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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Transformatoren selber bauen


Autor: Michael W. (cartman)
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Guten Tag zusammen.
Für die Schule mach ich zurzeit eine Jahres Arbeit "Transformatoren und 
ihre Einsatzgebiete". Zu diesem Anlass wollte ich mal einen Kleinen 
Trafo selber Bauen, allerdings keinen gewöhnlichen Netztrafo sondern 
einen Ausgangsübertrager für meinen Röhrenverstärker. Meine Frage jetzt 
lautet: was muss ich alles zu diesem Thema wissen und wo bekomme ich die 
benötigten Materialien.

P.S. Ich will einen Trafo nicht selber bauen weil ich hoffe es wird 
billiger  sondern weil es mir Spaß macht und ich so am meisten darüber 
lernen kann.
Danke

Autor: Olaf (Gast)
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> Zu diesem Anlass wollte ich mal einen Kleinen Trafo selber Bauen,

Da spricht erstmal nichts gegen.

> einen Ausgangsübertrager für meinen Röhrenverstärker

Damit hast du dir gleich den schwierigsten aller Faelle ausgesucht.
Das war mal eine Geheimwissenschaft die nur von Jungfrauen bei
Mondschein praktiziert wurde und nicht jedem verraten wurde.

Das Problem ist das es da verschiedene Wickeltechniken gab die
sicherstellen sollten das der Transformator ueber einen moeglichst
grossen Frequenzbereich gleichgut uebertraegt. Ich denke, bin auch
nicht alt genug um da praktische Erfahrungen zu haben, das man dem
Trafo mehr Eisen verpasst hat als ein Netztrafo um tiefe
Frequenzen besser zu uebertragen, und durch ein verschachteln der
Wicklungen gehofft hat hohe Frequenzen auch noch Kapazitiv zu
uebertragen.

Ich wuerde daher empfehlen das PRoblem stark zu vereinfachen und
so tun als wenn dein Roehrentrafo auch ein Netztrafo ist. :-)

> wo bekomme ich die benötigten Materialien.

Kupferlackdraht kann man ueberrall (z.B Reichelt) kaufen. Aber
so Kerne hat nicht mehr jeder vorraetig weil du der letzte deutsche
Handwickler bist. :-) Ich empfehle daher einen alten Netztrafo
abzuwickeln. Problem dabei ist nur das die manchmal verschweisst,
und gelegentlich getaucht sind.

Was die Berechnung angeht wuerde ich mal die Stadtbuecherei empfehlen. 
Sowas stand in einigen alten Buechern oder Zeitschriften fuer Bastler
drin.

Olaf

Autor: Max (Gast)
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http://www.oppermann-electronic.de
guck da ma...

Bei funkamateur zeugs ist sowas mit spulen selber wickeln öfter noch zu 
finden! Also nicht der letzte Spulenwickler ;)

Autor: Olaf (Gast)
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Ich bezog mich ja auch auf echte Trafos mit Eisenkern. Klar,
das noch manche Leute Luftspulen oder auf Ferritkern wickeln.

Aber wo man z.B heute noch als Privatmensch einen EL42 Bausatz
als Einzelstueck herbekommt wuesste ich auch nicht.
Vermutlich hilft da betteln am besten. Irgendeiner wird hier
ja wohl noch einen alten Trafo rumliegen haben der nicht
verschweisst oder vergossen ist.

Olaf

Autor: Peter Musch (fahrenheit-145)
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Auch Einspruch erhebe...
Auch ich wickle meine Trafo´s selbst vom Ringkern bis zu den Übertragern 
bei den Typisch in Verwendung stehenden ""Elektronischen 
Halogentrafo´s""
Die sind mir auch die liebsten da man hier nicht mit zig hunderten 
Windungen "herumturnt" und vor allem das Gewicht ist weitaus weniger!

Zum Erhalt würde ich mal so einen 100VA-Ringkerntrafo(bei Conrad 
ect.)nehmen,von der Effizienz sollte der doch einem herkömmlichen 
Blechtrumm überlegen sein oder Irre ich da??Ob natürlich der 
Frequenzgang linear rüberkommt ist ein anderes Thema...

nur so als Anregung
Gruß aus Wien
Peter

UPS zu langsam...

Autor: oszi40 (Gast)
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z.B.
1.Gelbe Seiten: Trafowickelei wäre auch eine Materialquelle
2.Antquariat: altes Radiobastelbuch suchen!
3.Material + Erkenntnisse bekommt man auch beim Ausschlachten alter 
Geräte.
4.Eine Suchmaschine entwickeln und dann das Wort "Ausgangstrafo" 
eingeben

Autor: AC/DC (Gast)
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Ein alten Trafo vom Schrott angeln(der nicht verschweißt
oder getaucht wurde) dürfte schon nicht ganz einfach
sein. Es sei denn man findet einen auf dem Sperrmüll.
Für das Berechnen dürfte es im Web reichlich Hilfen geben.
Ein Problem das ich sehe, ist das beim zerlegen die einseitige
Beschichtung der Bleche beschädigt wird und man dann
nachher Defekte wieder einbaut weil der Zweck dieser
Beschichtung dann nicht mehr gegeben ist. Im ungünstigsten
Fall gibs zuviel Wirbelströme und das Ding fackelt ab.
Ein weiteres Problem dürfte das wickeln sein. Ein paar
hundert windungen mit relativ dicken Draht von Hand
hinzubekommen wäre ja noch machbar aber die Windungszahl
kann auch mehrere 1000Wdg. haben und das möchte ich sehen
das das einer von Hand macht. Dafür brauch man dann schon
eine Wickelvorrichtung mit Zähler (am besten mit Motor)
damit das dann auch was wird. Da muß man schon ein wenig
Lehrgeld bezahlen bevor man da brauchbare Teile hinbekommt.

