -15,3V und +13,1V gemessen!

> Fehlermöglichkeiten:
> - Windungsschluss im Trafo (er wird abgeklemmt auch heiß)
> - defekte Gleichrichterdioden (teste diese zur Sicherheit nochmals)

Wie teste ich denn Dioden? Ausbauen und durchpiepsen?

> - steht der Spannungsselektor noch auf der 230V-Seite? Ist der Schalter
> S6 dort noch in Ordnung?

Steht auf 230V, alerdings habe ich das Gerät mit englischen Netzkabel 
bekommen. Hab dann einen Schukostecker drangehängt und auf 230V 
umgeschaltet...
Das Problem hatte der Kompressor aber vorher schon, da ich ihn mit der 
Fehlerbeschreibung gekauft habe.

Gruß

Autor: Thomas (Gast)
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Poste doch mal ein paar Fotos.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Du hast entweder das unglaubliche, aber mögliche Pech, daß zufällig 
jetzt noch etwas kaputt gegangen ist...

Deine Spannungswerte aus den ersten Posting deuteten erstmal auf tauben 
Ladeelko der +15V-Schiene hin.
Die Trafosüannungen sind identisch und in durchaus passender Höhe, das 
ließ eine Überlast zumindest unwahrscheinlich erscheinen.
Die +13,1V nach dem Regler entstehen dann normalerweise, weil durch die 
zwar gleichgerichteten aber ungesiebten 100Hz-Halbwellen die minimale 
Eingangsspannung des Reglers (ca. 17V) in den Nulldurchgängen 
unterschritten wird. Deshalb brummt es auch.

Wenn Du nur die Elkos gewechselt hast, gibt es für mich erstmal keine 
Erklärung dafür, daß der Trafo jetzt heiß wird und die Spannungen viel 
zu niedrig sind. Das ist ein Zeichen für ziemlich starke Überlastung.

Deine Meßwerte aus dem Posting vom 24.12.2008 13:52 deuten stark darauf 
hin, daß die Überlast VOR den Reglern passiert, wäre sie dahinter, 
hätten die Regler mehr abgeregelt, die 10V dort passen aber durchaus zu 
den 12V am Reglereingang.

Also J1 abzeihen, Trafospannungen am Stecker kontrollieren und Erwärmung 
des Trafos kontrollieren.
Wenn da alles hinhaut eben Regler auslöten, Stecker drauf, Spannungen am 
Elko prüfen. Ich vermute mal, die stimmen dann dort schon nicht mehr.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: HildeK (Gast)
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>Wie teste ich denn Dioden? Ausbauen und durchpiepsen?
Mit dem Ohmmeter geht das, je nach Messgerät, auch im eingebauten 
Zustand.
Vergleiche vorher einfach mal eine Diode aus der Schublade. Die drei 
anderen in der Umgebung schützen vor der Beeinträchtigung der Umgebung.
Wenn alle vier Dioden dasselbe anzeigen, dann würde ich sie als 'gut' 
bezeichnen. Wenn eine defekt ist, könnte das allerdings einen Einfluss 
auf das Messergebnis auch bei einer anderen haben.

>Du hast entweder das unglaubliche, aber mögliche Pech, daß zufällig
>jetzt noch etwas kaputt gegangen ist...
Sieht fast danach aus.

>Wenn Du nur die Elkos gewechselt hast, gibt es für mich erstmal keine
>Erklärung dafür, daß der Trafo jetzt heiß wird und die Spannungen viel
>zu niedrig sind. Das ist ein Zeichen für ziemlich starke Überlastung.
Wenn eine Diode kaputt ist, dann kann ein neuer Elko (der alte ist 
deshalb ev. defekt geworden) jede Menge Wechselstrom fließen lassen. Das 
würde z.B. die starke Belastung erklären.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Moin, werde nachher mal ins Studio fahren und ein paar Fotos machen.

@Michael:

Was meinst Du damit "J1 ausbauen und Trafospannung am Stecker messen?" 
Meinst Du ich soll das Netzteil ohne Last betreiben? Ist viellecht etwas 
verwirrend wenn man das Gerät nicht vor augen hat, aber der Stecker J1 
greift nur zusätzlich den Strom für das 2. Board ab. Der erste Kanal 
wird direkt ohne Steckverbindung versorgt. Muss wohl mal ein paar 
Leiterbahnen trennen... Welche Spannungen sind denn zu erwarten wenn ich 
die Regler ausbauen würde, und direkt (vor oder nach?) den Elkos messen 
würde?

