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Forum: Haus & Smart Home EnOcean und Verschlüsselung


Autor: Christian (Gast)
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Hallo!

Kurze Frage:
Weiß jemand, wie es bei EnOcean mit der Sicherheit der übertragenen 
Daten aussieht? Sind die irgendwie verschlüsselt oder könnte theoretisch 
jeder meine Lampen zu Hause ein-bzw. ausschalten? Vor allem, weil 
EnOcean ja auch so hohe Funkreichweiten angibt...

Danke und Gruß
Christian

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Damit der Nachbar was machen kann muss der entsprechende Schalter ja 
erst mal angelernt werden. Er könnte natürlich mitloggen und die 
Übertragung "kopieren". Das ein normaler Nachbar soviel kriminelle 
Energie und Wissen besitzt ist aber wohl eher unwahrscheinlich :)

Autor: Christian (Gast)
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Na gut. Ich glaube nicht, dass irgendein Nachbar hier zu so etwas in der 
Lage wäre. Es sei denn sie haben Skriptkiddis als Nachwuchs, die sich 
auch mit so einer Thematik beschäftigen. :-)

Eine Sache interessiert mich noch:
Wie schlägt sich denn das EnOcean-System im Vergleich zu üblichen 
Funksteckdosen (FS20 usw. ), was das erfolgreiche Steuern eines Aktors 
schon beim ersten Tastendruck angeht?
Teilweise muss ich bei meinen Funksteckdosen mehrmals drücken, bevor da 
überhaupt etwas passiert. Soweit ich weiß, arbeitet EnOcean bei 
einfachen Funkgeschichten ja auch nur unidirektional und wiederholt ein 
Telegramm vorsichtshalber mehrmals.

Danke und Gruß
Christian

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Soweit ich weiß, arbeitet EnOcean bei einfachen Funkgeschichten ja auch
>nur unidirektional und wiederholt ein Telegramm vorsichtshalber mehrmals.
Richtig, unidirektional, 3-fache Wiederholung.

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Christian wrote:

> Wie schlägt sich denn das EnOcean-System im Vergleich zu üblichen
> Funksteckdosen (FS20 usw. ), was das erfolgreiche Steuern eines Aktors
> schon beim ersten Tastendruck angeht?


Hier gehen die Lichter per EnOcean. Läuft alles sauber beim ersten 
Druck, allerdings kann ich nichts zum Empfänger-Sender-Abstand und der 
Anzahl der Empfänger sagen. Bin nur User ;-)

Aber geil ist das schon - so ohne Batterien...

Autor: Christian (Gast)
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Hört sich ja gut an. Und irgendwelche Latenzzeiten spürt man vermutlich 
auch nicht, oder?

Ich denke, ich werde mir mal ein Set bestehend aus einem Schalter und 
einem Dimmer bestellen. Evtl. dann noch ein einzelnes Transceiver-Modul 
für den PC...

Hat jemand eine günstige Einkaufsempfehlung?

Autor: Karl-heinz Strunk (cletus)
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Christian wrote:
> Hört sich ja gut an. Und irgendwelche Latenzzeiten spürt man vermutlich
> auch nicht, oder?

Doch. Aber das ist unwesentlich. Ich würde so um 100 ms schätzen.

Autor: Skeptiker (Gast)
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Was ich nicht versteh' ist wieso ein schnöder Taster dieses Systems fast 
100 Euro kosten muß?

Vergleichbare Systeme kosten ca. 70% weniger (z.B. Kopp), also hab ich 
auf Lebenszeit ca. 70 Euro für Batterien übrig. Das macht 218 Stück 
12V-Batterien (Reichelt: GP 23A). Selbst wenn jede Batterie nur einen 
Monat hält sind das immernoch 18 Jahre ...

Bidirektionalität ist ohnehin schwer ohne Energiespeicher zu machen, es 
sei denn man rennt täglich durch die Wohnung und drückt mal überall und 
macht alle Fenster auf und zu.

Sinn macht ein solches System nicht, aber Marketing ist ja bekantlich 
alles!

Autor: Rayk (Gast)
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>Vergleichbare Systeme kosten ca. 70% weniger (z.B. Kopp), also hab ich
>auf Lebenszeit ca. 70 Euro für Batterien übrig.
Jetzt zähl mal, wieviele Schalter Du zu hause hast... Willst Du bei 
denen wirklich alle xx Monate die Batterie wechseln, und das bei ALLEN 
Sendern? Und das Wichtigste: Was meint Deine Frau dazu, wenn Du mal 
nicht da bist, und das Licht geht nicht an, weil eine winzig kleine 
Batterie alle ist?  ;o)

Also ich find die batterielosen Teile einfach genial!

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Also ich find die batterielosen Teile einfach genial!
Volle Zustimmung :)

Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Skeptiker wrote:
> Sinn macht ein solches System nicht, aber Marketing ist ja bekantlich
> alles!

