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Forum: PC-Programmierung USBproc unter Linux wird nicht mehr gefunden


Autor: Barotchev B. (barotchev)
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Hallo,

habe heute Abend das Problem, dass der USBproc von 
www.embedded-projects.net unter Linux nicht mehr gefunden wird.

Bis gestern ging's noch, allerdings habe ich gestern auch seit langer 
Zeit unter Ubuntu mal wieder ein update gemacht, vielleicht ist da ja 
auch was mit dem HW-Management kaputt gegangen was ich nicht weiß.

lsusb zeigt mir nur meine beiden USB-Hosts an, auch unter 
/var/log/messages bleibt es leer wenn ich den Programmer anschließe. 
Besteht die realistische Möglichkeit, dass ich den Programmer 
geschrottet habe? Wie kann ich sowas feststellen?
Wenn ich den Programmer anschließe leuchtet die grüne LED, aber mehr 
sehe ich halt nicht.
Gehe ich recht in der Annahme, dass der Programmer sich am USB-Port 
anmelden müsste wenn kein Controller zum Programmieren hinten dran 
hängt, wobei ich es auch schon mit und ohne Controller versucht habe, 
habe auch den Controller ausgetauscht, mit dem selben Ergebnis.

Danke für Eure Unterstützung
Tschüss Barotchev

Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
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Was steht im Kernel-Ringpuffer nachdem du den USBprog einsteckst? dmesg 
ist dein Freund.

liebe Grüße
frank

Autor: Barotchev (Gast)
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Es steht halt nichts bzgl USB drin. Mir kommt's vor als würde der PC bzw 
der USB-Port den Programmer überhaupt nicht erkennen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das Teil geschrottet habe, bin 
mir aber keiner Schuld bewusst. Wenn ginge das nur über eine fehlerhafte 
Beschaltung des uC auf dem Oly-Board.
Wie leicht macht man denn den USBprog kaputt?

Gäb's irgendwelche Tests, mit dem ich dem USBprog ein Lebenszeichen 
herauskitzeln könnte?

Tschüss Barotchev

Autor: Frank Lorenzen (florenzen)
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Hmmm, keine Ahnung ob man den USBprog testen kann, frag doch mal im 
embedded-projects Forum oder direkt bei Benedikt.

liebe Grüße
Frank

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Frank Lorenzen wrote:
> oder direkt bei Benedikt.

Da wird er kaum eine Antwort bekommen. Der Typ ist auf Tauchstation.

Autor: Barotchev (Gast)
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Hallo

>> frag doch mal im embedded-projects Forum
Hm, in der Tat, nachdem ich hier eher das falsche Forum erwischt habe 
und mir dachte dass ein Repost im embedded-projects Forum mehr Sinn 
macht, es dort nochmal probiert, aber bisher noch keine Antwort 
bekommen. Vielleicht war mein Englisch aber zu kompliziert, dass niemand 
meine Frage verstanden hat. :-/

>> oder direkt bei Benedikt.
> Da wird er kaum eine Antwort bekommen. Der Typ ist auf Tauchstation.

Oje, das hört sich nicht gut an. Habe inzwischen schon daran gedacht 
einen neuen zu bestellen. Muss ich damit rechnen, dass meine Bestellung 
bei Benedikt im Shop gar nicht bearbeitet wird? Vielleicht ist er ja nur 
in Urlaub...

Tschüss Barotchev

Autor: yalu (Gast)
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Wenn mit dmesg nach dem Einstecken überhaupt keine Meldung, nicht einmal

  usb x-x: new full speed USB device using ...

ausgegeben wird, andere Geräte am selben USB-Port des PCs aber
funktionieren, würde ich den Fehler nicht in der Elektronik des USBprog
vermuten, sondern eher in der elektrischen Verbindung (Kabelbruch,
verschmutzte oder verbogene Steckverbinderkontakte, kalte Lötstellen
u.ä.). Zur Erkennung, ob ein Gerät eingesteckt ist, genügt es, wenn
dieses die D+-Leitung (bei Full-Speed) über einen 1,5k-Widerstand auf
3,3V zieht. Ein Widerstand geht aber selten kaputt.