@Hilde:

Was meinst Du mit "Je nach Messgerät"? Hab das Voltcraft VC 820... 
Benutzt hier jemand das Fluke 117? Empfehlenswert? Gibts (günstigere) 
Alternativen?
Soll ich einfach nur auf Durchgang prüfen, oder gibt es igendwelche 
bestimmten Widerstände oder Spannungen? An welcher Stelle könnte ich 
denn die Wechselspannung am besten messen, sollte eine Diode defekt 
sein?

Muss man einfach mal sagen: Das ist ja ein Knaller hier! Extrem 
schnelle, ambitionierte und Fachkundige Hilfe!!! Danke!

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

sorry, habe zu ungenau auf den Plan geschaut, der Trafo ist ja über 
Z21/Z22/Z23 angeschlossen, das sind wohl nur Lötpunkte?

Ohne Regler sollten am Elko davor wohl so ca. 28...30V sein. Heiß werden 
darf da nichts, wenn der Fehler wirklich eine Überlast in der folgenden 
Schaltung ist. Glaube ich aber immernoch nicht so ganz dran.
Dioden wenigstens einseitig auslöten und mit Multimeter messen. Entweder 
hat Deins eine Diodentestfunktione, dann sollte in eine Richtung ca. 
700mV und in der anderen garnichts angezeigt werden. Falls nur ein 
üblicher Widerstandsbereich da ist, sollte es auch gehen. Eine Richtung 
muß eben sperren und die andere was durchlassen.

In solch einem Netzteil bei diesen Spannungen sind die 1N4004 entweder 
in Ordnung oder ganz kaputt.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: HildeK (Gast)
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>Was meinst Du mit "Je nach Messgerät"? Hab das Voltcraft VC 820...
>Benutzt hier jemand das Fluke 117? Empfehlenswert? Gibts (günstigere)
>Alternativen?
Ich habe das VC840 und dort gibt es bei der Widerstandsmessung eine 
Umschaltmöglichkeit auf Diodenprüfung. Dabei wird ein Strom eingeprägt 
und das Messgerät zeigt dann die Flussspannung an. Dürft beim Fluke ganz 
ähnlich sein. Wenn du das 820 hast: das deckt diese Problem ohne 
weiteres ab und reicht für praktisch alles was anfällt gut aus! Mein 840 
hat noch zusätzlich True-RMS für Wechselspannungen und -ströme.
Du erhältst entweder ähnliches wie bei der 'Schubladendiode' (du hast 
doch noch ein paar 1N4007 rumliegen?) oder Kurzschluss oder 
Unterbrechung (bzw. mehr als die 0.7V) in beide Richtungen.
Je nach Messgerät heisst: Manche einfache haben nur Widerstandsmessung, 
andere eben die Diodenfunktion. Auch die Messströme können 
unterschiedlich sein: gibt auch ein unterschiedliches Ergebnis. Deshalb 
auch mein Rat, es mal an einer neuen Diode aus der Schublade 
auszuprobieren, um ein Gefühl für die Ergebnisse zu erhalten.

>Soll ich einfach nur auf Durchgang prüfen, oder gibt es igendwelche
>bestimmten Widerstände oder Spannungen? An welcher Stelle könnte ich
>denn die Wechselspannung am besten messen, sollte eine Diode defekt
>sein?
Die Dioden auf Durchgang (ca. 0.7V) und Sperrung messen.
Die Wechselspannung kannst du nur an den Eingangsklemmen sicher messen, 
nach den Dioden sollte es Gleichspannung sein. Ein Defekt einer Diode 
ist aber mit einer Spannungsmessung schlecht(er) zu finden - besser wäre 
dann ein Skope.

>Dioden wenigstens einseitig auslöten und mit Multimeter messen.
Vor der Arbeit mit dem Auslöten würde ich erst mal in eingelötetem 
Zustand messen. Erst im Zweifel (wenn nicht alle vier dasselbe bzw. 
erwartete Gut-Ergebnis bringen) dann auslöten.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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...Du erhältst entweder ähnliches wie bei der 'Schubladendiode' (du hast
> doch noch ein paar 1N4007 rumliegen?) oder Kurzschluss oder
> Unterbrechung (bzw. mehr als die 0.7V) in beide Richtungen...

