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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ladeschaltung für PowerCap Kondensator?


Autor: Jörg H. (idc-dragon)
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Bei Pollin gibt es gerade 0,5F-Kondensatoren, die sich für Car-Hifi 
eignen würden:
http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&p...
(Ich weiß, 0,5 Farad ist nicht üppig, 15V sind auch knapp)

Sei's drum, ich habe mir so ein Teil geholt, weil er kleiner ist als die 
"echten", nicht zuletzt weil er keinen Aufsatz mit alberner 
Spannungsanzeige hat.

Damit ein KFZ-Mechaniker nicht erblindet, wenn er meine Batterie nach 
irgendwelchen Arbeiten wieder anklemmt, mache ich mir Gedanken um eine 
Ladeschaltung. Angeblich haben die Modelle mit der albernen Anzeige 
sowas, ich frage mich wie's funktioniert. Klar, aufladen über einen 
Widerstand und den dann überbrücken (Relais? MOSFET?), aber 
ausgangsseitig möchte man ja so niederohmig wie möglich sein und 
möglichst ohne weitere Kontaktwiderstände direkt an den Kondensator. Von 
daher müßten die echten Modelle eigentlich 3 Anschlüsse haben?

Den Ladewiderstand mit einem Relais überbrücken hätte noch den Nachteil, 
daß das Relais dann normalerweise ständig angezogen ist, auch im Stand 
Strom verbraucht. Also eher ein MOSFET, das müßte aber ein P-Kanal-Typ 
sein, weil es ein High-Side-Switch ist. Und die P-Typen sind längst 
nicht so gut wie die N-Typen, da müßte man vielleicht mehrere 
parallelschalten. Kann mir jemand folgen? Weiß jemand was da drin ist?

Jörg

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ne aufgebohrte LED-KSQ?

Gruß -
Abdul

Autor: Jens G. (jensig)
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also Ladeschaltung auf Basis eines getakteten Stromreglers, und wenn das 
Ding dann (weitgehend) voll ist, dann mit Mosfet brücken. N-Kanal 
kannste nehmen, wenn Du z.B. mit Ladungspumpe (als Bsp.) eine Spannung 
höher 12V erzeugst (sozusagen nochmal 12V auf die Batteriespannung 
aufaddieren), so daß Du die nötige Gatespannung bekommst. Diese Technik 
gibt's auch schon von IR als Highside-Schalter mit N-Kanal (frag mich 
jetzt aber nicht nach einer Bezeichnung). Allerdings sind deren Rdson 
möglicherweise etwas unter dem mit rein diskret aufgebauten Dingern 
möglichen Werten.
Oder Du kannst es ja auch andersherum machen - Ladeschaltung/Brücke an 
der Minusseite des C's - dann gehen ja N-Kanal perfekt ohne irgendwelche 
Tricks. Ist ja egal, welche Seite das heise Ende ist.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Maße (øxH): 76x148
Wieso ist das Ding soooo groß?
Ich habe hier gerade 1F/14V in der Hand, auf einer Lochrasterplatine mit 
20x30mm, Höhe 25mm.

> Damit ein KFZ-Mechaniker nicht erblindet, wenn er meine Batterie nach
> irgendwelchen Arbeiten wieder anklemmt
Stell dir das mal nicht so schlimm vor. Die Leitungen zu den Cs 
begrenzen den Strom auf sinnvolle Werte. Und dann gilt C*U = I*t, wenn 
du also einen großen Strom fliessen lässt, ist das Ding ruck-zuck 
geladen.
Fazit: einfach anklemmen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Lothar Miller wrote:
>> Maße (øxH): 76x148
> Wieso ist das Ding soooo groß?
> Ich habe hier gerade 1F/14V in der Hand, auf einer Lochrasterplatine mit
> 20x30mm, Höhe 25mm.

Ganz einfach: Weil das ein echter Elko ist, und nicht irgendein Goldcap 
mit etlichen Ohm ESR. Gemessen habe ich an dem 0,5F Elko etwa 7mOhm 
Innenwiderstand. Das macht bei 12V 1,7kA Kurzschlussstrom.
Hat dein Kondensator wirklich 14V? Ich kenne Goldcaps eigentlich nur mit 
2-6V.

> Stell dir das mal nicht so schlimm vor. Die Leitungen zu den Cs
> begrenzen den Strom auf sinnvolle Werte.

Definierte sinnvolle Werte.
Bei ein paar 10mm² aufwärts sind >100A schnell erreicht. Und das funkt 
dann recht ordentlich.

Autor: Esko (Gast)
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KISS  Keep It Small and Simple

Den Kondensator direkt mit dem Verstärker verbinden.
Von der Batterie zum Kondensator einen Widerstand 5ohm 5watt oder 10ohm 
2watt der nach einer festen Zeit überbrückt wird.

Autor: Jens G. (jensig)
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mehr als ein paar 100A direkt an der Batterie sind's ja nicht ;-)
Aber ich denke auch, daß ein bißchen Draht dazwischen schon für 
vernünftige Strombegrenzung sorgt, ohne daß gleich die Drahtenden 
zusammenschweißen. Einfach mal probieren, ob es wirklich so heiß blitzt 
- ist ja nur ein kurzer Moment ... ;-)

Autor: Jörg H. (idc-dragon)
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Benedikt K. wrote:
> Ohm ESR. Gemessen habe ich an dem 0,5F Elko etwa 7mOhm
> Innenwiderstand.

Das ist ja schon mal recht gut! Wie hast du das gemessen? (Hatte ich mir 
auch schon Gedanken drum gemacht.)

Ansonsten zu den anderen Vorschlägen: Ich Feigling traue mich nicht, das 
Ding direkt an die Batterie anzuklemmen. Das sind ziemlich dicke Kabel, 
(soll auch so bleiben), und an der Batterieklemme gibt es glaube ich 
noch so eine Sollbruchstelle, die als Sicherung fungiert. Die will ich 
nicht testen.

Vorwiderstand überbrücken, aber wie am besten, die Frage bleibt mir 
noch.

Danke
Jörg

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Jörg Hohensohn wrote:
> Benedikt K. wrote:
>> Ohm ESR. Gemessen habe ich an dem 0,5F Elko etwa 7mOhm
>> Innenwiderstand.
>
> Das ist ja schon mal recht gut! Wie hast du das gemessen? (Hatte ich mir
> auch schon Gedanken drum gemacht.)

Ein 0,1Ohm Widerstand dran, messen und schnell wieder abschalten ehe der 
Widerstand in Rauch aufgeht. Das ganze muss aber sehr schnell gehen, und 
der Widerstand muss selbst pulsbelastbar sein, und darf keine hohe 
Induktivität haben, sonst passen die Werte nicht.

Autor: Düsentrieb (Gast)
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mach doch einfach so:
mit zb 10 ohm verbindest du + , elko lädt auf 12v ...dauernd
mit nem kfz relais schaltest du voll auf +
relais gesteuert mit dem 12v signal, das die endstufe anschaltet

-> kein knall + elko dran, wenn anlage läuft

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