Auf dem USBprog sitzt ein USBN9604. An dessen Pin 18 (V3.3) sollten
ständig 3,3V gegen GND (Pins 23, 24 und 25) zu messen sein. Solange der
PC die USB-Kommunikation noch nicht gestartet hat, sollten an Pin 19
(D+) ebenfalls 3,3V anliegen. Ist dies der Fall, scheidet der USBN9604
mit hoher Wahrscheinlichkeit als Sündenbock aus, und die Chancen stehen
gut, dass sich das Problem ohne den Austausch von ICs beheben lässt.

Autor: Barotchev (Gast)
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Hallo yalu,

danke für die Infos, der USBprog ist z.Zt. ca 400km von mir entfernt, 
werde das am nächsten Montag mal ansehen.
Da der USBN9604 so weit ich mich erinnere ein SMD-Baustein ist wird's 
nicht so leicht sein, da vernünftig die Pins abzugreifen, aber mal die 
Lötstellen des Steckers nachzulöten kann kein Fehler sein. Und die 
Kontakte an der USB-B Buchse kann ich bestimmt nachmessen. :-)

Tschüss Barotchev

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sieh dir mal diesen Thread an:
Beitrag "Möglichst günstiges USB-Programmierinterface für den Einstieg"

Wenn du im Embedded Projects Forum schreibst, nimm besser die Abteilung 
für Englisch-Daus - da bekommst du noch am ehesten eine Antwort.

Autor: Barotchev B. (barotchev)
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Hi,

so habe mich jetzt mal mit Lötkolben an den USBprog gemacht und die 
Kontakte der USB-Buchse und der Jumperleisten nachgelötet, leider ohne 
echten Erfolg.

yalu wrote:
<snip>
> Auf dem USBprog sitzt ein USBN9604. An dessen Pin 18 (V3.3) sollten
> ständig 3,3V gegen GND (Pins 23, 24 und 25) zu messen sein.
Der USB-Baustein ist leider SMD und die Pins sind nicht zugänglich. Kann 
den also nicht durchmessen.

> Solange der PC die USB-Kommunikation noch nicht gestartet hat, sollten an Pin 19
> (D+) ebenfalls 3,3V anliegen.
Habe an der USB-Buchse nachgemessen und festgestellt, dass zwischen + 
und - zwar die 5V anliegen aber D+ und D- jeweils 0V gegen GND haben. Lt 
Wikipedia ist die 0V and D+/- das Idle-Signal des PC über ein 15KOhm 
nach GND gezogen wird.
Habe jetzt mal über eine LED als Spannungsbegrenzer und einen 
1KOhm-Widerstand knapp 4V auf D+ gelegt und bekomme promt massenhaft 
Log-Messages eines neuen Full-Speed USB Devices. Eine Kommunikation 
kommt natürlich nicht zustande, da ich mit dem Pull-Up alles andere 
überschreibe.

> Ist dies der Fall, scheidet der USBN9604
> mit hoher Wahrscheinlichkeit als Sündenbock aus, und die Chancen stehen
> gut, dass sich das Problem ohne den Austausch von ICs beheben lässt.
Die Tatsache, dass der USB-Baustein D+ nicht mit 3,3V belegt bring mich 
schon fast zum Schluss, dass ich den USB-Prog abschreiben kann.
Oder kann man vielleicht die 3,3V durch eine externe Beschaltung an den 
Pin18 vom USBprog liefern?

Tschüss Jo

Autor: yalu (Gast)
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> Die Tatsache, dass der USB-Baustein D+ nicht mit 3,3V belegt bring
> mich schon fast zum Schluss, dass ich den USB-Prog abschreiben kann.