Moin, habe jetzt mal die Dioden gemssen. 2x hatte ich 0,472V und 2. 
0,479V. Wenn ich die Polarität gewechselt habe hat das Meter von 0 bis 
OVL hochgezählt...
Die aus der Schublade habe ich jetzt noch nicht gemessen, da die 
verbauten 4004er und nicht 4007er sind.

> Vor der Arbeit mit dem Auslöten würde ich erst mal in eingelötetem
> Zustand messen. Erst im Zweifel (wenn nicht alle vier dasselbe bzw.
> erwartete Gut-Ergebnis bringen) dann auslöten.

Bedeutet diese minimale Abweichung in der Spannung etwas?

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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hier mal ein paar Fotos...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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.kjhewfkjhasf

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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kjhdasfgafhjk

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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fghafhfhjadfgöagfh

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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.klauhertöhjkagr

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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hier könnte ich ein neues Netzteil aufbauen...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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jkhgasergsae

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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die Elkos waren drin, sehen jetzt gar nich mal so alt aus...

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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Kann man auch irgendwie mehrere Fotos glechzeitig posten?

Autor: HildeK (Gast)
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>Datum: ... 16:22
>Moin,
Gebe ich hier meinem Sohn Ratschläge ??? ;-)

>Bedeutet diese minimale Abweichung in der Spannung etwas?
Nein. Ich messe zwar an einer einzelnen rund 0.5 - 0.53V, aber das ist 
vermutlich durch die Umgebung verursacht. Die Dioden sind damit als gut 
zu bezeichnen. Das langsame Hochlaufen in Sperrrichtung ist durch die 
Elkos verursacht.
Die 4007er aus der Schublade verhalten sich in dieser Messung praktisch 
identisch (die 4007 halten nur mehr Sperrspannung aus).

Die Platine ist Epoxi. Die Verfärbungen sind schon heftig und da auch 
unter den Dioden vorhanden, sind diese schon lange an oder über ihrer 
Grenze betrieben worden. Das Teil ist entweder sehr knapp dimensioniert 
oder tatsächlich zeitweise überlastet gewesen.

- Werden die Regler heiß?
- Wird der abgelötete Trafo ohne Last auch heiß?
- Einige Lötstellen (z.B. in Bild 50) an den Reglern und auch an einem 
Elko sehen, soweit erkennbar, nicht gut aus. Einige Drähte der BE 
scheinen das Zinn nicht sauber anzunehmen.
- Auftrennen der Leiterbahnen sollte nach C30/C31 möglich sein - würde 
ich jetzt fast mal empfehlen. Dabei natürlich J1 auf dem zweiten Board 
ausstecken. Alternativ: die vier Dioden und die beiden dicken Cs mal 
extern aufbauen und ohne Board an den Trafo hängen.
- Hast du schon mal die Stromaufnahme in den beiden grünen AC-Leitungen 
gemessen?
- Hat einer der Kühlkörper elektrischen Kontakt zu einer anderen 
Leitung? Der Kühlkörper ist mit dem mittleren Pin verbunden, beim 7815 
mit GND, beim 7915 mit Vin.

>Kann man auch irgendwie mehrere Fotos glechzeitig posten?
Direkt nicht, aber du hättest sie in ein ZIP packen können. Vorher noch 
etwas verkleinern.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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> Gebe ich hier meinem Sohn Ratschläge ??? ;-)

Versteh ich nicht ganz???

> Die Platine ist Epoxi. Die Verfärbungen sind schon heftig und da auch
> unter den Dioden vorhanden, sind diese schon lange an oder über ihrer
> Grenze betrieben worden.
Weiss ich nicht, da ich ihn ja erst kürzlich gebraucht ersteigert 
habe...
Lag aber wohl schon lange rum.

> - Werden die Regler heiß?
Nein

> - Wird der abgelötete Trafo ohne Last auch heiß?
Muss ich gleich mal checken.

> - Auftrennen der Leiterbahnen sollte nach C30/C31 möglich sein - würde
> ich jetzt fast mal empfehlen. Dabei natürlich J1 auf dem zweiten Board
> ausstecken.
Probier ich dann auch mal aus.

> - Hast du schon mal die Stromaufnahme in den beiden grünen AC-Leitungen
> gemessen?
Meinst Du ablöten und das Meter auf Ampere dazwischen hängen?