Autor: Gast (Gast)
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www.sauter-shop.de

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Michael W. wrote:
> Guten Tag zusammen.
> .... Meine Frage jetzt
> lautet: was muss ich alles zu diesem Thema wissen ...


So, hier ist es:
Kühn, Robert
Der Kleintransformator
C.F.Wintersche Verlagshandlung, Prien.

Etwas antiquarisch, aber gut erklärt und vor allem: Rechenbare und 
baubare
Beispiele.


hth,
Andrew

Autor: Supervisor (Gast)
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@  Michael W. (cartman)
> mach ich zurzeit eine Jahres Arbeit
> was muss ich alles zu diesem Thema wissen und

Wenn !du! die Jahresabreit machst... solltest du schon einiges zum Thema 
gesuchgt haben...

Oder willst !du! das deine Jahresarbeit gemacht wird?

Autor: ccc (Gast)
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Ein Netztrafo bringt's nicht, da zuviel Arbeit mit zuviel Material. Ein 
Roehrenuebertrager bringt's auch nicht, da niemand mehr Roehren hat. Was 
modernes heutzutage ist ein Ferrittrafo. Ein paar Windungen und gut ist.

Autor: G. O. (aminox86)
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Wenn es tatsächlich ein Ausgangsübertrager für eine Röhrenendstufe sein 
soll, dann ist der Besuch von "Jogis Röhrenbude" Pflicht.
Dort tummeln sich Fachleute aller Richtungen, die wirklich adäquate 
Hilfestellung geben können.

Hier noch eine weitere Buchempfehlung zum Thema

Dr.Ing. Heinrich Schröder
Elektrische Nachrichtentechnik II.Band
Röhren und Transistoren mit ihren Anwendungen bei der Verstärkung, 
Gleichrichtung und Erzeugung von Sinusschwingungen
Verlag für Radio-Foto-Kinotechnik GmbH, Berlin-Borsigwalde 1963

Wie der Buchtitel schon sagt, es werden unter anderem NF-Verstärker (mit 
Röhren) besprochen. Schröder geht sehr intensiv auf die Berechnung von 
Ausgangstransformatoren der NF-Röhrenendstufen in A- und AB-Schaltung 
ein.
Nach meiner Kenntnis die beste deutschsprachige Darstellung zum Thema,
leider nur noch antiquarisch erhältlich.

mfg

(Unter uns, ich vermute, alle späteren Autoren, die sich mit 
NF-Röhrenendstufen beschäftigten, haben aus dieser Buchreihe 
abgeschrieben.)

Autor: Gast (Gast)
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Warum braucht man eigentlich bei höheren Frequenzen weniger Windungen 
als bei niedrigeren Frequenzen?

Autor: Exe (Gast)
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Hi Michael.
Der alte Kühn ist eine gute Quelle. Ein Fels, wie auch der ewige 
Richter.
Die Kerngrösse, egal ob M oder EI wird durch deine maximal geforderte 
Audioleistung bestimmt und die untere Grenzfrequenz entsteht dann 
automatisch. Forderst du 30Hz dann wird es schon ein dicker Trafobrummer 
werden. Der Innenwiderstand der Röhren bestimmt den Drahtquerschnitt und 
die Windungszahl primär. Eine EL34 ist der EL84 stets vorzuziehen. Wenn 
man sie weitab ihrer Grenzlast betreibt ergeben sich ordentliche 
Ergebnisse.
Ringkerne scheiden aus da die primäre Windungszahl für eine 
Fädelwicklung zu hoch ist. Kern zersägen und wieder zusammenkleben geht 
allerdings.
Würde einen geblechten Kern wählen als M, der ist streuärmer da er 
weniger Luftspalt hat.
Sekundär unten und die duale primär bifilar oben drauf. Ist zwar 
mühselig zweidrähtig zu wickeln sichert aber Symmetrie und performance.
Jede Lage mit PVC-Band sorgfältig isolierend abkleben.
Der sound eines guten Röhrenverstärkers schlägt jede "eisenlose" mit 
Null Klirrfaktor. Die Verzerrungskennlinie der Röhren kann für "alte 
Ohren" mit Ops und "eisenlos" nicht nachvollzogen werden.
Das junge Ohr mag anders entscheiden.

http://www.tube-town.net/info/hammond/hammond_ot_p...

An ccc
Den Ferritkern mit den paar Windungen möcht ich sehen der bei 30Hz
Leistung überträgt!

Autor: Exe (Gast)
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An Gast.
Weil der Wechselstromwiderstand einer Spule annähernd proportional zur 
Frequenz ansteigt.

!Zl(w)! = sqrt((wL)² + (Rcu)²)

Autor: ccc (Gast)
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>Den Ferritkern mit den paar Windungen möcht ich sehen der bei 30Hz
Leistung überträgt!

