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Forum: Platinen Löten mit Laser?


Autor: Ferdi (Gast)
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Habt ihr schon mal was davon gehört, dass man mit nem Laser löten kann?
Wenn ja, wo bekomm ich so ein Ding?

Ich will allerdings nicht irgend so ein Eigenbau-Laser, es sollte schon 
ein Teil sein, welches zum löten gedacht ist.

Autor: 8421 (Gast)
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Nein, macht man nicht. Denn blankes Metall reflektiert den Laser 
groesstenteils.

Autor: Gast (Gast)
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Autor: Mike J. (emjey)
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@ Ferdi
Heutzutage (und vorher eigentlich auch schon) macht man vieles mit 
Laser, einfach weil der Verschleiß viel geringer ist, die Kosten sinken 
und man damit mehr Möglichkeiten hat.
Mit einem ganz normalen Löteisen bekommt man keine gleichmäßigen 
Lötstellen hin und in so geringer Zeit und in Serie schon gar nicht.

Frag mal da nach:
http://www.jold.de/sites_produkte/produkte-typen_fm_de.htm

Autor: Ulrich Trettner (ullerich)
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Hi,

> Mit einem ganz normalen Löteisen bekommt man keine gleichmäßigen
> Lötstellen hin und in so geringer Zeit und in Serie schon gar nicht.

Zeit? Wie lange willst du mit Laser löten, wenn du einige hundert 
Lötstellen hast? Und wie BGAs?

Laserlöten ist was für spezielle Fälle.

Ulrich

Autor: Christian S. (manatarms)
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Wir haben in hier einen Laser mit dem wir Kunststoffgehäuse 
verschweissen. Als wir den angeschafft haben, war eine Auflage an den 
Maschinenbauer, dass man damit auch löten kann. In unserem Fall ist dies 
nur eine Lotnachfuehrung die angebracht wird am XYZ-Tisch.

Der Laser ist von Rofin und die Maschine vom Sondermaschinenbauer.

Derjenige, der unsere Maschine gebaut hat, hat auch fuer diverse 
Festplattenhersteller Laserlötanlagen gebaut. In der Festplatte wird 
z.B. der Spulendraht vom Schreib/Lesekopf mit dem Laser an eine Flexible 
Leiterplatte gelötet.

Im Prinzip ist Laserlöten wie vom Vorposter erwähnt was für 
Spezialfälle.

Autor: Johannes M. (tama)
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Ein solcher Spezialfall wäre z.B. eine LED mit Silikon(?)linse, wie die 
Golden Dragon Argus:
(Link zur mounting guideline)
http://catalog.osram-os.com/catalogue/catalogue.do...

Mehr als 125°C hält die Linse nicht aus. Sie schmilzt und wirft Blasen, 
wie ein bekannter von mir herausgefunden hat, der sie doch mal 
reflow-löten wollte ;)

Klingt zwar praktisch per Laser zu löten aber mir wäre das wg 
Reflexionen zu gefährlich.

Autor: Moinzel (Gast)
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Lötkolben?

Autor: Michael (Gast)
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Das kann ja jeder, Moinzel

Autor: Mike J. (emjey)
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@ Johannes M.
> Klingt zwar praktisch per Laser zu löten aber mir wäre das wg
> Reflexionen zu gefährlich.
Also ich will auch nichts von dem Strahl abbekommen.
Der Thread-Opener wird aber bestimmt keinen "Handlaser" haben wollen.

Ich bin erst mal davon ausgegangen dass er nur einen Laser der dafür 
tauglich ist sucht.
Er kauft sich aber auch vielleicht erst so ein System mit xy-Schlitten, 
CCD Kamera, Lotzuführung (Draht oder Paste) und Laser.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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>aber mir wäre das wg > Reflexionen zu gefährlich.

Zitat Vince Ebert: Mit dem verbliebenen Auge nicht in den Laser schauen!

;-)
MfG Paul

Autor: Ferdi (Gast)
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Ich dachte eigentlich schon eher an "Handlöten". Oder irgend so ein 
Tisch, bei welchem man mechanisch die Position des Lasers verstellt und 
dann den Laser aktiviert. Gegen die Refelxionen vom blanken Metall hätt 
ich mal an eine Schutzbrille gedacht.

Ich dachte dabei an das Problem das man hat, wenn man SMD-Chips für den 
Prototypenbau auflöten muss. Hab vielfach das Problem, dass die zu heiss 
bekommen...

Habt ihr für solche arbeiten eine spezielle Vorgehensweise? (ich meine 
nicht mit dem klassischen Lötkolben/Station)

Autor: Klaus2 (Gast)
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"Ich dachte dabei an das Problem das man hat, wenn man SMD-Chips für den
Prototypenbau auflöten muss. Hab vielfach das Problem, dass die zu heiss
bekommen...

Habt ihr für solche arbeiten eine spezielle Vorgehensweise? (ich meine
nicht mit dem klassischen Lötkolben/Station)"

Aha. Na, nun bin ich mal gespannt. Was genau für Gehäuse werden denn 
gelötet? SOIC mit nem Branntmalkolben???

Klaus.

Autor: Christian S. (manatarms)
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Lötpaste und (Pizza)Ofen.