> - Hat einer der Kühlkörper elektrischen Kontakt zu einer anderen
> Leitung? Der Kühlkörper ist mit dem mittleren Pin verbunden, beim 7815
> mit GND, beim 7915 mit Vin.
Nein, definitiv nicht.

>>Kann man auch irgendwie mehrere Fotos glechzeitig posten?
> Direkt nicht, aber du hättest sie in ein ZIP packen können. Vorher noch
> etwas verkleinern.
Werd ich nächstes mal machen

Was Ihr eigentlich so beruflich?
Grüße

Autor: HildeK (Gast)
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>> Gebe ich hier meinem Sohn Ratschläge ??? ;-)
>Versteh ich nicht ganz???
Moin (habe ich mal mit 'guten Morgen' übersetzt) - um 16:22 Uhr. :-)

>> - Hast du schon mal die Stromaufnahme in den beiden grünen AC-Leitungen
>> gemessen?
>Meinst Du ablöten und das Meter auf Ampere dazwischen hängen?
Ja, aber nimm den größten Meßbereich.

>> - Wird der abgelötete Trafo ohne Last auch heiß?
>Muss ich gleich mal checken.
Wenn ja, häng dann gleich mal deinen noch rumliegenden Ringkerntrafo mit 
2x15V ran. Sicherung nicht vergessen und bei den 230V aufpassen.

>Was Ihr eigentlich so beruflich?
Ich mache Hardware-Entwicklung. Was machst du?

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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> Moin (habe ich mal mit 'guten Morgen' übersetzt) - um 16:22 Uhr. :-)
Ach so, komme aus Hamburg... Da sagt man den ganzen Tag "Moin":-)
>
>>> - Hast du schon mal die Stromaufnahme in den beiden grünen AC-Leitungen
>>> gemessen?
Zwischen 0V und AC einmal 110ma und einmal 95ma
>
>>> - Wird der abgelötete Trafo ohne Last auch heiß?
Nein

Trafo im Leerlauf:
2x 22,85 Vac konstant. Zwischen AC und AC sinds 45,5 konstant
Trafo belastet:
2x 21,9 VAC, nach Gleichrichtung: -15,3 und +15,1!!!
Scheint auf einmal zu gehen.....!? Wie kann sowas sein?
Habe zu Gestern nichts geändert....
Nach den Dioden habe ich jeweils +/- 26 V DC gemessen!
Verbraten die Spannungsregler je 11V ?
Habe den Kompressor noch nicht testen können, da wir gerade aufnehmen 
und ich nicht ins Studio kann.

>
>>Was Ihr eigentlich so beruflich?
> Ich mache Hardware-Entwicklung. Was machst du?

Bin Toningenieur und versuch mir gerade ein bisschen 
Elektrotechnik/Elektronik drauf zu schaffen...
Vielen Dank für die Zahlreiche Unterstützung!
Werde berichten obs jetzt funktioniert, sobald ich ihn anschliessen 
kann!

Grüße
k.

Autor: HildeK (Gast)
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>Ach so, komme aus Hamburg... Da sagt man den ganzen Tag "Moin":-)
Sieh mir das nach. Ich komme aus Süddeutschland, habe aber von eurem 
Brauch schon mal gehört. :-)

>Scheint auf einmal zu gehen.....!? Wie kann sowas sein?
Gut oder auch nicht. Fehler verschwinden nicht von selbst.
Schau dir mal ganz genau die Lötstellen im Bereich der Stromversorgung 
bei den Elkos, Dioden u. Spannungsreglern an. Wie schon berichtet, die 
sahen auf den Fotos nicht so toll aus. Das Zinn muss sauber fließen und 
Draht und Leiterbahn benetzen! Ggf. auslöten, Drähte mit frischem Zinn 
sauber verzinnen und wieder einbauen. Die Lotkegel sollten so aussehen:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lo...
oder auch: http://www.stayathome.ch/Loeten.htm

>2x 21,9 VAC, nach Gleichrichtung: -15,3 und +15,1!!!
>Nach den Dioden habe ich jeweils +/- 26 V DC gemessen!
Das verstehe ich jetzt nicht. Nach den Diode ist dasselbe wie nach 
Gleichrichtung. Da sind die 26V korrekt. Die beiden anderen Werte sind 
vermutlich nach den Reglern gemessen und wären da korrekt.