Der Frager wollte einen Trafo wickeln. Einen Netztrafo sollte man ohne 
Drehbank, oder aehnlich gar nicht erst beginnen. Und auch dann ist es 
eine Fleissarbeit. Muss man aufpassen keinen Windungsschluss zu haben.

Ein 100kHz Ferrittrafo ist so was niedliches. Auch wenn man mal einen 
Windungsschluss macht, ist er doch viel schneller behoben.


>Warum braucht man eigentlich bei höheren Frequenzen weniger Windungen
als bei niedrigeren Frequenzen?

Mit vielen Windungen kriegt man wegen der Induktivitaet keinen Strom 
mehr durch. Duch die vielen flusswechsel hat man viel hoehere 
Windungsspannungen.

Autor: Exe (Gast)
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Hi ccc.
Da hast du etwas falsch verstanden. Der will einen AUSGANGSÜBERTRAGER 
wickeln der auch 30HZ per Leistung überträgt und nicht einen Netztrafo.
Ein geschalteter Netztrafo bei 100KHZ ist freilich klein aber darum geht 
es nicht.

Autor: Andreas Lang (Gast)
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Die Windungszahl & Kerngröße hängt nicht zuletzt auch mit der pro 
Halbwelle zu übertragenden Energie zusammen. Wenn ich 50W bei 50Hz 
übertragen will, muss da pro periode 1Ws durch, wenn ich 50kHz habe 
sind's nur noch 1mWs.

Autor: Matt (Gast)
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http://www.sauter-shop.de/ hat Kerne, Spulenkörper und Lackdraht. HiFi 
wird mit den Netztrafo-Kernen allerdings nicht drin sein.

http://radau5.ch/basics_2.html hat einige hilfreiche PDFs. Ansonsten 
sind neben erwähntem Schröder-Buch auch die alten 
"Telefunken-Laborbücher" interessant, allerdings inzwischen ähnlich 
teuer.

Grüße

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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> Warum braucht man eigentlich bei höheren Frequenzen weniger Windungen
> als bei niedrigeren Frequenzen?

Wenn Du Dir das T-Ersatzschaltbild

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:In...

http://de.wikipedia.org/wiki/Modell_des_Transformators

eines Transformators anschaust, erkennst Du eine Hauptinduktivität und 
zwei (parasitäre) Streuinduktivitäten.

Die Hauptinduktivität repräsentiert die verkoppelten magnetischen Felder 
im Spulenkern. Die Streuindukvitäten sind parasitäre Induktivitäten, die 
nicht zur Signal- oder Leistungsübertragung beitragen.

Bei niedrigen Frequenzen geht es darum, daß die Hauptinduktivität nicht 
zu einem Kurzschluß wird. Denn mit der Hauptinduktivität schließt Du 
auch den Lastwiderstand kurz. Dazu benötigst Du hohe Wicklungszahlen.

Bei hohen Frequenzen geht es darum, daß die Streuinduktivitäten nicht zu 
groß werden. Die Streuinduktivitäten liegen nämlich in Reihe zum 
Lastwiderstand. Zu hohe Streuinduktivitäten verhindern eine 
Leistungsübertragung. Dazu benötigst Du niedrige Wicklungszahlen.


Gruß,
  Michael

Autor: Exe (Gast)
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Wohl, wohl Andreas so ist das.

An M. Lenz.
Daher die bifilare Wicklung. Sie garantiert nicht nur die bestmögliche 
Symmetrie sondern auch die "härteste" Verkopplung d.h. minimale Streu.
2-Kammerwicklungen sind einfach und auch passabel symmetrisch bei exakt 
gleicher Windungszahl. Es differieren aber die Rcus geringfügig und die 
Verkopplung ist schlechter sodass der liebe Trafo bei Belastung eher in 
die Knie geht.
Es stimmt auch dass "Netzblech", was üblicherweise "Dickblech" bedeutet 
nicht so gut ist. Die Aussis hatten dünnes Blech das früher mit Papier 
gegen Wirbelsturm gesichert wurde, dann mit Phosphatierung und dann mit 
Lack.
Ein vakuumgetränkter Geselle ist schwer zu entblättern. Ich hatte 
unzählige Trafos von Hand gewickelt. M, EI, Ring, Schnittband, Einjoch, 
Zweijoch und Dreijoch. Der teure Kupferlackdraht wurde von 6V und 
12V-Winkern (nicht Blinkern) abgewickelt und die dünneren Fäden von 
Leuchstoffröhrenamseln. Selbst H-Draht aus Zündspulen wickelte ich. Da 
kannst du es dir geben.
Bar guter Messmittel wurde halt mal bei Netzern die Primär gewickelt, 
geblecht und geschaut "ob er warm wird". Wenn nicht nochmals entblechen 
und weiterwinden.
PVC gab es damals noch nicht also Packpapier in Streifen und Uhu. Am 
Ende Leukoplast
Das kann sich heute keiner mehr vorstellen.

Autor: Olaf (Gast)
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> Der Frager wollte einen Trafo wickeln. Einen Netztrafo sollte man ohne
> Drehbank, oder aehnlich gar nicht erst beginnen.

Das ist Unsinn. Mein Opa hat seine Trafos noch selber gewickelt.
Er hat sich da was aus einem alten Plattenspielermotor und einem
mechanischen Zaehler aus einem Kassettenrecorder gebastelt.

