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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Innenwiderstand / kapazitive Störspannung Brückenschaltung


Autor: Gast (Gast)
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Hallo.

Habe hier paar Fragen aus meiner MSR-Vorlesung, die ich mir leider nicht 
selbst beantworten kann. Evtl. hat hier jemand eine Idee ?

Frage1: Warum kann man mit der Größe des Innenwiderstandes eines 
Meßgerätes die Höhe der kapazitiv eingestreuten Störspannung 
beeinflussen ?

Frage2: Was sind die besonderen Vorteile von "Doppelanordnungen" in 
Brückenschaltungen ?

und Frage3: Ist die Zeitkonstante eines Temperatursensors in einer 
strömenden Flüssigkeit größer oder kleiner als in einer ruhenden 
Flüssigkeit? (mit Begründung).


so, wäre cool wenn irgend jemand einen Tipp hätte.

Danke & Grüße

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Frage1: Es ergibt sich ein Spannungsteiler aus Koppelkapazität und 
Innenwiderstand. Je kleiner der Innenwiderstand, desto mehr bleibt von 
der Störpannung an der Koppelkapazität hängen.

Frage2: Geht es um die Kondensatoren wie im 
Beitrag "Braucht man diese Kondensatoren wirklich?"

Frage3: Ich würde sagen, die Zeitkonstante des Temperatursensors an sich 
bleibt gleich, weil es ja auch derselbe Sensor ist. ;-)
Die Zeitkonstante der Messung dürfte in bewegter Flüssigkeit kleiner 
sein.  Bewegung bringt Energiezu- bzw. -abfuhr, und in stehender 
Flüssigkeit sorgt nur Konvektion für Bewegung.

BTW:
In der Klausur helfe ich dir nicht :-/

Autor: Gast (Gast)
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hmmmmm, ok.

Also könnte man bei 2 zusammenfassend sagen: zur Entstörung und (ggf.) 
Kompensation des induktiven Blindstroms ?

Zu 3: die Zeitkonstante beschreibt doch die Zeit die der Sensor benötigt 
um 63% des Endwertes herzustellen, oder ? Dann müßte das ja in der 
bewegten Flüssigkeit schneller gehen, da dort die Wärme besser geleitet 
/ verteilt wird und die Zeitkonstante würde kleiner, da der Endwert 
schneller erreicht wird ?

Auf alle Fälle schonmal danke für die Antwort. Die Klausur pack ich auch 
hoffentlich ohne Hilfe ! Deshalb versuche ich ja offene Fragen vorher zu 
klären :)  außerdem würde mir ne 3 schon reichen  ;)

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Zu 3: die Zeitkonstante beschreibt doch die Zeit die der Sensor benötigt
> um 63% des Endwertes herzustellen, oder ? Dann müßte das ja in der
> bewegten Flüssigkeit schneller gehen, da dort die Wärme besser geleitet
> / verteilt wird und die Zeitkonstante würde kleiner, da der Endwert
> schneller erreicht wird ?

Wenn Du einen kalten Sensor in eine heiße Flüssigkeit bringst, muß die 
Flüssigkeit den Sensor erst aufheizen, ehe dieser die Temperatur 
anzeigen kann. Durch das Aufheizen des Sensors kühlt die Flüssigkeit in 
der Umgebung des Sensors ab, so daß die Aufheizung des Sensors langsamer 
vor sich geht. Das verhinderst Du durch das Umrühren. Beim Rühren 
bringst Du immer wieder neue heiße Flüssigkeit zum Sensor.

Die Zeitkonstante des Sensors sagt aus, wie schnell eine an der 
Oberfläche anliegende Temperatur angezeigt wird. Diese Zeitkonstante 
ändert sich durch Rühren natürlich nicht.

Was sich durch Rühren ändert ist die an der Oberfläche anliegende 
Temperatur. Diese ist nur schwer dem Sensor zuzuordnen, sondern vielmehr 
der Flüssigkeit bzw. dem Zusammenspiel beider.

Es sieht so aus, als würde Dein Professor sehr unsaubere Fragestellungen 
herausgeben (was leider keine Seltenheit ist).



Gruß,
  Michael

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