>Verbraten die Spannungsregler je 11V ?
Ja, warum nicht. Und bei nur rund 100mA Stromaufnahme (gefällt mir ganz 
gut, 200mA wären auch ok) sind das je rund 1W (2W) an den Reglern. Das 
entspricht auch der Größe der Kühlkörper, nicht aber den dunklen Stellen 
auf der Platine.

>Bin Toningenieur und versuch mir gerade ein bisschen
>Elektrotechnik/Elektronik drauf zu schaffen...
Naja, ich versuch mich gelegentlich als Toningenieur - PA bei Auftritten 
einer Blaskapelle und gelegentlich mal einen Konzert-Mittschnitt fürs 
Archiv.

>Werde berichten obs jetzt funktioniert,
Hoffe ich doch (Bericht und Funktion)!

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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HildeK wrote:
>>Ach so, komme aus Hamburg... Da sagt man den ganzen Tag "Moin":-)
> Sieh mir das nach. Ich komme aus Süddeutschland, habe aber von eurem
> Brauch schon mal gehört. :-)
jaja, schaffe schaffe häusle baue. Komm ursprünlich aus Heilbronn...
>
>>Scheint auf einmal zu gehen.....!? Wie kann sowas sein?
> Gut oder auch nicht. Fehler verschwinden nicht von selbst.
> Schau dir mal ganz genau die Lötstellen im Bereich der Stromversorgung
> bei den Elkos, Dioden u. Spannungsreglern an. Wie schon berichtet, die
> sahen auf den Fotos nicht so toll aus. Das Zinn muss sauber fließen und
> Draht und Leiterbahn benetzen! Ggf. auslöten, Drähte mit frischem Zinn
> sauber verzinnen und wieder einbauen.
Das habe ich zuletzt gemacht, vielleicht wars das!
Werde glaube ich das komplette Netzteil auf das 2. Board verlegen, das 
ist noch saftig grün und jungfräulich...
>
>>2x 21,9 VAC, nach Gleichrichtung: -15,3 und +15,1!!!
Meinte natürlich Spannungsregelung...
>>Nach den Dioden habe ich jeweils +/- 26 V DC gemessen!
> Das verstehe ich jetzt nicht. Nach den Diode ist dasselbe wie nach
> Gleichrichtung. Da sind die 26V korrekt. Die beiden anderen Werte sind
> vermutlich nach den Reglern gemessen und wären da korrekt.
>
>>Verbraten die Spannungsregler je 11V ?
> Ja, warum nicht. Und bei nur rund 100mA Stromaufnahme (gefällt mir ganz
> gut, 200mA wären auch ok) sind das je rund 1W (2W) an den Reglern. Das
> entspricht auch der Größe der Kühlkörper, nicht aber den dunklen Stellen
> auf der Platine.
Ok, Regler werden angenehm warm, aber nicht heiss.
>
>>Bin Toningenieur und versuch mir gerade ein bisschen
>>Elektrotechnik/Elektronik drauf zu schaffen...
> Naja, ich versuch mich gelegentlich als Toningenieur - PA bei Auftritten
> einer Blaskapelle und gelegentlich mal einen Konzert-Mittschnitt fürs
> Archiv.
>
>>Werde berichten obs jetzt funktioniert,
> Hoffe ich doch (Bericht und Funktion)!
Kommt sobald ichs schaffe. Danke!

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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So, hab ihn jetzt mal an  ne Audioquelle gehängt. Ergebnis ist:
Das Brummen und britzeln ist komplett weg! Lediglich ein Rauschen, was 
ich aber auch von anderen Geräten kenne wenn man den Volume Regler der 
Abhöre ganz aufreisst. Leider geht der obere Kanal nicht richtig. Es 
zerrt sehr stark und die Spannungsregler werden nach ca. 5 Minuten so 
heiss, dass man sie trotz Kühlkörper nicht mehr anfassen kann!!! Für 
mein Gefühl und meine Erfahrung mit andere Geräten (Habe mehrere 
Kompressoren mit genau diesen Spannungsreglern Nachgebaut) auf jeden 
Fall zu heiss. Vielleicht doch eine Überlast der nachfolgenden 
Schaltung?  Der zweite Kanal regelt nach meiner Meinung in etwa so wi es 
die Bedienelemente zeigen. Die Meter (4 stk. funktionieren auch 
nicht...) Augenscheinlich sind alle R´s und C´s äusserlich unversehrt 
und in gutem Zustand. Hat vielleicht jemand einen Tip welchen IC oder 
welches sonstige Bauteil ich checken könnte? Die Meterlampen werden von 
einer extra Wicklung vom Trafo gespeist. Ausführlichen Schaltplan gibts 
im ersten Post...
Danke,
Grüße