Der hat mir sogar mal erzaehlt, aus offensichtlichen Gruenden
habe ich das nicht gesehen <BG>, das er sich damals mal einen 
Lautsprecher
selber gebaut hat. Waren halt harte Zeiten so ganz ohne Reichelt. :-)

> Und auch dann ist es eine Fleissarbeit.

Das ist es. Fuehrt aber dazu das man spaeter mal Erwachsene bekommt
die auch ein Gefuehl fuer Mechanik, Groessen und Kraefte haben.
Also nicht die typisch gewordenen Nervtueten mit den zwei linken 
Haenden.

Und so pauschale Aussagen von wegen Roehrenverstaerker seien besser 
halte
ich fuer ziemlichen Unsinn. Es gibt eine grosse Anzahl unterschiedlicher
Roehrenverstaerker und dassselbe gilt fuer Transistorverstaerker. Wer
da einfach so pauschalisiert der diskualifiziert sich.

Olaf

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Olaf wrote:
>> Der Frager wollte einen Trafo wickeln. Einen Netztrafo sollte man ohne
>> Drehbank, oder aehnlich gar nicht erst beginnen.
>
> Das ist Unsinn. Mein Opa hat seine Trafos noch selber gewickelt.
> Er hat sich da was aus einem alten Plattenspielermotor und einem
> mechanischen Zaehler aus einem Kassettenrecorder gebastelt.

Ja Olaf, da hast du recht. In jedem Fall ist eine mechanishce 
Wicklehilfe sinnvoll bevor man beginnt. Ob es sowas aufwendiges ist wie 
eine Drehbank oder eine einfahce Holzkonstruktion a la Bocklager: Das 
kommt immer auf dne Grad des Perfektionismus an dne man in sein Hobby 
leget und das Budget um diesen Perfektionismus zu erfüllen.


>> Und auch dann ist es eine Fleissarbeit.
>
> Das ist es. Fuehrt aber dazu das man spaeter mal Erwachsene bekommt
> die auch ein Gefuehl fuer Mechanik, Groessen und Kraefte haben.
> Also nicht die typisch gewordenen Nervtueten mit den zwei linken
> Haenden.


voll d'accord.

>
> Und so pauschale Aussagen von wegen Roehrenverstaerker seien besser
> halte
> ich fuer ziemlichen Unsinn.

Stimmt. Wobei besonders bei selbstgebauten Verstärkern auch der 
subjektive Eindruck eher dazu führt den Klang als besser zu empfinden.
Aber das ist ja auch unbenommen.

An dne TE:
Du hast ja nun genug Hinweise. Dann leg mal los mit der Aktion.

hth,
Andrew

Autor: oszi40 (Gast)
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1.Ob für Ausgangstrafo M oder EI-Schnitt gewählt wird, hängt vom Aufbau 
Deiner Röhren-Endstufe ab. Eine A-Endstufe sollte wegen des ständig 
fließenden Stroms einen EI-Schnitt mit Luftspalt haben.

2.Schlechtere Trafoeigenschaften kann man mit einer 
Gegenkopplungsschaltung in gewissen Grenzen kompensieren. Wenn natürlich 
der Trafo z.B. Windungsschuss hat oder schlecht gestopft wurde, hilft 
das nicht!

3.Im normalen Leben sind dann noch zahlreiche DIN zu beachten und zur 
Sicherheit eine Hochspannungsprüfung durchzuführen.

Autor: Exe (Gast)
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Olaf schrieb

""Wer
da einfach so pauschalisiert der diskualifiziert sich.""

Womit du selbst in den Spiegel schaust da du nichts verstanden hast. Das 
menschliche Ohr wird in der Jugend "geprägt" und dieser "richtige" oder 
"gute" Klangeindruck bleibt bis zu deiner Bahre erhalten. So wird eben 
ein Transistorverstärker mit Null Klirrfaktor als unangenehm "blechern" 
empfunden und ein Röhrenverstärker hat den "warmen" Klang. Nicht umsonst 
gibt es heute Hersteller die für teuerstes Geld Röhrenverstärker im A- 
oder AB-Betrieb anbieten mit riesigen Ausgangsübertragern und 
verhältnismässig viel Klirrfaktor.
Wer lesen kann ist stets im Vorteil also fang damit an.

An oszi40
Sicherlich ein Argument aber auch der M-Kern hat seinen Luftspalt, wenn 
er auch kleiner ausfällt. Die Gleichstromvormagnetisierung ist bei 
reinen A- oder AB-amps von Bedeutung während bei B-amps mit genügend 
grossem Ruhestrom zur Kompensation der Übernahmeverzerrungen eher der 
M-Schnitt vorzuziehen wäre.

Autor: Olaf (Gast)
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> Womit du selbst in den Spiegel schaust da du nichts verstanden hast.
> Das menschliche Ohr wird in der Jugend "geprägt" und dieser
> "richtige" oder "gute" Klangeindruck bleibt bis zu deiner Bahre
> erhalten.