Leider ist es auch mit dem Design der Aktoren nicht weit her. Ein RCM250 
(Einkanalfunkschalter) frisst permanent 9 Watt (das entspricht ca. 15 
Euro Strom im Jahr und das je Aktor)! Das ist mehr als der 
Funkschalter-Krempel vom Wühltisch (6Watt) oder FS20 (4Watt). Für den 
Preis eines RCM250 (ca. 60Euro) hätte man etwas anderes als ein 
Kondensatornetzteil erwarten können (z.B. Homatic: <1Watt).

So ganz "umweltverträglich" ist EnOcean demnach wohl keinesfalls. 
Insofern: Zustimmung - Marketing ist alles!

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Ein RCM250 (Einkanalfunkschalter)...
RCM250 ist ein Aktor für maximal 30 PTM Module

>...frisst permanent 9 Watt..
Laut Datenblatt 1,25W

Autor: Mi Gö (ducky)
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Moin ...

EnOcean ist ein reines Maketingprodukt .. die bekommen Millionen und 
verlieren immerwieder Kunden. Weil zum Beispiel die Reichweite nicht 
passt, oder die Umgebungsbeding (Gewächshaus) nicht passt. Da gehen die 
doch liebe zu Produkten die halt als Steckdosen empfänger nur 0,5 bis 
0,2 Watt verbrauchen. Und auch nicht so unverschämt teuer sind.

Gruß Micha

Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Jörg S. wrote:
>>Ein RCM250 (Einkanalfunkschalter)...
> RCM250 ist ein Aktor für maximal 30 PTM Module

Das schliesst sich ja nicht aus, oder?

>>...frisst permanent 9 Watt..
> Laut Datenblatt 1,25W

Lt. meinem Energiemesser: 9Watt. Vielleicht ist meins ja kaputt? Die 
9Watt werden auf jeden Fall gut in Wärme umgewandelt. Ist was fürs 
Passivhaus :-D

Autor: Jürgen (Gast)
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Ich habe mir die Enocean-Teile vor unserem Hausbau damals auch 
angesehen.
War allerdings enttäuscht und habe mich für EIB entschieden.

Knackern die immer noch so brachial laut wie Knallfrösche?
Damals auf der Roadshow hatten die Taster von etlichen Herstellern 
ausgestellt, aber durchweg alle waren aufgrund der akustischen 
Belästigung allenfalls für Industrieanwendungen geeignet.

Auch war der Sensor für die Fenster ein Riesenklotz, mit dem man 
sicherlich Elefanten erschlagen konnte.

Hat sich da mittlerweile etwas getan?
Andernfalls ist das für den Haus- und Wohnungsbau unbrauchbar und nur zu 
empfehlen, wenn es billig sein soll.

Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Jürgen wrote:
> Knackern die immer noch so brachial laut wie Knallfrösche?

Gut das Du es ansprichst: Mein Testtaster (PTM200) ist so laut, daß 
meine Tochter beim Schalten aufwacht. Für Ruheräume definitiv nicht 
geeignet.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Weil zum Beispiel die Reichweite nicht passt,...
Welches Funksystem funktioniert immer in allen Umgebungen so wie es der 
Kunde gerne hätte?

>Da gehen die doch liebe zu Produkten die halt als Steckdosen empfänger
>nur 0,5 bis 0,2 Watt verbrauchen.
Wen interessieren die Empfänger? Das interessante bei EnOcean sind die 
Sender.

>Und auch nicht so unverschämt teuer sind.
Welche Batterielosen Sender sind billiger?

Autor: M G (Gast)
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es ist sehr wohl nicht uninteressant was ein Empfänger auf dauer in 
Wärme umsetzt, ist ja nun mal bares Geld und wenn ich Empfänger habe die 
halt deutlich weniger verbraten kann ich das wiederum in Batterien 
investieren und das Komplettpaket ist dann einfach mal günstiger.

Mit Deiner Aussage welches System funzt schon überall hast Du natürlich 
recht. Allerdings häufen sich diese Aussagen bei EnOcean .. was direkte 
Mitbewerber natürlich freut. Diese Aussagen kommen übrigens nicht von 
irgendwelchen Endkunden, sondern von Personen wo solche System in etwas 
größeren Stückzahlen laufen.

Grundsätzlich ist das System von EnOacen schon garnicht verkehrt aber 
halt an manchen Stellen noch nicht so ausgereif um solche Preise 
verlangen zu können.

Gruß Micha

Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Jörg S. wrote:
> Wen interessieren die Empfänger? Das interessante bei EnOcean sind die
> Sender.

Wer 60 Euro für einen Empfänger haben will sollte eine vernüftige und 
sparsame Stromversorgung einbauen. Der Empfänger läuft nämlich immer ...

Leider kann ich nirgens eine Beschreibung des Protokolls der 
Luftschnittstelle finden... Schade!

