www.mikrocontroller.net

Forum: Platinen Ätzlösung "Tankanzeige"


Autor: MC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tag Leute,
seit kurzem bin ich auch unter die "ätzenden" gegangen. mit der zeit ist 
die herstellung von Platine und layout kein problem mehr. allerdings hab 
ich so das gefühl dass die ätzlösung (ich benutze natriumpersulfat) sehr 
schnell verbraucht ist. leider merke ich das immer erst daran, dass eine 
platine nicht mehr richtig geätzt wird und nur noch in die ablage P 
kann.
Meine frage ist es nun, ob es die möglichkeit gibt, die ätzlösung 
irgendwie zu untersuchen und herauszubekommen, wie brauchbar sie noch 
ist?
ich hab dazu schon sehr lange gegooglet, aber nichts wirklich 
brauchbares gefunden.
ach und noch eins: ich hab eine seite gefunden, wo der lösung das kupfer 
wieder durch elektrolyse entzogen wird. die klare flüssigkeit, die da 
übrigbleibt ist aber nicht mehr zum ätzen zu gebrauchen, oder?
danke shconmal,
MC

Autor: Chris R. (mrgreen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,
Natriumpersulfat wird richtig blau wenn es verbraucht ist.

Wie lange brauchst du denn zum Ätzen? Bei mir will es noch nicht (obwohl 
schon ~10 Europlatinen fertig sind) nicht richtig fix gehen, ich brauche 
locker 30 Minuten dafür. Wie heiß machst du deine Lösung?

Soweit ich weiß, kannst du die Lösung nicht wiederverwenden, ich hatte 
auch schonmal geschaut,

Gruß
Mr.Green

Autor: MC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ich bekomme die ätzlösung auf knapp 50°C erhitzt. bei einer frischen 
lösung dauert das ätzen ohne luftpumpe so ca. 15min. aber nach drei, 
vier platinen wird das ätzergebnis unheimlich schlecht, es bleiben immer 
reststellen übrig. dann hab ich immer die ätzlösung neu aufgesetzt. ich 
habe aber ehrlich gesagt keine lust, jedesmal nach vier platinen die 
fünfte wegschmeißen zu müssen und dann neue ätzlösung aufzusetzen. so 
billig ist das ganze ja nu auch wieder nicht...

Autor: AC/DC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das kann auch am Entwickler liegen wenn auf dem belichteten
Basismaterial ein feiner Schleier übrigbleibt und das ätzen
behindert. Da muß man erstmal mit einem feinem Pinsel oder
vorsichtig von Hand nachhelfen. Das Problem ist bei Tauch-
systemen bekannt. Bei Sprühsystemen tritt das Problem
entweder gar nicht auf oder erst später wenn die Lösungen
wirklich gesättigt sind.
Übrigens kann man belichtete Platinen deren Fotolack am Ende
des Ätzprozesses noch intakt ist mit einer frischen Lösung
zu Ende ätzen.

Autor: MC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
aha, gut zu wissen! danke

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich bin dazu uebergegangen beim Entwickeln immer nen Pinsel zu 
verwenden - wirkt Wunder ;) Je nachdem wie stark Du Deine NaPS-Loesung 
angesetzt hast solltest Du auf jeden Fall 15 Eurokarten rausbekommen 
(wenn Du 500g NaPS verwendet hast). Auffrischen ist auch recht gut 
moeglich...

Autor: MC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
danke danke. werd ich gleich morgen oder übermorgen mal ausprobieren

Autor: Chris (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Je nachdem wie stark Du Deine NaPS-Loesung
angesetzt hast solltest Du auf jeden Fall 15 Eurokarten rausbekommen ...

Sehr pauschal ...

Einseitig oder doppelseitig, mit oder ohne Masseflächen ?

Eine Analyse für Ätzlösungen würde mich allerdings auch mal 
interessieren - Gabellichtschranke mit IR-LED und möglicherweise 
IR-Filter vielleicht ? Je blauer die Flüssigkeit wird desto weniger IR 
sollte doch durchkommen - oder ?