Bei Leuten die irgendwann nicht mehr wissen wo sie ihr Kukident 
hingelegt haben? Also bitte....
Nicht umsonst ist es ja ueblich sich teurere Hifikompenenten auszuleihen 
und vergleichend Probezuhoeren weil man sich soetwas gerade besonders 
schlecht merken kann. Das was da an positiver Erinnerung blieb ist das
sie beim echten Roehrenklang das erstmal die Oma flachgelegt haben,
sowas verfestigt dann natuerlich  die Erinnerung an den Grundig 
Zauberklang :-)

Mal ganz davon abgesehen, wer hat denn vor 40-50Jahren ueberhaubt einen 
Roehrenverstaerker mit Boxen gehabt? Die meisten Leute hatten damals die 
Standardmusiktruhe und haben heute ein 0815 Chinaradio. Da wuerde selbst 
ein TBA810 noch besser klingen wenn er in die alten Gehaeuse eingebaut 
wird und man den dann mit heutigen Standardradios vergleicht. Der Klang 
dieser geriatrischen Ghettoblaster war vor allem deshalb besser weil die 
so gross und schwer waren das die Fuesse brauchten.

Olaf

Autor: Exe (Gast)
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Hi Olaf.
Leidest du unter geriatrischen Zwangsvorstellungen oder darf ich fragen:
Bist du einfach nur dumm?
Oder bist du Legastheniker? (diskualifiziert!)
Ach Entschuldigung, das ist ja unfein. Ich müsste fragen:
Bist du anderweitig mehr begabt?
Mach dir nichts daraus. Wenn du einmal erwachsen bist und etwas zum 
Thema beitragen kannst reden wir weiter.

P.S. Was glaubst du Dünnbrettbohrer eigentlich was DA drin war?
""Mal ganz davon abgesehen, wer hat denn vor 40-50Jahren ueberhaubt 
einen
Roehrenverstaerker mit Boxen gehabt? Die meisten Leute hatten damals die
Standardmusiktruhe ""

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Danke. Durfte mal wieder herzlich lachen von wegen der Oma und so.

Ja, es ist so. Die Wahrnehmung ansich ist sehr subjektiv.

Heute gerade dem Nachwuchs das China-Radio aus der Wundertüte mit 
Batterien bestückt. Eingeschaltet: Oh ja, grotteschlechter Klang. Wie 
kann man eigentlich soooo schlechte Empfänger bauen??

Und dann das: Nachwuchs (1. Klasse) hoch erfreut, breitgrinsend auf 
RESET und SCAN rumgetippt. Guck Papi, hör mal. Ich: Ja, aber vergeß 
nicht auszuschalten, ich kann nicht ständig Batterien kaufen!

Wie gesagt, die Wahrnehmung.

Das Radio ging natürlich nicht mit Akkus. Wer bezahlt eigentlich wen in 
Fernost? grübel


Auch Legastheniker -
Abdul

Autor: Exe (Gast)
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Hi Abdul
Ja, die guten, alten Zeiten. Den Radiomann von Kosmos kaufte ich mir mit 
14. Das Geld sparte ich über Monate an. Es stammte vorzugsweise aus 
Alteisen das ich mit einem Spezi sammelte und zum Alteisenhändler 
schleppte der gleich um die Ecke war. Da durfte man, wenn der gut drauf 
war, in den Abwrackautos ans Steuer. Der alte Mann war kinderlieb und 
nahm auch Blech. Einmal gab er mir ein Multavi6-Zeigervielfachmessgerät 
für Lau (altes Blech). Das war eine unvorstellbare Freude. Strom, 
Spannung, Gleich-wie Wechsel.
Mein Gott!
Der Radiomann hatte eine klobige 5-Pol-Direktheiz-Röhre die bereits mit 
4x4.5V Daimonflach lief und Schwenkspulen auf 10/10cm-Rahmen um den 
Rückkopplungsgrad der Mitkopplung zu justieren.
Der Hammer.
Einen 1MOhm-Widerstand gab es nicht. Der wurde, wie dort vorgeschlagen 
als
Bleistiftstrich auf 2cm-Papier gemalt. Die Klemmen mit Schrauben und 
Muttern waren im Kasten.
Andächtig sass man da mit dem Kopfhörer und lauschte dem 
Mittelwellenortssender. Was anderes kam praktisch nicht. Zu der Zeit gab 
es gerade einmal Miniaturröhren mit 9/8- oder später 7-Polsockel.
Ich wollte mir den Radiomann auf meine alten Tage noch im 
Kosmosausverkauf kaufen aber die Kästen waren sofort alle weg.
Seit Tagen versuche ich einen 14 Kilo schweren Pulsgenerator von 
Advance, was eine Tochter von Plessey in GB war, wieder in Gang zu 
bringen.
Darüber werde ich berichten.
Plessey baute damals als Advance für die Britennavy und so etwas sah ich 
noch nie. Bericht folgt und auf den nic-Sinusgenerator habe ich nicht 
vergessen.
Dieser Britenkasten schlägt dem Fass den Boden aus. Hochqualifizierte 
Daten mit ca 1000V/us slew, Rechteck, Dreieck, Rampe. Rechteckflanken 
einzeln neigbar, PWM, delay und was weiss ich noch. Der qualmte bei 
einem Kumpel ab. Der Aufwand ist Grössenwahn.
Das Netzteil musste vollständig neu gemacht werden und das ist soweit 
aber gehen tut der Kasten immer noch nicht. Ohne Schaltbild eine harte 
Nuss.
Wie gesagt: Etwas Geduld.
Als Vater zweier Söhne und einer Tochter ist mir das schon klar.
Was die Computerei angeht steht der Alte immer im Abseits. Wer, wie der 
Nachwuchs heute, bereits mit der Muttermilch die Computerei anlernt ist 
nicht zu schlagen.
Salve Exe
P.S. Ich bin nicht verrückt um 5:55AM zu schreiben. Es ist 8:55PM San 
Francisco-time. Daher auch die vielen Amerikanismen.

