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Forum: HF, Funk und Felder Antenne zur Erkennung eines HF-Feldes


Autor: Ralf (Gast)
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Hi,

ich suche eine Möglichkeit, mit meinem µC ein HF-Feld einer Frequenz von 
13.56MHz zu erkennen. Ich dachte mir, einen Bandpass aufzubauen, und 
dessen Output auf einen Comparator-Eingang zu legen.
Damit hätte ich das "Mittelstück" der Schaltung definiert, was mir noch 
fehlt, ist zum einen die Antenne, wie kann ich diese möglichst klein 
auslegen? Reicht es da aus, einfach mal grob gesagt ne Spule mit ein 
paar (vielen) Windungen vorne ran gegen GND zu pappen?

Und geschickterweise bräuchte ich am Ausgang ein konstantes Signal, 
solange das HF-Feld vorhanden ist, der Bandpass liefert mir ja nur die 
Frequenz. Wie könnte sowas aussehen? Ein Monoflop vielleicht, welches 
ausgelöst wird, wenn die Feldstärke (= Spannung aus dem Bandpass) einen 
bestimmten Schwellwert übersteigt?

Ralf

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ferritantennen wären vermutliche eine kleine Lösung:
http://www.spezialantennen.eu/ferritantennen/index.php
de baut sowas

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Allerdings werden Ferritantennen eher für Lang- und Mittelwelle 
eingesetzt. 13,56 MHz sind aber immer noch 22m Wellenlänge, da ist eine 
kleine Luftspule noch nicht sehr effektiv. Eine große Rahmenantenne wäre 
noch eine Alternative.
Beim Onlineshop des "Funkamateur" gibts noch Ferritstäbe einzeln, 4,80 
bis 5,20 Euro
http://www.box73.de/catalog/index.php?cPath=82_111...

Autor: Ralf (Gast)
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Hi Christoph,

danke für deine Antwort. Also, die Rahmenantennen würden (kleines 
Wortspiel) den Rahmen sprengen :)
Ich hab vergessen zu erwähnen, dass die Schaltung quasi direkt hinter 
der HF-Quelle sitzen wird, daher ist die Rahmenantenne natürlich zu 
groß. Die Sache mit den Ferritstäben sieht da schon besser aus.

Ich hab's aber (noch) nicht so mit Funktechnik, wie müsste ich den Stab 
dann verwenden? Einfach ein paar Kupferlackdrahtwicklungen drumrum?

Die Wellenlänge von 22m ist mir klar, aber für ne Antenne spielt doch 
Lambda/2 bzw. Lambda/4 ne Rolle, oder? Also in dem Fall 11m bzw. 5.5m. 
Wäre das jetzt die optimale Länge der Antenne bzw. des Stabes oder die 
Länge des Drahtes? Da ich ja quasi fast auf dem Sender hocken werde, 
müsste ich doch mit wesentlich weniger auskommen, denke ich. Wie nennt 
man das denn? Halbwellendipol? Dann kann ich mal nach Info darüber 
suchen.

Für die Erkennung nach dem Bandpass dachte ich an eine Lösung mit einem 
Monoflop, welches entsprechend getriggert wird, solange die Frequenz 
vorhanden ist. Die Haltezeit muss ja eigentlich nur länger als eine 
Periodendauer sein. Somit erhalte ich ein stetiges Signal zur Auswert.

Ralf

Autor: rrrr (Gast)
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Lambda/4 ... oops, da fehlt aber Einiges. Nein. Das RFID Zeugs bei 
13.56MHz ist nicht E-Feld basiert, sondern H-Feld basiert. Dh mit einer 
Spule ist man dabei. Da man man ja nichts antreiben will, braucht man ja 
keine Leistung, kann die Spule also klein halten. Also wuerd mit einem 
Transistor verstaerken, und entkoppeln, und danach grad gleichrichten.

Autor: Plaubär (Gast)
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Ein abgestimmter Schwingkreis, bestehend aus ca. 10 Windungen
HF-Litze auf einem PET-Flaschendeckel, einem 30 pF-Trimmer,
une einer Schottky-Diode zur Spitzenwertgleichrichtung kommt auf
ca. 40 Volt im Feld eines 200mW-RFID-Readers (an einem 10 MOhm 
Multimeter).

Verstärken muss man da eigentlich nichts ;-)

Von TI gibt es mehrere Appnotes zu dem Thema.

An einen Tag Drähte anzulöten habe ich allerdings nicht geschafft.
(War so in der Appnote beschrieben...)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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http://www.heise.de/ct/04/09/132/

wäre ein Einstieg. Es geht auch noch kompakter.


Gruß -
Abdul

Autor: Ralf (Gast)
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> Lambda/4 ... oops, da fehlt aber Einiges.
:) Deswegen schrieb ich ja, dass ich (noch) nicht so fit darin bin :)

> Nein. Das RFID Zeugs bei 13.56MHz ist nicht E-Feld basiert, sondern H-Feld
> basiert. Dh mit einer Spule ist man dabei. Da man man ja nichts antreiben > 
will, braucht man ja keine Leistung, kann die Spule also klein halten.
Okay, damit kann ich schon mal was anfangen.

> Also wuerd mit einem Transistor verstaerken, und entkoppeln, und danach
> grad gleichrichten.
Die Idee gefällt mir, ist nicht so aufwändig wie das Monoflop... Ich 
guck, dass ich mal einen Schaltplan zur Verfügung stelle, sodass man mal 
was zum Angucken und Diskutieren hat, sonst stochern wir noch n bisschen 
im Nebel rum.

> Ein abgestimmter Schwingkreis, bestehend aus ca. 10 Windungen
> HF-Litze auf einem PET-Flaschendeckel, einem 30 pF-Trimmer,
> une einer Schottky-Diode zur Spitzenwertgleichrichtung kommt auf
> ca. 40 Volt im Feld eines 200mW-RFID-Readers (an einem 10 MOhm
> Multimeter).
> Verstärken muss man da eigentlich nichts ;-)
40V auf den Eingang eines µCs zu geben, dürfte etwas krass sein :)
Aber das wär ja das kleinste Problem. Ich werd mal ne Testschaltung 
aufbauen.

> Von TI gibt es mehrere Appnotes zu dem Thema.
Ich guck mich mal auf der Seite um...

Danke erstmal an euch beide.

Ralf

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