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Forum: Offtopic Wie werden Acetylen Flaschen befüllt


Autor: Gast (Gast)
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Wie werden Acetylen Flaschen befüllt, da das Acetylen ja dazu neigt
sich selber zu zersetzten. In den Flaschen ist ja eine porösen Masse
und Azeton das ein Verdichten ermöglicht. Aber am Ventil ist
ja schon ein Volumen das Verdichtet ist und offensichtlich nicht
sich zersetzt. Und dann gibt es ja auch diese Flaschenbatterien, bei
denen ja leere Flaschen mit vollen Flaschen verbunden werden um
ohne Unterbrechung weiterzuarbeiten. Kann es da nicht auch knallen?
Vieleicht kennt sich ja jemand damit von euch aus.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Das Aceton löst das Acetylen. Deswegen ist der Druck in der vollen 
Flasche auch relativ niedrig.

Die Füllung aus Kieselgur und Holzkohle ist sehr porös und saugt das 
Aceton auf.

Zu spontaner Zersetzung kommt es bei erhöhtem Druck. Deswegen werden die 
Flaschen langsam und mit wenig Druck befüllt.

Autor: Gast (Gast)
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Danke Eule  ;-) hm Uhu
Dann darf man keine vollen und leeren Flaschen "zusammenschalten"
wie in den Flaschenbatterien gemacht wird ohne Gefahr zu laufen
die Gegend umzugraben.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Gast wrote:
> Dann darf man keine vollen und leeren Flaschen "zusammenschalten"
> wie in den Flaschenbatterien gemacht wird ohne Gefahr zu laufen
> die Gegend umzugraben.

http://www.industriegaseverband.de/sicherheitshinweise.php

Autor: Knallgas (Gast)
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>Dann darf man keine vollen und leeren Flaschen "zusammenschalten"
>wie in den Flaschenbatterien gemacht wird ohne Gefahr zu laufen
>die Gegend umzugraben.
Viel Spaß bei Deinen Experimenten - ich weiß von einem Fall, da hat sich 
mal jemand samt Einfamilienhaus selbst weggesprengt.
Das war wie ein kleines Erdbeben im ganzen Ort.

Autor: geht scheinbar doch (Gast)
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Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Das ist eine Apparatur zum befüllen einer leeren Flasche aus einer 
vollen - das ist was völlig anderes, als das zusammenschalten zu einer 
Flaschenbatterie.

Die Kapilare sorgt dafür, daß das Gas aus der vollen Flasche nur langsam 
in die leere strömen kann.

Autor: May (Gast)
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Voraussetzung ist, das aber auch genügend Aceton in der leeren
Flasche noch ist. Ansonsten ist Rasen sprengen angesagt. Das schreibt
der Verkäufer aber nicht in seiner Seite. Wenn das Schlosser Heinz
das weiß und eine Waage vorher nimmt ist alles IO.
..Heiß..

Autor: oha (Gast)
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Wichtig bei Azetylen ist, keine Kupfer- & keine Messing Armaturen zu 
haben. Kupfer bildet KupferAzid.

Autor: Gast (Gast)
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Na das sollte aber jeder kennen. Die Panzerfaust der Deutschen im
2.WK war damit  aufgebaut. (Azetylen+Kupfer)

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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oha wrote:
> Wichtig bei Azetylen ist, keine Kupfer- & keine Messing Armaturen zu
> haben. Kupfer bildet KupferAzid.
Eher Kupferacetylid. Azid ist was Anderes...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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oha wrote:
> Wichtig bei Azetylen ist, keine Kupfer- & keine Messing Armaturen zu
> haben. Kupfer bildet KupferAzid.

Was das Messing betrifft, stimmt das wohl nicht so ganz: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupferacetylid

Autor: Jaecko (Gast)
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Was ist eigentlich mit dem "Gerücht", dass Acetylenflaschen zu ner Bombe 
werden, wenn man nen Hammer draufwirft oder die Flasche etwas unsanft 
auf den Boden stellt und ein paar Stunden wartet?
Der Stoss soll angeblich den Zerfall des Acetons einleiten.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ein Flasche ohne Füllung ist in der Tat eine Bombe, die spontan 
explodieren kann.

Erst seit die Flaschen mit einer kompakten Mischung aus Kieselgur und 
Holzkohle gefüllt sind, die mit Aceton getränkt ist, sind 
Acetylenflaschen einigermaßen sicher. Das Aceton kann unter mäßigem 
Druck viel Acetylen lösen.

Eingermaßen sicher heißt, daß man die Flaschen z.B. immer nur mit einer 
Druckminder-Armatur für Acetylen betreiben darf, die die Entnahmemenge 
pro Zeit begrenzt. Zudem gelten natürlich die üblichen 
Sicherheitsvorschriften für Gasflaschen.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Uhu,

"Was das Messing betrifft, stimmt das wohl nicht so ganz:.."

Stimmt doch!

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Legierungen mit einem 
Kupferanteil >70% werden gemäß Sicherheitsdatenblatt eines namhaften 
Herstelles als kritisch angesehen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bewunderer wrote:
> @Uhu,
>
> "Was das Messing betrifft, stimmt das wohl nicht so ganz:.."
>
> Stimmt doch!
>
> Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Legierungen mit einem
> Kupferanteil >70% werden gemäß Sicherheitsdatenblatt eines namhaften
> Herstelles als kritisch angesehen.