Autor: Olaf (Gast)
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> Ja, es ist so. Die Wahrnehmung ansich ist sehr subjektiv.

Das ist sicher so. Ich denke aber auch das damals das Durchschnittradio,
besser war als heute. Das lag aber ganz gewiss nicht an den Roehren,
sondern an den anderen Lautsprechern vor allem der Masse des Gehaeuses.

Ausserdem wollen wir mal nicht vergessen das man damals fuer so ein
Teil lange sparen musste und man deshalb eben auch gerade im Bereich
Mechanik mehr bekommen hat.

Andererseits gewoehnt man sich wohl auch an das schlechte. Man schaue 
sich nur mal an wieviele Radiosender es bei Shoutcast mit 64kbit oder 
weniger gibt. Teilweise sogar nur 20kbit. Wer hoert sich das denn an 
ohne mit den Zaehnen zu knirschen? Scheint aber Leute zu geben.

Ein weiteres Problem ist natuerlich eine verfestigte Meinung aus der 
Jugend die man nicht mehr aendert. Als damals die ersten 
Transistorverstaerker aufkamen waren die ja nicht besonders gut. 
Schliesslich waren die ja
noch Neuland fuer die Entwickler und die Transistoren waren auch
noch nicht so toll. Mein Vater hatte damals ein Verstaerker von einer
Firma die hiess Elac, keine Ahnung ob die nun gut war oder nicht. Da war 
als Endstufentransistor der 2N3055 drin.
Da darf es einen nicht wundern das man damals dachte 
Transistorverstaerker sind nicht so gut.

Und ich bin natuerlich auch nicht frei von sowas. In mir hat sich die 
Meinung verfestigt das Verstaerker die als Schalter arbeiten, wie man 
das heute wegen ihrem hohen Wirkungsgrad findet niemals gut sein 
koennen. :-)

Olaf

Autor: oszi40 (Gast)
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@ Exe
Bei der Gegetakt-B-Endstufe wird der Trafo üblicherweise wechselseitig 
geschichtet. Damit dürfte der Luftspalt auch EI oder M verschwinden.
Kind regards

@ Michael Auge zu 
http://www.oppermann-electronic.de/html/ubertrager.html

Autor: Exe (Gast)
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Hi oszi.
Ich sehe: Ein Praktiker. Das beeindruckt mich stets mehr als 
theoretische "Anlesungen" aus den Untiefen des Netzes oder gar 
Fabulanten die angeblich mit einer Halbwertszeit von ein paar Stunden 
flott die Schaltungen "unterstützend" nachbauen die hier angeboten 
werden.
Ja, ein wechselseitig geschichteter M hat kaum Luftspalt wie auch der 
Wechsel-EI. Das wünscht sich der ("Trafo-mit-der-Hand-am-Arm-Wickler").
Gleichsinnige Schichtung, vor allem bei EI ergibt, "nachgiebige" Trafos 
wegen dem alten Kapp. Das wird bei Kleintrafos oder Amseln oft gewünscht 
da der Trafo bei sekundärem Kurzschluss dann nicht so schnell oder auch 
gar nicht abqualmt. Daher auch der Begriff "Dauerkurzschlussfest". Ein 
Wechsel-M oder EI qualmt ungesichert garantiert ab beim Ks wenn es auch 
dauern mag und er zunächst in die Bärenstellung verfällt.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Exe wrote:
> Hi Abdul
> Ja, die guten, alten Zeiten. Den Radiomann von Kosmos kaufte ich mir mit
> 14. Das Geld sparte ich über Monate an. Es stammte vorzugsweise aus
> Alteisen das ich mit einem Spezi sammelte und zum Alteisenhändler
> schleppte der gleich um die Ecke war. Da durfte man, wenn der gut drauf
> war, in den Abwrackautos ans Steuer. Der alte Mann war kinderlieb und
> nahm auch Blech. Einmal gab er mir ein Multavi6-Zeigervielfachmessgerät
> für Lau (altes Blech). Das war eine unvorstellbare Freude. Strom,
> Spannung, Gleich-wie Wechsel.
> Mein Gott!
> Der Radiomann hatte eine klobige 5-Pol-Direktheiz-Röhre die bereits mit
> 4x4.5V Daimonflach lief und Schwenkspulen auf 10/10cm-Rahmen um den
> Rückkopplungsgrad der Mitkopplung zu justieren.
> Der Hammer.
> Einen 1MOhm-Widerstand gab es nicht. Der wurde, wie dort vorgeschlagen
> als
> Bleistiftstrich auf 2cm-Papier gemalt. Die Klemmen mit Schrauben und
> Muttern waren im Kasten.
> Andächtig sass man da mit dem Kopfhörer und lauschte dem
> Mittelwellenortssender. Was anderes kam praktisch nicht. Zu der Zeit gab
> es gerade einmal Miniaturröhren mit 9/8- oder später 7-Polsockel.
> Ich wollte mir den Radiomann auf meine alten Tage noch im
> Kosmosausverkauf kaufen aber die Kästen waren sofort alle weg.
> Seit Tagen versuche ich einen 14 Kilo schweren Pulsgenerator von
> Advance, was eine Tochter von Plessey in GB war, wieder in Gang zu
> bringen.
> Darüber werde ich berichten.
> Plessey baute damals als Advance für die Britennavy und so etwas sah ich
> noch nie. Bericht folgt und auf den nic-Sinusgenerator habe ich nicht
> vergessen.
> Dieser Britenkasten schlägt dem Fass den Boden aus. Hochqualifizierte
> Daten mit ca 1000V/us slew, Rechteck, Dreieck, Rampe. Rechteckflanken
> einzeln neigbar, PWM, delay und was weiss ich noch. Der qualmte bei
> einem Kumpel ab. Der Aufwand ist Grössenwahn.
> Das Netzteil musste vollständig neu gemacht werden und das ist soweit
> aber gehen tut der Kasten immer noch nicht. Ohne Schaltbild eine harte
> Nuss.
> Wie gesagt: Etwas Geduld.
> Als Vater zweier Söhne und einer Tochter ist mir das schon klar.
> Was die Computerei angeht steht der Alte immer im Abseits. Wer, wie der
> Nachwuchs heute, bereits mit der Muttermilch die Computerei anlernt ist
> nicht zu schlagen.
> Salve Exe
> P.S. Ich bin nicht verrückt um 5:55AM zu schreiben. Es ist 8:55PM San
> Francisco-time. Daher auch die vielen Amerikanismen.

