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Forum: PC Hard- und Software Monitor: Geld zurück wg. wiederholten Ausfällen in Garantiezeit ?


Autor: Ralf (Gast)
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Hallo,

ich hab einen Samsung 22" Monitor, gekauft beim MM vor ca. einem 
dreiviertel Jahr. Nach drei Monaten stieg die Hintergrundbeleuchtung 
aus. Also zurückgebracht, Reparatur okay.

Heut komm ich heim, setz mich voller Freude an den Rechner, nach ca. 5mm 
beginnt eine vertikale Pixelreihe das Flackern, jetzt ist sie statisch 
in einem hellen Blau (nennt man das Cyan(?)) permanent vorhanden argl

So, bevor mir jetzt irgendwann "aller guten Dinge sind drei" passiert, 
spiel ich mit dem Gedanken, das Teil zurückzugeben und mein Geld zurück 
zu verlangen. Ist das okay, oder kann MM das abwimmeln?

Es ist m.E. so, dass der Monitor (egal ob dieses Einzelteil oder die 
ganze Serie) wohl schlecht verarbeitet ist, und ich rechne auch 
zukünftig mit Problemen.

Ralf

Autor: Thorsten Legrand (legrand)
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Hallo,

das hängt meiner Meinung nach ganz klar von deinem Verkäufer ab... rein 
rechtlich darf der Verkäufer auch mehrmals "nachbessern" was für den 
Kunden natürlich kaum akzeptabel sein wird. Zumal sicher niemand seine 
immer wieder anfallenden Spritkosten und Zeitausfall ersetzt bekommt 
wenn er wiederholt zum Händler fahren muß.

Die andere Seite ist natürlich, das der Händler mit dem gebrauchten 
Gerät nichts anfangen kann und du hast es bei ihm gekauft und nicht beim 
Hersteller.

Ich bestehe in solchen Fällen immer auf Wandlung mit anschließendem 
Neukauf eines anderen Gerätes. Wenn du das Gerät nur gegen Kohle zurück 
bringen willst kannst du dich auf einen langen und meißt auch 
hoffnungslosen Schriftwechsel / Vor Ort Diskussionen einstellen.

Autor: Visitor (Gast)
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Soweit ich weiss, ist das "Nachbessern" aber nur 3x erlaubt. Wenns 
danach wieder nix wird: Neues Gerät oder Geld zurück.
Kann sich aber schon wieder geändert haben.

Autor: Maximilian .. (maxpautsch)
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nachbessern ist auch meines wissens 3 mal erlaubt.

ich hab beim mediamarkt mal ein notebook 3 mal reparieren lassen und hab 
dann ohne probleme das geld für das notebook zurückbekommen (abzüglich 
der nutzungspauschale, wobei die das sehr großzügig behandeln. das 
notebook hatte 1400 euro oder so gekostet und ich hab nach 1,5 jahren 
1200 wiederbekommen!)

frag doch einfach nach, vielleicht machen sie's auch gleich!

Autor: Michael Haberler (mah)
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Thorsten Legrand wrote:
> Hallo,
>
> das hängt meiner Meinung nach ganz klar von deinem Verkäufer ab... rein

nein, das tut es nicht. Der Verkäufer hat zu gewährleisten, dass Sachen 
in dem vor Kaufabschluss beschriebenen Zustand sind.

> rechtlich darf der Verkäufer auch mehrmals "nachbessern" was für den
> Kunden natürlich kaum akzeptabel sein wird. Zumal sicher niemand seine
> immer wieder anfallenden Spritkosten und Zeitausfall ersetzt bekommt
> wenn er wiederholt zum Händler fahren muß.

Es gibt im ABGB den Begriff des Mangels - darunter behebbare Mängel (zB 
Nachbessern oder Austausch) und nicht behebbare Mängel.