Mir ist noch kein Gehäuse untergekommen (Ausser BGA und den netten mit 
Heat Sink drunter), die man nicht problemlos mit der richtigen Spitze 
und Lot aufgelötet und evtl. Entlötlitze gelötet bekommt. Selbst QFN ist 
relativ einfach zu löten, wenn man die Pads ein wenig weiter nach aussen 
fuehrt und dann das Lot zu den Pins laufen lässt.

Die mit HeatSink drunter bekommt man manchmal gelötet, wenn man grössere 
Durchkontaktierungen im Pad wählt und dann von der Gegenueberliegenden 
Seite Lötet. Klappt allerdings nur ohne Anbindung an eine Innenlage und 
das Layout ist dann fuer eine Massenproduktion nicht zu gebrauchen.

Wo gibts denn Probleme?

Autor: Timm (Gast)
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Löten mit Laser ist absolut stand der Technik und kein Problem mer wer 
dazu mehr wissen will sollte mal zur Internetseite der Firma Wolf 
Produktionssysteme gehen, die sind da der absolute Spezialist und 
erklähren in zahlreichen Veröfentlichungen wie der Prozess Funktioniert

Autor: Michael_ (Gast)
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Ferdi schrieb:
> Habt ihr schon mal was davon gehört, dass man mit nem Laser löten kann?
> Wenn ja, wo bekomm ich so ein Ding?

Die erste Frage ist in Ordnung.
Für die zweite Frage, wieviel Münzen sind denn da so in deinem 
Sparschwein?

Autor: Johann L. (radiostar)
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Ferdi schrieb:
> Ich dachte eigentlich schon eher an "Handlöten". Oder irgend so ein
> Tisch, bei welchem man mechanisch die Position des Lasers verstellt und
> dann den Laser aktiviert. Gegen die Refelxionen vom blanken Metall hätt
> ich mal an eine Schutzbrille gedacht.
>
> Ich dachte dabei an das Problem das man hat, wenn man SMD-Chips für den
> Prototypenbau auflöten muss. Hab vielfach das Problem, dass die zu heiss
> bekommen...
>
> Habt ihr für solche arbeiten eine spezielle Vorgehensweise? (ich meine
> nicht mit dem klassischen Lötkolben/Station)

1. Handlöten mit dem Laser? Schon mal nachgedacht? Wenn der Laser so 
heiß wird, daß er eine Lötstelle zum Schmelzen bringt, dann kann er auch 
Deine Schutzbrille zerstören, Deine Haut verbrennen, Deine Einrichtung 
ankokeln. Ein einziges Mal etwas Unachtsamkeit reicht voll aus, um Dein 
Leben auf Dauer etwas schwerer zu machen (glaub mir's, ich habe 
Erfahrung mit der Kreissäge - wenn ich fünf Bier bestelle, kriege ich 
nur noch vier).

2. Wenn Deine Chips beim Löten zu heiß werden würde Ich an Deiner Stelle 
erst einmal das Löten mit dem Kolben richtig lernen. Andere können's ja 
auch.

3. Ja, andere haben eine klassische Vorgehensweise: mit dem Lötkolben. 
Geht kinderleicht und bei mir ist noch nie ein Chip überhitzt. Aber das 
wolltest Du ja nicht hören.

Autor: Ulf (Gast)
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> Ich dachte dabei an das Problem das man hat, wenn man SMD-Chips für den
> Prototypenbau auflöten muss. Hab vielfach das Problem, dass die zu heiss
> bekommen...

Muß auch mal meckern:

1. Sprache erlernen
2. Löten lernen, ggf. hilft auch eine Heißluftstation
3. Erstmal mit Kanonen auf Spatzen zu schießen üben, bevor man mit'm 
Laser duchs Zimmer blitzt.

Mannomann, die Wahl der Mittel...

ulf.
ohne Angst vor TQFP100 mit Handlötkolben/ Litze

Autor: Bastler (Gast)
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Ulf schrieb:
> ohne Angst vor TQFP100 mit Handlötkolben/ Litze

Flußmittel nicht vergessen. Und die Lötspitze darf nicht zu fein sein!
Youtube-Video "Professional Surface Mount Soldering - How To:   QFP 64  (Drag Solder)"

Autor: Hans Grüner (weakbit)
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Dr.Schrottmayer hat eine Laserlötanlage in der TU-Wien entwickelt - 
zumindest hat man das so gehört.

Wenn man so bedenkt das eine Heißluft fast nichts kostet und überall auf 
dem Planeten in fast allen Produktionsbetrieben eingesetzt wird stellt 
man fest das es fraglich erscheint für was man einen Laserlötanlage 
benutzen sollte?

Die Temperaturdistribution wärend einer Heißluftlötung fällt dabei fast 
nicht ins Gewicht die Bauteile halten das aus dafür sind sie gebaut.
Laserlötanlagen sind teuer und es stellt sich die Frage ob man das 
überhaupt braucht!?

MfG
Grüner

: Bearbeitet durch User
Autor: TTL (Gast)
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Schickt doch einfach die Stückliste und die Gerberdaten an ein paar 
Bestücker und lasst Komplettangebot ein Angebot machen. Was ihr oder 
euer WiWi berechnet,  ist sowieso nicht relevant.

Und schreibt bitte das mit der blauen Eichel rein, am Montag morgen 
starten die gleich besser in die Arbeitswoche. :-)

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