Plessey steht zumindest im Militärbereich für extreme Geräte. Schade, 
das es die interessanten ICs von dem Verein nicht mehr gibt.


Du hockst in USA?


Den nic-Sinusgenerator könnte man als aktive Antenne bebasteln. Bin noch 
am Überlegen. Auch wie man einen Komparator an die Antenne bringt. Was 
für meine schlaflosen Nächte...



Gruß -
Abdul

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Olaf wrote:
>> Ja, es ist so. Die Wahrnehmung ansich ist sehr subjektiv.
>
> Das ist sicher so. Ich denke aber auch das damals das Durchschnittradio,
> besser war als heute. Das lag aber ganz gewiss nicht an den Roehren,
> sondern an den anderen Lautsprechern vor allem der Masse des Gehaeuses.
>
> Ausserdem wollen wir mal nicht vergessen das man damals fuer so ein
> Teil lange sparen musste und man deshalb eben auch gerade im Bereich
> Mechanik mehr bekommen hat.
>
> Andererseits gewoehnt man sich wohl auch an das schlechte. Man schaue
> sich nur mal an wieviele Radiosender es bei Shoutcast mit 64kbit oder
> weniger gibt. Teilweise sogar nur 20kbit. Wer hoert sich das denn an
> ohne mit den Zaehnen zu knirschen? Scheint aber Leute zu geben.
>

Hm. Ich höre solche Sender manchmal auch. Einfach aus dem Grund, das man 
viele spezielle Musikrichtungen gar nicht in DE sonst hören könnte.

Manche Angebote sind auch weitgehend werbefrei. Was wiederum in DE 
langsam ausstirbt. Dann das ständige Nachrichten-Gelab(b)er und das 
Wetter sehe ich draußen, das brauche ich auch nicht!


Gruß -
Abdul

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Exe wrote:
> Hi oszi.
> Ich sehe: Ein Praktiker. Das beeindruckt mich stets mehr als
> theoretische "Anlesungen" aus den Untiefen des Netzes oder gar
> Fabulanten die angeblich mit einer Halbwertszeit von ein paar Stunden
> flott die Schaltungen "unterstützend" nachbauen die hier angeboten
> werden.
> Ja, ein wechselseitig geschichteter M hat kaum Luftspalt wie auch der
> Wechsel-EI. Das wünscht sich der ("Trafo-mit-der-Hand-am-Arm-Wickler").
> Gleichsinnige Schichtung, vor allem bei EI ergibt, "nachgiebige" Trafos
> wegen dem alten Kapp. Das wird bei Kleintrafos oder Amseln oft gewünscht
> da der Trafo bei sekundärem Kurzschluss dann nicht so schnell oder auch
> gar nicht abqualmt. Daher auch der Begriff "Dauerkurzschlussfest". Ein
> Wechsel-M oder EI qualmt ungesichert garantiert ab beim Ks wenn es auch
> dauern mag und er zunächst in die Bärenstellung verfällt.

Ich wollte mir vor einigen Monaten ein Streufeldtrafo-Netzteil kaufen, 
wie man sie mal als billige Kfz-Lader bekam. Scheint es nicht mehr zu 
geben?? Der, den ich dann kaufte und natürlich aufschraubte, hat einen 
Thyristor.

Gibts diese Sachen nur noch als Klingeltrafo?

Selbstmachen ist wohl schwieriger. 230V vermeide ich, wenn es nur 
irgendwie geht. Will nicht 30 Jahre Erfahrung ins Grab schmeißen müssen. 
Man weiß ja nie, w(e/a)nn man gerade mal pennt.
Dank der heutigen gängigen Wandwarzen ist das Thema Trafo und 
Schutztrennung eh gegessen.