3x eine Leiche gezogen geht auch beim missmutigsten Richter als ein 
nicht behebbarer Mangel durch - dem Verkäufer ist dann sicherlich ein 
Kaufrücktritt des Käufers mit Rückgewähr des Kaufpreises zumutbar. Wenn 
der Kunde hingegen den Mangel akzeptiert, hat er einen Rechtsanspruch 
auf Preisnachlass, der durch einen Richter festgelegt werden kann 
(Mässigungsrecht).

> Die andere Seite ist natürlich, das der Händler mit dem gebrauchten
> Gerät nichts anfangen kann und du hast es bei ihm gekauft und nicht beim
> Hersteller.

So what? das ist nicht das Problem des Käufers und der Händler löst 
dieses Problem mit dem Hersteller.

>
> Ich bestehe in solchen Fällen immer auf Wandlung mit anschließendem
> Neukauf eines anderen Gerätes. Wenn du das Gerät nur gegen Kohle zurück
> bringen willst kannst du dich auf einen langen und meißt auch
> hoffnungslosen Schriftwechsel / Vor Ort Diskussionen einstellen.

Ich halte das nicht für eine generell anwendbare sinnvolle Strategie. 
Ware retour, Geld auf den Tisch sonst Kadi, und aus.

Ein herber Brief mit benannten Rechtsfolgen und ein bisschen 
Schützenhilfe beim Konsumentenschutz macht die meisten schwarzen Schafe 
weich und willig.

Manchmal muss man ein wenig nachlegen - bei einem offensichtlich 
betrügerischen Internet-Versandhandel habe ich mal der Dame dargelegt, 
in mehreren Schritten nicht nur sie anzuzeigen, sie bei 
Konsumentenschutz und Internet-Ombudsmann madig zu machen, sondern auch 
ihren Auszug aus dem Exekutionsregister (wer aller auf wieviel Geld von 
ihr wartet - eine öffentliche Datei) in einem einschlägigen Forum zu 
publizieren. Schwupps war das Geld retour, das war ihr zu peinlich. Es 
geht immer drum zu unmissverständlich zu kommunizieren, dass man sich 
mit dem falschen angelegt hat.

Das ist nix neues. Schon im alten Rom haftete der Verkäufer für die 
Funktionsfähigkeit der Sklaven :-)

-Michael

Autor: Gast (Gast)
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> immer wieder anfallenden Spritkosten und Zeitausfall

Knallhart dem Verkäufer in Rechnung stellen. Während der Gewährleistung 
hat man ein Recht auf die Erstattung der Kosten.

Allerdings gilt nach Ablauf von 6 Monaten ab Kaufdatum eine sogenannte 
Beweislastumkehr, d. h. der Kunde muss dem Verkäufer beweisen, das der 
Mangel schon beim Kauf vorhanden war, nur dafür steht nämlich die 
Gewährleistung ein. Deshalb sollte man nach den 6 Monaten nicht gleich 
mit dem Anwalt drohen sondern das freundliche Gespräch suchen. Meist 
fährt man damit besser, zumal die Händler i. d. R. recht genau über ihre 
Rechte und die der Kunden Bescheid wissen. Vielleicht klappt es dann 
doch mit dem Umtausch, einen Rechtsanspruch gibt es aber nicht.

PS: Dies ist keine Rechtsberatung, sondern gibt nur meine Meinung 
wieder.

Autor: Ralf (Gast)
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Hallo,

vielen Dank an alle für die vielen Antworten. Ich denke, ich werd mal 
rüberfahren, und das erstmal so abklären, was möglich ist, und dann 
weitersehen. Ich bin ja nicht böse oder so, das hätte mir wie gesagt bei 
jedem anderen Teil und Händler auch passieren können. Ich frag einfach 
dezent nach, ob ich ein gleichwertiges Produkt im Austausch bekomme. 
Geld zurück wäre zwar auch okay, aber irgendwoher muss ich ja dann eh n 
Monitor bekommen :)

Ralf

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