Richtig - aber nicht jedes Messing hat >70% Kupfergehalt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Messing

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Uhu,

dann hättest Du Deine Aussage eben entsprechend einschränken müssen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Bewunderer wrote:

> dann hättest Du Deine Aussage eben entsprechend einschränken müssen.

Worauf er damit hinaus wollte, war mir aber nach dem Lesen des PDFs
bereits klar.  Wenn du zusätzlich noch Wikipedia zu Messing befragst,
wirst du schnell feststellen, dass in der Technik benutztes Messing
in aller Regel nicht mehr als 70 % Cu-Anteil besitzt.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Jörg,

es ehrt Dich, daß Du unserem allseits verehrten Uhu hilfreich zur Seite 
springst.
Dir gefallen offenbar spitzfindige Diskussionen, wie der Thread in dem 
u.a. um Gewährleistung und Garantie ging zeigt.

Uhus Antwort auf das Posting von „oha“ am 13.01.2009 9:48, daß Messing 
und Acetylen unkritisch sind, ist auf Basis des Sicherheitsdatenblattes 
von Air Liquide falsch.
Er hätte also seine Aussage auf Messingqualitäten mit Kupfergehalten 
unter 70% beschränken müssen.

Aus dem Wikipedia-Artikel geht außerdem nicht hervor, daß es keine 
technischen Messingsorten mit Kupfergehalten über 70% mehr gibt:

 „Messingsorten mit mehr als ca. 70 Prozent Kupfer werden auch als 
Tafelmessing, Tombak oder Goldmessing bezeichnet. Der Name leitet sich 
vom malaysischen Namen für Kupfer, Tumbaga oder Tambaga, ab. 
Tafelmessing wurde in der Schmuckherstellung als Goldersatz benutzt, 
fand und findet aber auch Verwendung beim Militär.

„Blechblasinstrumente und einige Holzblasinstrumente werden aus Messing 
(CuZn30) oder Goldmessing (CuZn15) gefertigt“

 „Gängige Qualitäten im Drahtsektor sind CuZn2, CuZn15, CuZn30, CuZn37.“

Bei CuZn2 und CuZn15 komme ich auf Cu-Gehalte von 98% bzw. 85%.

Wie Du dann darauf kommst, daß es keine technischen Messingqualitäten 
mit Cu-Gehalten über 70% mehr gibt, erschließt sich mir nicht.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bewunderer wrote:
> Uhus Antwort auf das Posting von „oha“ am 13.01.2009 9:48, daß Messing
> und Acetylen unkritisch sind,

Oh mein Bewunderer! Du kannst mir sicherlich zeigen, wo ich geschrieben 
habe, "daß Messing und Acetylen unkritisch sind" - du führst ja 
dankenswerter Weise über alle meine Äußerungen Buch. (Ich finde nämlich 
diese Äußerung nicht und erinnere mich auch nicht daran, sie getan zu 
haben.)

> Er hätte also seine Aussage auf Messingqualitäten mit Kupfergehalten
> unter 70% beschränken müssen.

So. Hätte ich das.

Schon schlimm, daß ich dir zugetraut hatte, daß du zum einen weißt, 
was es bedeutet, eine Aussage "stimme wohl nicht so ganz" und daß ich 
zum anderen dir ohne weiteres zugetraut habe, einen Wikipedia- 
Artikel(!) kraft eigener Anstrengung zu verstehen, zu dem ich den Link 
geliefert hatte.

Entschuldigung!

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Uhu,

Autor: Uhu Uhuhu (uhu), Datum: 13.01.2009 11:28

oha wrote:
"> Wichtig bei Azetylen ist, keine Kupfer- & keine Messing Armaturen zu
> haben.
Was das Messing betrifft, stimmt das wohl nicht so ganz"


Ohne Worte.

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Uhu,

in dem Wikipedia-Artikel über Messing kommt übrigens das Wort Acetylen 
nicht vor. Wie man dann darauf kommt, daß es auch unkritische 
Messing-Qualitäten gibt, ist zumindest für den Laien nicht ersichtlich.

Wenn Dir das als Experte für Metallurgie und Acetylen-Stabilität so 
offensichtlich klar war, hättest Du es eben uns Unwwissenden erklären 
können.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bewunderer wrote:
> @Uhu,
>
> Autor: Uhu Uhuhu (uhu), Datum: 13.01.2009 11:28
>
> oha wrote:
> "> Wichtig bei Azetylen ist, keine Kupfer- & keine Messing Armaturen zu
>> haben.
> Was das Messing betrifft, stimmt das wohl nicht so ganz"
>
>
> Ohne Worte.

Das Zitat ist unvollständig. Elender Fälscher.

Beitrag "Re: Wie werden Acetylen Flaschen befüllt"

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Bitte begrabt diese unselige Diskussion.  Uhu, der Typ will dich
einfach nicht richtig lesen, da brauchst du auch nicht weiter zu
argumentieren.  Wahrscheinlich hätte er nicht einmal verstanden,
was du meinst, wenn du statt "stimmt ... nicht so ganz" geschrieben
hättest "stimmt ... nicht uneingeschränkt".

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Das war keine Diskussion und argumentiert habe ich auch nicht, sondern 
nur seine plump-billige Zitatfälschung entlarvt. Damit ist für mich der 
Vorfall erledigt.

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