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Wer 60 Euro für einen Empfänger haben will sollte eine vernüftige und
>sparsame Stromversorgung einbauen.
1,25W halte ich für recht sparsam. Ausserdem ist das Hauptgeschäftsfeld 
von EnOcean wohl eher der Verkauf von Modulen an andere Hersteller und 
nicht die direktvermarktung. Und ein RCM110 Modul ist z.B. mit einer 
Leistung vom 145mW ja auch nicht unbedingt eine Heizplatte :)

>..und wenn ich Empfänger habe die halt deutlich weniger verbraten kann
>ich das wiederum in Batterien investieren und das Komplettpaket ist dann
>einfach mal günstiger.
Wie oben schon steht: Wer will schon Batterien wechseln? Das das 
billiger ist ist bestimmt richtig, aber halt extrem unpraktisch.

Autor: lrlr (Gast)
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>Wie oben schon steht: Wer will schon Batterien wechseln?

weiß jemand wie oft man die wechseln müsste
hab schon aussagen gehört dass die 10jahre halten würden

auch wenn man alle 5 jahre einmal durchs haus laufen muss die batterien 
wechseln, halte ich für vertretbar...

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Hallo *,

ich hab die Enocean Taster seit 3 Jahren im Haus. Hab mir damals einen 
zentralen Empfänger dafür gebaut, der die Funktelegramme auswertet und 
Schaltaktoren im Schaltschrank via I²C Bus ansteuert. Da ich ein 
Holzhaus hab - klappts super mit der Reichweite. Ich hab nur nen 5cm 
langen Draht als Antenne!

Die Teile sind genial - und der Preis war für den geringen Aufwand und 
die gewonnene Flexibilität auch ok. Was wirklich ein bisschen stört ist 
das Knackgeräusch vom Energiewandler. Aber hab mich dran gewöhnt - und 
wenn jemand davon wach wird, dann sollte man die Wände besser dämmen ;-) 
Man kann sich ja auch sonen STM Solarsender hernehmen und sich leiste 
Enocean Funktaster selber bauen, die dann mit ner Solarzelle betrieben 
werden.

Nun bin ich grad am Ersetzen meines 3 Jahre alten Enocean RadioSwitch 
Prototyps durch ne WAGO 750-849 SPS mit Enocean Klemme und EIB Klemme. 
Weil EIB hatte ich auch irgendwann mal nachgerüstet, weil ich die Triton 
Taster von BuschJäger so geil fand. Eine Kombination aus Enocean und EIB 
+ zentraler SPS mit Webserver und Webvisu - das ist der Traum. Das Beste 
aus allen Welten vereint.

Wenn jemand Interesse hat an nem Enocean enabled AVR Systemchen - bitte 
mal melden. Pack es auch bald auf meine Homepage:
http://www.mario-schwarz.net.

Ach ja - Verschlüsselung - die eigentliche Frage. Zum Protokoll auf der 
Luftschnittstelle kann man nicht viel sagen - da gibts kaum Docus. Aber 
was sicher ist - auf dem Protokoll am RS232 Ausgang eines RCM120 sind 
die SenderIDs nicht verschlüsselt. Wenn also der Nachbar sich sonen 45€ 
Teil an nen PC dranfummelt, kann er deine SchalterIDs mitloggen. Und 
wenn er anstatt eines RCM120 einen TCM120 nimmt, dann kann er die 
mitgeloggten SchalterIDs auch wieder aussenden und dich ärgern. Aber der 
Aufwand ist schon beträchtlich...

Naja aber Enocean hat grad die neue Dolphin Platform vorgestellt, wo man 
einen kompletten Microcontroller auf der Senderseite zur Verfügung hat. 
Mit dem kann man dann auch Verschüsselung machen und das ganze läuft 
auch mit nem kurzen Energieimpuls oder ner Solarzelle...

Gruss
  Mario

Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Jörg S. wrote:

>>...frisst permanent 9 Watt..
> Laut Datenblatt 1,25W

Kannst Du mir mal den Link zu diesem Datenblatt posten. In meinen 
Datenblättern und Manuals steht nichts zur Standby-Leistungsaufnahme.

Danke!

Autor: Jörg S. (Gast)
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Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Jörg S. wrote:
> http://www.enocean.com/uploads/tx_f03enocean/datas...

Vielen Dank, ich werde dann mal mein RCM250 Modul zur Reparatur 
einschicken. Bin ja gespannt wie die mit einem Kondensatornetzteil unter 
2Watt kommen werden ...

Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Es hat sich geklärt, die 9 Watt ist die Blindleistung. Wirkleistung ist 
fast Null.

Autor: Christian (Gast)
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Autor: Dirk Tostmann (tostmann)
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Leider sind alle bis dahin verkauften somit unsicherer Elektronikschrott 
- das ist nicht besonders Ökologisch liebe Herren von EnOcean!

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