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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Berechnungen: Motor Spule etc.


Autor: rotary (Gast)
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Hallo!

ich hab ein paar Fragen zur Berechnung der Parameter einer (bzw. 
mehrerer) Spule(n) in einem Motor. Genaugenommen einem Bürstenlosen 
Gleichstrommotor.
mich würde interessieren, wie ich zu der Spulenspannung und dem 
Spulenstrom in Abhängigkeit der Zeit komme, da die Spule per PWM 
bestromt wird.
Dazu habe ich mir folgendes überlegt:

uL = L*dI/dt - URi
uL = L*i(t)/t -Ri*i(t)
uL = (L/t-Ri)*i(t)
=> i(t) = uL/(L/t-Ri)

wobei Ri der ohmsche Widerstand der Spule ist.
Falls die Gleichung für i(t) stimmt, würde mich interessieren, welchen 
Wert ich für uL einsetzen muss.
Der Motor hängt an einer 12V Gleichspannugnsquelle. Wie bereits erwähnt 
werden die einzelnen Wicklungen per PWM ein- bzw. ausgeschlaten.
Falls schon jemand Erfahrungswerte besitzt: welche Größen kann man für 
die Induktivität einer socheln Motorwicklung, bzw. deren Innenwiderstand 
annehmen?
Zum Motor: Robbe Roxxy 2824/xx
Nennspannung: 12V
max. Strom: 15A

Danke für eure Hilfe

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Einfach ausmessen!

Gruß -
A.

Autor: rotary (Gast)
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danke für den tip! :) ich verfüge leider über keine entsprechenden 
messgeräte - mit meinem multimeter den innenwiderstand einer spule 
bestimmen... da wäre es besser ich würde schätzen.
die große frage war allerdings die berechnung :)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Hm. Was ist mit 'uL' gemeint, vielleicht einfach L?
Gehe zu jemanden, der so ein Meßgerät besitzt, befreundeter Modellbauer 
oder der nächste Lehrer oder die Elektrotechnik-Abteilung einer Uni. 
Oder du klingelst einfach bei der nächsten Elektronikfirma mal 
freundlich an der Tür.
Wenn du ein Scope hast, kannst du es auch damit messen.

Den realen Widerstand wird dein Multimeter bei Stillstand messen können.

Diese Werte sind dann eh last- und drehzahlabhängig!


Ich würde einfach einen neuen Thread mal starten, in dem als Überschrift 
"Suche 'Profi' als mich als Anfänger für etwas Hilfe aus Stadt xy für 
Modellbaumotor-Ausmessen". Es findet sich schon jemand der dich 
weiterbringt! Du klingst jedenfalls nach Anfänger und da macht sich ein 
Mentor wirklich gut. Glaubs mir!


Gruß -
A.

Autor: rotary (Gast)
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uL ist die spannung an der spule...
mein multimeter ist ein "normales" fluke... das steht bei 0.2 Ohm...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Nachtrag:
Einfache Suche mit Google:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?postid=2562142

Bei Robbe finden sich keine genauen Daten. Paßt auch zu: Offensichtlich 
kaufen die die Motoren in Fernost zu Billigpreisen ein, wenn man sich 
die dort erwähnte Qualität der Wicklungen ansieht. Neuer 
Hinterhoflieferant mit Oma an der Wickelmaschine, neue Daten, also 
lieber gleich keine angeben.


Guten Rutsch!
- A.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Suche dir eine Uni oder FH. Die haben meist sündhaft teure Meßgeräte 
sinnlos rumstehen. Keine in der Nähe?


- A.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja und? Motorwelle blockieren, 2V Akku ran, Strom messen und dabei die 
Welle wenn möglich etwas bewegen und dann schauen, was der Strom so 
macht. Mittelwert nehmen. Fertig. Noch genauer wirds mit gleichzeitiger 
Spannungsmessung am Akku mit zweitem Multimeter.

Stell dich nicht so an! Wo kommste denn her?


- A.

Autor: rotary (Gast)
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so nochmal : oberste priorität hat für mich die berechnung des 
spulenstroms. Die 2. Frage waren "Erfahrungswerte", die ja vlt jamand 
haben könnte oder?
Danke für den Grundkurs in Elektrotechnik. Aber wie gesagt  mit einem 
Ja/Nein zu meinen Berechnungen wäre ich zur Not auch schon zufrieden.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. So einen Motor habe ich 
bislang noch nie verwendet und mit Formeln außerhalb von PSPICE schlage 
ich mich seit der Studienzeit auch nicht mehr rum. Wäre mir jetzt zu 
mühsam diese nachzuvollziehen.

Vielleicht meldet sich noch jemand.

Vielleicht noch als Anmerkung:
Wenn du die beschriebene Messung dann nochmals unter Leerlauf und 
Nennlast durchziehst, hast du automatisch alle Eingangsdaten für deine 
Gleichungen parat.


Gruß -
A.

Autor: aha (Gast)
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Wenn man einen Motor drehen lassen will, so nimmt man am Besten einen 
Akkuschrauber und spannt die achse mal ein.

Autor: rotary (Gast)
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die hilfestellungen in diesem forum werden immer besser...
aber zum glück steigt auch das niveau

Autor: Michael (Gast)
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Also, 1.

mit

gleich zu setzen ist schonmal mehr als gewagt. Dafür müsste i(t) über t 
konstant sein was aber nicht der Fall ist, du sagst ja, dass du mit 
einer PWM ran gehst.

2. Du hast lediglich eine Gleichung aber leider mehrere Unbekannte (L, 
Ri) woraus folgt, dass das System nicht lösbar ist. Also ohne Parameter 
zu messen wirst du nicht weiter kommen. Es wurden ja schon einige 
Vorschläge gemacht, nutze sie. Ri zu messen wird noch am leichtesten 
sein, schwieriger wird sich da schon die Messung von L gestalten.

Autor: rotary (Gast)
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danke für den tip.

zur berechnung: ich möchte nicht den mittleren strom über die gesate 
zeit berechnen, sondern eben genau den strom, bzw. dessen änderung 
während des einschaltens (also in der 1-Zeit des PWM signals) es geht 
mir dabei hauptsächlich um das anstiegsverhalten des stroms.
währe das mit hilfe dieser Gleichungen möglich?

Autor: ich (Gast)
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Die Gleichung für Gleichstrommotoren ist:

Ua=Ra*i+L*di/di+c_phi*w

Nach dem Lösend der Differentialgleichung erhält du eine Gleichung für I 
so in etwa mit der Gestallt I(t)=I_0*(1-e^t/(Ra/L) )  I_0 muss dann aus 
den Anfangswertbedingungen berechnet werden unter der Voraussetzung das 
w-const ist.
Dabei müssen Ra und L gegeben sein, um dann über Ua den Strom in 
Abhängigkeit von der Zeit zu berechnen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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rotary wrote:
> die hilfestellungen in diesem forum werden immer besser...
> aber zum glück steigt auch das niveau

Vielleicht solltest du das traditionelle Gastrecht nicht 
überstrapazieren??

- A.

Autor: Dirk (Gast)
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Wie messe ich einen Motor und die Spule durch,wie muss das Messgerät 
eingestellt werden?

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