Gruß -
Abdul

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Abdul K. wrote:
> Ich wollte mir vor einigen Monaten ein Streufeldtrafo-Netzteil kaufen,
> wie man sie mal als billige Kfz-Lader bekam. Scheint es nicht mehr zu
> geben?? Der, den ich dann kaufte und natürlich aufschraubte, hat einen
> Thyristor.
>

Kommt halt drauf an wo Du einkaufst und was Du ausgibst . Die 
Trafohersteller haben sowas immer noch im Programm.

> Gibts diese Sachen nur noch als Klingeltrafo?

Nö. einfache "Neon" Trafos sind auch heute noch so.
Klingeltraof hat heute häufiger keinen Streufeldkern, dafür 
PTC-Sicherung eingebaut.

>
> Selbstmachen ist wohl schwieriger. 230V vermeide ich, wenn es nur
> irgendwie geht. Will nicht 30 Jahre Erfahrung ins Grab schmeißen müssen.
> Man weiß ja nie, w(e/a)nn man gerade mal pennt.

Wenn Du in den vergangegenen  30 Jahren es nicht geschafft hast mit 230V 
sicher arbeiten zu lernen: Es ist nie zu spät auch das zu lernen ;-)


Andrew

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Andrew Taylor wrote:
> Abdul K. wrote:
>> Ich wollte mir vor einigen Monaten ein Streufeldtrafo-Netzteil kaufen,
>> wie man sie mal als billige Kfz-Lader bekam. Scheint es nicht mehr zu
>> geben?? Der, den ich dann kaufte und natürlich aufschraubte, hat einen
>> Thyristor.
>>
>
> Kommt halt drauf an wo Du einkaufst und was Du ausgibst . Die
> Trafohersteller haben sowas immer noch im Programm.

Keine Ahnung. Da treibe ich mich weniger rum. Selbst ein einfaches 
Datenblatt mit Frequenzgang wollen die einem nicht anvertrauen.


>> Selbstmachen ist wohl schwieriger. 230V vermeide ich, wenn es nur
>> irgendwie geht. Will nicht 30 Jahre Erfahrung ins Grab schmeißen müssen.
>> Man weiß ja nie, w(e/a)nn man gerade mal pennt.
>
> Wenn Du in den vergangegenen  30 Jahren es nicht geschafft hast mit 230V
> sicher arbeiten zu lernen: Es ist nie zu spät auch das zu lernen ;-)
>

'Sicher' ist nur eines. Und selbst da fehlt der Beweis das es alle 
trifft! Wäre der Beweis irgendwann erbracht, könnte keiner mehr drüber 
berichten. Also laß ich die Experimente lieber woanders machen...

Ich habe natürlich meine (überraschenden) Erfahrungen mit 230V und bin 
sogar geprüfte Elektrofachkraft. Mal nebenher in der langweiligen 
Ausbildung als Extrakurs gemacht.

Ich tausche daher lieber MHz gegen Kilovolt.


Gruß -
Abdul

Autor: samo (Gast)
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was meinen Sie mit wirbel windungen? dass die windungen nicht genau 
neben einander sind sondern einfache per hand schnell gemacht?

Autor: oszi40 (Gast)
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samo schrieb:
> mit wirbel windungen?

1.Deine Sauerkrautwickung wird kaum Platz im Wickelfenster haben.
2.Je schlechter ein Trafo gewickelt wurde, desto höher können seine 
Verluste sein.
3.http://www.jogis-roehrenbude.de/Radiobasteln/Trafo...
4.Obiger Beitrag ist uralt und Deine Shifttaste klemmt!

Autor: dc (Gast)
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Frag mal hier:

http://www.roehrentechnik.de/html/transformatoren.html

Da bekommst du garantiert alles, was du brauchst! Die sind sehr nett und 
zuvorkommend!
Lasse dort auch meine Röhrenverstärkertrafos wickeln.

Autor: Zeno (Gast)
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Olaf schrieb:
> und durch ein verschachteln der
> Wicklungen gehofft hat hohe Frequenzen auch noch Kapazitiv zu
> uebertragen.

Verschachtelte Wicklungen hat man schon gemacht, um die hohen Frequenzen 
besser übertragen zu können, aber es ging hierbei nicht um eine 
kapazitive Kopplung, sondern um eine Verringerung der 
Streuinduktivitäten, da sich diese ungünstig auf das Verhalten bei hohen 
Frequenzen auswirken.

Zeno

Autor: mitgelesen (Gast)
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> P.S. Ich will einen Trafo nicht selber bauen weil ich hoffe es wird
> billiger  sondern weil es mir Spaß macht und ich so am meisten darüber
> lernen kann.
dann wirst Du noch sowas in der Art brauchen:
Ebay-Artikel Nr. 122140571965

Autor: oszi40 (Gast)
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mitgelesen schrieb:
> dann wirst Du noch sowas in der Art brauchen:

xx€? Hand-Wickelmaschine hat man früher aus dem Metallbaukasten in 5 
Minuten gebastelt. Die Maschine ersetzt aber nicht Allgemeinwissen und 
Gründlichkeit beim Stopfen der Bleche.

Zeno schrieb:
> Verschachtelte Wicklungen hat man schon gemacht...

Eine Gegenkopplung über den Ausgangstrafo könnte auch zur weiteren 
Verbesserung beitragen (wie man in alten Schaltungen sieht).

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