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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensatornetzteil


Autor: Paul H. (powl)
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Hi,

bei einem Kondensatornetzteil muss in Reihe zum C1-Kondensator ein 
Widerstand R2 liegen der Stromspitzen auffängt.

http://www.the-powl.de/projekte/pumpensteuerung/ne...

Leider fällt hier auch wieder die ganze Zeit eine Spannung ab. Wäre es 
nicht auch möglich den Widerstand durch eine Induktivität zu ersetzen, 
welche einen geringen ohmschen Widerstand hat aber Stromspitzen trotzdem 
verhindert? Vor allem die Stromspitze wenn man den Stecker zu einem 
Zeitpunkt reinsteckt, wo die Netzspannung im Scheitelpunkt liegt.

lg PoWl

Autor: Trafowickler (Gast)
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Es fliessen nur ca. 7 mA => Verlustleistung 5 mW.

Autor: Trafowickler (Gast)
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Und Nachbauer, dran denken: Es gibt KEINE Netztrennung !

Autor: Paul H. (powl)
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ok hast recht, sinnlose idee.

nochmal zum verständnis:

wenn die kondensatoren C1 und C2 entladen sind dürfte C2 doch das meiste 
des strom-impulses auffangen, wenn der stecker im spannungsscheitel 
reingesteckt wird. wenn c2 entladen ist fließt alles über die 
Zener-diode? Macht bei 325V eben 3,25A?

was kann man der 1,3W Zener Diode denn so zumuten? Bzw. wodurch wird die 
dann im Extremfall zerstört? Kurzzeitige punktuelle thermische 
Belastung? Leitet sie dann dauerhaft oder sperrt sie dauerhaft? oder ist 
beides möglich?

lg PoWl

Autor: flätz (Gast)
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Den Kondensator erwischt es anscheinend sehr oft (Anhang). Der Rest ist 
dann Geschichte.

Autor: Exe (Gast)
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Hi Paul
Im Prinzip richtig erkannt. Der Elko schliesst im ersten Zeitpunkt die 
Z-Diode kurz und schützt sie damit. Der 100-Ohmer dient zur 
Strombegrenzung und beim Scheitelkontakt fliesst dieser hohe Strom von 
über 3A in der Tat. Allerdings sehr kurz ehe der Reihen-C durch seine 
schnelle Aufladung den Strom drastisch drückt. Der Elko ist da noch lang 
"kurz". der wird erst so nach und nach aufgeladen.
Ohne Elko und ohne Vorwiderstand sind sowohl Z-Diode wie Brücke im 
Risiko
aber bei 1nF und 50-Hz sehe ich das Risiko als nicht allzugross an.
Die Wärme an der Sperrschicht der Z-Diode ist das Integral u x i x dt.
Die Kurve ist eine Gauss-Glockenkurve da die Spannung steigt und der 
Strom fällt wegen der Aufladung des Reihen-Cs.
Durchlegierte Dioden oder auch Z-Dioden stellen üblicherweise einen 
Kurzschluss dar. Bei Dauerüberstrom brennt eventuell auch das 
bonding-wire durch dann ist der Kreis offen.
Kommt bei power-Transistoren schon vor wenn das Leistungsintegral nicht 
ausreicht um den second breakdown auszulösen also kleines Uce und 
massiver Strom.
Dann werden diese Gesellen mitunter auch so heiss dass sie anlaufen ohne 
zerstört zu werden. Sie haben danach weniger Hfe und einen hohen 
Reststrom.
Eine Spule geht sicher auch bei grösseren Leistungen da der Strom dann 
nicht springen kann.

Autor: Paul H. (powl)
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ok danke,

nochwas: wenn ich auf meiner homepage das funktionsprinzip des 
kondensatornetzteils einführe. brauche ich dann einen hinweis, dass ich 
keinerlei verantwortung dafür übernehme wenn jemand sich mit dem ding 
dann die bude abfackelt und sagt, er hats von meiner homepage 
nachgebaut?

Autor: Trafowickler (Gast)
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"brauche ich dann einen hinweis, dass ich
keinerlei verantwortung dafür übernehme"

Schreib' ihn auf JEDEN Fall rein, denk an unsere Rechtsverdreher
( Verzeihung: -vertreter ) !

PS: Ganz viel früher, zu einer Zeit, als ich noch Physik-Leistungskurs 
hatte, überlegte ich mir mal ein Konzept für eine Akkuladeschaltung und 
präsentierte sie einer damals noch führenden Elektronikzeitschrift.