Nur nicht so schnell den Mut aufgeben :)

> Der USB-Baustein ist leider SMD und die Pins sind nicht zugänglich.
> Kann den also nicht durchmessen.

Pin 18 (3,3V) kann auch am 1,5k-Pullup-Widerstand gemessen werden, der
nicht im Chip integriert ist, sondern irgendwo auf der Platine zu finden
sein müsste. Es gibt dazu ja Schalt- und Bestückungspläne zum Herunter-
laden. Wenn an dem Pullup-Widerstand keine 3,3V zu messen sind, ist
entweder der USBN9604 schlecht gelötet, oder er bekommt selber aus
irgendeinem Grund keine 5V-Versorgungsspannung, oder er ist tatsächlich
defekt.

> Oder kann man vielleicht die 3,3V durch eine externe Beschaltung an den
> Pin18 vom USBprog liefern?

Prinzipiell ja. Falls nur der im USBN9604 integrierte 3,3V-Regler defekt
ist, könntest du die Leiterbahn zwischen Pin 18 und dem Pullup-Wider-
stand auftrennen und diesen an einen eigenen 3,3V-Regler hängen. Mich
würde es allerdings wundern, wenn der 3,3V-Regler des USBN9604 defekt
wäre, da Spannungsregler i.Allg. nicht sehr empfindlich sind und der
Regler in diesem Fall sogar nur über den 1,5k-Widerstand mit der
Außenwelt verbunden ist, so dass kein Kurzschluss passiert sein kann.
Vielleicht ist doch irgendwo etwas schlecht gelötet.

Autor: Barotchev B. (barotchev)
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Hi,

So habe heute endlich wieder Zeit und Ruhe gefunden nach meinem 
Problemkind zu schauen, schlauer bin ich deshalb aber ledier nicht.

yalu wrote:
> Nur nicht so schnell den Mut aufgeben :)
Ich bin ja willig, aber das Board möchte anscheinend nicht so wie ich 
will.

> Pin 18 (3,3V) kann auch am 1,5k-Pullup-Widerstand gemessen werden, der
> nicht im Chip integriert ist, sondern irgendwo auf der Platine zu finden
> sein müsste. Es gibt dazu ja Schalt- und Bestückungspläne zum Herunter-
> laden.
> Wenn an dem Pullup-Widerstand keine 3,3V zu messen sind,  ist

Ok, soweit bin ich, lt Schaltplan kommt die 3,3 V aus Pin 8 und wird 
über einen Kondensator nach Masse verbunden und wie Du sagst über 1,5k 
mit D+. Dort ist aber nichts zu messen. Der Widerstand selbst hatte bis 
vorhin noch 1,5k, bis ich Tollpatsch mit dem Lötkolben dran bin um ein 
Kabel festzulöten, jetzt hat er keinen Durchgang mehr. :-(

>> Oder kann man vielleicht die 3,3V durch eine externe Beschaltung an den
>> Pin18 vom USBprog liefern?
>
> Prinzipiell ja. Falls nur der im USBN9604 integrierte 3,3V-Regler defekt
> ist, könntest du die Leiterbahn zwischen Pin 18 und dem Pullup-Wider-
> stand auftrennen und diesen an einen eigenen 3,3V-Regler hängen.

Nachdem ich den Widerstand inzwischen zerstört habe, habe ich von Außen 
3,3 V auf D+ der USB-Buchse gelegt, der müsste dann ja nochimmer mit D+ 
vom USBN9604 (Pin 9) verbunden sein.
Dabei kommt dann wie oben schon beschrieben die Meldung vom PC
[32169.700131] usb 1-1: new full speed USB device using uhci_hcd and 
address 102
[32169.820136] usb 1-1: device descriptor read/64, error -71
[32170.044144] usb 1-1: device descriptor read/64, error -71

Verbinde ich jetzt den Pin 8 (3,3V) mit meiner externen 3,3V Versorung 
hören die Meldungen auf dem PC auf, und die Spannung wird auf einen 
tieferen Wert gezogen.