So eine vollautomatische Ätzzeiteinstellung anhand der gemessenen 
Qualität der Ätzlösung wäre schon was Feines, besonders, wenn man die 
Ätzanlage da hat, wo man sich nicht unbedingt z.B. 15 Minuten aufhalten 
und zusehen will ....

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Chris wrote:
>>Je nachdem wie stark Du Deine NaPS-Loesung
> angesetzt hast solltest Du auf jeden Fall 15 Eurokarten rausbekommen ...
>
> Sehr pauschal ...
>
> Einseitig oder doppelseitig, mit oder ohne Masseflächen ?

Man kann nur eine pauschale Aussage treffen da jedes Layout anders ist. 
Mehr als 5 Eurokarten sollten sich aber auf jeden Fall schaffen lassen.

Autor: Michael H* (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
na was jetzt? sicher 15, sicher 5... sicher 1?

@MC: ich würde and einer stelle nicht so weit heizen. von manchen NaPS 
wird berichtet, dass sie sich bei über 50° schon zersetzen. ich fahr ca 
45° und hab auch ätzzeiten um die 5min bei einer frischen lösung.
dass die lösung wirklich richtung sättigung geht und kein andrer effekt 
eine rolle spielt, erkennt man daran, dass die flüssigkeit recht 
deutlich cyan-farben wird.
hast du am küvettenboden ablagerungen?

Autor: MC (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
danke für den tip. werd die heizung was runterdrehen. am boden hab ich 
keinerlei ablagerungen. das mit der übertemperatur kann sein, da ich 
eine selbstgebaute ätzküvette habe und ich mit einem aquariumsheizstab 
heize, der eig. für eine 100l-wanne gedacht ist. der zweipunktregler ist 
da mit seinem schaltpunkt und der hysterese (etwas... ;)) verschoben... 
ich war kurz auch mal über 50°C, so bei 55°C

Autor: Matthias D. (marvin42)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich verwende Salzsäure + ein bisschen Wasserstoffperxoyd als Oxidator, 
das klappt auch bei Zimmertemperatur und dauert bei einer Eurokarte ca 
8-12 min (je nach Konzentration). Diese Mischung wird dann mit der Zeit 
grün, und lässt sich durch Zugabe von weiterem H2O2 auffrischen

Ein Bekannter meinte man, man könne den "Verbrauch" anhand der 
Leitfähigkeit messen, dazu bräuchte man aber passende Elektroden...

Mal noch eine andere Frage: wie macht ihr eure Filme ?
Mit den alten Tonerkartuschen (HP4, kein Mikrotoner) hatte ich auch noch 
gute Ergebnisse. Aber aktuell bekomme ich keine gut deckenden Filme hin. 
Ich hab schon alle möglichen Materialien in meinem HP2200 getestet 
(Folie, Papier, Zeichenpergament, angerauhte Klebefolie...) und auch mit 
dem Tintendrucker wird es nicht wirklich besser...

matthias

Autor: Sebastian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Transparentpapier in einem alten HP, Druck mit schwarzer Tinte, oder 
billige Inkjet-Folie in einem Lexmark, Druck mit aus Farben gemischtem 
Schwarz, dreimal durchlaufen lassen.
Manche Laser liefern auf Folie gute Ergebnisse, andere nicht. 
Tonerqualität variiert. Ergebnisse aus der Firma: Laserjet 1320n: Top 
Ausdruck, ohne Nacharbeit belichtungsfähig, Laserjet 2200 auf derselben 
Folie: völlig unbrauchbar.
Wenn's gut werden muß: Für rund 4 Euro bei Cadgrafik Bauriedl einen Film 
bestellen. Dauert etwa 3 Tage und ist in der Qualität jedem Heim- oder 
Bürodrucker weit überlegen.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.