Sie kaufte mir die Schaltung nicht ab, eben mit der VDE-Begründung.

( Einige Monate später war dann in einer Doppelausgabe dieser Zeitung 
Juli/August mein Konzept fast originalgetreu wiederzufinden, und der 
VDE-Hinweis fehlte auch nicht ... )

Autor: Exe (Gast)
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Hi Trafowickler
Wir Wickler müssen zusammenstehen auch wenn der "moderne" Jungakademiker 
darüber lächelt. Mensch, was habe ich im Alter zwischen 14 und 19 so 
gewickelt. Alte Ms und EIs ausgeschlachtet, Drosseln für 
Leuchtstoffröhren abgewickelt und Winkerdraht für Sekundär.
Packpapier in Streifen, Uhu  und Leukoplast.
Primär drauf, geblecht und geschaut ob er "heiss" wird. Wenn nicht gut, 
wenn ja, weiterwickeln.
War echt funny.
Ansonsten MUSS der Hinweis über die fehlende galvanische Trennung 
obenauf rein und kommerzielle Nutzung könnte durchaus an den 
Schwarzkitteln scheitern,

Autor: Paul H. (powl)
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So ich hab sowieso schon dreimal den Hinweis auf die fehlende 
galvanische Trennung drin gehabt. Nun auch noch einen dicken Warnhinweis 
oben, dass das Gefährlich ist und ich keine Verantwortung für Schäden 
übernehme.

Nunja ich würde ja auch gerne mal Trafos wickeln, hab aber keinen Zugang 
zu Trafoblech. Bekommt man sowas irgendwo? Eisenstäbe wären auch nett, 
um Elektromagneten herzustellen. Findet man auch nirgendwo, und die 
Permeabilität von den Stahlstangen ausm Baumarkt wird wohl zu wünschen 
übrig lassen, oder?

lg PoWl

Autor: Exe (Gast)
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Hi Paul
Ist in der Tat heute nicht mehr einfach den Corpus zu ergattern. Und 
wenn sind die Biester vakuumgetränkt und da brauchste Hammer und 
Kombizange die Bleche zu trennen.
Trafos haben heute meist Schnittbandkerne oder 
Eisenstaub-Epoxy-Presslinge
um der Eisenverluste und der Wirbelströme Herr zu werden.
Sind nicht ganz billig die Dinger. Aber wenn du den Draht kaufen musst 
zahlste ordenlich wegen dem Kupferpreis. Lohnt nur bei Spezialtrafos wie 
Ausgangsübertrager die bei 100W schnell auch 100-150€ schlucken.

Autor: Trafowickler (Gast)
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Zusätzlich angezeigt ist es, flinke Sicherungen in beide Zweige der 
Versorgung vorzusehen.

( noch'n Nachtrag, als "Hausaufgabe": falls man dieserart Akkus laden 
will: Sie werden NICHT mit dem effektiven Strom geladen, sondern nur mit 
dem arithmetischen. )

Autor: Uwe Nagel (ulegan)
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Trafobleche und Zubehör bietet dieser Shop:
http://www.sauter-shop.de
Frohes wickeln...

Uwe

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Ein paar hilfreiche Ausführungen und Erläuterungen zur Dimensionierung 
trafoloser Versorgungen findet man bei

http://www.grosse-elektronik.de/das-elko/trlosestr/

So ein Netzteil hab ich mal gesehen bei einer abgerauchten 
Spannungsversorge eines IR-Bewegungsmelders (Graez mit Z-Dioden), wie er 
oft zur Schaltung von Leuchten an Haustüren oder in Treppenhäusern zu 
finden ist.

Johann

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Paul Hamacher wrote:
> ok danke,
>
> nochwas: wenn ich auf meiner homepage das funktionsprinzip des
> kondensatornetzteils einführe...
Gibt es alles schon, guckst du hier: 
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...
Wenn du es besser kannst, bitte!

Autor: Paul H. (powl)
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Wer redet von besser? Nur anders uns einfacher. Ich hatte sowieso vor 
auf die beiden genannten Links zu verweisen, wozu das Rad komplett neu 
erfinden.

Autor: Exe (Gast)
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Hi Paul
Ich denke dass man schon von "besser" schreiben darf.
Ein Kondensator zum Tod mit 330nF ist mit einem Bein schon in der Grube 
selbst wenn der Nulleiter unten ist während 100nF zwar jucken aber nicht 
befördern. 65mA braucht der suizid-veranlangte.
Also etwa halbes Risiko. ;-)
Mehr Scherz als Nerz.

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