Autor: HildeK (Gast)
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Klar, im zweiten Kanal ist das Problem.
Die Kühlkörper dürfen warm werden, so dass man sie auf jeden Fall für 
einige Sekunden noch anfassen kann. Sehr grob als Richtwert: 50°C.
Es kann jedes Teil, IC, Elko (z.B. C30/C31), Diode, Transistor usw. das 
Problem verursachen. Du kannst versuchen festzustellen, ob auf der 
zweiten Karte irgend ein Teil warm wird. Schließlich muss der Strom 
irgendwas verursachen - solange es kein vollständiger Kurzschluss ist, 
wird auch irgendwo ein Teil aufgeheizt.
Auch eine genaue Sichtprüfung könnte dich weiterbringen: Lötstellen, 
umgebogenen Drähte der BE, z.B. in Foto 56 sitzt neben dem Timingmodul 
ein orangenes C etwas seltsam.
Geht audiotechnisch noch was in diesem Kanal? Wenn ja (auch mit Brumm), 
gehen die grundsätzlichen Funktionen Kompression, Limiter, Gateing, 
De-Essing und die Veränderungen an Attack- und Release-Time sowie die 
LEDs für Anzeigen noch? Eine unwirksame Funktion könnte dich der 
richtigen Ecke näher bringen.

Schalte das Ganze aber jeweils nicht zu lange ein, um Trafo und anderes 
nicht weiter zu gefährden.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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HildeK wrote:
> Klar, im zweiten Kanal ist das Problem.
Vermutlich meintest Du den ersten Kanal, der zweite geht ja...
Wie auch immer, habe jetzt mal die Leiterbanhnen nach C30/C31 
unterbrochen und lasse gerade den funktionierenden Kanal (das Board auf 
dem nicht das Netztteil sitz/der untere) der mit dem Stecker J1 
verbunden ist alleine laufen. Werde mal die Temperatur checken und 
danach nur den oberen, defekten laufen lassen.

> Die Kühlkörper dürfen warm werden, so dass man sie auf jeden Fall für
> einige Sekunden noch anfassen kann. Sehr grob als Richtwert: 50°C.
Im Moment kann man es noch...

> Es kann jedes Teil, IC, Elko (z.B. C30/C31), Diode, Transistor usw. das
> Problem verursachen. Du kannst versuchen festzustellen, ob auf der
> zweiten Karte irgend ein Teil warm wird. Schließlich muss der Strom
> irgendwas verursachen - solange es kein vollständiger Kurzschluss ist,
> wird auch irgendwo ein Teil aufgeheizt.
Werd ich mal suchen. Alle ICs sind in Sockel gesteckt, daher ist ein 
Tausch kein Problem!

> Auch eine genaue Sichtprüfung könnte dich weiterbringen: Lötstellen,
> umgebogenen Drähte der BE, z.B. in Foto 56 sitzt neben dem Timingmodul
> ein orangenes C etwas seltsam.
Sieht nur auf dem Foto aus. Die meisten Bauteile sind krumm und schief 
eingebaut, berühren sich aber nicht.

> Geht audiotechnisch noch was in diesem Kanal? Wenn ja (auch mit Brumm),
Nur mit sehr viel Verzerrung.

> gehen die grundsätzlichen Funktionen Kompression, Limiter, Gateing,
> De-Essing und die Veränderungen an Attack- und Release-Time sowie die
> LEDs für Anzeigen noch? Eine unwirksame Funktion könnte dich der
> richtigen Ecke näher bringen.
Alle Leds gehen. Manche nur beim Potikratzen. Alle 4 Meter bewegen sich 
nicht. 2 Davon sollten Gainreduction, 2 das Arbeitslevel vom VCA 
anzeigen.
Kann ich die Meter mit etwas Strom testen ohne sie zu zerstören?

>
> Schalte das Ganze aber jeweils nicht zu lange ein, um Trafo und anderes
> nicht weiter zu gefährden.