Ansonsten kann ich dem Schaltplan nix mehr viel ansehen, wie ich die 
Funktion des Bausteins überprüfen könnte.

Hast Du noch eine Idee?

Vorsichtshalber habe ich mir letzte Woche über das Studi-Programm einen 
Dragon bestellt, aber vom Shop leider noch keine Reaktion erhalten. :( 
AFAIK steckt da ja auch Benedikt Sauter dahinter, besteht da noch 
Hoffnung auf baldige Lieferung oder sollte man da doch gleich bei einem 
anderen Shop kaufen? (Was bringt mir der gute Preis wenn man keine 
Antwort bekommt?)

Tschüss Barotschev

Autor: yalu (Gast)
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> lt Schaltplan kommt die 3,3 V aus Pin 8

Ah, das ist die Variante mit USBN9604 im SLB-Gehäuse. Dann stimmen
natürlich die von mir o.g. Pinnummern nicht. Aber das hast du ja schon
selbst herausgefunden.

> und wird über einen Kondensator nach Masse verbunden und wie Du sagst
> über 1,5k mit D+. Dort ist aber nichts zu messen.

Hast du auch direkt am Widerstand, und zwar an der mit Pin 8 des USBN
verbundenenen Seite gemessen? Wenn dort auch keine 3,3V zu messen sind,
gibt es folgende Fehlermöglichkeiten:

- der interne 3,3V-Spannungsregler des USBN ist kaputt.

- der USBN bekommt keine 5V am VCC-Pin

- der USBN ist komplett kaputt

- der Mega32 hat seine Firmware verloren (der 3,3V-Regler muss per
  Software eingeschaltet werden)

- der Mega32 bekommt keine 5V am VCC-Pin

- der Mega32 ist kaputt

- der CLKOUT-Ausgang des USBN ist kaputt (der liefert den Takt für den
  Mega32 an dessen Pin XTAL1)

Den Fall, dass ein AVR seine Firmware teilweise verliert oder seine
Fuses verändert, hatte ich auch schon. Das scheint dann zu passieren,
wenn sein Brown-Out-Detector nicht aktiviert ist und er nicht über den
PCC-Pin, sondern indirekt über I/O-Pins mit Strom versorgt wird. Du
kannst ja mal versuchen, ob du den Mega32 über seinen ISP-Port
ansprechen und ggf. neuprogrammieren kannst (dazu muss m.W. auf dem
Board ein Reset-Jumper gesetzt werden). Wenn das nicht geht, ist
möglicherweise der USBN noch intakt und die Clock-Fuses verbogen.

> Der Widerstand selbst hatte bis vorhin noch 1,5k, bis ich Tollpatsch
> mit dem Lötkolben dran bin um ein Kabel festzulöten, jetzt hat er
> keinen Durchgang mehr. :-(

Wie das? Man braucht doch schon ziemlich viel destruktive Energie, um
einen Widerstand kaputtzulöten ;-)

> Nachdem ich den Widerstand inzwischen zerstört habe, habe ich von
> Außen 3,3 V auf D+ der USB-Buchse gelegt, der müsste dann ja nochimmer
> mit D+ vom USBN9604 (Pin 9) verbunden sein.
> Dabei kommt dann wie oben schon beschrieben die Meldung vom PC
> ...
> Verbinde ich jetzt den Pin 8 (3,3V) mit meiner externen 3,3V Versorung
> hören die Meldungen auf dem PC auf, und die Spannung wird auf einen
> tieferen Wert gezogen.

Die externen 3,3V sollten weder direkt mit D+ noch direkt mit dem
V3.3-Ausgang des USBN verbunden werden (Kurzschluss), sondern über einen
1,5k-Widerstand mit D+.

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