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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So, habe jetzt mal beide Kanäle ca 15 min einzeln betrieben. Bei beiden 
werden die Spannungswandler, mit der Hand gefühlt, vermutlich gleich 
warm. Könnte es sein dass das Netzteil etwas unterdimensioniert ist? Die 
ICs und Transistoren werden sehr, sehr wenig bis gar nicht warm (könnte 
auch die Erwärmung durch meinen Finger sein...). C´s und R´s sehen alle 
unversehrt aus. Leider weiss ich nicht was in den Timing- und 
Deesser-Modulen steckt! Vermutlich je ein VCA, aber was dfa sonst noch 
mit drinsteckt...? Die Module werden übrigens nicht warm.
???

Autor: HildeK (Gast)
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Ja, die drei Fragezeichen am Schluss drängen sich mir auch langsam auf.

>Kann ich die Meter mit etwas Strom testen ohne sie zu zerstören?
Ja, mit einem Vorwiderstand, rund 10k und ein paar Volt sollten sie was 
anzeigen. In der Schaltung hängen sie ja über 11k bzw. 3.75k dran, es 
können da max. 15V auftreten.

>Alle Leds gehen. Manche nur beim Potikratzen.
Ich meinte schon, dass z.B. die Kompresseranzeige von grün auf rot 
wechseln sollte, wenn das Eingangssignal entsprechend hohen Pegel 
erhält. Oder die Gate-Anzeige müsste einen Unterschied zwischen Ruhe und 
Signal anzeigen.

>Alle ICs sind in Sockel gesteckt, daher ist ein
>Tausch kein Problem!
Bis auf das mir unbekanntes Element IC13, scheint ein Orban-Spezialteil 
zu sein, vermutlich ein VCA. Ist zugeklebt und vielleicht sogar die 
Bezeichnung abgeschliffen oder ein kundenspezifisches Teil. Da ist es 
natürlich schwierig, eine Aussage zu machen und auch ggf. Ersatz zu 
beschaffen.
Man könnte mal das Poti "Output Level" an E14 lösen und diesen Draht 
schon an den Ausgang von IC2 und IC14 anlegen. An IC2 erwarte ich noch 
ein klares Signal, an IC14 wirkt aber schon der unbekannte IC.
Ein Oszilloskop wäre jetzt sehr hilfreich, man könnte an beide Kanäle 
dasselbe anlegen und vergleichen.

>So, habe jetzt mal beide Kanäle ca 15 min einzeln betrieben. Bei beiden
>werden die Spannungswandler, mit der Hand gefühlt, vermutlich gleich
>warm.
Es wäre vielleicht noch interessant, die Stromaufnahme (z.B. an einer 
grünen AC-Leitung) zu messen, einmal mit dem einen Kanal, dann mit nur 
dem anderen und schließlich noch mit beiden. Denn deine bisherige 
Beschreibung habe ich so verstanden, dass ein Kanal nur rund 100mA 
aufnimmt und sich die Regler kaum erwärmen. Wenn aber beide zusammen 
angeschlossen sind, werden die Regler heiß. Das ist etwas 
widersprüchlich.
>Könnte es sein dass das Netzteil etwas unterdimensioniert ist?
Höchstens die Kühlkörper. Aber mit den Messwerten (2 x ca. 100mA) dürfte 
das noch nicht der Fall sein, sie erklären auch nicht die braune 
Verfärbung unter den Gleichrichterdioden.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> So, habe jetzt mal beide Kanäle ca 15 min einzeln betrieben. Bei beiden
> werden die Spannungswandler, mit der Hand gefühlt, vermutlich gleich
> warm. Könnte es sein dass das Netzteil etwas unterdimensioniert ist?
Du hast da doch auch eine Umschaltung von 230V auf 115V. Nicht, daß das 
Problem damit zu tun hat.

Gruß,
  Michael

Autor: Tilmann I. (koerschgen)
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So, ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr wünsche ich Euch 
erstmal! Habe kurzfristig noch enen Job in Berlin bekommen und bin 
deshalb bis ende Feb nicht in der Lage an dem Kompressor rum zu 
schrauben... Werde aber danach mit Sicherheit nochmal weiter nerven :-)!
Vielen Dank bis hierher!

@Michael:
Du meintest nict etwa dass ich den Schalter auf 115v gelassen habe oder?
(Natürlich nicht, da die Spannungen vor und nach dem Trafo ja zuletzt 
stimmten...)

Gruß
K.

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